Hallo,
es ist leider manchmal so, dass sich Katzen bei den eigentlichen Besitzern nicht wohl fühlen.
Da gibt es jemand, der kauft besseres Futter, gibt mehr Streicheleinheiten oder da hat man mehr Ruhe… und schon ist der Kater davon überzeugt, dass das „neue“ Herrchen besser ist als das alte.
Sowas ist meinen Eltern auch mal passiert, da hat sich der Kater ein neues Zuhause gesucht, weil es ihm bei uns zu laut war (Renovierung).
Er war zwar äußerlich gekennzeichnet (Tätovierung) aber das hat die fremden Leute nicht daran gestört, ihn zu füttern, reinzunehmen und nicht wieder raus zu lassen etc.
Meine Eltern haben durch einen kleinen Trick den Kater wiederbekommen: Die haben ihm auch ein Halsband umgemacht mit einer Adressbombe. Dort haben sie dann einen Zettel reingelegt, auf dem stand, dass der Kater dann und dann geimpft werden muss, so und so lange nicht entwurmt wurde etc. und dass sich derjenige, der sich anmaßt, ein fremdes Tier tagelang bei sich einzusperren gefälligst auch darüm kümmern sollte, dass die Impfung und Wurmkur durchgeführt werde. Der Impfpass sei unter Adresse soundso abzuholen.
Daraufhin hat sich ein älteres Ehepaar gemeldet. Dieses hatte dem Kater alles schön bei denen hergerichtet, Schlafplatz, Spielzeug, Leckerchen, Futter - alles da, was ein Kater braucht (außer Kratzbaum).
Sie wollten also den Impfpass und natürlich auch das Geld für die Impfung, es sei ja unser Kater.
Meine Eltern haben den leuten dann klar gemacht, dass ein Tier nicht nur toll ist, sondern eben auch Geld kostet und sie sähen es nicht ein, ein Tier zu impfen, was nur noch bei anderen Leuten lebt. Man könne es akzeptieren, wenn der Kater sich ein neues zu Hause sucht, aber dann sollten diese Leute auch die Kosten für den kater übernehmen.
Das war dem älteren Ehepaar zu viel und sie haben den Kater dann nicht mehr reingelassen.
Wenn es anders gewesen wäre - das Ehepaar also die Kosten für den Kater übernommen hätten hätten meine Eltern ihnen den Impfpass gegeben und den Kater dort gelassen.
Man kann ein Tier nicht zwingen, bei jemandem zu bleiben, wo es nicht sein will. Einen Hamster kann man einsperren, einen Hund immer an der Leine lassen aber eine Freigängerkatze ist eigenwillig genug, sich ein neues zu Hause zu suchen, wenn ihr das alte nicht mehr gefällt.
Und wenn sich das Tier dort wohler fühlt sollte der Mensch es m. E. akzeptieren. Letztendlich ist es doch schön, wenn das Tier sich wohl fühlt. Wenn das nicht bei einem selbst ist ist das schade, nicht zuletzt auch wegen der ganzen getätigten Anschaffungen, wegen all der Krankheiten etc, die man mit dem Tier durchlebt hat und den ganzen Schmusestunden, die natürlich fehlen. Aber man sollte m. E. zuerst an das Wohl des Tieres denken als an das eigene.
Ich kann aber noch ganz allgemein sagen, dass es viele Leute gibt, die Futter und Milch rausstellen. Viele Leute locken sich so massenweise Katzen an (die Nachbarn einer Freundin von mir haben das immer getan und dort streunten immer etwa 20 Katzen herum). Diese Leute denken sich oft nichts böses dabei.
Und zum Thema schlafen: Ein beliebter Schlafplatz für Katzen ist die Autobatterie (sofern erreichbar). Unser weißer Kater hatte immer schwarze Flecken auf dem Fell. Bis wir mal herausbekommen haben, dass er es sich auf der Autobatterie des Wohnmobiles im Garten gemütlich gemacht hat und diese Flecken Öl waren vergingen einige Monate.
Also Katzen schlafen nicht zwangsläufig bei jemandem anderes in der Wohnung, wenn sie über Nacht nicht nach Hause kommen. Viele Katzen haben tolle Verstecke gefunden, wo sie die Nächte verbringen. Warum sie diese Plätze dem warmen zu Hause gegenüber vorziehen weiß der Himmel…
Liebe Grüße
Timi