Wissenschaftliches Arbeiten

Hallo Leute,

ich schreibe gerade meine Diplomarbeit.

Ich habe soweit viele fundierte und qualitative Quellen integriert.
Nun bin ich bei einem Kapitel, zu dem es weniger Journal Artikel gibt, da es ein „alter Hut“ ist bzw. Lehrbücher in diesem Gebiet ein größerer Fundus sind. (Wettbewerbsstrategie, nach Porter etc.)

In diesen sind einige gute Quellen vorhanden. Ich wollte das Buch und evtl. weitere Informationen aus den darin enthaltenen Quellen zitieren.

Wie wird so etwas gewertet?
Ist es gängige Praxis, Quellen aus einem Buch etwas zu „erweitern“ und diese zu zitieren? Da die eigentliche Idee bzw. die ggü- Stellung der Literatur aus der Feder des Authors des Lehrbuches stammt.

Ziel ist es, da ich nur zwei gute Lehrbücher für 20 Seiten habe, die Quellenliste zu erweitern und ich finde es unschön, ständig das gleiche Buch zu zitieren.

Wäre über eine profunde Einschätzung dankbar.

Grüße

Eruch

Hallo Erich,

am besten zitierst Du die Primärliteratur, nicht das Lehrbuch. Tricksen kann man, indem man die Primärliteratur zwar zitiert, aber die Angaben aus dem Lehrbuch nimmt. Das ist aber eben Trickserei. Eigentlich sollte man die Primärliteratur sichten und sie dann zitieren.

Grüße

Hallo Leute,

Hi

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher worum es geht… du hast also ein Buch, dass du für deine Arbeit verwendest und du möchtest Quellen, die das Buch angibt, als eigene Quellenangaben benutzen, ja?

Da gibt es zwei Fälle:
a) Es handelt sich um ein konkretes Zitat, dass in diesem Buch aufgeführt wird. Dann *kann* man das Zitat direkt dem angegebenen Autoren zuschreiben. Mein Professor in Geschichte hat mich aber bei meiner letzten Semesterarbeit darauf hingewiesen dass man Zitate, die übersetzt worden sind (also z.B. n deutscher Satz(Buch) aus Marc Aurels Selbstbetrachtungen (Primärquelle)) lieber nicht so zitiert, sondern auf das Buch, aus dem das Zitat stammt, angibt. Somit liegen evtl. Übersetzungsfehler beim Autoren des Buches und nicht bei einem selbst.

b) Es handelt sich um Angaben zu Autoren und Werken auf die sich der Autor deines Buches bezieht, aber nicht zitiert.
Die kannst du dann nicht angeben, weil du ja nicht weißt, wo er sich auf was genau bezieht und was er übernommen hat. Wenn du das Buch, welches du benutzt, angibst, enthält es die entsprechenden Quellen ja schon. Die Leistung hat aber der Autor selbst erbracht.

lg
Kate

am besten zitierst Du die Primärliteratur, nicht das Lehrbuch.
Tricksen kann man, indem man die Primärliteratur zwar zitiert,
aber die Angaben aus dem Lehrbuch nimmt. Das ist aber eben
Trickserei. Eigentlich sollte man die Primärliteratur sichten
und sie dann zitieren.

Tach Erich,

wenn Du ein Stück der Primärliteratur in einem Lehrbuch zitiert findest, dann solltest Du das so kennzeichnen:

xxx, Der Einfluß der Bratkartoffel, S. 153, zitiert nach yyy, Lehrbuch, S. 79

Natürlich kannst Du tricksen wie aiwendil das beschreibt, aber wenn der Assistent auf dem Quivive ist, merkt er sehr bald, daß Du alle angeblich der Primärliteratur entnommenen Zitate (denn die Primärwerke mußt Du ja im Literaturverzeichnis angeben) aus einem oder zwei Lehrbüchern hast.
Das macht kkeinen guten Eindruck, auch wenn es nicht direkt illegal ist.

Gruß - Rolf

Hallo Leute,
Hi Kate,

die Zitierweise aus dem Buch entspricht eher der zweiten Variante, welche Kate beschrieben hat. Der Author hat seine eigenen Gedanken mit denen aus den Quellen vermischt und dem Leser ist nicht ersichtlich, welche Informationen nun vom Author und welches aus den Quellen stammt.

Ohne Tricksen geht es zum Teil ja auch nicht. :wink:
Über die ersten Beiden Kapitel meiner Arbeit gibt es kein Lehrbuch, noch nicht einmal im englischen. Da habe ich einen Haufen Paper auslesen müssen und die wichtigen Zitate habe ich mit eigenem Dünger erweitert. Ist eigentlich kein „Tricksen“- da es wirklich viel Arbeit war.
Aber, es ist erschreckend, inwieweit doch einzelne Authoren von Journals in einem gewissenm Maße „abschreiben“. Die Grenze ist eben grau und nicht schwarz/weiss in Sachen Plagiat.

Derb finde ich die Artikel in Deutschen Journals, da kann ich genau bestimmen, aus welchen Quellen die vermeintlichen Professoren die Ideen entnommen haben und diese als -na ja angehend eigene Forschungsleistung- definieren.

Von Skripten aus sog. Top Uni’s und deren Koriphäen ganz zu schweigen. Da wird alles komplett in Bulletshots- form abgeschrieben und irgendwo auf der Homepage steht ein „vages“ Quellenverzeichnis.

Die Arbeit eines Studenten wird durch sämtliche Plagiatprüfungsmaschinen gejagt…

Kennt jemand noch Plagiatmaschinen ausser Docoloc mit evtl. Möglichkeit zur Probe seitens Studenten?

Noch 20 Seiten…
Würg… :wink:

Vielen Dank für die Info’s und an Alle die gerade bei dem schönen Wetter schreiben: Viel Erfolg!

Grüße Erich

Hallo Rolf,

wenn Du ein Stück der Primärliteratur in einem Lehrbuch
zitiert findest, dann solltest Du das so kennzeichnen:

xxx, Der Einfluß der Bratkartoffel, S. 153, zitiert nach yyy,
Lehrbuch, S. 79

kann man machen, kommt aber nicht gut, sondern die Rückmeldung des Dozenten: „Lesen Sie die Primärliteratur.“ :wink:

Grüße