Wo ist hier der Haken liebe Experten

Liebe Experten,

bin auf der Suche nach brauchbarem Spiele PC für Sohn (12). Bin gerade auf dieses Angebot gestoßen, was haltet Ihr davon:

PC AthlonXP 3000+ 512MB 80GB DVDRW 128MB FX5200

CPU Athlon XP 3000+ Taktfrequenz 2167 MHz Cache 512 KB

Front Side Bus 333 MHz Hauptspeicher 512 MB RAM Typ DDR; PC3200

Festplatte 80.0 GB Diskettenlaufwerke 1.44 MB

Optische Laufwerke DVD-RW 8x IDE Controller Ultra ATA/100

Grafikkarte Typ Club 3D GeForce FX5200
Videospeicher 128 MB

LAN On Board
Audio
Soundkarte On Board
Eingabe
Tastatur Funktastatur
Maus Optisch; Funkmaus
Allgemeine Daten
Gehäuse Miditower
Netzteil 400 W
Zusätzliche Informationen
PC Built-to-Order
Motherboard : ASRock K7VT4A Pro retail
Chipsatz : VIA KT400A
CPU : Socket A, box
Gehäuse : Delux Midi-Tower MG760 silber/schwarz
Speichertyp : Elixir CL3.033 PC400
Grafikkarte : Club3D, mit TV-Out, retail
Diskettenlaufwerk : ALPS, schwarz
Festplatte : Western Digital WD1600BB; 7200rpm
DVD-RW : NEC ND-3520 DVD-Recorder bulk
Tastatur & Maus : Logitech Cordless Desktop EX 100 schwarz

Ok, ich weiß - zum Spielen keine Funkmaus, aber das wäre kein Prob? Ist der Rechner brauchbar, fand ich für 319 Euronen.

Bin gespannt auf Euere Meinung! Ein ganz dickes Dankeschön!!

Claudia

Hallo,

wenn dieser PC als Spielerechner gedacht sein soll ist der wirkliche Haken die Grafikkarte. Das ist eine billige und leistungsschwache Bürokarte, die zum zocken aktueller Spiele wenig bis nicht geeignet ist.

Was mich an diesem Rechner sonst noch stört ist die veraltete Technik, die da verbaut ist. Der Sockel A an sich ist eigentlich schon ausgestorben und selbst wenn man aus unerfindlichen Gründen noch auf diese Plattform setzen will, würde ich statt des antiquierten KT400 einen der letzten und ausgereiftesten Chipsätze dieser Hardwaregeneration, wie VIA KT880 oder nForce2 Ultra bevorzugen.

An den verbauten Komponenten stört mich am meisten der billige und schlecht programmierte Arbeitsspeicher - Elixir ist eine Krankheit und keine Marke - und die alte, kugelgelagerte Festplatte, die wirklich sehr laut ist. Kugelgelagerte Festplatten gehören heutzutage eigentlich schon ins Museum und nicht mehr in einen PC.
Zu Gehäuse und Netzteil gibt es leider gar keine Angaben, obwohl man hier besonders auf eine hohe Qualität achten sollte, weil die meisten bösen PC-Ausfälle wegen minderwertiger Netzteile oder der Überhitzung von Komponenten (besonders Festplatten) wegen billiger, thermisch schlecht konstruierter Gehäuse passieren.

Alles in allem würde ich sagen, das Gerät wäre leistungsmäßig vor 2 Jahren ein sehr passabler Bürorechner gewesen, allerdings zum spielen wegen der schwachen Grafik schon damals ziemlich ungeeignet. Heute würde ich dieses Gerät als Neuware auf keinen Fall mehr kaufen.

LG, Jesse

Hallo Claudia,

tolles Angebot, finde ich. Den würde ich aber nicht über Ebay kaufen, da wär mir das Risiko zu groß. Powerseller bei Ebay gehen schon mal pleite, die letzten Kunden sind dann ihr Geld los und gehen leer aus.
Wenn das nichts mit Ebay zu tun hat, würde ich zuschlagen.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung, bevor Du das machst, warte noch andere Meinungen ab.

