aus US-Rezepten kenne ich den so genannten „phyllo“ oder „filo dough“, der ähnlich aber nicht (!) identisch mit Blätterteig ist - hier sind die Teigschichten nämlich noch nicht mit den Zwischenschichten aus Fett versehen, sondern finden sich einzeln und werden vom Koch zusammengesetzt.
In den USA gibts das wohl in jedem Supermarkt zu kaufen - und ich würde es auch sooo gerne versuchen, denn Blätterteig ist einfach zu fetthaltig für mich und Phyllo wäre eine klasse Alternative. Soll von Haus aus cholesterinfrei und kalorienarm sein und somit eine klasse Sache für mich.
Anscheinend ist dieser Teig eine griechische und/oder türkische Erfindung und derselbe, der bei Baklava verwendet wird. Kann man hierzulande diesen Teig vielleicht in türkischen Lebensmittelläden kaufen? Aber wie heißt er?
Filo-Teig gibts bei fast allen Türken und Griechen, in Läden und auf dem Markt. Er ist übrigens auch nicht böse, wenn er - ursprünglich tiefgefroren - mal einen Vormittag auf dem Marktstand zugebracht hat. Bloß die aufgedruckte MHD stimmt dann halt nicht mehr.
vielen Dank für die Info! Ich bin heute in der Mittagspause sofort zu einem türkischen Händler gegangen - und bekam sofort problemlos den Filo-Teig. Ich freue mich schon sehr aufs Experimentieren!
Wirklich klasse: Ich liebe Blätterteig, und nun grämt es mich nicht mehr so, dass ich ihm entsagen muss. Ich denke, mit etwas Probieren bekomme ich mit Filo salzig und süß eine Menge Leckereien zusammen.
Der Filo-Teig, den man beim Türken und auch in großen Supermärkten bekommt, ist ein Strudelteig. Der besteht nur aus Mehl, salz, Hefe. Seinen guten Geschmack bei Baklava, Schafkäsebörek und so weiter erhält er von einer gehörigen Portion Butter, mit der jede hauchdünne LAge vorm Zusammenrollen eingestrichen wird. Sonst schmeckt es nicht!!!
Das Ergebnis erinnert an Blätterteig: HAuchdünne Teigschichten, durch Einpinseln mit Fett getrennt. Die Herstellung ist völlig anders, der Energiegehlöt dürfte nicht wesentlich geringer sein, eher ist der Fettanteil höher, da die Teigschichten hauchzart sind.
Man kann den auch selber herstellen, einfach in einem guten erklärenden Kochbuch nach Strudelteig fahnden. Schicht für SChicht einpinseln und gefüllt mit Hackfleisch-Paprika-Zwiebel … gibt’s am Wochenede, Freunde kommen, die sind uns den Aufwand wert!!
Und: Der Filoteig wird ohne Konservierungsstoffe eingeschweißt. Unbedingt Geruchsprobe machen, er wird leicht gärig!!
Vielen Dank für die Infos! Ja, leider ist der leckere Geschmack ja meistens irgendwie mit Fett verbunden. Ist mir auch bewusst, und ich habe da auch bereits ein wenig experimentiert - mit geschmolzenem Streichkäse kann man zB ein wenig machen, und bei Süßspeisen mit geschmolzenem Gelee. Aber klar, das ist schon eine ganz andere Sache als der eigentliche, vollbutterige Geschmack…
Aber auch da gibt es eventuell Abhilfe, denn in den amerikanischen Rezepten, die den Teig als „Low Fat“-Alternative preisen, kommt er in Kombination mit fettfreiem Backspray mit Buttergeschmack vor. Statt Butter wird eben dieses Spray zwischen die Lagen gesprüht. Das hört sich zwar erstmal nicht gerade lecker an, aber ich hab bereits ein solches Spray bestellt und werde es ausprobieren.
Tja, für mich lautet die Alternative leider - entweder ich komme ohne die ganze Butter aus, oder ich esse überhaupt nichts Blätterteig-/Filoteig-artiges mehr. Und noch habe ich Hoffnung.
Und: Der Filoteig wird ohne Konservierungsstoffe
eingeschweißt. Unbedingt Geruchsprobe machen, er wird leicht
gärig!!
