Wo ist onkel dagoberts geldspeicher?

hallo finanzgenies,
mich plagt die frage, wohin das viele schöne geld entschwunden ist, das in dieser derzeitigen finanzkrise „verbrannt“ wurde?

jeder verkäufer braucht einen käufer, jede kreditgebende bank bekommt einen gegenwert (ok, nicht immer zu 100 %), keine geldanlage verschwindet im nirwana (selbst bei madoff nicht, der kaufte klunkern und schiffe und zahlte renditen).

wo also sitzen die krisengewinner?

fragt sich
haudawachl

mich plagt die frage, wohin das viele schöne geld entschwunden
ist, das in dieser derzeitigen finanzkrise „verbrannt“ wurde?

Geld ist in dem Sinne keins verbrannt worden. Wenn es in der Zeitung heisst „10 Billionen Euro futsch“, dann ist damit gemeint, dass Dinge (Wertpapiere), von denen man dachte, dass sie x Billionen wert seien, jetzt nur noch (x-10) Billionen wert sind oder zumindest nur noch für diesen Preis verkauft werden können.

Wenn du 1000 Euro in eine Vase investierst, und sie fällt runter, sind 1000 Euro futsch. Das Geld ist noch da, der Vasenverkäufer hat es. Was futsch ist, ist der Wert der Vase.

jeder verkäufer braucht einen käufer, jede kreditgebende bank
bekommt einen gegenwert (ok, nicht immer zu 100 %), keine
geldanlage verschwindet im nirwana (selbst bei madoff nicht,
der kaufte klunkern und schiffe und zahlte renditen).

wo also sitzen die krisengewinner?

Geldmäßig: diejenigen, die ihre „hot potatoes“, also die von Wertverfall geplagten Papiere oder überteuerten Häuser, rechtzeitig aus der Hand gegeben haben. Aber die sind gewissermaßen auch nur „Nichtverlierer“.

Ein Vergleich: stell dir vor, es gibt zwei Währungen auf der Welt, Euro und Kaurimuscheln mit Wechselkursen zueinander. Die werden fröhlich ineinander umgetauscht. Jeder, der x Kaurimuscheln hat, denkt, die sind doch auch y Euro wert. Nun kommt aber heraus, dass die Kaurimuschelernte der letzten paar Jahre nur minderwertige Kaurimuscheln hervorgebracht hat (was keiner wusste). Prompt sind die umlaufenden Kaurimuscheln nichts mehr wert, und alle Kaurimuschelinhaber, die dachten, ihr Vermögen sei 10 Billionen Euro wert, stehen dumm da.

Und nun ersetze Kaurimuscheln durch Wertpapiere, Immobilien, Unternehmensanteile, etc., die unter Wertverlust leiden. Gewinner ist, wer nicht zu den Verlierern gehört, ganz einfach :wink:.

Grüße,
Sebastian

wo also sitzen die krisengewinner?

Hallo
Hättest du im Februar - März die Aktien der Deutschen Bank gekauft,als sie unter 20 € standen,könntest du dich als Krisengewinner bezeichnen!

Ich möchte kurz mal zusammenfassen:

Diese Krise hat ja als „Immobilienkrise“ begonnen!

Es wurden Baufinanzierungen herausgegeben, ohne nachhaltig die Bonität zu prüfen. Nun konnten viele Baufis nicht getilgt werden. Diese Schulden wurden in Wertpapiere (=„toxische Papiere“) zusammengefasst und weiterverkauft. Nun stehen in den USA viele Häuser leer herum und sind zum verkauf ausgeschrieben.
Also könnte man meinen, dass Geld steht in den USA…

Nun ist es aber so, dass diese Wertpapiere mit den Werten der Immobilien zusammengefasst und verkauft wurden zu einem Wert X- aber dies sind diese Wertpapier bei weitem nicht (mehr) wert.

Diese Wertpapiere wurden Jahrelang gehandelt. Die Banken hatten riesige Gewinne, es wurden Dividenden, Sonderzahlungen und Bonuszahlungen ausgeschüttet. Nun hat man gemerkt „Uups, diese Papiere sind ja alle nix mehr wert!“.

Also hat man Papiere im Wert von (Bsp) 1Millionen in der Hand, bekommt aber dafür nur noch 1000EUR! Also sind 999.000EUR „weg“…

Dafür wurden in den Jahren vorher Geld ausgeschüttet, und es stehen leere Immobilien herum, die ebenfalls weniger Wert sind wie erwartet.

