Wo bekommt man Immobilienverträge

Guten Tag, jemand möchte demnächst das Gewerbe zum Immobilienmakler anmelden. Nun möchte er wissen, wo man die unterschiedlichen Maklerverträge erhält?
Für Häuserverkauf - Vermietung, Wohnungsverkauf - Vermietung. Aus diesen Verträgen sollte auch ersichtlich sein, wie hoch die Provision ist , das alleinige vermittlungsrecht, etc. Vielen Dank

Guten Tag, jemand möchte demnächst das Gewerbe zum
Immobilienmakler anmelden. Nun möchte er wissen, wo man die
unterschiedlichen Maklerverträge erhält?

Bei den einschlägigen Berufsverbänden.

Guten Tag, jemand möchte demnächst das Gewerbe zum
Immobilienmakler anmelden.

und dann

Nun möchte er wissen, wo man die
unterschiedlichen Maklerverträge erhält?
Für Häuserverkauf - Vermietung, Wohnungsverkauf - Vermietung.
Aus diesen Verträgen sollte auch ersichtlich sein, wie hoch
die Provision ist , das alleinige vermittlungsrecht, etc.

Hat derjenige den Hauch einer Ausbildung geschweige denn Ahnung, was er da tut oder möchte er nur „mal eben“ Häuser verkaufen und dann Provision einstecken?

Wenn ersteres, dann sollte das im Rahmen seiner Ausbildung bekannt gemacht worden sein.

Wenn zweiteres: Viel Glück (insbesondere den Kunden).

Oh ja, sehr hilfreich Birkel. Du bist es.

Moin,

Nun möchte er wissen, wo man die
unterschiedlichen Maklerverträge erhält?

nicht zu vergessen die einschlägigen Gesetzestexte, die ihn über seine Recht und vor allem seine Pflichten unterrichten.

Dann sollte sich diese Person auch noch solide Kenntnisse über die Grundlagen beschaffen!

Das meine ich ernst!

Gandalf

Ich hab mal ne generelle Frage: Was ist überhaupt der Vorteil, wenn man ein Maklerbüro/„Gewerbe zum Immobilienmakler“ aufmacht und dann Häuser verkauft, oer sich im Gegensatz dazu selbst Häuser zulegt und sie dann ohne Gewerbeschein verkauft?
Zweiteres ist doch profitabler, oder hat man beim ersteren bestimmte Steuervorteile, oder sonst was, was ich nicht weiß?

ähem… also wie bei vielen anderen Dingen auch: Wenn man etwas öfter und mit Gewinnerzielungsabsicht tut, freut sich in der Regel ein Berufsverband, eine Innung, eine Berufsgenossenschaft und nicht zuletzt der Fiskus über neue Einnahmequellen, die sich daraus in Form von (Zwangs-)Beiträgen und (zusätzlichen/anderen) Steuern ergeben. Umgekehrt sind es die gleichen Institutionen, die dies dann ggf. später rückwirkend bei jemandem einfordern, der dies „vergessen“ haben sollte.

Der Jemand wiederum sollte sich auch überlegen, ob er nicht besser „fährt“, wenn er sein Gewerbe dann auch als solches betreibt. Er kann (nur) dann schließlich seine Ausgaben und Verluste auch von der Steuer absetzen. Und ein Büroraum, ein Dienstwagen, Werbung, … etc. da kommt schon was zusammen. Auch PC und Co. sind ohne MWSt. und später dann auch noch durch Abschreibung mit ~30% Subvention vom Staat netter zu kaufen.

Schlussendlich sollte man sich bei den Summen, um die es bei Immobilien typischerweise geht, ein bisschen sicher sein, was man tut. Denn Schadenersatzansprüche können einen dort schnellstens ruinieren. Da macht eine Ausbildung dann auch noch Sinn.

Was meinst du für „Schadensersatzansprüche“? Das hab ich ja noch nie gehört. Wo soll das denn bei Immobilien gehn? Oder meinst du die Grundschulden, die ggf. übernommen werden?

