Wo studiert sich's am besten?

Hallo da draußen!
Das ist ein toller Aufreißertitel, gell? Das hab’ ich gemacht, damit mir ein paar Leute jetzt erzählen, wie sie ihren idealen Studienort gefunden haben.
Ich wohne in einem Dorf in Nordhessen und möchte Germanistik studieren. Jetzt beschäftigt mich die Frage, wo das Ganze stattfinden soll: sozusagen bei mir im Wohnzimmer (in Kassel, nur 45km von mir weg - oder z.B. in Augsburg, wo eine Freundin von mir schon vor Ort wäre).
Ich möchte einfach mal ein paar Geschichten hören von Leuten, die ihre Entscheidungsfindung schon hinter sich haben und Sachen aufzeigen können, die ich bisher noch nicht gedacht habe. Soll man einfach „irgendwo hin“ ziehen und dann schauen, wie es läuft? Man kann ja nicht alle deutschen Unis abklappern… Mich interessieren brennend auch solche Sachen:

  • Vor- und Nachteile von „großen“/„kleinen“ Unis
  • als „Dorftrottel“ in eine Großstadt oder lieber in die Region?
  • Wie war die erste Zeit in der Fremde?
    Freue mich SEHR auf Eure Meinungen und ähnliches!
    Katja-Master of se Anführungszeichen

Moin Katja,

da ich auch mein Abi in Nordhessen machen konnte/musste, kann ich deine Frage zunächst nachvollziehen.

Nur - geht es nicht um etwas anderes?
Vielleicht um die Frage: Was will ich???

:wink: Axel

Hallo Katja.
Das kommt darauf an, wie wichtig dir deine Familie ist, d.h. wie gerne du heimfährst. Wenn nicht so gern, dann kanns ruhig weiter weg sein, wenn gerne, dann lieber etwas näher. Ich komme fast aus deiner Nachbarschaft (MEG) *wink* und wollte auf keinen Fall nach Kassel. Würde ich heute noch nicht wollen, weil ist doch potthässlich *duck*!
Ich habe in Gießen studiert, weils nicht anders ging (ist auch p…),mein Referendariat habe ich in Marburg gemacht. Dort hats mir supergut gefallen. Ist eine schöne Stadt, nicht zu groß nicht zu klein, Preise für Studentenzimmer gingen auch ( ist allerdings schon lange her ) und nach Hause hättest du es auch nicht weit. Ansonsten fallen mit Städte ein wie Göttingen, Tübingen, Heidelberg und Freiburg, die einfach vom Stadtbild so schön sind, dass man sich gleich wohlfühlt.
Die Entscheidung musst du ja letztendlich doch selber treffen und man kann den Studienort ja auch nochmal wechseln.
Viele Grüße
Rabchen

Hallo,
Wenn es schwierig und Anspruchsvoll sein soll, gehe nach
Bayern.

mfg: Josef Spies

Schmarrn! owT
Ich sach doch hier steht nix

Hättest Du ausprobieren sollen.

Ich sach doch hier steht nix

Es wäre schön,…

Hättest Du ausprobieren sollen.

Hallo Josef,

…wenn du diese Behauptungen auch irgendwie belegen könntest, damit sie sich vielleicht doch noch als „hilfreich“ für die Fragestellerin erweisen.

Bayern ist groß und hat zig Universitäten und Universitätsstädte.
Welche genau kannst du empfehlen und warum?
Was genau unterscheidet sie qualitativ von Unis und Studienorten in anderen Bundesländern?

Gruß
Uschi

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Hallo Axel!
Hui, lauter Nordhessen hier! Wunderbar. Unsere Heimat ist zum Draußen spielen und zum Altwerden perfekt; alles was dazwischen ablaufen soll - da wirds kompliziert. Die Städte in der Umgebung kennt man so gut, daß man ja schon fast dort wohnt. Aber es soll ja was neues sein.
Ich bin im Moment das erste Mal in dem glücklichen Glauben, zu wisssen, was ich will (Betriebsabrechnungsbögen und Kirschschnapspralinen pflastern meinen Weg). Das einzige Problem ist nur noch der Studienort, da weiß ich noch nicht, was ich will; und da wollte ich mich mal individuell beraten lassen. Groß oder klein, weit oder nah. Ich werde sicherlich in Marburg glücklich, doch vielleicht werde ich an einem Ort noch glücklicher, auf den mich die Wer-weiss-was-Onkels und Tanten gebracht haben.
Das ist erstmal das, was ich sagen wollte!
Grüße aus dem sonnigen Frielendorf
Katja

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Hallo,
Wenn es schwierig und Anspruchsvoll sein soll, gehe nach
Bayern.

