Hallöchen,
ich bin zufällig über externe Netzwerk-Festplatten mit WLAN gestolpert.
Da so ein Ding prinzipiell für mich interessant wäre (es gibt 3 verschiedene Rechner, die ab und zu mal zentral Daten ablegen/zugreifen müssen) ich aber leider überhaupt keinen Schimmer von dieser Technik habe, wollte ich mal nachfragen:
- Ich habe eine FritzBox Wlan, kann man so ein Ding einfach ins Netzwerk zunehmen und als Netzlaufwerk verbinden und fein ist?
- Wenn nein: Müßte ich 2 Netzwerke aufbauen, eins für die Platte und eins fürs Internet?
- Sind meine Daten, natürlich vorausgesetzt daß ich nicht gerade „ABC123“ als Passwort nehmen würde, im Netz einigermaßen geschützt? Kann ich die auch so wie meine Fritzbox nach außen hin unsichtbar machen?
- Backup zur Datensicherung: einfach zweite Platte / Bänder etc. oder muß da was ganz Spezielles passieren, denn ist ja nicht in einem Rechner eingebaut?
Danke schon mal im Voraus,
Michael
Moien
- Ich habe eine FritzBox Wlan, kann man so ein Ding einfach
ins Netzwerk zunehmen und als Netzlaufwerk verbinden und fein
ist?
Jupp.
- Sind meine Daten, natürlich vorausgesetzt daß ich nicht
gerade „ABC123“ als Passwort nehmen würde, im Netz
einigermaßen geschützt?
Die Platte ist erstmal nur im internen Netz verfügbar. Vom Internet her kommt erstmal keiner dran weil die FirtzBox da nicht mitmacht. Man kann die Platte fürs Internet freigeben, muss aber nicht.
Die verbauten Dateiserver sind schon recht robust und sollten bei gutem Passwort nicht so einfach knackbar sein. Da es aber (fast) keine Updates für die Platten gibt werden irgendwann Löcher bekannt. Und dann wird die Sache mit dem freigeben ins Internet gefährlich.
- Backup zur Datensicherung: einfach zweite Platte / Bänder
etc. oder muß da was ganz Spezielles passieren, denn ist ja
nicht in einem Rechner eingebaut?
Richtig wichtige Backups sollte man auf WORM-Medien machen, also auf Medien die nach dem Bespielen mit Daten nicht mehr verändert werden können. Wenn dein Rechner nämlich Amok läuft während die Backupplatte dran hängt sind die Daten weg. Kann dir bei DVD-+R und CD-R nicht passieren.
Nochwas: WLAN-Platten sind sehr langsam. WLAN an sich ist nicht wirklich schnell und die Dateiprotokolle machen es nicht besser. Deshalb ist es sinnvoll eine LAN-Platte (Platte mit Ethernet-Anschluss) zu kaufen und die direkt mit der Fritzbox* zu verbinden. Dann ist zumindest bei kabelgebundenen Rechner etwas mehr Geschwindigkeit drin.
cu
* Es gab über die Jahre ~35 Firtzbox-Varianten. Die meisten haben LAN/Ethernet. Die meisten, aber nicht alle.
Danke und nochmal gefragt…
Die verbauten Dateiserver sind schon recht robust und sollten
bei gutem Passwort nicht so einfach knackbar sein. Da es aber
(fast) keine Updates für die Platten gibt werden irgendwann
Löcher bekannt. Und dann wird die Sache mit dem freigeben ins
Internet gefährlich.
Okay, ich sehe schon. Für’s hausinterne Privatnetz sollte es aber dann keine Probleme geben.
Nur: heißt das, ich bin dann mit einer Firmware gefangen, die höchstwahrscheinlich in recht kurzer Zeit nicht mehr zeitgemäß ist?
Richtig wichtige Backups sollte man auf WORM-Medien machen,
Das natürlich klar. Nur der übliche Alltagskram halt.
Man will ja nicht durch einen versehentlichen rm /* alles los sein.
Nochwas: WLAN-Platten sind sehr langsam. WLAN an sich ist
nicht wirklich schnell und die Dateiprotokolle machen es nicht
besser.
War das nicht schon im Bereich ~50MBit mit der FritzBox und den entsprechenden Sticks? Sind die Platten da langsamer?