Gruß, Rainer

Hallo Jesse,

vielen Dank für Deine Schnelle und ausführliche AW. Welche Gehäuse findest Du ok?

Schönes WE noch und liebe Grüße

Claudia

Moin

Ich mag den: http://shop.vv-computer.de/shop/info/700470.de (Casetek 1018)
Allerdings hab ich den in Blau und war 5 Euro teurer (dafür gabs n zusätzliches Seitenteil mit Fenster dazu… da sieht man meine roten Gehäuselüfter schön durch leuchten XD).
Der hat viel Platz und man kann 7 Gehäuselüster (80x80x25) schraubenlos reinklicken.

Das Netzteil muss aber lange Strippen für die Festplatten haben, weil die anders verbaut werden als üblich (man kommt viel besser dran)
http://img394.imageshack.us/img394/8282/dscf00109kd.jpg
(die ganzen Kabel muss ich noch aufräumen)

MfG
Lilly

vielen Dank für Deine Schnelle und ausführliche AW. Welche
Gehäuse findest Du ok?

Naja, ich weiß nicht, ob dir die Antwort auf deine Frage jetzt wirklich weiterhilft. Beim Kauf eines Komplett-PC wird der Gehäusehersteller ja selten angegeben und ob du immer vom Bild auf den Casetyp schließen kannst, wage ich bei der großen Auswahl, die es gibt, mal zu bezweifeln.

Ich persönlich habe auch das Casetek C-1018, welches dir Trillian empfohlen hat, das ist aber ein ganz schöner Brummer. Aktuell würde ich wohl eher das kompaktere Casetek C-1020 kaufen, das es in vielen hübschen Front-Designs gibt (z.B. das IQ-EYe: http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php… )
Ebenfalls sehr gute Gehäuse baut Chieftec, z.B. mit der BX-Serie oder der LCX-Serie: http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php…
Auch Gehäuse der Hersteller Lian-Li und Coolermaster sind fast durch die Bank weg zu empfehlen, aber tw. recht hochpreisig.

Aber wie schon gesagt, wenn du einen Komplett-PC kaufst, ist aufgrund des unüberschaubaren Angebotes an Gehäusen auf dem Markt die Chance sehr gering, das du einen von meinen Favoriten erwischst. Außerdem vermute ich mal, hast du dich beim PC-Kauf auf ein Preissegment festgelegt, wo knapp kalkuliert wird und deshalb i.d.R. keine Gehäuse >50 EUR verbaut werden.
Darum ein paar allgemeine Kriterien für gute Gehäuse:

-vor dem Festplattenkäfig lässt sich ein Frontlüfter mit min. 80mm einbauen um die Festplatten zu kühlen
-auf der Rückseite gibt es eine Aufnahme für mindestens einen Zusatzlüfter mit min. 96mm
-die Luft kann ungestört und ohne Verwirbelung durch verwinkelte Konstruktionen und hervorstehende Bauteile im Innenraum von vorn unten nach hinten oben durch das Gehäuse strömen
-die Festplatte liegen nicht in einem thermisch toten Winkel
-das Gehäuse ist stabil, es lässt sich nicht verbiegen und verziehen, man kann mit dem Finger das Gehäuseblech nicht eindrücken
-es sitzt alles fest und nichts im Innenraum (Laufwerkskäfige etc.) klappert oder wackelt, wenn man dran rüttelt
-im Innenraum gibt es kein verzinktes Dünnblech und keine scharfen Kanten, an denen man sich die Finger aufschneiden kann
Nach Möglichkeit lassen sich die Laufwerke auf flexiblen Schienen schraubenlos montieren. Die Montage auf Schienen ist erstens einfacher und schneller und sorgt für eine Schallentkopplung der Laufwerke, damit keine Schwingungen aufs Gehäuse übertragen werden. Die meisten brauchbaren Gehäuse haben das heute. Ein echtes Goodie wären auch Staubfilter für die Gehäuselüfter. Als Material für PC-Gehäuse ist besonders Aluminium, aber auch Stahlblech gut geeignet. Sehr schlecht sind Kunststoffe, wie Acryl, weil sie isolierend wirken und sich die Wärme drin staut. Temperaturen über 45°C im PC-Gehäuse killen diverse Bauteile, besonders Festplatten, recht schnell.

