Hallo!
die Diskussion um die Frage, ob Gott männlich oder weiblich ist, hat mich auf eine Frage gebracht, die mir in letzter Zeit durch den Kopf geht und vielleicht ebenso albern oder auch tiefgründig ist:
WO ist Gott?
Das altorientalische Weltbild mit einem materiellen Palast Gottes über dem Himmelsdach müssen wir ja wohl streichen. Aber wo ist Er dann? Im All? In einer anderen Dimension? Auf dem Grund unserer Seelen? Unsichtbar gegenwärtig in der materiellen Welt? In den Dingen?
Ich persönlich votiere für eine andere Dimension, die in die unsere hineinragt bzw. von dieser durchdrungen wird, aber es interessiert mich sehr, was andere Leute dazu denken.
Meiner Meinung nach in den Köpfen der Leute, die an Gott glauben.
Eine schöne (für Gläubige vielleicht etwas blasphemische) Geschichte von Terry Pratchett über die Größe
und Macht von Göttern ist sein Roman „Einfach göttlich“. Auf jeden Fall lesenswert.
Gandalf
Hy
Nach meiner Meinung steckt Gott überall.
Er ist in jedem Gegenstand, jedem Körper, einfach überall.
Gruss
Romano
Hallo Barbara
Also, bei mir ist er nicht!! Ehrlich. Wo du ihn nun genau findest kann ich dir leider nicht sagen. Wenn du ihn suchen willst, kann ich dir aber verraten, wo er sich auf KEINEN Fall aufhält:
IN KIRCHEN !!
Da ist es ihm zu verlogen, kalt, ungemütlich und dunkel.
Viel Glück auf deiner Suche.
Frank
Schaue in den Spiegel - und Du siehst Gott (aber nicht nur)
Sieh Dir andere Leute an - und Du siehst Gott (aber nicht nur)
Sieh Dir die Natur an - und Du siehst Gott
Lass einen Bleistift zu Boden fallen - und Du siehst Gott am Werke
…
Gruß
Thomas
Schaue in den Spiegel - und Du siehst
Gott (aber nicht nur)
Sieh Dir andere Leute an - und Du siehst
Gott (aber nicht nur)
Sieh Dir die Natur an - und Du siehst
Gott
Lass einen Bleistift zu Boden fallen -
und Du siehst Gott am Werke
Auweia! Was ist denn los mit dir, Thomas? Hast du ein Esoterik-Wochenende gemacht?
bb
P.S. Der Bleistift ist hin - hat das was zu bedeuten?
Juri Gagarin 1961
Als J. Gagarin (UdssR) 1961 von seinem Raumflug zurückkam und gefragt wurde, ob er da oben (=im Himmel) Gott gesehen hat, antwortete er „NEIN“.
Als J. Gagarin (UdssR) 1961 von seinem
Raumflug zurückkam und gefragt wurde, ob
er da oben (=im Himmel) Gott gesehen hat,
antwortete er „NEIN“.
Daraufhin eine Stimme aus dem Publikum: „Ja, Genosse Gagarin, aber wenn du abgestürzt wärst …“
Scherz beiseite. Natürlich nimmt niemand mehr das altorientalische Weltbild an. es ist mir nur aufgefallen, dass es eigentlich durch nichts ersetzt wird, zumindest in konservativ christlichen Kreisen, man redet immer noch von „Gott im Himmel“, aber die wenigsten denken daran, dass wir damit nicht mehr dasselbe meinen können wie die biblischen Schriftsteller.
Da aber auch reiner Geist irgendwo sein muss, stellte sich mir die Frage, wo Er nun - räumlich gesehen - eigentlich ist. Letzthin fiel mir ein, dass es ja zwischen den Atomen der materiellen Welt jede Menge Platz gibt, vielleicht ist er dort? (Kein witz, bitte!) Oder es gibt mehrere parallele Wirklichkeitsebenen.
Eigentlich stört mich ja eines: Dass viele Christen zwar wissen, dass sie im 21. Jahrhundert leben, in ihrer Religion aber gleichzeitig im 1. Jahrhundert leben, indem sie unbeschaut dessen Denkvorstellungen übernehmen. Erst kürzlich habe ich von einem Traktat gelesen, in dem beschrieben wird, wie russische Ölprospektoren in Sibirien irrtümlich die Hölle angebohrt haben. (Auch kein witz, das Flugblatt gibts!)
bb
Aus „Don Camillo kehrt zurueck“ da
sagt Jesus:
„Im ganzen Universum gibt es kein
Staubkorn, in dem Gott nicht ist.“
Marco
Hallo Barbara
Auweia! Was ist denn los mit dir, Thomas?