Es war also eine Blase die sich gebildet hatte…

So, das ganze mal kurz und vereinfacht

hi sebastian,

ich denke, dein begriff „nichtverlierer“ hat den knoten in meinen gehirnwindungen gelöst:smile:

danke dir.

h.#
ps: das beispiel mit der vase halte ich in dem zusammenhang nicht richtig. die vase ging ja nicht kaputt. sie ist noch immer da, aber leider keine ming-vase, wie viele dachten:smile:

danke, flyer,

Diese Wertpapiere wurden Jahrelang gehandelt. Die Banken
hatten riesige Gewinne, es wurden Dividenden, Sonderzahlungen
und Bonuszahlungen ausgeschüttet. Nun hat man gemerkt „Uups,
diese Papiere sind ja alle nix mehr wert!“.

siehst du, hier setzte mein stirnrunzeln an: wenn die riesigen gewinne angefallen sind, warum sind dann ausgerechnet die banken derzeit die größten pleitekandidaten? und wenn die banken das geld nicht mehr haben, wer hat es dann?

h.

Vielleicht noch eine kleine Ammerkung:

Wer über die technischen Fragen hinwegsiegt erkennt, dass auch diese Kriese wieder einmal eine gigantische Umverteilung von Geld von „Arm“ nach „Reich“ war.

ps: das beispiel mit der vase halte ich in dem zusammenhang
nicht richtig. die vase ging ja nicht kaputt. sie ist noch
immer da, aber leider keine ming-vase, wie viele dachten:smile:

Richtig. Über das Beispiel mit der Vase und was das Wort „Wert“ eigentlich bedeutet (Wert liegt im Auge des Betrachters, eine Vase, die gar keine Ming-Vase ist, war eigentlich noch nie so viel „wert“, wie man dachte, etc) hatte ich auch schon mal eine lange Diskussion mit jemandem :smile:.

Viele Grüße,
Sebastian

Vielleicht noch eine kleine Ammerkung:

Wer über die technischen Fragen hinwegsiegt erkennt, dass auch
diese Kriese wieder einmal eine gigantische Umverteilung von
Geld von „Arm“ nach „Reich“ war.

Warum, weil vor allem Arme in risikobehaftete Wertpapiere investiert haben, während die Reichen ihr bisschen Geld aufs Sparkonto getragen haben? Ich glaube, das musst du genauer erklären.

Viele Grüße,
Sebastian

Hallo,

siehst du, hier setzte mein stirnrunzeln an: wenn die riesigen
gewinne angefallen sind, warum sind dann ausgerechnet die
banken derzeit die größten pleitekandidaten?

wenn man ein Wertpapier im Volumen von 100 Mio. strukturiert, davon 90% verkauft, 10% selbst behält, an der ganzen Transaktion 0,5% verdient und das Papier dann 20% an Wert verliert, ist nicht nur der Gewinn weg sondern auch eine ganze Menge mehr.

Wenn zusätzlich dem Vehikel, über das die Transaktion abgewickelt wurde, ein Kredit gewährt wird, und das Vehikel abschmiert, ist der Verlust noch viel größer, weil man den Kredit abschreiben muß.

Das - in etwa - ist der Grund.

Gruß
Christian

Hallo,

Wer über die technischen Fragen hinwegsiegt erkennt, dass auch
diese Kriese wieder einmal eine gigantische Umverteilung von
Geld von „Arm“ nach „Reich“ war.

natürlich. Während man in den USA über Änderungen des Insolvenzrechtes versucht, den Kreditnehmern das Halten ihres Hauses - zu Lasten der Kreditinstitute - zu ermöglichen, ist das natürlich ganz klar eine Umverteilung von den Reichen zu den Armen.

Gruß
C.

Hallo

Hättest du im Februar - März die Aktien der Deutschen Bank gekauft,als sie unter 20 € standen,könntest du dich als Krisengewinner bezeichnen!

Heute. Aber nur realisierte Gewinne sind wirkliche Gewinne.
Also, realisiert Du, oder wartest Du noch ?

Gruss,

Uwe P.

Hallo,

Ein Haus wird gebaut. Der Bauunternehmer bekommt sein Geld (von der Bank), natürlich viel zu viel, da der Preis überteuert ist. Er hats. Das ist schon einmal ein grossteil Antwort auf Deine Frage.
Er hats von der Bank bekommen. Die hat (maximal) 10% von „Einlagen“ genommen, und 90% einfach per Knopfdruck generiert (geschöpft)
und ausbezahlt, an den Bauunternehmer. Der Besitzer zahlt nun jahrelang zurück, oder auch nicht.

