In mir regt sich leichter Wiederspruch
Der Sockel A an sich ist
eigentlich schon ausgestorben
Nicht wirklich. Es gibt nach wie vor aktuelle Prozessoren für
den Sockel (Sempron und Sempron64).
Doch wirklich. Der Athlon XP wird schon seit fast einem Jahr nicht mehr hergestellt, der Sempron für den Sockel A (was auch nichts weiter als ein umbenannter Athlon XP ist) wird seit etwa 3 Monaten nicht mehr produziert. Die Sockel A - CPUs, die noch im Handel sind, sind Restbestände, die abverkauft werden. Dann ist Pumpe.
Die aktuellen Sempron und Sempron 64 - Modelle basieren auf dem neuen Athlon 64 - Design und sind Sockel 754 - Prozessoren. Die passen nicht in den Sockel A! Das sind bis auf den Namen Sempron, der bei AMD prinzipiell Einsteiger-CPUs bezeichnet, völlig andere CPUs.
und selbst wenn man aus
unerfindlichen Gründen noch auf diese Plattform setzen will,
z.B. weil man das Board schon hat und nur den Chip aufrüsten
will?
Wie ich das gelesen habe, ging es in dieser Anfrage um den Neukauf eines PC.
Ja. Wenn man ein neues System aufbaut. Dann hast Du allerdings
recht und man sollte gleich auf aktuellere Plattformen
ausweichen.
eben 
Ähm … wenn Du auf die tollen neuen „Fluid Dynamic Bearings“
anspielst … diese Technik wird vor allem deshlab angewendet,
weil sie billiger ist, nicht unbedingt weil sie überlegen ist.
Sie ist leiser und verschleißärmer.
Kugellager gehören nicht ins Museum, sondern die Hersteller
von Billigstlagern gehören in die Pleite. Mir wäre es ein paar
Euro wert, wenn meine Festplatte ein gescheites Lager hätte.
Gut, mir auch. Es gibt aber sicher auch schlechte Kugellager und hochwertige Fluidlager. Meine Antwort sollte aber auch keine Grundsatzdiskussion befeuern, sondern bezog sich auf einen ganz speziellen Fall, nämlich die verbaute Kugellagerpatte der Western Digital BB - Serie. Und diese Serie ist trotz Kugellager nicht gerade als ausfallsicher bekannt und vor allem ist sie, verglichen mit modernen Festplatten, sehr, sehr laut.
Das bei modernen Festplatten-Serien keine Kugellager mehr verbaut werden, ist auch Tatsache. Dabei ist es egal, ob die Platten hochwertig oder billig sind. Das Fluidlager billiger sind, mag ein Grund für diese Entwicklung sein, aber sicher nicht der einzige.
Netzteile sind in der Tat ein oft vernachlässigtes Teil.
Allerdings sind die meisten Hersteller im Gegensatz zum
Hobbybastler in der Lage, den Leistungsverbrauch ihrer Rechner
sehr genau bestimmen zu können. Daher sind die Netzteile
i.d.R. optimal an die Bedürfnisse angepasst. Das ist deshalb
wichtig, weil der beste Wirkungsgrad nunmal bei Volllast und
nicht bei geringer Teillast erreicht wird. Der Tip „Hau Dir
mal ein 550 Watt Teil rein, dann passt das schon“ ist also
eher kontraproduktiv. Was uns dann auch gleich zum Gehäuse
bringt.
Den besten Wirkungsgrad erreichen aktuelle Netzteile mit Active PFC meist zwischen 70 - 80% Auslastung, danach nimmt der Wirkungsgrad wieder ab. Der Tip „Hau Dir mal ein 550 Watt Teil rein, dann passt das schon“ kam aber trotzdem ganz sicher nicht von mir. *g*
Ich habe mich für hochwertige Netzteile ausgesprochen und nicht für besonders Leistungsstarke (oder für Billignetzteilen, auf denen utopische Leistungsangaben aufgedruckt sind). Das Tagan TG330-U01 ist z.B. ein phantastisches Netzteil, obwohl es nur eine Maximalleistung von 330 Watt hat. Es gibt genügend Billignetzteile, wo 400 oder 500 Watt draufsteht, die bei realer Belastung noch nicht mal die 330 Watt des Tagan liefern können.
