Kleingärten in Berlin
Servus,
die zentrale Berliner Adresse für vereinsgebundene Kleingärten ist der Landesverband:
http://www.gartenfreunde-berlin.de/
Die kennen alle Vereine und die Ansprechpartner und Sprechzeiten. Leerstände, die zur Neuverpachtung anstehen, kann man dann bei den einzelnen Vereinen in Erfahrung bringen und anschauen.
Überleg Dir vorher, was Du gerne magst. Die vereinsgebundenen Kleingärten haben den relativen Vorteil einer guten Infrastruktur (Wasser, stabile Umzäunung, gute Zuwege), aber die Vereinsmeierei ist gewöhnungsbedürftig, und es ist von Verein zu Verein sehr unterschiedlich, ob die Leute bereit sind, von den Spaniern, Griechen, Türken und Persern zu lernen, die öfter mal von Gartenbau viel mehr Ahnung haben als viele in der Generation der jetzt sechzigjährigen deutschen Kleingärtner, die mit Rasen, Rosen und Waschbetonplatten aufgewachsen sind und noch nie eine Pastinake oder eine Physalis aus der Nähe gesehen haben, oder ob das „Vereinsleben“ vor allem daraus besteht, dass über die bösen anderen in widerwärtiger Manier gemeckert, gegiftet und gemault wird. Beschnüffle die Funktionäre ausgiebig - es gibt sone und sone Vereine, und in der Regel hat der Vorstand den gleichen Stallgeruch wie der Verein, dem er vorsteht.
Es gibt auch vereinsfreie Kleingärten, u.a. ist von der Bahn einiges von den alten Eisenbahnergärten in private Hände abgegeben worden. Die werden ggf. per Kleinanzeige zu finden sein, pacht- und ggf. auch kaufweise.
Generell Obacht mit den „Kaufpreisen“: Ein vereinsgebundener Garten wird nicht gekauft. Wenn jemand einen „Kaufpreis“ verlangt, ist das eine Abstandszahlung für die Hütte die drauf steht und ggf. für Obstbäume etc. - der Garten kostet weiterhin eine (kleine) Pacht.
Wenn Ihr berufstätig seid, lasst Euch vorher sagen, wie die Ruhezeiten im jeweiligen Verein geregelt sind. Es gibt Rentnervereine, bei denen Sonnabend um 13 Uhr der Hammer fällt, so dass man als Nichtrentner fast nicht im Garten arbeiten kann. Vereine, bei denen am Sonnabend später Ruhezeit ist, sind stärker von Berufstätigen geprägt und von daher ohnehin sympathischer.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder