Hallo Leute!
Man kann Witze erzählen. Kann man sie auch „machen“ oder „bauen“?
Danke,
KIM
Hallo Leute!
Man kann Witze erzählen. Kann man sie auch „machen“ oder „bauen“?
Danke,
KIM
Man kann Witze erzählen. Kann man sie auch „machen“ oder
„bauen“?
Hallo Kim,
ja, man kann auch Witze machen:
„Du machst wohl Witze“, Bedeutung: du willst mich wohl veralbern, auf den Arm nehmen (Englisch: You’re kidding…)
Einen Witz erzählen kannst du hier im Witzebrett.
„Bauen“ in diesem Kontext ist mir nicht bekannt.
Gruß
Uschi
Danke
Danke Uschi!
Man kann sich immer auf Uschi verlassen – und das ist kein Witz.
–KIM
hieß es bei uns.
Einer der Witze reißt und macht ist ein Witzbold. Man boldet aber keine Witze, da es kein Verb „bolden“ gibt.
Gruß an KIM und Uschi.
Fritz
Hallo Fritz,
Einer der Witze reißt und macht ist ein Witzbold. Man boldet
aber keine Witze, da es kein Verb „bolden“ gibt.
Aber es gibt im Norddeutschen den Verb ‚koboldzen‘, was dem süddeutschen ‚purzelbäume schlagen‘ entspricht.
Außerdem: Kobolde sind Dämonen in der Gestalt von Zwergen. Kobolde sind - Achtung, Mädels!!! - stets männlich (was sagt uns das?! *fggg*); sie haben die Charaktereigenschaften der Zwerge mit erhöhter Lust am Schabernack.
Quelle: Franz Carl Endres, ‚Das Erbe unserer Ahnen‘ (Bd. 1)
Klugscheißerische Grüße
Tessa
O wie ich andere Besserwisser hasse!
Liebe Tessa,
wie unvorsichtig vom dir! Mir mit diesem Modus zu kommen! Und dann noch so!
Hättest du das einfach angemerkt, ergänzt, daran erinnert, so hätte ich das hinnehmen können, aber so unvorsichtig besserwisserisch - um das Fäkalwort zu umgehen - mich ergänzen?
Mich den Besitzer mehrerer Etymologielexika, und vor allem des Röhrichs?!?! Das heißt doch: um Watschen betteln.
Ich will es aber gnädig machen.
Obwohl Pfeifer im dtv Etymologischen Wörterbuch die Herkunft des Wortes „Kobolz“ von „Kobold“ angibt, zeigt schon der gute alte kluge Kluge, dass dies leider wohl nur eine „Volksetymologie“ darstellt und verweist auf ein nndl. „kopje-buitelen“ (Köpfchen-Purzeln). Nun ist bei Kluge auch dieses „buitelen“ etymologisch unklar. Kluge aber weist schon auf frz. „culbuter“ (in den Hintern stoßen) hin. Bei Röhrich (s. u.) wird für „culbuter“ noch die Bedeutung „stürzen, herabstürzen“ angegeben. Und damit haben wir eine überzeugende Lösung.
Nun, ich will auch meine Schwäche nicht unerwähnt lassen. Dass ich den Witzbold hier anfügte und dich auf die falsche Spur Kobold und Kobolz schießen verleitete, war auch nicht fair.
Hat doch der Witzbold mit dem Kobold auch nichts zu tun.
Dieser „-bold“ ist ein Namenselement, das wir auch in „Willibald, Sebald“ kennen mit der Bedeutung „bald = kühn“. (Vgl. engl. „bold“)
Zitat Kluge: "Schon früh (mhd.) dient dieses Namensglied auch zur Schaffung von charakteristischen Appellativen. Zunächst etwa „Hetzbold“ als Name eines Jagdhundes, danach allgemein ‚Jagdhund‘. Dann schon mhd. „Trunkenbold“ und „Wankelbold“. Vielleicht war das Hinterglied zur Zeit der ersten Bildungen noch durchsichtig.