Zahlt er es zurück, dann hat er (1) einen zu hohen Preis an den BU bezahlt, und (2) zahlt er einen Preis an die Bank. Ziemlich teuer. Schafft er das nicht, dann ist der BU fein raus, da schon bezahlt, aber die Bank hat ein Problem. Sie hat die 90% zwar einfach so erzeugt, aber auch schon weiter gegeben. Und nun stehen sie in den Büchern. Und beim (nicht mehr stolzen) Besitzer ist nicht mehr viel zu holen.

Am Donnerstag wurden mir noch in den USA Häuser angeboten für 752$ statt (angeblich) 100.000$ Wert. Keine Luxusteile, aber so zum wohnen schon mal erträglich. Erstaunlich, finde ich, aber auch beängstigend. Wenn man das Pendel fragt, es fühlt sich in der Mitte wohl.

Das die Banken um die Kredite noch schöne Schleifchen drum gemacht und weiter verkauft haben, ändert an Deiner Fragestellung nichts wesentliches.

Es wurde künstlich Geld erzeugt (per Kredit), um letztendlich die Handelsdefizite länger bedienen zu können. Und jetzt hats ein Ende. Der BU hat seinen Riesenbildschirm gekauft, kann keine weiteren mehr kaufen, und der Produzent (China) sitzt auf einem dicken Berg DollarNoten, und fürchtet nun, dass genau diese demnächst nichts mehr Wert sind.

Zusammengefasst : Dagobert hat keinen Geldspeicher, sondern genau betrachtet einen Goldspeicher. Der Knäckes hat nichts verloren. So weit ich weiss hat er „Gold-Thaler“.

Sprich : Geld hat keinen stabilen Wert, deshalb auch die Wechselkurse. Und was aktuell zerstört wird, wurde ja auch aus dem „nichts“ erzeugt (sehr aktuell bei den „Rettungsversuchen“)

Noch mal anders : Werte in „Geld“ zu bewahren ist gefährlich, da dieses an sich keinen wirklich (stabilen) Wert darstellt.

Warum kommen solche Fragen eigentlich nicht, wenn die Kurse hoch gehen ? Dann ist es doch wesentlich interessanter.

Gruss,

Uwe P.

P.S. 1985 : Gutes Produkt, wenig Geld, gute Ideen : Hat unsere (damalige) Firma einen amerikanischen Aktienmantel gekauft und dann einen tollen Verkaufsprospekt erstellt, und die DotCom 15 Jahre vorweg veranstaltet. Ergebnis : Versickert. Keiner ist reich geworden. Aber einige ärmer. Davon wurde wohl seinerzeit auch mein Gehalt bezahlt.

Hallo,

Wer über die technischen Fragen hinwegsiegt erkennt, dass auch
diese Kriese wieder einmal eine gigantische Umverteilung von
Geld von „Arm“ nach „Reich“ war.

natürlich. Während man in den USA über Änderungen des Insolvenzrechtes versucht, den Kreditnehmern das Halten ihres Hauses - zu Lasten der Kreditinstitute - zu ermöglichen, ist das natürlich ganz klar eine Umverteilung von den Reichen zu den Armen.

Die Banken haben wohl den Fehler gemacht, Geld an Leute zu geben, die es nicht zurück zahlen können. Risiko der Banken, Fehler der Banken. Sollte man meinen, aber nein, der amerk. Steuerzahler richtet es. Und das langt Dir nicht. komisch.

Gruss,

Uwe P.

Hi

Die Banken haben wohl den Fehler gemacht, Geld an Leute zu
geben, die es nicht zurück zahlen können. Risiko der Banken,
Fehler der Banken. Sollte man meinen, aber nein, der amerk.
Steuerzahler richtet es. Und das langt Dir nicht. komisch.

Sind denn die vielen Millionen Menschen, die diese Kredite bekommen haben, keine amerikanischen Steuerzahler gewesen?

Gruß
Edith

Vorab: Drei Absätze und alle drei sehen aus, als seien sie von Dir geschrieben. Zumindest der zweite ist es nicht, daher liegt die Vermutung nahe, daß Du an irgendeiner Stelle die automatische Zitatkennzeichnung außer Kraft gesetzt hast (Doppelpunkte entfernt, Artikeltext einkopiert…). Laß das.

