Wo und in was anlegen?

Guten Morgen,

kann jemand etwas empfehlen, wo man, wenn man ein bisschen Geld übrig hat, ohne Verluste ein bisschen sparen kann?

Ziel ist nicht der dicke Reibach. Aber es sollen auch keine Verluste gefahren werden.

Empfohlen wurde mir kürzlich der DWS Sachwerte-Fonds. Den habe ich mir jetzt mal angeschaut und besonders sicher kommt mir - als Laie - das auch nicht vor.

Hab jemand Tipps? Und wenn es nur ist: ‚leg das Geld lieber unter die Matraze‘…

Danke und Gruß
Demenzia

Empfohlen wurde mir kürzlich der DWS Sachwerte-Fonds. Den habe

Warum Fonds ?

Hab jemand Tipps? Und wenn es nur ist: ‚leg das Geld lieber unter die Matraze‘…

Fstverzinsliche Wertpapiere mit kurz- bis mittelfristiger Laufzeit.

Hallo,

es ist natürlich erst einmal die Frage, was Du unter „ein bißchen Geld“ verstehst. Möchtest Du eine Einmalanlage oder möchtest Du regelmäßig sparen? Möchtest Du an das Geld jederzeit rankommen oder kann es fest angelegt werden?

Ohne diese Angaben kann man Dir eigentlich keine Empfehlung geben.

Gruß

Willi

Hallo,

kann jemand etwas empfehlen, wo man, wenn man ein bisschen
Geld übrig hat, ohne Verluste ein bisschen sparen kann?

das hängt von Deinen Annahmen ab.

Meine Annahmen:

  1. Ich bin mir sehr sicher, daß sich derzeit wieder eine Blase an den Aktienmärkten aufbaut. Diese ist einerseits liquiditätsgetrieben (das Geld, das die Zentralbanken in den Markt drücken, muß irgendwo hin) und andererseits der Sorge geschuldet, daß man doch einen dauerhaften Anstieg der Kurse verpassen könnte. Je länger der Aufschwung anhält, desto wichtiger wird Grund 2.

2a. Ich gehe davon aus, daß sich die Frage der Sicherheit von Geldanlagen bei Kreditinstituten in absehbarer Zeit wieder stellen wird.

2b. Ich bin mir ziemlich sicher, daß wir erneute Diskussionen über die Bonität von staatlichen Schuldnern erleben werden.

  1. Ich schließe nicht aus, daß uns die enorm steigende Staatsverschuldung Inflation bescheren wird.

  2. Ich halte es für möglich, daß Dollar und Euro ihre besten Zeiten hinter sich haben und wir über kurz oder lang auf Währungsreformen zusteuern.

Such Dir ein Nümmerchen aus (und sei es 0.) und man könnte sich etwas überlegen.

Gruß
Christian

Antworten
… also ich bin Laie und wage keinerlei Annahmen zu tätigen.

Tatsache ist, dass ich genügend Verluste (die waren durchaus „einkalkuliert“) im letzten Jahr mit Fondsanlagen gefahren habe (nein - die habe ich mir nicht selbst ausgesucht. und ja, ich vertraue meinem Berater durchaus, möchte hier aber ein paar Anregungen aus anderer Sicht finden).

Kein Reibach bedeutet, dass das Geld lieber nicht unter der Matraze liegen soll und im positiven Fall halt etwas mehr wird. Wieviel mehr, ist mir letztlich wurscht. Nur nicht weniger.

Ob Fonds oder Sparbuch oder was es dazwischen so gibt, ist mir letztlich auch wurscht. Wie gesagt, ich hatte den Fonds empfohlen bekommen, nicht selbst danach gesucht oder gefragt.

Ich möchte keine feste Laufzeit - das Geld sollte jederzeit verfügbar sein.

Gruß und Danke
Demenzia

Der Banker will nur dein Bestes.
Und zwar dein Geld!

Wie sagte der Banker auf die Frage des Kunden, der wissen wollte ob er mit den Zertifikaten von der Lehmann-Bank Verlust machen könne: „Haha mein lieber Kunde, da müsste ja schon die Bank pleite gehen.“

Nun ja, inzwischen ist die Welt schlauer und hoffentlich auch die, deren anderer Leute Geld anlegen wollen. Aber was will der Banker machen wenn die Provision/Boni lockt und der Filialchef Umsatzvorgaben hat?

Tatsache ist, dass ich genügend Verluste (die waren durchaus
„einkalkuliert“) im letzten Jahr mit Fondsanlagen gefahren
habe (nein - die habe ich mir nicht selbst ausgesucht. und ja,
ich vertraue meinem Berater durchaus,

Für wieviel?

möchte hier aber ein paar Anregungen aus anderer Sicht finden).

Kein Reibach bedeutet, dass das Geld lieber nicht unter der
Matraze liegen soll und im positiven Fall halt etwas mehr
wird. Wieviel mehr, ist mir letztlich wurscht. Nur nicht
weniger.

Dann wirst du hier fündig http://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeldvergleich/
Alles einlagensichere Sachen.

Ob Fonds oder Sparbuch oder was es dazwischen so gibt, ist mir
letztlich auch wurscht. Wie gesagt, ich hatte den Fonds
empfohlen bekommen,

Vom guten Banker?

nicht selbst danach gesucht oder gefragt.
Ich möchte keine feste Laufzeit - das Geld sollte jederzeit
verfügbar sein.

Dann ist alles klar.

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Hallo,

Empfohlen wurde mir kürzlich der DWS Sachwerte-Fonds. Den habe
ich mir jetzt mal angeschaut und besonders sicher kommt mir -
als Laie - das auch nicht vor.

da hast du sicher recht. Wenn ich mir das Auflegungsdatum (19.10.2009) anschaue, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um ein typisches Produkt aus der Marketingabteilung der DWS handelt. Die legen Fonds nicht zwingend nach der Frage auf, was für Anleger gerade sinnvoll wäre, sondern was sich gerade am besten bei Anlegern absetzten lässt. Und der Deutschbanker muss jetzt in kurzer Zeit dafür sorgen, dass das nötige Volumen in den Fonds kommt. (So arbeiten übrigens alle Banken, nicht nur die Deutsche).

Das Anlageziel (Quelle: fondsweb.de):
Der Fonds investiert vorwiegend in Anlageformen, die weitgehend unabhängig von Geldwertschwankungen sind (Sachwerte). Sachwert-Charakter haben demnach Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle, auch Aktien, inflationsindexierte Anleihen und Sammlerwerte wie Kunst und Wein.

Grundsätzlich ist das ja keine schlechte Idee. Aber Schwankungen wird es hier auch geben. Rohstoffe, Aktien und Anleihen schwanken nun mal im Kurs. Bei Kunst und Wein dürfte es ein Liquiditäts- und Bewertungsproblem geben. Dieser Fonds entspricht also nicht dem von dir geschilderten Anforderungsprofil.
So wie Du es beschreibst, wäre wohl ein Depot bei der Bundesfinanzagentur gefüllt mit Staatsanleihen sinnvoll.

Viel Erfolg wünscht der Money-SChorsch