Noch wichtiger als ein solides Gehäuse ist aber ein vernünftiges Netzzteil. Bei Netzteilen spart man absolut an der falschen Stelle, weil Netzteile mit schlechter Spannungsstabilität oft die versteckte Ursache hinter ständigen PC-Abstürzen sind, ohne eine stabile Stromversorgung geht halt nix. Und wenn ein Billignetzteil durchbrennt, nimmt es oft genug den ganzen Computer mit ins Grab.
Bei Netzteilen bevorzuge ich selber mit großem Abstand die Marken Seasonic und Tagan. Aber obwohl gerade die sehr hochwertigen und leisen Tagan-Netzteile schon ab 35 EUR zu kaufen sind, werden sie selten in günstigen PCs verbaut, weil es eben immer noch ein bischen billiger geht - leider sinkt dann mit jedem gesparten Euro die Qualität um 20%.

Es gibt logischerweise eine unüberschaubare Menge Gehäuse und Netzteile, die ich hier nicht aufzählen konnte (weil ich die meisten gar nicht kenne) und die trotzdem gut sind. Auch im Billigbereich ist oft was Brauchbares dabei. Man muss das immer im Einzelfall prüfen.

Schönes WE noch

gleichfalls

LG, Jesse

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ebay Dealer vs. ‚normale‘ Online Dealer ?
Hallo,

Powerseller bei Ebay gehen Pleite, andere online Händler nicht ?

In der Regel hat jeder Ebay Dealer auch einen Onlineshop und jeder Onlineshop verkauft auch über Ebay.

Deine Logik ist für mich nicht nachvollziehbar…

Gruß

Matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Jesse hat ja eigentlich schon alles gesagt, aber ich möchte das auch nochmal extra unterschreiben.

Kurz in einem Satz: die Hardware dieses Rechners ist total veraltet.

Was die Grafikkarte angeht: die ist nicht nur für aktuelle Spiele nicht geeignet. Die war schon zu langsam, als sie auf den Markt kam.
Zum Vergleich: in meinem alten Rechner habe ich eine alte Geforce 440MX (war 2002 schon billig) - und selbst DIE hat bessere Benchmarks als die 5200FX.

Dann noch der veraltete Sockel A… also wie Jesse schon sagte, lieber Finger weg.

Hallo,

Bekannte Online-Händler wie Alternate, Avitos, T-Online (der Shop, nicht die privaten Seiten), etc. sind seit sehr langer Zeit am Markt und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kunden nicht über den Tisch ziehen.

Anders sieht es bei Ebay aus, wo schon viele Angebote so irreführend gemacht sind, dass man fast darauf wetten kann, da wird man grob beschissen.

Die Zeiten, in denen man bei Ebay privat ein schnäppchen machen konnte, sind definitiv vorbei. Jetzt würde ich eher mein Geld am Roulettetisch verjublen, als irgendwas bei Ebay zu kaufen.

Gruß

Fritze

Hallochen,

Was mich an diesem Rechner sonst noch stört ist die veraltete
Technik, die da verbaut ist. Der Sockel A an sich ist
eigentlich schon ausgestorben

Nicht wirklich. Es gibt nach wie vor aktuelle Prozessoren für den Sockel (Sempron und Sempron64).

und selbst wenn man aus
unerfindlichen Gründen noch auf diese Plattform setzen will,

z.B. weil man das Board schon hat und nur den Chip aufrüsten will?

würde ich statt des antiquierten KT400 einen der letzten und
ausgereiftesten Chipsätze dieser Hardwaregeneration, wie VIA
KT880 oder nForce2 Ultra bevorzugen.

