Wo US-Dollars wechseln?

Hi,
wer hat sich aktuell schlau gemacht, wo beim Wechseln die meisten Dollars rausspringen?
Frühere Recherchen zeigten, dass die Hausbank selten einen guten Deal bietet und auch bei Reisebank u.ä. schlägt man nicht immer den besten Kurs raus.

Wer kann Tipps für Bargeldwechsel geben?

Gibt es Unterschiede auch in Wochentagen und Tageszeiten?

Gebe zu, hört sich etwas kleinkariert an - aber schließlich zahlt man ja für die Dienstleistung des Wechselns, also warum nicht auch vergleichen?

Danke, Helge

Hallo,

wer hat sich aktuell schlau gemacht, wo beim Wechseln die
meisten Dollars rausspringen?

Sag mal, wie billig soll’s denn noch werden?

Spaßeshalber habe ich mal ausgerechnet, wieviel du bei der Suche nach dem günstigsten Wechselkurs tatsächlich sparen kannst.

Angenommen, du brauchst $250 in bar. Dann kostet dich das bei einem Kurs von $1,60 pro Euro insgesamt EUR 156,25 und bei einem Kurs von $1,50 pro Euro insgesamt EUR 166,67. Und der Kursunterschied wird wohl keine 10 Cent betragen.

Mit anderen Worten: Mit deiner Herumsucherei kannst du maximal 10 Euro sparen.

Wer kann Tipps für Bargeldwechsel geben?

Wenn du gar keine Dollars zu Hause hast: Bei der Hausbank bestellen, denn da kostet es keine Gebühren wie bei der Reisebank etc. (Zumindest bei meiner Bank nicht.)

Wenn du noch ein paar Dollar übrig hast, kannst du auch einfach in den USA am Flughafen deine EC-Karte mit Maestro-Zeichen in einen Geldautomaten stecken und Dollars abheben. Die Gebühren dafür betragen etwa EUR 5,-, dafür ist der Kurs auch etwas besser. Und vielleicht fällt der Dollar ja noch weiter, während du im Flieger sitzt. :wink:

Bei meiner USA-Reise letztes Jahr war das echt so. Ich habe das Hotel jeden Tag einzeln bezahlt, weil ich mir noch nicht sicher war, ob ich dort bleibe. Hinterher auf der Kreditkartenabrechnung habe ich gesehen, dass das Hotel jeden Tag um ein paar Cent billiger wurde :wink:

Schöne Grüße

Petra

wo US-Dollars wechseln? die zweite
Hallo Petra,
danke für die Antwort.
Hausbank hab ich keine, bin NetBank-Kunde…
Ich will keine €250 wechseln, sondern ca. 5.000, da macht Kleinvieh auch Mist.
Natürlich wird der Kurs immer besser, nur haben die Zahlen, die man in der Glotze sieht, nix mit den Wechselkursen in Banken, Sparkassen und Wechselstuben zu tun, da jeder Gebühren aufschlägt (macht bis zu 13 % aus !!!).
Da jedes Unternehmen mit anderen Zahlen arbeitet, macht ein Gebührensatzunterschied auch schon wieder einige Euros aus - warum die ausm Fenster schmeißen???

Hab eine ältere Info in net gelesen, dass die Landeszentralbank günstiger od. kostenlos umtauscht. Hat jemand dazu aktuelle Infos?

Ist da ein Banker unter euch, der ausm Nähkästchen plaudern kann?

Gruss, Helge

Hi,

bin NetBank-Kunde…
Ich will keine €250 wechseln, sondern ca. 5.000

laut Preisverzeichnis der Netbank kostet das Abheben an ausländischen Automaten mit der EC-(Maestro-)Karte 3,50 EUR, also nicht wirklich viel. Ich würde daher jeweils 1000 USD ziehen, und zwar erst dann wenn ich sie brauche, und ansonsten so oft wie möglich mit Kreditkarte zahlen. Oder halt 5000, wenn der Automat und die Karte das zulassen, was ich nicht glaube. Für Kleingeld kannst du ja zusätzlich vorher x00 USD auch als Nichtkunde eigentlich in jeder Bank holen (ggf. ein paar Tage vorher bestellen).

nur haben die Zahlen,
die man in der Glotze sieht, nix mit den Wechselkursen in
Banken, Sparkassen und Wechselstuben zu tun, da jeder Gebühren
aufschlägt (macht bis zu 13 % aus !!!).