„Auch PC und Co. sind ohne MWSt. und später dann auch noch durch Abschreibung mit ~30% Subvention vom Staat netter zu kaufen.“

Bitte um Rückmeldung, ob ich es richtig verstanden habe. Ich brauche immer rechenbeispiele und deswegen hab ich mal eins gemacht:
Wenn ich ein Gewerbe anmelde, muss ich auf meinen Gewinn Gewerbesteuer (3,5 %) und Umsatzsteuer (19%) zahlen (=22,5%). Und Subventionen muss man doch auch irgendwie zurückzahlen, oder nicht? Hast du da ne Seite zum Nachlesen? Ich weiß nicht so richtig, nach was ich suchen soll.

Wenn ich jetzt 100k€ Gewinn mache, mir aber ein Firmenwagen hole und Autobetriebskosten mit insgesamt 20k€ anrechne(die Mehrwertsteuer bekomme ich, wenn ich sie abschreibe, auch zurück), kann ich diese Summe „abschreiben“ und von meinem Gewinn abziehen. Das heißt ich habe nur noch 80k€ Gewinn, wovon ich dann die 22,5% zahlen muss und das wären dann 18k€ anstatt - ohne Abschreibungen - 22,5k€.

Hab ich das so richtig verstanden? Wenn ich kein Gewerbe anmelde, bezahle ich auf den 100k€ Gewinn nur 19% USt. - also 19k€? Wenn ich mir jetzt noch ein Auto kaufe, bekomme ich ja die Steuern nicht zurück, die ich dafür bezahlt habe und kann die Autokosten auch nicht als „Ausgaben“ von meinem Gewinn abziehen.

Was meinst du für „Schadensersatzansprüche“? Das hab ich ja
noch nie gehört. Wo soll das denn bei Immobilien gehn? Oder
meinst du die Grundschulden, die ggf. übernommen werden?

Beispiel: Person A gibt sich ohne jegliche Ahnung als Makler aus und verkauft das Haus von Herrn B an Herrn C für 200.000 Euro und kassiert dafür 3% Courtage (MWSt. fällt weg), also 6.000 Euro.

Nun fällt Herrn C nach kurzer Zeit auf, dass es im Haus vor kurzem gebrannt hat. Herr C möchte wegen arglistiger Täuschung den Kauf rückabwickeln und seine bereits verauslagten Kosten von 5% (Grundbuch und Notar) sowie seine bereits begonnenen Reparaturen von 20.000 Euro ersetzt bekommen. Damit geht Herr C zu Herrn B. Herr B wiederum stellt fest, dass ihn niemand jemals nach solchen Mängeln gefragt habe und er nur nach bestem Wissen und gewissen dem Makler A damals ein paar Fragen zum Grundstück beantwortet hätte.

Jetzt wäre es so, dass Herr B ja eigentlich nicht arglsitig getäuscht hätte und Herr C trotzdem eindeutig einen Anspruch auf Schadenersatz hätte. Und jetzt rate mal, wer Schuld ist und 10.000 Euro Nebenkosten + 20.000 Euro unnütze Reparaturen sowie die bereits erhaltende Courtage von 6.000 Euro bezahlen darf, weil er die nach Treu und Glauben von ihm zu erwartenden Pflichten bzgl. der Beratung und Befragung von Herrn B und Herrn C nicht erfüllt hat.

Und das mal nur als triviales Beispiel. IANAL

„Auch PC und Co. sind ohne MWSt. und später dann auch noch
durch Abschreibung mit ~30% Subvention vom Staat netter zu
kaufen.“

Bitte um Rückmeldung, ob ich es richtig verstanden habe. Ich
brauche immer rechenbeispiele und deswegen hab ich mal eins
gemacht:

„Subvention“ ist natürlich nicht der richtige Begriff hier.

Angenommen A hat ein Einkommen von 100.000 Euro und muss darauf regulär 40% Abgaben zahlen = 40.000 Euro.

