Wo studiert sich's am besten?

Na Du,

also ich habe in Lüneburg studiert, eine kleine sympathische Stadt in Niedersachsen. Leider kann man dort nicht Germanistik studieren, aber das hat auch mit meiner Aussage jetzt wenig zu tun.

Studienort vorher anschauen ist natürlich immer eine gute Sache, wobei man da halt auch nur so ein Gefühl bekommt. Ich püersönlich finde das aber immer sehr wichtig, da ich ein gutes Gerfühl haben muss, um mich wohl zu fühlen.
Ich würde weniger auf irgendwelche Univergleiche in den Zeitschriften achten. Ich kenne ein paar Hochschulen und mir kommt das gezeichnete Bild in diesen Magazinen immer ein bisschen verzerrt vor. Egal. :wink:

Was ich ganz wesentlich finde sind relativ kurze Wege innerhalb eines Studienortes (das würde für eine kleinere Stadt sprechen) und vor allem: Verhältnis Einwohnerzahl - Studentenzahl! Mein wichtigstes Kriterium! Wenn in einer Stadt der Antzeil der Studenten sehr hoch ist, strahlt die Stadt das meistens auch aus und das macht während des Studiums schon einen Unterschied aus. Ob man nun anonyme Masse oder individuelle Nummer bevorzugt (=Größe der Hochschule) muss jeder für sich selbst entscheiden, beides hat Vor- und Nachteile.

Grundsätzlich hat weiter wegziehen den wesentlichen Vorteil, dass Du schneller selbständig wirst und nicht jedes Wochenende daheim bist. Das hat ja ein Vorredner schon erläutert, Mühe, Zeit und Kosten. Man muss sich dann halt mehr kümmern, wenn man alleine in eine neue Stadt geht. Mir hat das sehr geholfen, bzw. es war eine sehr gute Sache. Man lernt immer neue Leute kennen, keiner bleibt alleine! :wink:)

Okay, wenn Du noch mehr wissen möchtest oder sich Nachfragen ergeben, mail mir doch einfach mal! :wink:)

Bis denni

Ciao Jörn

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Hi Katja,

zu den Geistes-/Sprachwissenschaften kann ich leider wenig sagen, aber bei den Naturwissenschaftlern kann ich fplgende Tips geben.

  • Vor- und Nachteile von „großen“/„kleinen“ Unis

Wenn ich noch mal Chemie studieren würde, würde ich bis zum Vordiplom an eine kleine Uni gehen, weil der Stoff an allen Unis zu einem guten Teil vergleichabr ist. In dieser Zeit kannst Du Dich soweit erkundigen, ob die gewählte Uni was für Dich ist, oder ob eine andere (größere) doch besser ist. Außerdem kannst Du auch testen, welche Schwerpunkte Du in Deinem Studium setzen möchtest.
Der Vorteil einer kleinen Uni ist schlicht der, daß Du die Chance hast die Profs kennenzulernen und mit ihen zu sprechen. Die Atmosphäre ist persönlicher, die Lehrmittel und Praktikumsplätze besser zu kriegen (ich übersetzt das mal in Seminarplätze und Bücher).
Nachteil kann es aber eben auch sein, daß Dich die Profs kennen (wenn sie Dich auf dem Kiker haben).

  • als „Dorftrottel“ in eine Großstadt oder lieber in die
    Region?

Rein ins pralle Leben!!! Du kannst nie wieder so unverbindlich einen „Kulturschock“ erleben wie im Studentenleben. Geh an eine Uni, die weit von Zuhause weg ist. So kannst Du dieser Erfahrung (Heimweh, keine Leute kennen) vorbeugen, wenns Dich nach dem Studium weit weg treibt (wovon auszugehen ist!)

  • Wie war die erste Zeit in der Fremde?

Hart aber interessant. Ich hab zum Glück die Fähigkeit schnell Leute kennenzulernen, aber richtig gute, tiefe Freundschaften kriege ich erst hin, wenn ich mit dem Menschen einen Sack Salz gegessen hab. Alles war neu und ungewohnt, obwohl ich aus einer recht großen Stadt komme. Die Erfahrungen möchte ich aber auch nicht missen.

Viel Erfolg (und Spaß) beim Studieren wünscht

Gandalf

Noch was…
Hiho Katja!

