Hallo johannes,
Wir haben ein kabelnetzwerk in einem Gebäude einer Uni in
Uganda, es gibt weitere 2 Gebäude, eines ca. 50m eines ca.
80-90m entfernt. In diesen Gebäuden stehn wieder Desktopcomputer
mit Netzwerkkarten (müssen also mit Ethernetkabel angeschlossen
werden).
Nun die Frage wie können wir die Distanz vom Hauptgebäude zu
den beiden anderen schaffen. Wir sind nicht erlaubt Kabel unter
die Erde zu legen.
Es steht also zur Auswahl die WLAN technologie (was brauchen
wir dafür für Hardware, sender-empfänger?) oder ein Kabel das wie ein
Stromkabel in der Lufthängt (gibt es da spezielle Kabel?)
Was ist da zu empfehlen, was zu bevorzugen?
Zuerst stellt sich die Frage nach den finanziellen Möglichkeiten.
Bei WLAN dürfte es weniger Probleme durch Überlagerungen mit anderen WLAN-Netzen geben als hier. Dafür kann es mehr Probleme durch EMV geben, da sicher viele Geräte in Betrieb sind, welche nicht entstört sind. Wenns funktioniert, wäre das wohl die billigste Lösung.
Um das Kabel zu spannen, muss man eine Stahldraht oder Seil spannen an welchem dann das Kabel aufgehängt wird.
Was ich jetzt nicht weiss ist wie gross die Temperaturunterschiede in Uganda werden. Das Stahlseil ändert ja seine Länge mit der Temperatur, was beim Spannen berücksichtigt werden muss. Dafür hängt es dann bei hohen Temperaturen mehr durch.
Das nächste Problem ist dann ist dann ein Kabel zu finden, welches auch bei den Temperaturen mitmacht. Nicht vergessen darf man auch die UV-Strahlung, welche mit der Zeit den Kunststoff zerstört. Man sollte daher das Kabel in ein Rohr einziehen, welches am Stahlseil aufgehängt wird.
Afrikanische Elektroanlagen sind aber oft sehr „sonderbar“. Es können also sehr grosse Potentialunterschiede zwischen den Gebäuden vorhanden sein, was dann grössere Probleme gibt (Rechnerabstürze und/oder zerstörte LAN-Karten) wenn man ein Kabel verwendet.
Mit Glasfaser hätte man diese Probleme nicht. Ist aber teurer und man benötigt entsprechendes Fachwissen um die optischen Stecker zu montieren.
Grundsätzlich muss man sich überlegen woher man das Material herbekommt und was man im Falle einer Reparatur macht.
Desweiteren muss man auch noch bedenken, dass viele günstige Geräte nicht für den Betrieb bei Umgebungstemperaturen von 30°C und mehr ausgelegt sind, was die Lebensdauer der Geräte herabsetzt. Entwickler in den Industrieländern gehen meist von 20-25°C maximaler Umgebungstemperatur im Dauerbetrieb aus.
Es gibt ja viele Entwicklungsprojekt-Ruinen, welche an einem kleinen Teil gescheitert sind, welches man hierzulande einfach bekäme…
MfG Peter(TOO)