Wenn er als Gewerbetreibender sich nun ein Büro (10.000 Euro/Jahr, einen Firmenwagen 9.000 Euro im Jahr und einiges an IT 1.000 Euro/Jahr) leistet, wird dies von den 100.000 Euro zu versteuerndem Einkommen abgezogen = 100.000 - 20.000 = 80.000 und zahlt so nur 32.000 Euro Abgaben also 8.000 Euro weniger als jemand, der dies Auto und das Büro und die IT als Privatmann gekauft/gemietet hat.

Faktisch bezahlt er statt 20.000 Euro dann nur 12.000 Euro für die gleichen Dinge (nämlich diese 40% Abgabenlast weniger). Dabei ist noch unberücksichtigt, dass er die MWSt. natürlich auch zurückerstattet bekäme. Das meinte ich mit „Subvention“ :smile:

Nun ist das natürlich alles in Wirklichkeit viel komplizierter und damit müsste A sich dann auseinandersetzen (Gewerberecht, Umsatzssteueranmeldung, Grundsätze ordnungsgemäßer Buchhaltung, …).

Hab ich das so richtig verstanden? Wenn ich kein Gewerbe
anmelde, bezahle ich auf den 100k€ Gewinn nur 19% USt. - also
19k€?

Nein, wenn Du kein Gewerbe hast, werden deine Einnahmen aus dem Verkauf von Häusern in denen du nicht selbst gelebt hast, mehr oder weniger (ich bin kein Steuerberater) 1:1 wie Lohn besteuert, also mit deutlich mehr als 30%. Umsatzsteuer musst du IMHO dann nicht einnehmen, wobei es da auch Grenzen gibt.

Die Umsatzsteuer kannst Du als Gewerbetreibender ansonsten gleich vergessen, denn die nimmst du ein und führst die direkt ans Finanzamt ab. Umgekehrt ziehst du sie von allen, was mit deinem Gewerbe zu tun hat auch bei Einkäufen wieder ab. Du würdest aber faktisch zunächst nur die Umsatzsteuer und direkt abziehen, allerdings dann auch Gewerbesteuer, weitere Abgaben etc. bezogen auf dein Geschäft. Je nachdem ob du dann als Person (bspw. GbR) oder als Gesellschaft (bspw. GmbH) agierst, musst du nur deine private Entnahme als Lohn versteuern. Aber hier beginnt das dunkle Feld der Steuergesetzgebeung, das ich gerne anderen überlasse.

Kurz gesagt: Privat mehrfach Reibach machen geht IMHO in D nicht.

Ja aber Gewerblich Reibach machen geht auch nicht wie ich das jetzt verstanden habe. Ausser ich entnehme privat kein Geld für mich, auf das ich Lohnsteuer bezahlen müsste.(Wenn es größere Summen wären, die ich verdiene und „abzweige“).

Wenn ich aber als „Makler“ nur meine eigenen Immobilien verkaufen will, wäre ich ja nach § 34c erlaubnispflichtig … aber hätte den Vorteil der Vorsteuer, müsste aber auch selbst Umsatzsteuern bezahlen. Da meine Ausgaben sowieso nicht so hoch sind, weiß ich garnicht, ob sich das Lohnt, ein Gewerbe anzumelden. Ich wohne bei meinen Eltern, fahre deren Auto und bin bei ihnen versichert.
Ich hab mal durchgerechnet, wieviel Netto ich als Privatmann rausbekommen würde:

20k€ Brutto -> 15900€ Netto
30k€ Brutto -> 21600€ Netto

Wenn ich ein Gewerbe aufmache, bezahle ich ja vielleicht keine Lohnsteuer, aber sozialabgaben muss ich ja trotzdem zahlen, oder? Und die Sozialabgaben sind ja in diese Gewinnbereich mit 75-100% das größte Problem.

Habe immer noch keine geeignete Antwort erhalten???