Witz von Heute-Moderator Claus Seidel

Hallo,
ohne zu zitieren, ziehen die medien über einen heute-moderator her, der eine „witzige“ Anspielung auf das klischee „Geldgier der Juden“ gemacht haben soll. Was hat er wirklich gesagt´(Wortlaut)?
Harald Schmidt zog ja auch über Polen und Türken her .warum war das da in Ordnung?
Gruß
rakete

weil wir im Dritten Reich keine 6 Mio Türken oder Polen vergast haben. Ich finde die Reaktion aber auch übertrieben, obwohl mir Seibel höchst unsympathisch ist. Außerdem gehen so ziemlich alle guten Witze auf Kosten irgendeiner durch Klischees gekennzeichneten Gruppe: Politiker, Blondinen, Ostfriesen, Sozialpädagogen, Studenten, Schwule etc. Niemand käme wohl auf die Idee, jemandem, der einen Sozialpädagogenwitz erzählt für einen Anti-Sozialpädagogen zu halten.

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Hallo,

wenn du den Namen richtig schreibst (Claus Sei b el heißt der Mann), spuckt google auch ein paar Links dazu aus.

http://www.nfj.newsroom.de/news/display/index.cfm?id…
http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/…
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/vermischt…
http://www.bild.t-online.de/BTO/promiskinomusik/2004…

Grüße
Wolfgang

Keine 6 Milionen

weil wir im Dritten Reich keine 6 Mio Türken oder Polen
vergast haben.

Du hast sicher recht. 5.680.000 getötete Zivilisten in Polen (nach Wikipedia) sind eben keine 6 Milionen.

Erst ab 6 Milionen getöter Mitglieder einer Gruppe ist es ja verboten, über diese Gruppe Witze zu reisen.

MfG

C.

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Wichtige Meldungen
Hallo Wolfgang,

bin ich mit Blindheit geschlagen oder steht auf keiner der Seiten der Wortlaut des Witzes? Ich nehme stark an, dass der Witz „vor allem alt und schlecht“ war, jedenfalls zu harmlos, um Seibel in ausreichendem Maße zum verabscheuungswürdigen Antisemiten stilisieren und in Kontrast zu uns guten, toleranten Weltbürgern setzen zu können. Also lässt man es bei einer verschämten Andeutung, denn ein derart garstiges Werk des Teufels kann man in einem rechtschaffenen Blatt unmöglich abdrucken, damit eventuell steigender Popularität und Verbreitung solcher Witze Vorschub leisten. Der Beweis, dass es in Deutschland kaum ein ernsteres Thema gibt als Humor, wäre auf ein Neues erbracht.

Am Rande: Für die Bedeutsamkeit der Meldung spricht, dass sich nur ausgesprochene Qualitätsorgane wie die Bild-Zeitung, die Münchener Abendzeitung und der ebendort erscheinende Merkur mit dem Thema beschäftigt haben. Auch die Qualität der Seiten, die sich des Themas online angenommen haben, ist überzeugend. Es wimmelt von Falsch- oder Halbinformationen, Spekulationen und Übertreibungen. Wahrscheinlich hat Kishon entweder gar nichts oder etwas ganz anderes gesagt, vielleicht hat er tatsächlich oben genannten lapidaren Kommentar beigesteuert. Jedenfalls wird er nichts von sich gegeben haben, was die Bildunterschrift „Claus Seibel beleidigte Ephraim Kishon“ rechtfertigt. Über solche „Informations“-Seiten kann ich mich nur ärgern.

Gruß
Christopher

Und, wie hies jetzt der Witz, der so schlimm war?