Hallo Josef,

auf so was hab ich gewartet! Kurz und dumm!
Das war übrigens der Hauptgrund warum ich fast überall auf der Welt hab studieren (und arbeiten) wollen, nur nicht zwischen Weißwurschtäquator und nördlich der Alpen. Die Landschaft ist schön, aber die Menschen sind zu einem nicht unerheblichen Anteil so eingebildet und von sich eingenommen, daß das Bier sauer zu werden droht.
Mir san mir und der Rest ist eh egal.

Übrigens war ich oft genug in Bayern um das aus eigener Anschauung sagen zu können.
Elrond

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ähm

auf so was hab ich gewartet! Kurz und dumm!
Das war übrigens der Hauptgrund warum ich fast überall auf der
Welt hab studieren (und arbeiten) wollen, nur nicht zwischen
Weißwurschtäquator und nördlich der Alpen. Die Landschaft ist
schön, aber die Menschen sind zu einem nicht unerheblichen
Anteil so eingebildet und von sich eingenommen, daß das Bier
sauer zu werden droht.
Mir san mir und der Rest ist eh egal.

Lieber Elrond,

tu mir bitte den Gefallen und schließe nicht von einer einfältigen Bierdimpfl-Antwort auf alle Bayern. Da würdest du der großen Mehrheit ziemlich Unrecht tun.

Im übrigen entbehrt deine Antwort auch nicht einer gewissen Simplifizierung und Pauschalisierung.

Und außerdem werde ich mit all meiner Moderatoren-Autorität einschreiten, wenn hier aus einer simplen Anfangsfrage ein virtueller Bürgerkrieg zwischen Bayern und anderen deutschen Stämmen entstehen sollte…

Also, gebt dem Mädel hilfreiche Tipps oder haltet euch zurück.

Gruß
Uschi

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Mußt du mal in die Schwalm kommen!
Hallo Elrond! (bin grad am Lord of se Rings-Lesen, höhö)
In der Schwalm, einem Landstrich in Nordhessen, wohnen die stoffeligsten, versoffensten, unleidlichsten, skurrilsten, im Grunde warmherzigsten Leute auf der ganzen Welt, schlimmer kann das nirgendswo sein, auch nicht in Bayern:wink: - sage ich jetzt mal in meinem jugendlichen Leichtsinn.
Ich hab einige Münchner getroffen, die einem vorkommen, als ob sie über den Dingen stehen und einem das Gefühl geben, man sollte sich schämen, sie überhaupt anzusprechen.
Es gab da den Münchner Germanistikfachschaftsleiter, bei dem ich den Fehler gemacht hatte zu sagen, daß ich Internetzugang habe und der darauf alle meine Fragen mit einem „Ja, das könnense ja dann im Internet nachlesen, net?“ abgetan hat.
Es gab aber auch die U-Bahnarbeiter, die uns nach verpaßter U-Bahn 35km mitten in der Nacht nach Hause gekutscht haben, ohne nur ein abschätziges Wort zu sagen.
Leute sind Leute sind Leute. Man kann auch mit der selben Wahrscheinlichkeit in z.B. Thüringen auf einen Haufen unheimlicher Dummbeutel treffen wie möglicherweise in Hessen.
Grüße aus der RAND-Schwalm!!! Wichtig!
Katja

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Hi!

Oh Mann, und Du willst studieren, Dich also dem humanistischen deutschen System der höheren Bildung hingeben?
Vielleicht fehlt Dir dazu doch noch etwas die Reife, mein Freund…

Naja, ich kann dazu nur anmerken daß ich als geborener Münchner bislang durch Studium und Beruf weit in Deutschland und dem Rest der Welt herumgekommen bin und mir dieser Vorwurf der Münchner Arroganz noch ncht gemacht worden ist.

Es ist natürlich für Leute, die sich für ihre Heimat nicht interessieren oftmals schwer zu verstehen, weshalb viele Münchner ihre Stadt so sehr mögen und das auch bei vielen Gelegenehiten aussprechen. Ich empfehle Euch allen wirklich, mal ein paar Tage hier zu verbiringen, Ihr werdet es dann schon verstehen und Euch, genauso wie tausende andere Leute aus dem Rest des Landes jedes Jahr, ernsthaft überlegen, hierher zu ziehen.

