Hallo zusammen,
ich hoffe, es kann mir hier geholfen werden.
Ich habe eine negative Schufa Auskunft und eine Verbraucherinsolvenz, die nun seit einem Jahr läuft. Nun habe ich die Möglichkeit, einen gut bezahlten Job zu bekommen, für den ich allerdings ein Konto vorweisen muss.
Mir ist zu Ohren gekommen, dass manche Banken verpflichtet sind, Konten auf Guthabenbasis zu eröffnen und nichts anderes will ich ja.
Ich wohne in Niedersachsen, genauer in Hannover. Habe gehört, die Sparkasse wäre so ´ne Bank. Allerdings hatte ich schon mal ein Girokonto bei der Sparkasse, wurde dann allerdings arbeitslos, woraufhin mir der Dispo gekündigt wurde. Aus Trotz kündigte ich daraufhin das Girokonto. Die Sparkasse ist allerdings einer der Gläubiger in meiner Verbraucherinsolvenz mit zirka 10.000€.
Ist sie in solch einem Fall auch noch verpflichtet, mir ein Konto zu eröffnen? Oder kann sie sich aus diesem Grund weigern? Ist die NordLB auch zur Kontoeröffnung verpflichtet?
Und noch eine Frage.
Ich habe im Internet gelesen, dass eine SCHUFA Auskunft bei GuthabenKonten nicht statthaft sei und man eine Unterschrift unter die SCHUFA Klausel verweigern soll.
Wäre das nicht ein Grund für die Bank, meinen Antrag gleich im Vorfeld abzulehnen?
Obwohl bei einem Guthabenkonto die Bank doch überhaupt kein Risiko eingeht, oder doch?
Ziemlich viele Fragen. Aber glaubt mir, das Konto ist für mich fast lebenswichtig geworden.
Für nützliche Infos wäre ich Euch sehr dankbar.
Grüße aus Hannover,
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
zum einen gibt es keine Bank die ein Konto -auch nicht auf Guthabenbasis- eröffnen muss. Stichwort: Vertragsfreiheit.
Öffentlich rechtlichen Instituten wie die Sparkassen wird oftmals ein öffnetlicher Auftrag unterstellt, weshalb die Chancen höher sind dort ein Konto zu bekommen. Ein wirkliche Verpflichtung ist allerdings auch hier strittig.
Ob die Sparkasse in Hannover ein Konto eröffen wird ist fraglich, kommt aber auf einen Versuch an. Eventuell ist die Eröffnung allerdings Eigeninteresse - weil Sparkasse schneller an Ihr Geld kommt.
Meine Frage ist allerdings wie du dein Arbeitslosengeld/-Hilfe beziehst? Ohne Konto?
Ich habe im Internet gelesen, dass eine SCHUFA Auskunft bei
GuthabenKonten nicht statthaft sei und man eine Unterschrift
unter die SCHUFA Klausel verweigern soll.
Wäre das nicht ein Grund für die Bank, meinen Antrag gleich im
Vorfeld abzulehnen?
Ja, für viele mit Sicherheit.
Obwohl bei einem Guthabenkonto die Bank doch überhaupt kein
Risiko eingeht, oder doch?
Kein Risiko ist relativ. Nicht jede Überziehung läßt sich verhindern und v.a. sind diese Konten arbeitsintensiv und damit teuer für die Bank, also unrentabel.
Ziemlich viele Fragen. Aber glaubt mir, das Konto ist für mich
fast lebenswichtig geworden.
Kann ich nachvollziehen und wünsche viel Erfolg.
Einfach bei verschiedenen Banken versuchen.
Gruß Ivo
Hallo,
in vielen Bundesländern gibt es eine Selbstverpflichtung der Sparkassen für jedermann
Hallo Ivo und Rene´
Erst mal vielen Dank für eure schnelle Hilfe.
Zur Frage von Ivo:
Mein ALHI Geld geht bei meiner Frau auf´s Konto. Aber mein potenzieller Arbeitgeber hat mir im Bewerbungsgespräch schon signalisiert, dass Gehälter nur auf´s eigene Konto überwiesen werden.
Warum? Keine Ahnung. Aber bei dem zu erwartenden Gehalt stelle ich auch keine Fragen.
ZU Rene´:
Danke für das Urteil. Hab ich auch schon gelesen. Im Originaltext heisst es aber abschliessend:
„…ist eine grundsätzliche Bedeutung bereits deshalb zu verneinen, weil die zu beurteilende Selbstverpflichtung regional beschränkte Auswirkungen hat, …
Bei der Entscheidung über die Zumutbarkeit der Aufnahme eines Vertragsverhältnisses handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung“.
Leider. Aber so ein Urteil würde ich sowieso erst verwerten wollen, wenn garnichts mehr geht.
Der Tipp mit dem Sparbuch ist interessant.
Die Postbank hat schriftlich eine Geschäftsbeziehung mit mir abgelehnt.
Allerdings hat sie gerne für mich und meine Familie Sparbücher eröffnet und dieses Geld genommen. !!Trotzdem sie keine Geschäftsbeziehung mit mir eingehen will!!.
Kann man denn auf ein Sparbuch Geld überweisen? Ich dachte, man kann nur einzahlen?