Der Witzbold also „ein Kühner beim Witzereißen“! Ein Tugendbold ein „Kühner in Tugend“! Das ist aber wohl Ironie und Hohn.
Und nun die Ergebnisse aus dem Röhrich:
_ 1. Kobold
Einen Kobold haben: einen heimlichen Helfer besitzen, der alle Arbeit rasch und gut vollenden hilft, der für Gedeihen, Wohlstand und Glück im Hause sorgt.
Nach dem Volksglauben ist der Kobold ein Hausgeist, der gern einen Schabernack spielt, lärmt und poltert, der aber auch das Haus bewacht, Diebe und Unheil ankündigt, gute Ratschläge erteilt, das Vieh versorgt und gedeihen läßt. Er verrichtet bestimmte Arbeiten im Haus und im Stall und muß für diese Dienste belohnt werden. Von einer Magd, der die Arbeit besonders rasch von der Hand geht, sagt man deshalb noch heute scherzhaft, daß sie einen Kobold haben müsse, ebenso von einem, dessen Wohlstand sichtlich zunimmt.
Aus der volkstümlichen Hausgeistüberlieferung sind vor allem die Wesenszüge der Lustigkeit und Neckfreude, beflissenen Hilfe und Wohlstandsmehrung sowie Kleinwüchsigkeit und Kretinhaftigkeit sprichwörtlich geworden.
Seit dem 17. Jahrhundert verbreitet ist der redensartliche Vergleich ‚Lachen wie ein Kobold‘. Er verweist auf das Gelächter, das die Hausgeister nach gelungenen Streichen und üblen Scherzen an Menschen lauthals ausstoßen sollen.
‚He lacht as’n Kobbold‘ war in Mecklenburg eine gebräuchliche Charakterisierung.
Ebenfalls auf die Neckfreude der Hausgeister gehen die beiden regionalen Redensarten 'jemand ‚nen Puuks maken‘ (= jemandem einen Streich spielen; Mecklenburg) und ‚ein Kerl sein wie der Poppele‘ zur Umschreibung eines neckischen Menschen (der ‚Poppele‘ ist ein schwäbischer Hausgeist) zurück.
‚Du Kobold‘ war in Pommern ein gegen Schalkhafte gerichtetes Schimpf- oder Scheltwort.
Wenn man in seinem Haus etwas verlegt hatte oder etwas nicht wiederfand, so erklärte man das scherzhaft: ‚Dat hett de Puuks haalt‘ (das hat der Hausgeist geholt; cf. Wossidlo, Mecklenburgische Sagen, 2. 1939, Nr. 819).
Mit ‚Du hest woll’nen Puuks in’n Liw‘ (den Kobold im Leib haben) oder ‚Du hast woll’ne Brummfleeg in dinen stäl‘ (den Kobold im Harkenstiel haben) kommentierten mecklenburgische Tagelöhner ungewöhnliche Arbeitsleistungen oder übereifriges Arbeiten ihrer Kollegen (cf. Wossidlo, Mecklenburgische Sagen, 2. 1939, Nr. 819 und Nr. 837). Den Kobold im Leib haben bedeutet auch: immens viel essen können.
Pejorativ akzentuiert ist die Redensweise ‚Den’n bringt de Puuks watt - dee hett’n Puuks‘ (cf. Wossidlo, Mecklenburgische Sagen, 2. 1939, Nr.819); unredlich erworbener Reichtum wird hier unterstellt. Die Vorstellung vom Güter zutragenden, diebischen Kobold ist dem slawischen Hausdrachenglauben entlehnt und diabolisiert worden; verbreitet war sie vor allem im protestantischen Nord- und Ostdeutschland.
Auffallend kleine Menschen wurden früher als Kobolde paraphrasiert: ‚Dat is so n lütten Puuks‘ oder ‚Dat is so’n lütten Kobold‘ (cf. Wossidlo, Mecklenburgische Sagen, 2. 1939, Nr. 819).
Wenn ein Kind auffallend kleine Fußstapfen hinterließ, so kommentierte man dies im Vogtland sprichwörtlich mit ‚Du bist ja ein Heugütel‘ (‚Heugütel‘ war dort der Gattungsname für Hausgeister).