Ja. Wenn man ein neues System aufbaut. Dann hast Du allerdings recht und man sollte gleich auf aktuellere Plattformen ausweichen.

An den verbauten Komponenten stört mich am meisten der billige
und schlecht programmierte Arbeitsspeicher - Elixir ist eine
Krankheit und keine Marke - und die alte, kugelgelagerte
Festplatte, die wirklich sehr laut ist. Kugelgelagerte
Festplatten gehören heutzutage eigentlich schon ins Museum und
nicht mehr in einen PC.

Ähm … wenn Du auf die tollen neuen „Fluid Dynamic Bearings“ anspielst … diese Technik wird vor allem deshlab angewendet, weil sie billiger ist, nicht unbedingt weil sie überlegen ist. Kugellager müssten bei den Anforderungen heutiger Platten äußerst präzise gefertigt werden. Stattdessen pumpt man irgend eine Schmiere zwischen die Laufringe und fertig ist. Kugellager gehören nicht ins Museum, sondern die Hersteller von Billigstlagern gehören in die Pleite. Mir wäre es ein paar Euro wert, wenn meine Festplatte ein gescheites Lager hätte. Das gleiche gilt für die Lüfter, die sich glücklicherweise recht einfach durch vernünftige Modelle austauschen lassen.

Zu Gehäuse und Netzteil gibt es leider gar keine Angaben,
obwohl man hier besonders auf eine hohe Qualität achten
sollte, weil die meisten bösen PC-Ausfälle wegen
minderwertiger Netzteile oder der Überhitzung von Komponenten
(besonders Festplatten) wegen billiger, thermisch schlecht
konstruierter Gehäuse passieren.

Netzteile sind in der Tat ein oft vernachlässigtes Teil. Allerdings sind die meisten Hersteller im Gegensatz zum Hobbybastler in der Lage, den Leistungsverbrauch ihrer Rechner sehr genau bestimmen zu können. Daher sind die Netzteile i.d.R. optimal an die Bedürfnisse angepasst. Das ist deshalb wichtig, weil der beste Wirkungsgrad nunmal bei Volllast und nicht bei geringer Teillast erreicht wird. Der Tip „Hau Dir mal ein 550 Watt Teil rein, dann passt das schon“ ist also eher kontraproduktiv. Was uns dann auch gleich zum Gehäuse bringt.

Eine Überhitzung bekämpft man nicht durch ein Gehäuse, sondern durch ein gescheites Abluftkonzept. Auch da haben die Markenhersteller den Bogen langsam raus und sorgen mit Heatpipes und gezielten Luftkanälen (leider teilweise nur aus billigster Pappe) für Temperaturzonen und Abfuhr der Wärme. Und das bei teilweise sehr geringen Gehäuseabmaßen.

Alles in Allem würde ich sagen: Kauf Dir am besten ein Markengerät von der Stange oder stelle Dich auf erhebliche Forschungszeiten mit dem einen oder anderen Teileausfall beim selbstbasteln ein.

Mit Markengerät meine ich keinesfalls ein Rumpelpumpel3000 vom Ebay Sofortkaufschacherer sondern was von Dell, FujitsuSiemens & Co.

Vorsicht bei Aussagen wie „gehört ins Museum“ und dergleichen. Meistens sind das Computerbild-Auskünfte von Leuten, die unreflektiert stets den allerneusten Schrei haben wollen.

Generell kannst Du aber davon ausgehen, dass für ein spieletaugliches Gerät >1000 EUR über den Ladentisch wandern. Was wieder die Frage aufwirft: Warum für den Zweck nicht gleich eine Spielekonsole kaufen?