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo Katja,

nach dem ganzen Schmarrn - kommt jetzt mal was informatives:
ich komme ursprünglich aus Hannover (bzw. Kleinstadt neben Hannover) und studiere jetzt in Karlsruhe. Zuerst habe ich mir damals ein Wochenende Zeit genommen, zwei drei Städte zu erkunden - und wurde von Hannover und Illmenau sehr abgeschreckt. Dann kam ich nach Karlsruhe und die Stadt hat mir prompt gefallen. Die Leute sind sehr nett, das Klima ist genial und die Uni ist sehr groß (weiß nicht, ob das Vor- oder Nachteil ist; man braucht halt ein Fahrrad).
So bin ich in Karlsruhe gelandet - 500 km weg von zu Hause. Und das ist auch der Knackpunkt: es kostet schon viel Zeit und Geld diesen langen Weg jedesmal zu fahren. Aber man wird auf jeden Fall viel selbstständiger!

viele Grüße Andrea

P.S. Der Männeranteil an der Uni hier liegt bei über 80% :smile:

HI,
Stoiber sagt das auch, somit ist es Evangelium und es stimmt.
Aber bald wird er auch die anderen Bundesländer zum Hochglanz
verhelfen.

solong, PITI

Ich wohne in einem Dorf in Nordhessen und möchte Germanistik
studieren. Jetzt beschäftigt mich die Frage, wo das Ganze
stattfinden soll: sozusagen bei mir im Wohnzimmer (in Kassel,
nur 45km von mir weg - oder z.B. in Augsburg, wo eine Freundin
von mir schon vor Ort wäre).
Ich möchte einfach mal ein paar Geschichten hören von Leuten,
die ihre Entscheidungsfindung schon hinter sich haben und
Sachen aufzeigen können, die ich bisher noch nicht gedacht
habe. Soll man einfach „irgendwo hin“ ziehen und dann schauen,
wie es läuft? Man kann ja nicht alle deutschen Unis
abklappern… Mich interessieren brennend auch solche Sachen:

  • Vor- und Nachteile von „großen“/„kleinen“ Unis
  • als „Dorftrottel“ in eine Großstadt oder lieber in die
    Region?
  • Wie war die erste Zeit in der Fremde?

Hallo Katja!

Ich kann gut nachvollziehen, in welcher Situation du jetzt bist. Einerseits will man nicht in seiner ländlichen Umgebung versauern, andererseits muss es auch nicht gar so weit weg sein, stimmt’s?
Drum bin ich auch den Mittelweg gegangen und habe mir eine Uni in ca. 150 km Entfernung gesucht. Das hat den Vorteil, dass du wirklich dem familiären Einzugsbereich entkommst (Selbstständigkeit, erste eigene Wohnung, nicht jedes Wochenende heim in den Schoß der Eltern ;o) ), andererseits in Krisenzeiten jederzeit (auch mal unter der Woche) schnell nach Hause fahren kannst. Du musst dir auch keine Gedanken machen, dass du dann keine Freunde vor Ort hast; wo, wenn nicht an der Uni, lernst du jeden Tag Gleichgesinnte kennen? :o) Und meiner Meinung nach verpassen die Jeden-Tag-abends-Heimfahrer viel vom eigentlichen Uni- und Studentenleben (ich sag’ nur Altstadt- und Feten-Kultur *zwinker*).
Ich war übrigens an einer kleinen Uni mit nur 5000 Studis. Keine Ahnung, wie es an riesigen Unis ist, aber ich habe mich dort ziemlich wohlgefühlt. In der Mensa und den Vorlesungen / Seminaren triffst du auf den ersten Blick schon Bekannte und fühlst dich nicht so anonym. Ein Vorteil war es auch, in kleineren Veranstaltungen Professoren und Dozenten persönlich kennenzulernen, es gab immer Platz für individuelle Fragen und Beratungen, und nicht selten sind wir nach einem spätmittaglichen Seminar mit dem Prof noch einen trinken gegangen ;o) . Allerdings musst du dich auch mehr um gute Mitarbeit und einen ordentlichen Eindruck bemühen, wenn dich die Dozenten namentlich kennen und aufrufen können *grins*.
Ich halte den Tipp meiner Vorrednerin für sehr wichtig, dass dir du dir deinen Studienort vorher anschaust und dich dort wohlfühlst. Dann auch unbedingt zu den einzelnen Fachschaften an der Uni gehen und sich über die Studienbedingungen informieren. Da gibt es große Abweichungen.
Ach ja, und von Zeit zu Zeit bewerten auch Zeitschriften wie Focus oder der Spiegel deutsche Universitäten, vielleicht kommst du ja noch an so eine Statistik heran?

