Umgebung:
Wir haben bei uns in der Firma 8 Access Points (Cisco Aironet 1100) angebracht. Diese decken die gesamten Lagerhallen (6) ab. Dort arbeiten die Kommissionierer mit WLAN fähigen Barcodescannern. Die Leute bewegen sich dauernd und wandern natürlich von einer Halle (Access Point) zur anderen Halle (Access Point). AP und Scanner haben fixe IP-Adressen, Verschlüsselung ist aktiviert. 802.11g Standard. Alle APs sind komplett gleich konfiguriert.
Problem:
Das Problem ist nun, dass das Umschalten von einem AP auf den anderen zu lange dauert (~ 30 sek.) bzw. manchmal sogar gar nicht klappt. Ist es nicht so, dass er automatisch auf einen anderen AP umschalten soll wo er ein besseres Signal hat?
Wir haben einen extra Kühltunnel, wo die APs von draußen nicht reinstrahlen können. Deshalb haben wir in diesen Tunnel einen eigenen AP installiert. Geht die Person nun mit dem Scanner da rein, dann bleibt er weiterhin auf den zuvor verbundenen AP zugewiesen. Warum checkt er nicht, dass da ein besserer AP DIREKT VOR SEINER NASE is und funkt dann mit dem?
Wenn ihr eine Idee habt, dann gebt mir bitte Bescheid.
…Ist es nicht so, dass er automatisch auf einen
anderen AP umschalten soll wo er ein besseres Signal hat?..
Wie man das hinkriegen könnte weiss ich auch nicht. Aber warum das so ist kann ich dir sagen. Vielleicht hilfts weiter.
Das funktioniert im GSM-Netz (Google --> „GSM Handover“). Bei TCP/IP war die Vorgabe „Halte die Verbindung unter allen Umständen“, also kein Handover. Weil man am Anfang nicht damit rechnete, dass mal mehrere APs gebraucht würden.
Aber richtige Antwort hab ich immer noch keine
Ich hab meine APs nochmals daraufhin überprüft, ob wohl alle auf dem selben Kanal funken - das tun sie. Auch meine kurze Google Recherche zum Thema „WLAN Handover“ hat leider kein Ergebnis gebracht. Ich werde mir nun die Clients (Barcodescanner) nochmal näher ansehen.
Wenn jemand noch eine Idee hat, wie man das „Handover“ realisieren kann, dann bitte um Info.
Jede Basisstation des ESS verwendet die gleiche Funkzellen-Identität (SSID: Service Set IDentifier). Will man Störungen benachbarter WLAN-Zellen möglichst vermeiden, so konfiguriert man benachbarte WLAN-Funkzellen nicht mit gleichen Frequenzkanälen. Allerdings funktioniert derzeit der Handover nicht optimal, falls es zu einem Frequenzkanalwechsel von Zelle A nach Zelle B kommt. Unter „optimal“ ist hier jedoch nur zu verstehen, dass kein nahtloser Handover derzeit (soll in Zukunft möglich sein) möglich ist, wodurch z.B. ein Streamingdatendienst beim Zellenwechsel abreißen würde und in der neuen Zelle erneut gestartet werden müsste. Funktionieren im allgemeinen Sinn tut der Handover jedoch schon. Beim Internetsurfen wird man den Wechsel nicht wirklich bemerken, falls man eine Zelle mit neuem Frequenzkanal betritt. Wichtig für den Handover ist nur: Die SSID muss bei Zelle A und Zelle B die gleiche sein!
Werden hingegen alle APs des ESS-WLANs mit dem gleichen Frequenzkanal konfiguriert, dann klappt in den meisten Fällen (ist von den Endgeräten abhängig) sogar ein nahtloser Handover. Allerdings muss man mit leichten Performanceverlusten in Zellgrenznähe rechnen, sofern sich dort auch aktive WLAN-User gerade aufenthalten.
Bei einem WLAN mit Basisstationen muss sich jeder Computer (mit WLAN-Modul) bei der Basisstation jenes BSSs anmelden, indem er sich gerade räumlich befindet, um mit dieser kommunizieren zu können. Die einzelnen Basisstationen des ESSs können entweder per Kabel oder per Funk miteinander vernetzt werden. Per Funk ist dies jedoch nur dann möglich, wenn die APs eine Brückenfunktion integriert haben. Herkömmliche Aps könen miteinander nur per LAN-Kabel kommunizieren.
Werden hingegen alle APs des ESS-WLANs mit dem gleichen
Frequenzkanal konfiguriert, dann klappt in den meisten Fällen
(ist von den Endgeräten abhängig) sogar ein nahtloser
Handover.
Hallo Quintar,
danke für diesen Textauszug! Diesen hab ich mitlerweile auch schon gefunden Frequenzkanal ist bei allen der gleiche eingestellt. Problem ist noch nicht gelöst. Die Suche geht also weiter …