Nun ja, die Kurse im Fernsehen sind Interbanken Spot Rates Mittelkurse. Am Schalter zahlt man den Sorten- und nicht den Devisenkurs, da sind die Spannen zwischen An- und Verkauf natürlich auch höher. Daraus 13% Gebühren abzuleiten mag aus Laiensicht nachvollziehbar sein, ist aber Kokolores. Fixe Entgelte (z.B. 5 EUR pro Tausch) darf man natürlich auch nicht prozentual einrechnen. Zudem dürfte die Sortenabwicklung ohnehin nicht kostendeckend sein. Aber natürlich sinds wieder die bösen Banken, die unverschämterweise nicht alles gratis machen :wink:

Gruß
Nils

wo US-Dollars wechseln? die dritte
Hallo Nils,
müsste trotzdem schon um die 2000 getauscht mitnehmen um ein Auto drüben zu bezahlen - wie/wo tausch ich die „am günstigsten“ (im wahrsten Sinne des Wortes) um?

Merci, Helge

Hallo Helge,

ich habe zuletzt immer bei der ehemaligen DVKB-Bank (oder heißt die heute noch so?) am Essener Hauptbahnhof getauscht (früher: Wechselstube).

Bargeld habe ich aber nur in kleinen Mengen mitgenommen, da bei Bargeld der Umtauschkurs am Schlechtesten ist. Es soll nur für die ersten Tips (Trinkgelder) reichen.

American Express Traveler Checks habe ich dann ausreichend gekauft, um diese beim Bezahlen gegen Bares „umzutauschen“. Travelers sind im Umtauschkurs, trotz der Gebühren, noch billiger, als Bargeld.

Die Kreditkarte setze ich in den USA mittlerweile fast überall ein, selbst bei Mc Donalds & Co. Der Umtauschkurs ist deutlich günstiger als bei Bargeld und kommt fast an dem Mittelwert, der immer veröffentlicht wird, heran. Aber Vorsicht! Die Banken nehmen eine „Auslandsgebühr“. Bei meiner Bank (Sparda) ist sie mit 1% recht günstig. Die meisten Banken nehmen deutlich mehr, oft das Doppelte. Sollte Deine Bank Dir sagen, dass sie diese Gebühr nicht nimmt, wird diese vermutlich in dem (dann ungünstigeren) Wechselkurs eingearbeitet sein.

Maestro (EC-Card) setze ich seit letztem Jahr anstelle der Traveler Checks ein. Du kannst fast bei jeder Bank am Geldautomaten mit dem Maestro - Zeichen damit Geld abheben. Wenn Du die Höchstsumme (ich glaube sie beträgt meistens 200 $) abhebst, sind die Gebühren (frage einfach mal bei Deiner Bank nach der Höhe - bei mir waren es 2,50 oder 3,50 € oder $) pro $ so gering, dass der Kurs + die Gebühren zwischen dem Kurs der Traveler und der Kreditkarte liegt. Da ich nur eine 4stellige Pinnummer habe, wurde meine Karte bei der Citibank nicht akzeptiert. Problemlos geht es bei „Wells Fargo“, die Du überall findest. Vorsicht bei Automaten in Hotels, da sind die Gebühren immer höher.

Du hast geschrieben, dass Du das Geld für ein Auto brauchst. Solltest Du eins Mieten wollen, so bist Du mit der Kreditkarte besser dran. Für die Kaution wird eine Kreditkarte akzeptiert. Ein (gebrauchtes) Auto würde ich nicht kaufen. Wenn Du auf den falschen Händler triffst, verbringst Du nachher mehr Zeit in Werkstätten, als das Du Urlaub machst. Für den Kurs von 2000 $ kannst Du Dir schon für 3 Wochen einen Cadillac mieten und hast noch Geld übrig, um vermutlich die ganze Zeit zu tanken.

Solltest Du noch andere Fragen haben, so stehe ich Dir gerne zur Verfügung. Nur in den Osterferien bin ich im Osten des Landes im Urlaub und weis nicht, ob ich dort die Chance habe, ins Internet zu kommen.

Gruß Frank