Ich noch mal…

Also, was mir noch eingefallen ist, weil wir eben mal wieder eine Diskussion darüber hatten:

Für viele Studis, um nicht zu sagen für die meisten, ist ein gewisser finanzieller Aspekt nicht unerheblich!
Worauf ich anspiele, ist nicht „wie finanziere ich mein Studileben allgemein?“ (naja, das auch g*), sondern das Thema Studiengebühren.
Es dreht sich dabei nicht nur um die sog. Langzeit-Studiengebühren, sondern einige Bundesländer, wobei es da noch von Uni zu Uni variiert, erheben vom ersten Semester an einen nicht unerheblichen Betrag! Und wenn man nicht unbedingt von elterlicher Seite oder durch den BAföG-Höchstsatz bezuschusst wird, kann das mitunter zu einem Problem werden.
Natürlich könnte man jetzt wieder den Aspekt mit rein bringen, dass höhere Gebühren auch schnelleren Bildungsweg ermöglichen usw. etc. pp., aber dennoch: Wenn ich heute mit meinem Studium anfangen würde, wäre ich darauf bedacht mir ein Bundesland aus zu suchen, in welchem ich mich nicht im Voraus dumm und dämlich bezahlen muss um etwas von der Theorie des Wissens mitgeteilt bekommen zu dürfen! Leider sind diese Bundesländer bald nur noch latent vorhanden…

http://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/index…

Hey Katja…ich hoffe, dass es nicht zu pessimistisch oder sonstwas klingt :wink: sollte nur eine Randbemerkung zum allgemeinen Thema „Studieren, nur wie?“ sein. Im Grunde fangen die „wirklich hohen“ Beiträge erst an, wenn man einige Semester über der Regelstudienzeit (grob gesagt: Die Zeit, in der das Studium zu schaffen ist) liegt. In Baden-Württemberg sind das z.B. 511 € pro Semester!!!
Es gibt da auch noch das sog. „Studienkonten-Modell“, das unser wunderbarer Bildungsminister Dr. med. Jürgen Zöllner (Rheinland-Pfalz) vorgestellt hat und im Jahr 2004 auch hier durchführen möchte… aber das ist auch keine wirkliche Alternative.

Überspitzt gesagt: Wenn Du studieren gehst und viel Zeit in der Bibliothek verbringst, Dich intensiv dem Eigenstudium widmest, keinen Kaffee einer Veranstaltung vorziehst und Dich einfach mit der Anhäufung von Wissen beeilen wirst, dann brauchst Du Dir auch keine Sorgen zu machen! :wink:

Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion über Studiengebühren anfangen (Und bitte auch alle Leser meines Artikels dies nicht zu tun). Vielmehr wollte ich nur kurz darlegen, dass die Wahl eines Studienortes sich nicht nur auf eine tolle Stadt, eine gemütliche Uni oder das Vorhandensein lieber Menschen beschränken sollte. Jeder Studi, ob Erstsemester oder nicht, sollte sich auch mit der Bildungspolitik und dazu gehörenden Problemen auseinander setzen, auch schon im Voraus. Denn wenn man die Wahl hat, an einem Ort die kostengünstigere Variante von Bildung gleichen Niveaus zu erlangen, dann fällt den meisten (angehenden) Studis die Entscheidung nicht schwer. Ausser, die ZVS (Zentrale Verschickungs-Stelle *lol*) macht ´nen Strich durch die Rechnung.

hihi…

…jetzt hab ich doch in meiner Schreibwut glatt vergessen zu erwähnen, dass ich Trier trotzdem noch toll finde und Dir weiterhin alles Gute wünsche…!

:wink:

Jojo

Hallo Katja,

ich kann die Universität Konstanz wärmstens empfehlen. Die Studienbedingungen sind nahezu ideal: Kleine, überschaubare Lerngruppen, extrem kurze Studienzeiten, keine Massenabfertigung, eine 24-Stunden-Bibliothek, in die Du Dich setzen kannst und direkten Zugriff auf alle Bücher hast und und und. Nicht zuletzt super Freizeitmöglichkeiten und eine grandiose Landschaft - die Uni hat sogar ein eigenes Segelboot.

Ich selber habe in Konstanz Biologie studiert (in 10 Semestern zum Diplom)und denke, ich hätte nichts besseres finden können.

Falls Fragen, löcher mich einfach …

Gruss
Anna

Würzburg ist meiner Ansicht nach auch eine ziemlich klasse Studienort und nur zu empfehlen!!! Schöne traditionelle Uni-Stadt, nicht allzu gross, nicht anonym, und nicht zu vergessen die Weinfeste im Sommer:wink:

Viel Spass,

Anja

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