WLAN oder langes Kabel?

Hallo Leute…

ich habe ne Frage zum Netzwerk.
so schauts aus zur Zeit:
Wir haben ein kabelnetzwerk in einem Gebäude einer Uni in Uganda, es
gibt weitere 2 Gebäude, eines ca. 50m eines ca. 80-90m entfernt. In
diesen Gebäuden stehn wieder Desktopcomputer mit Netzwerkkarten (müssen
also mit Ethernetkabel angeschlossen werden).
Nun die Frage wie können wir die Distanz vom Hauptgebäude zu den beiden
anderen schaffen. Wir sind nicht erlaubt Kabel unter die Erde zu legen.
Es steht also zur Auswahl die WLAN technologie (was brauchen wir dafür
für Hardware, sender-empfänger?) oder ein Kabel das wie ein Stromkabel
in der Lufthängt (gibt es da spezielle Kabel?)
Was ist da zu empfehlen, was zu bevorzugen?

mfg johannes

Für eine Infrastrukturanbindung ist Kabel (Glasfaser) eigentlich immer das Medium der Wahl. Allerdings sollte das auch angemessen verlegt werden, eine Kabelbrücke sollte schon sein. Ist eine solche nicht vorhanden und kann auch keine gebaut werden, würde ich zu einer Laser-Richtfunklösung raten mit einer Transferleistung auf dieser kurzen Strecke von etwa 1 GBit.

Allenfalls im Sinne einer Low Budget-Lösung oder bei geringen Ansprüchen an die Transferleistung wäre WLan-Richtfunk eine Alternative.

HTH
Schorsch

Hallo Schorsch,

Hast du Uganda überlesen ?

MfG Peter(TOO)

Hallo johannes,

Wir haben ein kabelnetzwerk in einem Gebäude einer Uni in
Uganda, es gibt weitere 2 Gebäude, eines ca. 50m eines ca.
80-90m entfernt. In diesen Gebäuden stehn wieder Desktopcomputer
mit Netzwerkkarten (müssen also mit Ethernetkabel angeschlossen
werden).
Nun die Frage wie können wir die Distanz vom Hauptgebäude zu
den beiden anderen schaffen. Wir sind nicht erlaubt Kabel unter
die Erde zu legen.
Es steht also zur Auswahl die WLAN technologie (was brauchen
wir dafür für Hardware, sender-empfänger?) oder ein Kabel das wie ein
Stromkabel in der Lufthängt (gibt es da spezielle Kabel?)
Was ist da zu empfehlen, was zu bevorzugen?

Zuerst stellt sich die Frage nach den finanziellen Möglichkeiten.

Bei WLAN dürfte es weniger Probleme durch Überlagerungen mit anderen WLAN-Netzen geben als hier. Dafür kann es mehr Probleme durch EMV geben, da sicher viele Geräte in Betrieb sind, welche nicht entstört sind. Wenns funktioniert, wäre das wohl die billigste Lösung.

Um das Kabel zu spannen, muss man eine Stahldraht oder Seil spannen an welchem dann das Kabel aufgehängt wird.
Was ich jetzt nicht weiss ist wie gross die Temperaturunterschiede in Uganda werden. Das Stahlseil ändert ja seine Länge mit der Temperatur, was beim Spannen berücksichtigt werden muss. Dafür hängt es dann bei hohen Temperaturen mehr durch.
Das nächste Problem ist dann ist dann ein Kabel zu finden, welches auch bei den Temperaturen mitmacht. Nicht vergessen darf man auch die UV-Strahlung, welche mit der Zeit den Kunststoff zerstört. Man sollte daher das Kabel in ein Rohr einziehen, welches am Stahlseil aufgehängt wird.

Afrikanische Elektroanlagen sind aber oft sehr „sonderbar“. Es können also sehr grosse Potentialunterschiede zwischen den Gebäuden vorhanden sein, was dann grössere Probleme gibt (Rechnerabstürze und/oder zerstörte LAN-Karten) wenn man ein Kabel verwendet.

Mit Glasfaser hätte man diese Probleme nicht. Ist aber teurer und man benötigt entsprechendes Fachwissen um die optischen Stecker zu montieren.

Grundsätzlich muss man sich überlegen woher man das Material herbekommt und was man im Falle einer Reparatur macht.
Desweiteren muss man auch noch bedenken, dass viele günstige Geräte nicht für den Betrieb bei Umgebungstemperaturen von 30°C und mehr ausgelegt sind, was die Lebensdauer der Geräte herabsetzt. Entwickler in den Industrieländern gehen meist von 20-25°C maximaler Umgebungstemperatur im Dauerbetrieb aus.

Es gibt ja viele Entwicklungsprojekt-Ruinen, welche an einem kleinen Teil gescheitert sind, welches man hierzulande einfach bekäme…

MfG Peter(TOO)

Hast du Uganda überlesen ?

Durchaus nicht. Die wichtigste Frage bei einem solchen Projekt ist die, die auch du in deinem anderen Posting zuerst stellst - die nach dem verfügbaren Etat. Und nur weil die Uni in Uganda liegt, muss das nicht heissen, dass für dieses Projekt kein angemessener Etat zur Verfügung stände.

Andererseits - bei einem Bildungsetat Ugandas von 0.08 % des BIP entspr. etwa 40 Mio USD jährlich ist die Annahme eines sehr beschränkten Etats in der Tat naheliegend.

Gruss
Schorsch

So…

ich glaub da wird aus kostengründen (Non-Profit und Kleinuniversität)
die wahl auf WLAN fallen.
Nun eine weitere Frage:
Wie kann man das realisieren dass man 2 gebäude mit WLAN verbindet und
beide gebäude aber dann im gebäude selbst ein KabelLAN haben. Und es
handelt sich um 2 externe Gebäude.
Habt ihr tipps zu produkten.
Gibt es da sowas wie einen Sender und einen Empfänger, wie heißen die
und auf welche qualtitätskriterien muss man aufpassen

habt ihr vielleicht einen tipp??