Wäre ja ansonsten eine echte Alternative.
Gruß,
Wolfgang
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Kann man denn auf ein Sparbuch Geld überweisen? Ich dachte,
man kann nur einzahlen?
Wäre ja ansonsten eine echte Alternative.
Hallo Wolfgang,
man kann auf ein Sparbuch Geld überweisen.
Problematisch wird es allerdings in den Fällen wo der Bank auffällt, dess es sich um Gehaltszahlungen u.ä. handelt, da ein Sparbuch nicht für den normalen Zahlungsverkehr gedacht ist.
Eventuell kündigt die Bank dann das Sparbuch oder läßt Zahlungen zurückgehen.
Gruß Ivo
Hi,
ich erlaube mir an dieser Stelle einen Verweis auf einen FAQ-Eintrag, den ich zu dem Thema erstellt habe:
FAQ:1389
Gruß,
Christian
Danke Ivo
Irgendwo ist doch immer ein Haken.
Ich denke, ich werde morgen früh einen Maraton durch Hannover machen und alle möglichen Banken ansteuern, denen ich über den Weg laufe.
Artig katzbuckeln, die Wahrheit runter beten und dabei Füße küssen, wo es nur geht.
Vielleicht funktioniert ja so was.
Jedenfalls vielen Dank für die Info.
Hätte mich sonst vielleicht sonst fast noch mein Sparbuch gekostet.
Gruß
Wolfgang
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Christian
habe heute schon viel von der freiwilligen Selbstverpflichtung gehört. Hierüber gibt es verschiedene Aussagen.
Tatsache ist aber doch,:
Wenn ich mich auf freiwilliger Basis zu etwas verpflichtet habe, dann habe ich mich dazu verpflichtet.
Eine Verpflichtung bedeutet, dass man sich darauf berufen kann, sonst wird der gesamte Begriff ziemlich lächerlich.
Meine Interpretation:
Es ist jeder Bank freigestellt (also freiwillig), sich an der Verpflichtung zu beteiligen. Tut sie dies aber, dann kann sie in Folge dessen in die Pflicht genommen werden. Das heisst, sie muss geradestehen, wozu sie sich verpflichtet hat.
Notfalls muss man dieses dann auch einklagen können.
Wolfgang
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
Tatsache ist aber doch,:
Wenn ich mich auf freiwilliger Basis zu etwas verpflichtet
habe, dann habe ich mich dazu verpflichtet.
nein, dann ist es freiwillig, sich daran zu halten. Das ist der entscheidende Punkt: Die Freiwilligkeit.
Notfalls muss man dieses dann auch einklagen können.
Keine Chance.
Gruß,
Christian
Versuch’s bitte mal bei der Postbank
Hallo Wolfgang,
ein guter Freund von mir hat genau das gleiche Problem gehabt. Er hat sich an die Postbank gewandt, hat von vorn herein mit offenen Karten gespielt und um ein Konto auf Guthabenbasis gebeten. Das wurde ohne Probleme eröffnet.
Viel Glück!
LG
Alex
Hy Alex,
mich wollen die nicht. Habe eine Ablehnung erhalten, trotzdem ich in schriftlicher Form bei Antragstellung mit offenen Karten gespielt habe.
Ich bat daraufhin, auch im Hinblick auf die „Freiwillige Selbstverpflichtung“ die Sachlage nochmals zu prüfen. Das Ergebnis war das Gleiche. Erneute Ablehnung!
Ich bin heute morgen zur Sparkasse, die ja wie weiter oben bereits erwähnt, ein Gläubiger von mir ist (sie hat übrigens in der SCHUFA die Schuld mit dem Zusatz „uneinbringliche Schuld“ vermerken lassen. Ich denke, dass die Postbank sich daran gestört hat. Dabei ist die Schuld garnicht uneinbringbar.) Jedenfalls habe ich bei der Sparkasse meine Schufaauskunft auf den Tisch gelegt und gesagt, dass ich bereits ein alter Kunde bin. Ich habe darauf hingewiesen, dass die Sparkasse, wenn sie denn mir ein Konto eröffnet, eine genauere Kontrolle über meine Einnahmen hat und nicht mehr so stark auf die Aussagen meines Insolvenzverwalters angewiesen ist.
Es ist wohl tatsächlich so, wie IVO weiter oben schon gesagt hat. Nämlich, dass die Bank vielleicht ein Eigeninteresse hat.
Jedenfalls habe ich weder eine Zusage noch Absage erhalten. Mir wurden Chancen eingeräumt, die Filialleiterin muss noch zustimmen und morgen habe ich erneut einen Vorsprachetermin.
Mal sehen, was draus wird.
Gruß,
Wolfgang
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
Kann man denn auf ein Sparbuch Geld überweisen? Ich dachte,
man kann nur einzahlen?
Ist wohl schon beantwortet.
Hast du es schon bei Direktbanken oder Online-Brokern probiert? Zumindest letztere eröffnen „per default“ eigentlich nur Guthabenkonten, Kredit gibt es erst nach Antrag, und dann nur als Effektenkredit.
Grundsätzlich würde ich bei den Genossenschaftsbanken (vor allem bei den kirchennahen) auch etwas größeres Entgegenkommen erwarten.
Cu Rene