Wer über die technischen Fragen hinwegsiegt erkennt, dass auch
diese Kriese wieder einmal eine gigantische Umverteilung von
Geld von „Arm“ nach „Reich“ war.

natürlich. Während man in den USA über Änderungen des
Insolvenzrechtes versucht, den Kreditnehmern das Halten ihres
Hauses - zu Lasten der Kreditinstitute - zu ermöglichen, ist
das natürlich ganz klar eine Umverteilung von den Reichen zu
den Armen.

Die Banken haben wohl den Fehler gemacht, Geld an Leute zu
geben, die es nicht zurück zahlen können. Risiko der Banken,
Fehler der Banken. Sollte man meinen, aber nein, der amerk.
Steuerzahler richtet es. Und das langt Dir nicht. komisch.

Was langt mir für was nicht? Du sprichst in Rätseln.

C.

LEERE SEITE
Vorab :

So sieht die Seite aus, wenn ich antworte : LEER.

Ich gebe mir Mühe, die Seite mit dem Vorschrieb auf zu füllen. Dein Kram, und ebenso den von Deinem Vorschreiber. Ist so bei mir auf dem PC. Fehler im System traue ich mich bei DIR gar nicht zu sagen. Ist natürlich meine Schuld, da ich bestimmt irgendwo, irgendwann einmal eine Taste (oder zwei) gedrückt habe (oder auch nicht).

Ich habe die beiden Posts kopiert um am Ball zu bleiben. Solltest Du nicht unbedingt als Argument gegen mich nutzen.

Jedenfalls ist mir aufgefallen :
Was DIR ungangenehm ist, ist sehr schnell „unverständlich“.
Ich vermute, passt einfach nicht in DEINEN Rahmen.

Und dabei habe ich mich (extra für DICH) bemüht keine all zu langen Sätze zu benutzen (da Du ja eine Schwäche für lange Sätze hast)

Und jetzt kann ich leider nicht weiter Bezug nehmen auf den Vorschreib, da DU wünschst, dass ich ihn weg lass.

So einfach ist das, unliebsames ab zu schütteln.

Freundlichst,

Uwe P.

P.S. Deine Mosaiksteinchen sind schön akkurat und richtig, stimme ich zu.

Hallo Edith,

die FED gibt Geld aus, die Banken geben Geld aus, dieses Geld ist eine Schuld, die von den Empfängern zurück bezahlt werden muss.

Alles Geld, das ich im Flieger nicht für humanitäre Zwecke in die Sammelbüchse stecke fehlt jemandem in den USA, der dafür SCHULD aufgenommen hat. Ist einfach so. Es fehlt ihm, genau so, wie die Zinsen, die er bezahlen muss. Und das summiert sich auf. Zuerst langsam, (Zitate von der sozialen Marktwirtschaft sind bestimmt passend hier, 1950, später bezeugen sie nur noch Mangel (an finanztechnischem Verständnis))
Und weil es bisher relativ langsam ging (das exponentielle) spüren wir nicht wirklich, daß es jetzt wirklich langsam eng wird. Gut, die aktiven Hüpfer haben eine Chance, aber das humanitäre Mittelfeld ist rein rechnerisch schon verloren. Und das merken wir auch, jeder klagt über Geldmangel, dabei haben wir so vieeeeel (Schulden). Wie gesagt, Geld in unserem System sind Schulden, sollte man mal drüber nach denken.
Gerne offen für Neues,

Uwe P.

offtopic
Hi

So sieht die Seite aus, wenn ich antworte : LEER.

um das zu vermeiden, verwende statt des Buttons „Antworten“ den Button „Antworten und zitieren“, dann wird der Vorartikel in Deine Antwort mit der richtigen Zitierung übernommen.

Gruß
Edith

Hallo,

irgendwo, irgendwann einmal eine Taste (oder zwei) gedrückt
habe (oder auch nicht).

wie schon geschrieben: Schalter „antworten und zitieren“ benutzen.

Ich habe die beiden Posts kopiert um am Ball zu bleiben.
Solltest Du nicht unbedingt als Argument gegen mich nutzen.

Ich habe das nicht als Argument benutzt.

Jedenfalls ist mir aufgefallen :
Was DIR ungangenehm ist, ist sehr schnell „unverständlich“.
Ich vermute, passt einfach nicht in DEINEN Rahmen.

Es ist einfach etwas schwer, Bezüge zu erkennen, wenn nicht klar ist, worauf sich ein „das“ bezieht („das langt Dir noch nicht?“).

C.