Alles Gute, Allie.

tach Uschi,

bevor Du mir vorwirfst, ich würde alle Bayern pauschal verunglimpfen lies meinen Beitrag bitte genau! Da steht nämlich

„aber die Menschen sind zu einem nicht unerheblichen
Anteil
so eingebildet und von sich eingenommen, daß das Bier
sauer zu werden droht.“

Eine pauschale Wertung kann ich nicht entdecken, es spiegelt nur meine Erfahrung wider, die ich in diesem Land habe sammeln dürfen.

tu mir bitte den Gefallen und schließe nicht von einer
einfältigen Bierdimpfl-Antwort auf alle Bayern. Da würdest du
der großen Mehrheit ziemlich Unrecht tun.

siehe oben

Im übrigen entbehrt deine Antwort auch nicht einer gewissen
Simplifizierung und Pauschalisierung.

so pauschal wie ichs erlebt habe. Wenn ich mich als Rheinländer zu erkennen gab, gabs regelmäßig Spott und Häme, was ich dann allerdings im Verlauf der Gespräche als verquastes Selbsthochjubeln infolge eines verkappten Minderwertigkeitskomplexes erkennen konnte.

Was allerdings nicht heißt, das alle Bazis so sind, ich kenne auch ettliche, die mir hochsympatisch sind und mit denen ich sogar bereundet bin. Sicher gibts in allen Ecken der Welt Menschen, die unausstehlich sind, aber in Bavaria ist es mir sehr unangenehm und massiv aufgefallen (ich komme ziemlich viel rum in der Welt und glaube auch daher einen recht großen Vergleichrahmen zu haben).

Elrond

´n Abend Mathias,

Oh Mann, und Du willst studieren, Dich also dem humanistischen
deutschen System der höheren Bildung hingeben?
Vielleicht fehlt Dir dazu doch noch etwas die Reife, mein
Freund…

keine Bange, als ich mit meinem Studium begonnen habe, warst Du (wenn die Daten Deiner ViKa stimmen) noch gar nicht in der Schule.

Es ist natürlich für Leute, die sich für ihre Heimat nicht
interessieren oftmals schwer zu verstehen, weshalb viele
Münchner ihre Stadt so sehr mögen und das auch bei vielen
Gelegenehiten aussprechen.

Noch mal keine Bange, ich bin nach Studium und Berufwanderjahre zwar nur durch Zufall aber gerne wieder in meine Heimatregion zurückgekommen. Rheinländer bin ich mit Leib und Seele (wenn auch kein Karnevalsjeck). hier leben wir nach dem Motto „man mus auch gönnen können“ und das macht die Menschen hier (für mich!) so sympatisch. Meine Gegend mag ich sehr und laß nichts drauf kommen, aber das ist auch einer der Gründe, warum ich so meine Probleme mit ettlichen (nicht allen!!!) Bazis habe. Sie tragen allen Nichtbayern eine recht unangenehme Überheblichkeit vor, die aber schnell als verkapptes Minderwerigkeitsgefühl zu entlarfen ist.

Ich empfehle Euch allen wirklich,
mal ein paar Tage hier zu verbiringen, Ihr werdet es dann
schon verstehen und Euch, genauso wie tausende andere Leute
aus dem Rest des Landes jedes Jahr, ernsthaft überlegen,
hierher zu ziehen.

Also ich war einige male dort und zwar sowohl in M als auch in einigen anderen Gegenden (Algäu, (Ober)Franken, Augsburg) und hab mich nie so recht wohl gefühlt. Außerdem zieht es viele wohl weniger aus Sympathie als auch Notwendigkeit dorthin, weil sie dort arbeiten. Aber ich hab auch Kollegen, die in Köln arbeiten (müssen) ohne sich dort wohl zu fühlen.