Gruß

Fritze

Und macht Spass ohne Betriebssystem z spielen
Mit welchen Betriebssystem willst Du die Spiele spielen??

Des weiteren: AS Rock Mainboard (ist gut, läuft ca. 2 Jahre + ein paar Monate), oben wird eine 80er HDD beschrieben, unten eine 160er, NoName Speicher, wozu noch Diskettenlaufwerk.

Spiele PC’s starten so ab ca. 600 Euro, die Grafikkarte kostet alleine schon ca. 200 Euro.

My 2 cents

Roland

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

In mir regt sich leichter Wiederspruch

Der Sockel A an sich ist
eigentlich schon ausgestorben

Nicht wirklich. Es gibt nach wie vor aktuelle Prozessoren für
den Sockel (Sempron und Sempron64).

Doch wirklich. Der Athlon XP wird schon seit fast einem Jahr nicht mehr hergestellt, der Sempron für den Sockel A (was auch nichts weiter als ein umbenannter Athlon XP ist) wird seit etwa 3 Monaten nicht mehr produziert. Die Sockel A - CPUs, die noch im Handel sind, sind Restbestände, die abverkauft werden. Dann ist Pumpe.

Die aktuellen Sempron und Sempron 64 - Modelle basieren auf dem neuen Athlon 64 - Design und sind Sockel 754 - Prozessoren. Die passen nicht in den Sockel A! Das sind bis auf den Namen Sempron, der bei AMD prinzipiell Einsteiger-CPUs bezeichnet, völlig andere CPUs.

und selbst wenn man aus
unerfindlichen Gründen noch auf diese Plattform setzen will,

z.B. weil man das Board schon hat und nur den Chip aufrüsten
will?

Wie ich das gelesen habe, ging es in dieser Anfrage um den Neukauf eines PC.

Ja. Wenn man ein neues System aufbaut. Dann hast Du allerdings
recht und man sollte gleich auf aktuellere Plattformen
ausweichen.

eben :wink:

Ähm … wenn Du auf die tollen neuen „Fluid Dynamic Bearings“
anspielst … diese Technik wird vor allem deshlab angewendet,
weil sie billiger ist, nicht unbedingt weil sie überlegen ist.

Sie ist leiser und verschleißärmer.

Kugellager gehören nicht ins Museum, sondern die Hersteller
von Billigstlagern gehören in die Pleite. Mir wäre es ein paar
Euro wert, wenn meine Festplatte ein gescheites Lager hätte.

Gut, mir auch. Es gibt aber sicher auch schlechte Kugellager und hochwertige Fluidlager. Meine Antwort sollte aber auch keine Grundsatzdiskussion befeuern, sondern bezog sich auf einen ganz speziellen Fall, nämlich die verbaute Kugellagerpatte der Western Digital BB - Serie. Und diese Serie ist trotz Kugellager nicht gerade als ausfallsicher bekannt und vor allem ist sie, verglichen mit modernen Festplatten, sehr, sehr laut.

Das bei modernen Festplatten-Serien keine Kugellager mehr verbaut werden, ist auch Tatsache. Dabei ist es egal, ob die Platten hochwertig oder billig sind. Das Fluidlager billiger sind, mag ein Grund für diese Entwicklung sein, aber sicher nicht der einzige.

Netzteile sind in der Tat ein oft vernachlässigtes Teil.
Allerdings sind die meisten Hersteller im Gegensatz zum
Hobbybastler in der Lage, den Leistungsverbrauch ihrer Rechner
sehr genau bestimmen zu können. Daher sind die Netzteile
i.d.R. optimal an die Bedürfnisse angepasst. Das ist deshalb
wichtig, weil der beste Wirkungsgrad nunmal bei Volllast und
nicht bei geringer Teillast erreicht wird. Der Tip „Hau Dir
mal ein 550 Watt Teil rein, dann passt das schon“ ist also
eher kontraproduktiv. Was uns dann auch gleich zum Gehäuse
bringt.

