erichs schwester lebte ja im westen - im saarland. als sie einmal telefonierten, fragte sie, wies ihm ginge und was er so mache. honny erzählt:
naja, also ehrlich gesagt - mir gehts richtig gut. ich bin staatsoberhaupt, fahre einen großen wagen, habe eine große villa, mehrere ferienwohnungen in allen teilen, eine menge geld, eine eigene yacht…"
„dann pass aber gut auf, dass dir die bösen kommunisten nicht alles wegnehmen“ fällt sie ihm ins wort.
nachdem erich gestorben ist, steht er vor dem himmelstor. er wird nicht eingelassen:
„jemanden wie dich können wir hier wirklich nicht aufnehmen. das geht wirklich nicht. auf keinen fall! du mußt in die hölle. aber weil wir hier oben ja ganz menschlich sind, kannst du dir aussuchen, in welche hölle du gehen willst.“
„oh! was hab ich denn da für eine auswahl?“
„na, die kapitalistische hölle und die kommunistische hölle.“
„mh. - und wo ist da der unterschied?“
„jaaaaaa…! also in der kapitalistischen hölle ist es ganz furchbar schlimm. da gibt es große kessel mit öl drin und feuer drunter, da wird man gebadet eine ewigkeit unter schmerzen, wie sie keiner kennt“
„ohje. naja. und in der kommunistischen hölle?“
kleinlaut - „da ists genauso.“
„aber wo sind denn dann die unterschiede?“
"jaaaaaaa…! also in der kapitalistischen hölle, da wird man auf die streckbank gespannt und gefoltert, mit nadeln und strom und peitschen und - "
„ohje. naja. das will ich nicht. und in der kommunistischen hölle?“
kleinlaut - „da ists genauso.“
„aber wo sind denn dann die unterschiede?“
„jaaaa…! die unterschiede…! also in der kapitalistischen hölle, da…“
und so geht es weiter und weiter. irgendwann kommt ein alter genosse von erich um die ecke, hört das gespräch und lacht:
„ach erich, genosse, komm mit in die kommunistische hölle, komm zu uns, da ists am besten“
"aber ich erkenne gar keine unterschiede - "
„offiziell… nur offiziell… aber weißte - erst sind die kessel kaputt, dann hat keiner frisches öl besorgt, dann sind die peitschen weg, die streckbänke funktionieren nicht mehr und…“
bei einem staatsbesuch in der udssr, beim abendessen mit gorbi, sieht erisch plötzlich ein schwarzes telefon. er fragt, was das ist. gorbi:
„schau mal. ganz neu!“
er nimmt den hörer, wählt kurz und man hört das gespräch - offensichtlich der teufel persönlich. man witzelt ein wenig, dann legt gorbi auf und sagt:
„genial oder? ist eine direktleitung zur höälle. aber sauteuer! schau mal: 6744 US-Dollar, für das kurze gespräch. die rechnung kommt direkt auf diesem zettel aus dem telefon heraus.“ er zeigt den zettel.
„egal - das will ich auch“ sagt erich und fährt heim. nur ein paar monate später steht der gegenbesuch an. beim abendessen entdeckt gorbi nun auch bei erich ein schwarzes telefon.
„und schau mal!“ sagt erich und greift zum hörer. nach einem kurzen gespräch zeigt er gorbi den rechnungszettel
23 us-cent
„wow!“ meint gorbi. „wie das?“
„hier ists ein ortsgespräch…“ grins erich
ok, waren jetzt alle schlecht erzählt, aber egal. lg
kk