WLAN mit mehreren AcessPoints / Roaming?

Moien Fachleute,

bin beratungsbedürftig auf einem Gebiet, das ich bisher aufgrund tiefen Misstrauens gegen alle Funklösungen immer gemieden habe wie die Pest.

Situation: Firma, vor Jahren von mir durchgehend mit GB-Ethernet durchversorgt. Läuft absolut störungsfrei und mit hoher Geschwindigkeit. Allerdings rücken mir ständig die lieben Kollegen mit ihren iPhones, iPads und anderen mobilen Geräten auf die Pelle und wollen WLAN. Bisher konnte ich das immer abwehren, aber vorige Woche hat sich der Chef auch son Ding gekauft .

Problem: Das Firmengebäude hat die Form einer Wurst. Langer Gang, links und rechts Büros. Und das Ganze in Metall-Leichtbauweise. Reichweite eines WLANs liegt dank dem ganzen Metall in den Wänden bei 6 bis maximal 10 Metern, dann ist Schluß. Um halbwegs vernünftige Abdeckung zu bekommen, werd ich wohl 6 bis 10 AcessPoints brauchen. Anschlüsse und IP-Adressen hab ich noch mehr als genug für die Kästchen, aber die Software-Seite stellt mich vor Probleme:

Kann ich denen alle den gleichen Netzwerk-Namen und Passwort verpassen? Was passiert mit Rechnern/anderen Geräten, die zwei WLANs mit gleichem Namen sehen? Und sind die Geräte so clever, sich bei Bewegung bei dem einen AcessPoint ab- und beim nächsten anzumelden?

Heissen Dank für alle Hilfestellungen,
mabuse

PS: Hört meinen heiligen Eid:
Ich werde nie nie nie wieder während eines Vorstellungsgespräches zugeben, das ich was von Computern verstehe. Da tut man sich echt keinen Gefallen mit . . .

Problem: Das Firmengebäude hat die Form einer Wurst. Langer
Gang, links und rechts Büros. Und das Ganze in
Metall-Leichtbauweise. Reichweite eines WLANs liegt dank dem
ganzen Metall in den Wänden bei 6 bis maximal 10 Metern, dann
ist Schluß. Um halbwegs vernünftige Abdeckung zu bekommen,
werd ich wohl 6 bis 10 AcessPoints brauchen.

Das müsste man mal ausmessen.
Vermutlich kann mit guter Hardware und passenden Antennen schon ein bisschen mehr herausbekommen.

Anschlüsse und
IP-Adressen hab ich noch mehr als genug für die Kästchen,

Würde ich evtl. sogar in ein eigenes Subnetz packen.

aber
die Software-Seite stellt mich vor Probleme:

Kann ich denen alle den gleichen Netzwerk-Namen und Passwort
verpassen? Was passiert mit Rechnern/anderen Geräten, die zwei
WLANs mit gleichem Namen sehen? Und sind die Geräte so clever,
sich bei Bewegung bei dem einen AcessPoint ab- und beim
nächsten anzumelden?

Weiß ich nicht, dürfte aber ähnlich ruppelig werden wie bei nicht zusammenhängenden DECT Basen.

Und genau wie es für DECT extra Systeme gibt, die ein nahtloses Netz erstellen, gibt es das auch für WLAN.

Die Billigvariante würde mit AccessPoint und Repeatern arbeiten.

Eleganter wären APs, die über eine „zentrale Intelligenz“ gesteuert werden. Sie verhalten sich dann wie ein logisches, zusammenhänges Netz. Sowas baue ich gerade auf. Zentral ein WLAN Controller, der acht outdoor access points ansteuert. (Der Preis haut einen dabei aber um, dass sind extrem robuste APs, die genau in dieser Form auch an der Zugspitze, auf Containerschiffen oder in der Sahara verbaut werden. Aber das gibt es auch für Büroumgebungen deutlich preiswerter. Ich bin aber nur der Installateur, habe mit der Logik nix zu tun, sondern knall nur die Leitungen und APs an die Stahlträger.)

Oder man baut ein WDS (wireless distribution system), bei dem sich die APs per Funk unterhalten und so ein großes Netz aufbauen. Würde ich aber hier nicht machen, da alle APs ja in Reihe liegen. Macht eine Strecke Probleme, sind danhinter alle tot.

PS: Hört meinen heiligen Eid:
Ich werde nie nie nie wieder während eines
Vorstellungsgespräches zugeben, das ich was von Computern
verstehe. Da tut man sich echt keinen Gefallen mit . . .

Hallo,

schau mal nach dem Ubiquiti UniFi System, 3 Access Points kosten ca. 190€, sind über einen Softwarecontroller verwaltet und können für das Geld schon echt viel.

Für das Geld würde ich das System einem Haufen aus 10 wild gewürfelten Consumer-AccessPoints vorziehen.

Gruß
Daniel

Tach!

Das müsste man mal ausmessen.
Vermutlich kann mit guter Hardware und passenden Antennen schon ein bisschen mehr herausbekommen.

Eher nicht - der Gang ist ingesamt knapp 45 m lang.
Störend sind vor allem die Feuerschutztüren. Hab heute in der Halle mal meinen privaten AP installiert (haben morgen Gastseminar im Haus, und damit die ins Web können muss schon mal meine private Hardware ran), der läuft tadellos innerhalb der Halle und auch gut 15 bis 20 m den Gang hinunter - solange die Türe auf ist. Türe zu, Empfang sofort weg.