´nen schönen Abend noch

Servus!

Oh Mann, und Du willst studieren, Dich also dem humanistischen
deutschen System der höheren Bildung hingeben?
Vielleicht fehlt Dir dazu doch noch etwas die Reife, mein
Freund…

keine Bange, als ich mit meinem Studium begonnen habe, warst
Du (wenn die Daten Deiner ViKa stimmen) noch gar nicht in der
Schule.

Sorry, ich hatte Dich mit dem eigentlichen Initiator des Postings verwechselt.
Ein forgeschrittenes Altrer passt allerdings noch weniger zu dieser Einstellung…

Es ist natürlich für Leute, die sich für ihre Heimat nicht
interessieren oftmals schwer zu verstehen, weshalb viele
Münchner ihre Stadt so sehr mögen und das auch bei vielen
Gelegenehiten aussprechen.

Noch mal keine Bange, ich bin nach Studium und
Berufwanderjahre zwar nur durch Zufall aber gerne wieder in
meine Heimatregion zurückgekommen. Rheinländer bin ich mit
Leib und Seele (wenn auch kein Karnevalsjeck). hier leben wir
nach dem Motto „man mus auch gönnen können“ und das macht die
Menschen hier (für mich!) so sympatisch. Meine Gegend mag ich
sehr und laß nichts drauf kommen, aber das ist auch einer der
Gründe, warum ich so meine Probleme mit ettlichen (nicht
allen!!!) Bazis habe. Sie tragen allen Nichtbayern eine recht
unangenehme Überheblichkeit vor, die aber schnell als
verkapptes Minderwerigkeitsgefühl zu entlarfen ist.

Zunächst zum Rheinländer an sich: obwohl ich mit Leuten aus Deiner Ecke bislang zu 90% schlechte Erfahrungen gemacht habe, schätze ich doch die Gegenden die ich dort kenne. V.a. Köln und Düsseldorf, aber auch das „bodenständige“ Bochum sind ein hochinteressanter Kontrast zu Bayern und insbesondere München.
Richtig wohl gefühlt habe ich mich allerdings wirklich nur in D-dorf, die anderen Städte verfügen über einen zu großen Teil an, entschuldige den Ausdruck, primitiver Bevölkerung.
Frage doch mal im benachbarten Ausland nach, welche Gäste man mehr und welche man weniger schätzt…

Zu dem genannten „Minderwertigkeitsgefühl“: diesen Eindruck hatten auch andere Leute aus dem Norden oder Westen. Lasse mch Dir soviel sagen: es ist ein falscher!
Ich verstehe nicht, wie man so überheblich sein kann, Leuten ein Minderwertigkeitsgefühl anzudichten, die sich einfach aufgrund dessen, daß sie mit der aufbrausenden Art der Rheinländer oder der kühl-arroganten Art der Norddeutschen nichts anfangen können, zurückziehen und sich ihren Teil denken. Das ist eben die Bayerische Art, mit bestimmten Leuten umzugehen und das hat nichts mit einem „Minderwertigkleitsgefühl“ zu tun. Im gegenteil.
Bayern und seine Bevölkerung sind sehr stolz darauf, was man hier in den letzten 30 Jahren in der Industrie und im Tourismussektor erreicht hat. Wir haben Signalwirkung für die meisten Nicht-Linken im ganzen Land und haben sicherlich in keinster Weise einen Komplex gegenüber anderen Deutschen. Ab Herbst werden wir höchstwahrscheinlich den Bundeskanzeler stellen, wir verfügen über die geringste Arbeitslosenrate und haben mit die meisten Millionäre.
Von irgendeinem „Minderwertigkeitsgefühl“ kann hier also in keinster Weise die Rede sein. Weshalb auch?

Ich empfehle Euch allen wirklich,
mal ein paar Tage hier zu verbiringen, Ihr werdet es dann
schon verstehen und Euch, genauso wie tausende andere Leute
aus dem Rest des Landes jedes Jahr, ernsthaft überlegen,
hierher zu ziehen.

Also ich war einige male dort und zwar sowohl in M als auch in
einigen anderen Gegenden (Algäu, (Ober)Franken, Augsburg) und
hab mich nie so recht wohl gefühlt.