Vielleicht einfach nicht so ein Gedöns ums Essen und das Fett machen und lieber ein Stück richtiges Börek richtig genießen?
Von den Geklapper ums Fett vergeht einem ja der Appetit! Man muss doch nicht x-mal am Tag essen, aber einmal am Tag genießen, das sollte man unbedingt! Es gibt vermutlich nur dieses eine Leben, verschwende das nicht ans Kalorienzählen - viel zu schade drum!
Die Höhe war eine beleibte Dame in der Sauna - man unterhielt sich grad über Bockwürstchen aus Gläsern - welche erwähnte, die Sorte xy enthielte weniger Fett als andere. Ihre Empfehlung „kannst du eins mehr von essen“. (!)
Wir sind immer gierig und nie zufrieden. Ich vermute, weil wir nie gut genießem, sondern unser Essen völlig neurotisch betrachten…
Leuten zu raten, sich keine Gedanken um Fett zu machen, ist
aber in der Regel eine schlechte Idee, wenn man überhaupt
nichts über sie weiß.
Ich halte es generell für eine gute Idee - für alle - sich nicht in chemisch-physikalischen Analysen der Nahrung zu verlieren. Die Leute mit den kalorienärmsten Joghurts sind weder die gesündesten noch die glücklichsten. Die Hilfskrücke „chemisch-physikalische Analysedaten“ bei der NAhrungsauswahl zeugt imo lediglich vom völligen Versagen jeden NAhrungsinstinkts. Funktioniert der, isst, lebt, genießt man „gefahren“-frei (im Essen steckt ja so viel Gefahr, vor allem Energie!!). Völlig verrückt. Essen ist Leben, Lebenskraft, Lebensenergie - es sei denn, wir lassen uns für dumm oder irgendwelche fettfreien Fettgeschmackssprays verkaufen, was dasselbe wäre.
Soweit zur Polemik.
Wenn du dich gekränkt fühltest, bitte ich meine Worte zu entschuldigen. Jemanden persönlich zu kränken, ist nicht meine Absicht. Den krankhaften Umgang der Menschen mit dem Essen, das so gut tut, so sinnlich herrlich und sozial wichtig ist, bohre ich gern verbal auf. Das ist ein gebrochenes Tabu bei dem ich hier und oben vielleicht zu weit gegangen bin.
Nimm es nicht persönlich und lass es dir schmecken, Sylphe.
Für manche Fälle trifft es sicher absolut zu, was du sagst, dalga. Aber leider vergisst du in deinem Eifer über etwas, was ganz offensichtlich ein Lieblings- „Aufregthema“ für dich ist, dass du absolut unzulässig verallgemeinerst… und deine These in dieser Polemik absoluter Unsinn ist.
Meine persönliche Haltung ist es, dass es JEDEM gut tut, sich darüber bewusst zu sein dass die Welt komplex ist, die Leute nicht alle gleich sind, und man in allem differenzieren muss, wenn man keinen Stuss reden möchte. Was für dich und vielleicht für denjenigen, den du hier eigentlich ansprichst (denn ich bin es offensichtlich nicht) zutrifft, muss für andere absolut nicht zutreffen. Und tut es auch nicht.
Gekränkt bin ich nicht, keine Sorge. Ich hoffe allerdings, dass du zumindest im „wirklichen Leben“ ein wenig mehr Zurückhaltung übst, ehe du mit solchen Vorträgen herausplatzt. Könnte ja sein, dass es tatsächlich Leute gibt, die unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, oder - aus welchen Gründen auch immer, meinetwegen auch krankhaftem Umgang mit dem Essen - unter Übergewicht.
Einigen wir uns doch einfach darauf, dass jeder selbst sehen muss, wie er sich unter seinen spezifischen Voraussetzungen sinnvoll, gut und gesund ernähren kann - und damit ein glückliches Leben führen kann.
Hoffentlich bist nun du nicht gekränkt über meine ebenfalls offenen Worte.
Ich werde es mir jedenfalls weiterhin fettarm schmecken lassen und hoffe, dir schmeckt es mit oder ohne Fett weiterhin.