Den besten Wirkungsgrad erreichen aktuelle Netzteile mit Active PFC meist zwischen 70 - 80% Auslastung, danach nimmt der Wirkungsgrad wieder ab. Der Tip „Hau Dir mal ein 550 Watt Teil rein, dann passt das schon“ kam aber trotzdem ganz sicher nicht von mir. *g*
Ich habe mich für hochwertige Netzteile ausgesprochen und nicht für besonders Leistungsstarke (oder für Billignetzteilen, auf denen utopische Leistungsangaben aufgedruckt sind). Das Tagan TG330-U01 ist z.B. ein phantastisches Netzteil, obwohl es nur eine Maximalleistung von 330 Watt hat. Es gibt genügend Billignetzteile, wo 400 oder 500 Watt draufsteht, die bei realer Belastung noch nicht mal die 330 Watt des Tagan liefern können.

Eine Überhitzung bekämpft man nicht durch ein Gehäuse, sondern
durch ein gescheites Abluftkonzept. Auch da haben die
Markenhersteller den Bogen langsam raus und sorgen mit
Heatpipes und gezielten Luftkanälen (leider teilweise nur aus
billigster Pappe) für Temperaturzonen und Abfuhr der Wärme.
Und das bei teilweise sehr geringen Gehäuseabmaßen.

Wenn man ein Barebone hat, bleibt einem oft nichts anderes übrig, als die CPU-Abwärme per Heatpipesystem an die Rückfront zu führen und dort mit einem 60mm-Lüfter mit hoher Drehzahl rauszublasen. Es gibt aber auch Barebones, die gut auf Heatpipes verzichten können, viele Designs führen zum Erfolg, Heatpipes sind nicht immer das Non plus Ultra.

Und wenn du von einem gescheiten Abluftkonzept redest (nennen wir es besser ein gescheites thermisches Design, weil eine gescheite Belüftung eine ebenso große Rolle spielt) ist der erste Schritt dahin immer ein gutes Gehäusedesign. Wenn der Festplattenkäfig in einen toten Winkel gebaut ist und nicht im Luftstrom liegt, nützt es den Festplatten relativ wenig, ob dein CPU-Kühler ein Heatpipedesign hat. Sie verrecken trotzdem bei Dauernutzung nach 1 - 2 Jahren. Es gibt einige Hotspots im PC, nicht nur den Prozessor. Eine gute Luftführung im PC-Gehäuse ist immer ganz wichtig und bei Billig-PCs wird da leider meist nicht drauf geachtet. Der Händler kauft oft genug das billigste Case (und Netzteil), was er kriegen kann, weil das die größte Gewinnspanne sichert, und feddich…

Mit Markengerät meine ich keinesfalls ein Rumpelpumpel3000 vom
Ebay Sofortkaufschacherer sondern was von Dell, FujitsuSiemens
& Co.

Dell baut ergonomisch gesehen von allen großen Assemblern die schlechtesten Rechner, die ich kenne - klapprig, billig, laut und ausschließlich heiße Inteltechnik. Da würde ich jeden LIDL-PC bevorzugen. Von Siemens halte ich auch nicht viel, obwohl ich gestehen muss, dass ich deren PCs nicht kenne. Aber ein Notebook sowie ein CD-Brenner dieser Firma, welche schneller defekt waren als man gucken konnte (bzw. häufiger als es für die nerven gut war), hinterliesen in meinem Gedächtniss kein gutes Bild von FSC.

Vorsicht bei Aussagen wie „gehört ins Museum“ und dergleichen.
Meistens sind das Computerbild-Auskünfte von Leuten, die
unreflektiert stets den allerneusten Schrei haben wollen.