Hast du ein Esoterik-Wochenende gemacht?
Nee, würd ich doch niemals. Aber trotzdem war alles schön christlich, was ich gesagt habe, selbst wenn ich zugebe, daß die Meisten es nicht so ausdrücken würden. Denke nur an die Stellen
- Gott haucht dem Menschen seinen Geist ein
- Der heilige Geist wohnt in uns
- Gott erschafft alle Natur
- Gott lässt regnen über Guten und Bösen
Dir Idee, daß die Natur eine Maschine oder sogar etwas Widergöttliches ist, ist eine Vorstellung, die aus den mechanistischen Vorstellungen der vorletzten Jahrhunderte entstand und mit dem heutigen Wissen über die Natur nicht mehr in Einklang zu bringen ist. Statt dessen muß man die Vorstellung setzen, daß Gott in allem Gegenwärtig ist und (unter anderem) durch und mit der Natur handelt. Insofern sind die Esoteriker gar nicht so schlecht, sie irren nur in ihrem Glauben, daß der Mensch sich selbst erlösen könnte.
P.S. Der Bleistift ist hin - hat das was
zu bedeuten?
Das kann ich Dir nicht sagen, daß müsstest Du im persönlichen Gespräch mit Gott klären (Gebet
)
Gruß
Thomas
Die wahre Geschichte
Zunächst wurde Gagarin vom orthodoxen Oberhaupt gefragt, ob er Gott gesehen hatte. Er verneint. Daraufhin der Geistliche: „Das habe ich befürchtet, aber wehe Ihnen, wenn Sie das weitererzählen“.
Danach fragte der Staatspräsident Gagarin, ob er Gott gesehen hätte. Er bejaht. Darauf der Staatspräsident: „Das habe ich befürchtet, aber wehe Ihnen, wenn sie das weitererzählen“
Tach auch
Nach meiner „Philosophie“ ist GOTT kein Wesen sondern der Zustand von Liebe (Jesus, als Frieden predigender Mensch ist Gottes Sohn - also ein Sohn der Liebe - und jetzt schläget der „Ketzer“ in mir wieder durch: Als Konsequenz meiner These stehen Leute wie M.L. King, Gandhi, Mutter Theresa … auf gleicher Stufe mit ihm). Wenn du also fragst, wo GOTT ist, dann sage ich: Überall da, wo du auf Liebe stößt. Damit hat sich auch die Frage geklärt, ob GOTT männlich oder weiblich ist. Da DIE Liebe weiblich ist, ist GOTT es auch. Wollen wir daran arbeiten, dass sie in Zukunft wieder etwas mehr Einfluss erlangt - nach meiner Theorie hat nämlich nicht GOTT die Welt in der Hand, sondern wir GOTT. Sie (GOTT) kann nur so stark sein, wie wir sie machen.
Hhmmm, gar nicht so einfach, eine Lebenseinstellung in ein paar Sätzen zu erklären.
Gruß, Frank
Hallo Frank,
Wollen wir daran arbeiten, dass sie (die :Liebe) in Zukunft wieder
etwas mehr Einfluss erlangt - nach meiner
Theorie hat nämlich nicht GOTT die Welt
in der Hand, sondern wir GOTT. Sie (GOTT)
kann nur so stark sein, wie wir sie
machen.
Sieh dir mal 1. Korinther 13 Vers 4 und 5 an:
Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, 5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an.
Wenn wir daran arbeiten wollen, daß die Liebe mehr Einfluß gewinnt, müssen wir als erstes an uns arbeiten (z.B. an unseren Mails
).
Viele Grüße
Carlos
Ich an Deiner Stelle würde entweder die Mathematiker oder die Wirtschaftler/Werbefachleute/
Medienangestellten fragen.
P.S.:Nicht ganz ernst gemeint aber:
Gott ist tot, es lebe der Fernseher!!!
Kaiser ist tot, es lebe Bill Gates!!!
Ist zwar schade aber leider die Wahrheit…