Ich fühle mich in Oberfranken auch nicht sonderlich wohl. Das sind nun die schlichtesten Bayern.
Trotzdem hat man dort noch so etwas wie Lebensstil, was ich von bestimmten Ecken im Ruhrgebiet kaum behaupten könnte…

Außerdem zieht es viele
wohl weniger aus Sympathie als auch Notwendigkeit dorthin,
weil sie dort arbeiten. Aber ich hab auch Kollegen, die in
Köln arbeiten (müssen) ohne sich dort wohl zu fühlen.

Nein, nein. Ich meinte die Leute aus Köln, Düsseldorf, Hamburg, Lüneburg, Hildesheim u.ä, die sich hier absolut freiwillig, oft zum Ruhestand, niederlassen. Ich habe einige dieser Lete im Freundeskreis (Du siehst, nette Preiss´n integrieren wir ab und an auch…).
Die Bayern haben diese Leute sicherlich nicht eingeladen (sh. Kuhglocken-Klage)…

Ich persönlich allerdings empfinde es als Bereicherung, in dieser für mich schönsten Ecke des Landes mit Leuten aus ganz Europa zu tun zu haben. Da halte ich auch noch ein paar „Preiss´n“ mehr oder weniger aus, manche sind ja ganz umgänglich…

Grüße,

Mathias

[Mod] Würdet ihr nun bitte…
…die Diskussion darüber, wo in Deutschland angeblich die sympathischsten bzw. unsympathischsten Menschen leben, hier abbrechen und bei Bedarf per email fortsetzen.

Es ist mittlerweile absolut off topic und hilft auch der Fragestellerin nicht weiter.

Vielen Dank für euer Verständnis.

Gruß
Uschi (Moderatorin dieses Bretts)

PS: weitere Beiträge dieser Art werden der Löschung anheim fallen

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Hiho Katja!

Den Studienort zu finden, ist oft ein Sprung in´s kalte Wasser. Viele kommen in eine neue Stadt und finden ziemlich spät heraus, dass ihnen das „Klima“ nicht passt.

Ich will einfach mal mein schönes Trier anpreisen, das zwar an einem relativ unbeleuchteten Ort unseres Universums liegt, aber sich bei näherer Betrachtung als Studi-Juwel herausstellt.
(Vielleicht kann ich Dir auf Anfrage aber auch einfach so ein paar Tipps geben, weil ich u.a. auch Germanistik studiere…)
Trier, ca. 95.000 Einwohner, wovon im Moment 11300 und ein paar Gequetschte Studis sind.
Wir haben hier eine typische Campus-Uni, die überschaubar auf´m Berg liegt und wo man jedes Gebäude innerhalb von 5 Minuten erreichen kann (GROßER Vorteil!).
Eine besondere Einrichtung ist der AK ESA, der „Arbeitskreis Erstsemesterarbeit“, der sich zu Beginn jeden Semesters auf die Erstis stürzt und sie, ob sie wollen oder nicht, allumfassend informiert…g* Niemand bleibt, was die Uni, die verschiedenen Fächer oder das gesellschaftliche Leben angeht, alleine (GROßER Vorteil!).
Des weiteren ist die Germanistik hier mit sehr gutem Lehrpersonal ausgestattet! Das Arbeitsklima ist angenehm, die Dozenten sitzen auch ab und an mal mit in der Uni-Kneipe und kommen mit einem in´s Gespräch und überhaupt und alles…
Wenn Du Dich weiter informieren willst, schau einfach mal unter www.uni-trier.de, und solltest Du mehr über Ersti-Arbeit erfahren wollen, dann häng´ einfach noch ein /uni/akesa hinten dran :wink:
Ich will aber noch noch eine Sache betonen! Es gibt eine ganz einfache Art um heraus zu finden, welcher Studienplatz für Dich in Frage kommt: Fahr´ einfach hin! Schau Dir alles an, geh zur ZSB (Zentralen Studienberatung), die jede Uni hat, lauf in die Sprechstunden von Dozenten (da wird Dich schon keiner beissen), stell´ einfach überall Fragen! Mit Sicherheit wird jeder versuchen, seine Uni sooo schön dar zu stellen, wie ich es eben getan habe. Und was auch wichtig ist: Die Stadt sollte Dir gefallen! Studi sein heisst mehr als nur Scheine zu machen!!! Wenn Dir die Umgebung nicht passt, wirst Du auch das Interesse an der dortigen Uni früher oder später verlieren!

Alles Gute wünschend,

Jojo