Eine Überhitzung bekämpft man nicht durch ein Gehäuse, sondern
durch ein gescheites Abluftkonzept. Auch da haben die
Markenhersteller den Bogen langsam raus und sorgen mit
Heatpipes und gezielten Luftkanälen (leider teilweise nur aus
billigster Pappe) für Temperaturzonen und Abfuhr der Wärme.
Und das bei teilweise sehr geringen Gehäuseabmaßen.
Wenn man ein Barebone hat, bleibt einem oft nichts anderes übrig, als die CPU-Abwärme per Heatpipesystem an die Rückfront zu führen und dort mit einem 60mm-Lüfter mit hoher Drehzahl rauszublasen. Es gibt aber auch Barebones, die gut auf Heatpipes verzichten können, viele Designs führen zum Erfolg, Heatpipes sind nicht immer das Non plus Ultra.
Und wenn du von einem gescheiten Abluftkonzept redest (nennen wir es besser ein gescheites thermisches Design, weil eine gescheite Belüftung eine ebenso große Rolle spielt) ist der erste Schritt dahin immer ein gutes Gehäusedesign. Wenn der Festplattenkäfig in einen toten Winkel gebaut ist und nicht im Luftstrom liegt, nützt es den Festplatten relativ wenig, ob dein CPU-Kühler ein Heatpipedesign hat. Sie verrecken trotzdem bei Dauernutzung nach 1 - 2 Jahren. Es gibt einige Hotspots im PC, nicht nur den Prozessor. Eine gute Luftführung im PC-Gehäuse ist immer ganz wichtig und bei Billig-PCs wird da leider meist nicht drauf geachtet. Der Händler kauft oft genug das billigste Case (und Netzteil), was er kriegen kann, weil das die größte Gewinnspanne sichert, und feddich…
Mit Markengerät meine ich keinesfalls ein Rumpelpumpel3000 vom
Ebay Sofortkaufschacherer sondern was von Dell, FujitsuSiemens
& Co.
Dell baut ergonomisch gesehen von allen großen Assemblern die schlechtesten Rechner, die ich kenne - klapprig, billig, laut und ausschließlich heiße Inteltechnik. Da würde ich jeden LIDL-PC bevorzugen. Von Siemens halte ich auch nicht viel, obwohl ich gestehen muss, dass ich deren PCs nicht kenne. Aber ein Notebook sowie ein CD-Brenner dieser Firma, welche schneller defekt waren als man gucken konnte (bzw. häufiger als es für die nerven gut war), hinterliesen in meinem Gedächtniss kein gutes Bild von FSC.
Vorsicht bei Aussagen wie „gehört ins Museum“ und dergleichen.
Meistens sind das Computerbild-Auskünfte von Leuten, die
unreflektiert stets den allerneusten Schrei haben wollen.
Danke für das Kompliment. Es ging bei meinen Aussagen um konkrete Hardwarekomponenten und ich halte diese Aussagen durchaus für gerechtfertigt. Mit Computerbild-Niveau hat das sicher nichts zu tun. Die WD800BB ist veraltet, sowohl in Sachen leistung als auch Lautstärke. Aktuelle Platten von Samsung und Hitachi sind doppelt so schnell und unhörbar leise.
Generell kannst Du aber davon ausgehen, dass für ein
spieletaugliches Gerät >1000 EUR über den Ladentisch
wandern.
Ich denke, mit 750 EUR kann man da durchaus was machen.
Was wieder die Frage aufwirft: Warum für den Zweck
nicht gleich eine Spielekonsole kaufen?
Das sollte sicher einen Gedanken wert sein, wenn es nur ums spielen geht.
LG, Jesse