Danke für das Kompliment. Es ging bei meinen Aussagen um konkrete Hardwarekomponenten und ich halte diese Aussagen durchaus für gerechtfertigt. Mit Computerbild-Niveau hat das sicher nichts zu tun. Die WD800BB ist veraltet, sowohl in Sachen leistung als auch Lautstärke. Aktuelle Platten von Samsung und Hitachi sind doppelt so schnell und unhörbar leise.

Generell kannst Du aber davon ausgehen, dass für ein
spieletaugliches Gerät >1000 EUR über den Ladentisch
wandern.

Ich denke, mit 750 EUR kann man da durchaus was machen.

Was wieder die Frage aufwirft: Warum für den Zweck
nicht gleich eine Spielekonsole kaufen?

Das sollte sicher einen Gedanken wert sein, wenn es nur ums spielen geht.

LG, Jesse

Hallo Roland,

Sohnemann wird auf 98 spielen.

Ganz lieben Dank für Deine AW und noch´n schönen Sonntag.

Claudia

Hallo Vovin,

herzlichen Dank und noch einen schönen Sonntag.

Cl.

Hallo Jesse,

ok ok, ja das liebe Geld. Vielen Dank für die AW und einen schönen Sonntag.

Claudia

Hallöle Fritz,

doch wir haben uns schon für ne PS2 entschieden. Dennoch ist ein Rechner für google, Lernsoftware und noch vorhandene Spiele und welche die es für die PS2 nicht gibt gut. Dennoch kann ich dafür leider keine ~1000 Euro ausgeben. :frowning:(

Ganz lieben Dank und einen schönen Sonntag

Claudia

Hallo Jesse,

ja klar - im kompl. Paket kann ich da kaum was unterscheiden. Aber wir haben einen PC Laden, der preislich recht ok ist und der verbaut auch was immer man will. Ich finde alles hochinteressant, was es zu beachten gibt und irgenwann hätte ich gerne mal so ein Gerät 8-)) was auch richtig schmuck ist. Vorerst backen wir noch kleinere Brötchen.

Ganz herzliches Dankeschön!!
Claudia

Hallo Lilly,

ganz vielen Dank. Leider sehe ich auf dem Link zum Shop „nix“, aber Dein Foto sieht richtig stark aus. Ich spare auch auf so heiße Komponenten!

Schönes WE und liebe Grüße

Claudia

Hallo Matthias,

war ein Onlineshop. Aber egal, wollte jetzt einfach Infos auf was wir sparen sollen, aber bis Sohnemann nen Rechner für 1000 Euro haben kann, vergeht sicher noch vieeeel Zeit. Momentan müssen wir sehen wie es auch „kleiner“ geht.

Schönen Sonntag und liebe Grüße Cl.

Moin Claudia

ganz vielen Dank. Leider sehe ich auf dem Link zum Shop „nix“,

hm bei mir funzt er immer noch
Naja zeigt halt den Tower (in Weiß) mit einem unschlagbaren Preis von 40,- €
Ich mag es eigentlich das er so groß is (fast wie n Server-Tower)… klebt nicht alles was Wärme ausstrahlt so nah bei einander ^^

aber Dein Foto sieht richtig stark aus. Ich spare auch auf so
heiße Komponenten!

Also gespart hab ich nicht.
Tower für 45,- gekauft und vier von den die billigsten Lüftern (nichtmal 4,-) beim gleichen Onlineshop die ich für meine Größe (80x80x25) finden konnte *g* http://www.comtech.de/product_info.php?pID=4660
Das diese Lüfter rot leuchten war nicht ausschlaggebend.
Und die sind auch noch super leise =)
(dachte so Billigteile wären doch schon gut hörbar)

Naja bei meinem Kabelwirrwarr is auch keine gute Luftzirkulation *g*
aber bis jetzt auch keine Probs mit Hitze gehabt
Ohne die Gehäuselüfter werden meine Platten aber schnell über 40°C im Normalbetrieb :confused:

MfG
Lilly