‚Hi glüüret üs en Puk‘ (er schaut wie ein Puk/Kobold; cf. Müllenhoff, Schleswig-Holstein, N. 1921, Anmerkung 499) war auf Sylt eine anspielend-verhüllende Redensart gegenüber neugierigen Menschen.
Nach Auffassung der Sylter habe der Hausgeist (Niß Puk) sehr große Augen, die sinnbildlich für dessen beobachtende Omnipräsenz stehen.
Mit dem Ausklingen der Hausgeisttradition verschwanden auch die Verwendungsmöglichkeiten der o.a. sprichwörtlichen Redensarten und Redewendungen. Die fehlenden Referenzbedingungen lassen diese mehr und mehr unverständlich werden und verhindern so eine lebendige Tradition und Kontinuierung dieser sprichwörtlichen Redeformeln. So kann die Aussage des bei Wander verzeichneten sprichwörtlichen ‚Einer ist des andern Kobold und Katermann‘ nur vermutet werden.
Im heutigen Sprachgebrauch werden mit ‚Hausgeist‘ Hausangestellte und mit ‚Heinzelmännchen‘ (oder variiert: ‚Heinzelmädchen‘) Privatsekretärinnen paraphrasiert.
& L. WEISER-AALL: Artikel ‚Kobold‘ in: Handbuch des Aberglaubens V, Spalte 2947; R. KNOPF: Der feurige Hausdrache (Diss. Berlin 1936); A. Johansons: Der Schirmherr des Hofes (Stockholm 1964); E. LINDIG: Hausgeister. Die Vorstellungen übernaturlicher Schützer und Helfer in der deutschen Sagenüberlieferung (Artes Populares 14) (Frankfurt/Bern/Las Vegas 1987).
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Kobold, S. 4. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 3422 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 3, S. 863) © Verlag Herder]
2. Kobolz
Kobolz schießen: einen Purzelbaum schlagen; Kobolz leitet sich von französisch ‚(se) culbuter‘ = (sich) stürzen, (sich) herabstürzen her. Nachdem die Herkunft des Wortes in Vergessenheit geraten war, wurde in Anlehnung an ‚Bolzen‘ das Wort ‚schießen‘ hinzugefügt, ähnlich wie man im Rheinland einen Fußball ziellos in die Gegend ‚bolzt‘, d.h. schießt. Mit dem Wort Kobold hat unsere Redensart nichts zu tun.
Im Niederdeutschen gibt es die verwandte Wendung ‚Koppheister gehen‘: ‚All sein Geld wird schnell Koppheister gehen‘ = verschwinden durch dumme Großzügigkeit.
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Kobolz, S. 1. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 3423 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 3, S. 863) © Verlag Herder]_
Beste Grüße:wink:
Fritz
*schelmischgrins*
OK, lieber Fritz,
wie unvorsichtig vom dir!
Ach iwo! Es steht ja auch nirgendwo, daß es Frauen verboten ist, der koboldschen Schar beizutreten, gell? 
Ommmmmmmmmmm…
*tessakonvertiertzudenkoboldendannkannsiegenausovielschabernacktreiben(wiebisher)*
*kicher*
Tessa
hi tessa,
das stimmt gar nicht!
früher, im kinderfernsehen, gab es eine koboldine!
war irgendeine verwandte von pittiplatsch und lebt im koboldland. weiß deren namen aber nicht mehr, ist zulange her.
tschüß
mit kugscheißerischem gruß
strubbel
Hi Strubbel,
wer zum Teufel ist Pittiplatsch??? Ist das ein Schimpfwort? Bin ich gar eine Banausin??? Ich kenne das Vieh nicht!
Amüsierte Grüße
Tessa
kobold
hi tessa,
das ist ungefähr, als ob du ernie und bert nicht kennen würdest, oder vielmehr, wenn ich die nicht kennen würde.*ggg*
kommt heutezutage noch beim sandmännchen, falls du kinder kennst.
kuckst du hier:
http://www.pittis-welt.de/Pittiplatsch.htm
tschüß
strubbel