Deshalb ist es sinnvoll eine LAN-Platte (Platte mit Ethernet-Anschluss) zu kaufen und die direkt mit der Fritzbox* zu verbinden.
Da ich eh ein WLAN-Netz betreibe ist die FB mit keinem Rechner verbunden. Macht es dann überhaupt einen Unterschied?
Außerdem geht es bei den Datenmengen, über die ich nachdenke um vielleicht ein paar hundert MB pro Woche, nicht gerade das, was nach Hochleistung und Überlast schreit.
Viel bedenklicher als Geschwindigkeit finde ich die Sicherheit meiner Daten, okay die ist natürlich bei LAN auch was höher.
Bei LAN: Einfach eine USB-Platte, ran an die Box und glücklich sein?
Danke und Gruß,
Michael
Moien
Nur: heißt das, ich bin dann mit einer Firmware gefangen, die
höchstwahrscheinlich in recht kurzer Zeit nicht mehr zeitgemäß
ist?
Richtig.
Deshalb gibt es diverse Projekte die solche Box auf ein (semi) normales Linux umprogrammieren. So eine Installation hat dann die normalen Sicherheitsupdates und kann, je nach Box, einiges mehr als die Ausgangsfirmware.
War das nicht schon im Bereich ~50MBit mit der FritzBox und
den entsprechenden Sticks? Sind die Platten da langsamer?
Über WLAN-g (also 54MBit) jagt man im besten Fall 3MB/s. Das SMB/Windows-freigaben-Protokol frist davon nochmal die Hälfte. Und die Boxen sind recht schwach bestückt was CPU und RAM angeht. Es bleibt ~1MB/s über.
Macht es dann überhaupt einen Unterschied?
Es ist einer weniger im WLAN, d.h. einer weniger der Kollisionen auslösen kann. 5-10% ?
Viel bedenklicher als Geschwindigkeit finde ich die Sicherheit
meiner Daten, okay die ist natürlich bei LAN auch was höher.
Wenn die Daten sowieso vom Rechner aus erstmal WLAN nutzen spielt es keine Rolle.
Bei LAN: Einfach eine USB-Platte, ran an die Box und glücklich
sein?
Ja. Oder LAN-Gehäuse mit eingebauter Platte. IP über DHCP, Konfiguration der Freigaben über einen Webserver. Kein Ärger mit WPA, SSID & Co.
Wenn du Performance suchst und die Platte noch für andere Zwecke missbrauchen möchtest: KuroBox. Wenns nicht so schnell sein muss und eher Richtung billig aber trotzdem umbaubar gehen soll: eine gebrauchte NSLU2. Beides hat nur LAN, auf beiden kann man ein normales Linux installieren.
cu
Hi,
- Ich habe eine FritzBox Wlan, kann man so ein Ding einfach
ins Netzwerk zunehmen und als Netzlaufwerk verbinden und fein
ist?
Wenn die Fritzbox einen USB-Anschluss hat: Ja. Hatte ich bei mir so im Einsatz und lief stabil.
Einziges Ärgernis: Um die Festplatte abzuschalten, muss man sie (natürlich) erst in der Fritzbox unmounten. Sowas ist sehr nervig, deshalb lässt man die Platte dann aus Faulheit einfach 24h an. Auch nicht so ganz im Sinne des Erfinders.
Gruß,
Hanno
Moien
Wenn die Fritzbox einen USB-Anschluss hat: Ja.
Er hat nach einer „Netzwerk-Festplatten mit WLAN“ gefragt. Da ist kein USB dran. Sowas geht direkt als WLAN-Gerät ins Netz ohne Fritzbox.
OK, die USB-Variante über die Fritzbox ist schon interessant. Es hat Vorteile vorallem was den Preis angeht.
cu
Moien
Wenn die Fritzbox einen USB-Anschluss hat: Ja.
Er hat nach einer „Netzwerk-Festplatten mit WLAN“ gefragt. Da
ist kein USB dran. Sowas geht direkt als WLAN-Gerät ins Netz
ohne Fritzbox.
Stimmt, das habe ich verwechselt, verzeihung. Man kann halt eine billige USB-Festplattenbox kaufen und die an eine Fritzbox anschließen, wenn die Fritzbox USB und eine aktuelle Firmware hat. Damit hat man dann - indirekt - eine Festplatte am LAN (und WLAN).
Gruß,
Hanno