Weiß ich nicht, dürfte aber ähnlich ruppelig werden wie bei nicht zusammenhängenden DECT Basen.

Ruppelig stört nicht - di emüssen ja nun nicht surfen, während sie den Gang hinunterlaufen. Hauptsache, man muss nicht manuell was ändern, wenn man mal von seinem Büro in ein Besprechungstzimmer geht oder so.

Die Billigvariante würde mit AccessPoint und Repeatern arbeiten.

Ja, aber da müsste der vorderste AccessPoint dann schon den gesammten Traffic schultern.

Eleganter wären APs, die über eine „zentrale Intelligenz“ gesteuert werden. Sie verhalten sich dann wie ein logisches, zusammenhänges Netz. Sowas baue ich gerade auf. Zentral ein WLAN Controller, der acht outdoor access points ansteuert.

Das wäre das System der Wahl.

(Der Preis haut einen dabei aber um, dass sind extrem robuste APs, die genau in dieser Form auch an der Zugspitze, auf Containerschiffen oder in der Sahara verbaut werden.

Das ist mir wurst. Wenn der Alte sowas haben will, dann soll er auch in die Tasche langen.
Ich bin diese halbseidenen Billig-Lösungen, bei denen spätestens nach einem Jahr drangefruckelt werden muss, eh so was von leid. Wenn man mal nachrechnet kommt der Billichmist hinterher sowieso immer teurer, als gleich was ordentliches zu kaufen.

Ich Danke dir schon mal!
mabuse

Tach!

schau mal nach dem Ubiquiti UniFi System,

Hey . . . das sieht ja mal richtig gut aus.
Wenn die Dinger nur die Hälfte halten, was sie versprechen, ist das das System der Wahl

3 Access Points kosten ca. 190€,

Find ich jetzt nicht teuer. Wenn man nicht grad den allerbilligsten Hoyasuka-Mist aus’m Geiz-Markt kauft, kommen ordentliche AccessPoint auch nicht so viel billiger. Machen dafür hinterher aber mehr Arbeit und Zicken.

Daniel, ich Danke dir!
Das System wird’s wohl werden.

lg, mabuse

Eleganter wären APs, die über eine „zentrale Intelligenz“ gesteuert werden. Sie verhalten sich dann wie ein logisches, zusammenhänges Netz. Sowas baue ich gerade auf. Zentral ein WLAN Controller, der acht outdoor access points ansteuert.

Das wäre das System der Wahl.

Genau so sehe ich das auch!

(Der Preis haut einen dabei aber um, dass sind extrem robuste APs, die genau in dieser Form auch an der Zugspitze, auf Containerschiffen oder in der Sahara verbaut werden.

Das ist mir wurst. Wenn der Alte sowas haben will, dann soll
er auch in die Tasche langen.

Natürlich greift man dann nicht zur Sahara-Zugspitz Variante (meine können von -35°C bis +70°C arbeiten und dürfen mit nem Hochdruckreiniger abgespritzt werden. Das sollte im Büro meistens nicht nötig sein.)

So langsam könnte mir der MOD aufs Dach steigen, weil ich schon wieder den selben Hersteller empfehle. Obwohl - HUCH - das bin ich ja selber. Also MOD, nicht Hersteller.

Ich sag es mal ganz leise:
Lancom Systems. Made in Germany. Deutscher Support. Regelmäßige Updates. Professionelle Hardware.

Ich bin diese halbseidenen Billig-Lösungen, bei denen
spätestens nach einem Jahr drangefruckelt werden muss, eh so
was von leid. Wenn man mal nachrechnet kommt der Billichmist
hinterher sowieso immer teurer, als gleich was ordentliches zu
kaufen.

AMEN!

Bei der Gnazen Diskussion um Accesspoints…
Also ich weiß nicht ob das die hässliche Billigvariante ist, aber ich habe schon an mehreren Stellen davon gehört und es auch selbst so gemacht, dass ich einfach Router gekauft und bei denen das DHCP angeschaltet habe.
Accesspoints sind ja fast schon exotisch, während man Router für ein paar Euro bekommt…
Aber wie gesagt, bin kein Profi :wink:

Bei der Gnazen Diskussion um Accesspoints…
Also ich weiß nicht ob das die hässliche Billigvariante ist,
aber ich habe schon an mehreren Stellen davon gehört und es
auch selbst so gemacht, dass ich einfach Router gekauft und
bei denen das DHCP angeschaltet habe.

Das ist die Billivariante.

Accesspoints sind ja fast schon exotisch, während man Router
für ein paar Euro bekommt…

Aktuell mal bei Reichelt geschaut:
WLAN APs gehen da bei 24,30€ los.

Aber wie gesagt, bin kein Profi :wink:

Solltest du mal nahtlos surfen wollen, dann weißt du auch, warum das eben so einfach nicht geht.

Solltest du mal nahtlos surfen wollen, dann weißt du auch,
warum das eben so einfach nicht geht.

Es mag die Billiglösung sein aber natlos (also automatischer wechsel des AP) funktioniert einwandfrei…