Hallo,
ich würde gerne wissen wo ich im Garten das Gras vom Rasenmäher entsorgen darf.
Unsere Nachbarn haben mich darauf hingewießen, ich dürfte es nicht unter den Baum machen(der Baum ist ca.1Meter vom Zaun entfernt).
Haben jetzt die Nachbarn recht oder nicht?
Danke im Voraus
Worauf bezieht sich das „Dürfen“? - auf die Verträglichkeit für die Pflanzen oder für die Nachbarn?
Wir schütten leicht abgelagertes Gras auf die Beete - insbesondere im Herbst, um die Pflanzen ein wenig zu schützen. Bis zum Frühling ist das Gras zersetzt, die Pflanzen erhalten Nährstoffe, Wildkräuter können je nach Dicke am Wachstum gehindert werden, Geruchsentwicklung = 0
Gruß,
Alexandra
Das Dürfen bezieht sich auf die Nachbarn, mit der begründung:„es sieht ja nicht so schön aus und es würde stinken…“
Hallo, Tobias,
Grasschnitt im Garten entsorgen sollte man nur mit Vorsicht. Wenn man es im großen Haufen ablagert, findet eine natürliche (und geruchlose) Rotte nur beschränkt statt. Eher wird das Schnittgut - vor allem wenn es unmittelbar nach dem Schnitt aufgehäuft wird - in Gärung übergehen und das führt dann zu Geruchsbelästigung. Übrigens besteht da auch Brandgefahr, denn feuchtes Heu entwickelt ziemliche Wärme, die sogar zur Selbstentzündung führen kann.
Nichts ist gegen das Mulchen mit Grasschnitt zu sagen, wo normalerweise nur eine dünne, wenige cm dicke Schicht ausgebracht wird.
Eine andere Möglichkeit ist, den Grasschnitt mit anderen Gartenabfällen (z.B. Laub vom Vorjahr, Stroh) zu vermengen und zu kompostieren.
Auch wenn Du das Gras nach dem Schnitt zunächst einmal trocknen lässt und dann als Heu trocken und feuchtigkeitsgeschützt (abdecken mit Plane) auf Haufen stapelst dürfte es kein Problem geben. Nur musst Du dann auch das Heu irgendwie loswerden.
Ich würde mich, besonders wenn viel Grasschnitt anfällt, um eine andere Entsorgungsmöglichkeit kümmern. Bei uns hier in Solingen nimmt die städtische Abfallwirtschaft (ich möchte diesen Betrieb bei dieser Gelegenheit einmal ausdrücklich lobend erwähnen!) Gartenabfälle kostenfrei entgegen, verarbeitet sie zu Kompost, den sich regelmäßige Ablieferer dann auch kostenlos abholen können. Erkundige Dich bei Deiner Stadt mal, vielleicht gibt es dort einen ähnlich vorbildlichen Service.
Gruß
Eckard
Die lieben Nachbarn
Hallo!
solche Dinge sind gesetzlich geregelt. Hier im forum darf keine konkrete Rechtsberatung stattfinden: Ab ins Rechtsbrett und die Frage allgemein formulieren.
Allgemein würde ich sagen: Grasschnitt muss nicht stinken. man muss ihn eben vorher etwas trocknen oder ab und an wenden.
Rücksicht ist ja was Schönes und natürlich will man es sich mit dem Nachbarn nicht verderben. Aber es gibt da einen Punkt, an dem ich meine Belange auch mal durchsetzen würde. Freundlich aber bestimmt und natürlich Belästigungen vermeidend.
grüße
kernig
Das Dürfen bezieht sich auf die Nachbarn, mit der
begründung:„es sieht ja nicht so schön aus und es würde
stinken…“
Oder es ziehe die Ratten an, so daß der Hund zu viel belle.
Grüße,
RH
1 „Gefällt mir“
Moin, Eckard!
Ganz ehrlich, ich platze gleich vor Neid!
Bei uns hier in
Solingen nimmt die städtische Abfallwirtschaft (ich möchte
diesen Betrieb bei dieser Gelegenheit einmal ausdrücklich
lobend erwähnen!) Gartenabfälle kostenfrei entgegen,
verarbeitet sie zu Kompost, den sich regelmäßige Ablieferer
dann auch kostenlos abholen können.
Wie cool ist das denn? Eine echt super Idee, sowas hätte ich hier auch gern!
Erkundige Dich bei Deiner
Stadt mal, vielleicht gibt es dort einen ähnlich vorbildlichen
Service.
Jaja, bei uns gibt es einen ähnlich vorbildlichen Service! Der sieht jedoch so aus:
Jeder darf kompostierbare Gartenabfälle (Grünschnitt etc.) beim Entsorgungsmonopolisten unseres Landkreises abgeben. Kostet den Abgebenden einen Euro je 50 Liter Volumen, ungepresst versteht sich.
Und außerdem darf auch jeder frischen Kompost bei eben jenem Entsorgungsmonopolisten unseres Landkreises käuflich erwerben. Der Preis dafür entzieht sich jedoch meiner Kenntnis - mir fehlte bisher schlichtweg das Interesse an solchem Erwerb.
Also ich weiß nicht… die von Dir beschriebene Variante gefällt mir persönlich deutlich besser. Auch wenn sicher für die klammen Finanzen des Landkreises die von mir erwähnte angenehmer sein dürfte…
Extrem neidische Grüße vom
Dicken MD.