Wo waren all die Götter

Danke für die Bestätigung :frowning:
Hi Datafox,

Klar, dass Du es pessimistischer siehst, denn Du ignorierst,
was ich schrieb: Wenn Juden, Christen und Muslime genau das
täten, was in Ihren Schriften steht …

der eindeutige missionsauftrag von mindestens 2 religionen
dürfte genug konfliktpontential bieten. außerdem widersprechen
sich alle diese religionen logisch.

Da sieht man mal wieder an solchen Aussagen, wie wenig man sich mit jenen Heiligen Schriften beschäftigt hat…

Gruß,

Mohamed.

hi nochmal,

jetzt weiß ich du meinst. du denkst ich würde mit dem giraffensager das judentum prinzipiell von der gefahr ausschließen, als argumentation für gewalt herhalten zu können. das war nicht gemeint, sondern eher eine persiflage des vorurteils über das verkopfte judentum.

an anderer stelle schrieb ich:

„ich denke daß man aus jeder religion den aufruf zu mord und totschlag ableiten kann, zum massenmord an andersgläubigen und feinden usw. bleiben wir bei den 3 abramahitischen: jede der drei führt, installiert als ersatz für bürgerliches gesetz, direkt in eine diktatur religionsfaschistischer prägung.“

dazu stehe ich nach wie vor. hört man sich die einlassungem bestimmter (zum glück minderheiten-)parteien an, dann wirds einem angst und bange…

dazu im selben thread:

„eine welt, in der alle ihre religion als befehl verstünden, wäre nur mehr von inqusititoren, goldsteins und namenlosen suicide bombern bevölkert.“

ich hoffe das mißverständnis ist ausgeräumt?

grüße
datafox

Hallo datafox,

wenn millionen menschen glauben,

ich fürchte, Du verläßt hier das Thema.
Thema war nicht, was die meisten Anhänger der Religion glauben,
sondern was der Originaltext der Religion von den Mitgliedern erwartet.

daß millionen andere
prinzipiell (also in ihrer kompletten lebensführung) falsch
liegen, und daß es eine pflicht gibt dies mit allen mitteln zu
ändern,

Von dieser Pflicht steht aber nirgends etwas.
Vom rechten Verständnis des Missionsauftrag hat Taju schon deutlich geschrieben.
Nur noch eines dazu:
Und wenn jemand euch nicht aufnehmen noch eure Worte hören wird - geht hinaus aus jenem Haus oder jener Stadt, und schüttelt den Staub von euren Füssen.“ (Matth.10,14)

Damit dürfte jegliche Gewaltanwendung schon im Ansatz unterbunden sein.

führt das zuerst zu konflikten über macht, gebiet und
resourcen dann zu einem krieg (oder umgekehrt - konflikte über
macht, gebiet und resourcen werden über eine masse religiöser
fanatiker katalysiert).

Solche Kriege sind immer politischer Natur und haben mit der Religion gar nichts zu tun.

ganz analog zum konflikt zwischen
kommunismus und kapitalismus. eine welt, in der alle ihre
religion als befehl verstünden, wäre nur mehr von
inqusititoren, goldsteins und namenlosen suicid bombern
bevölkert. nein danke!

Das halte ich für ein gewaltiges Vorurteil.

Gruss Harald

hallo,

Damit dürfte jegliche Gewaltanwendung schon im Ansatz
unterbunden sein.

gut. hat mich überzeugt, denn das steht da (ich glaubs dir einfach mal *g*). was sagt der islam dazu?

Das halte ich für ein gewaltiges Vorurteil.

die mir bekannten religionsgesetze (ob halacha oder scharia) sind NICHT mit dem grundgesetz vereinbar. sie bieten ein komplettes handlungsfähiges rechtssystem für einen staat, das sich aber in einigen groben punkten vom gängigen weltbild unterscheidet. kurz: keiner hier würde es wollen, SO leben zu MÜSSEN. diejenigen, die so eine staatsform auf politischem wege als partei anstreben, begehen in westlichen ländern einen rechtsbruch.

gruß
datafox

Hallo Datafox,

nun das mit den giraffen war eine satire.

das war schon klar:wink:

aber es gibt mir die geschichte recht. unter allen
weltreligionen fallen islam und christentum als gewaltsame
missionare auf. unter juden fand das seit 3000 jahren nicht
mehr statt noch gibt es einen derartigen aufruf. weder hindus
noch buddhisten noch bahai haben derartige historische fakten
zu verbuchen.

Vor einer Verabsolutierung von Geschichte möchte ich grundsätzlich warnen, ihr Wesen ist schließlich die Unabgeschlossenheit.

Ich hoffe, ein fundierter Islam-Kenner wird heir die
notwendigen Differenzierungen bereit stellen…

mich interessieren taten und fakten.

dennoch wirst Du nicht
bestreiten können, daß auch im Konflikt innerhalb des Nahen
Ostens religiös motiviert argumentiert wird unter Hinweis auf
alttestamentliche Vorstellungen der Landnahme

es ist sachlich falsch zu sagen, israelische politik wäre
„religiös motiviert“. mann 90& der knesset würde dazu lachen.

Ups: Definiere „Religiös motiviert“! Vielleicht ist die überwältigende Mehrheit der israelischen Politiker nicht religiös motiviert. Aber machen sie sich nicht religiöse Motivierung zunutze? Zeigen sie in ihren Entscheidungen ausreichend deutlich, daß sie sich von religiösen Begründungen absetzen. Wir alle hier haben den unguten Zusammenhang von Religion, Politik und damit Gewalt erkannt. IN einem Fernsehinterview habe ich israelische Siedler gehört, die ihre Motivation, in ein derart gefährliches Gebeit zu zeihen und dort zu bleiben eindeutig mit ihrer jüdischen Religion begründet haben. Auch wenn die israelische Politik sich diesbezüglich zu ändern scheint: Hat man nicht auf religiöse Motive derjenigen „an der Front“ aufgebaut?

du kannst immer noch sagen, die israelis führen kriege, daher
sind juden an gewaltsamen konflikten beteiligt. das ist
korrekt. aber der grund dafür ist nicht die jüdische religion.

Ich akzeptiere das. Aber warum läßt Du das für andere Religionen nicht auch gelten: Christen/Muslime sind an gewaltsamen KOnflikten beteiligt, der Grund dafür ist nicht die christliche/islamische Religion.

hallo taju,

bitte lies mein zweites posting. da habe ich meine position besser erklärt.

aber der grund dafür ist nicht die jüdische religion.
Ich akzeptiere das. Aber warum läßt Du das für andere
Religionen nicht auch gelten: Christen/Muslime sind an
gewaltsamen KOnflikten beteiligt, der Grund dafür ist nicht
die christliche/islamische Religion.

das sehe ich anders. es gibt kriege, die tatsächlich ausschließlich religiös begründen waren (auch wenn es um andere dinge ging), zb. die kreuzzüge. die letzte jüdische eroberung zum zwecke der einjudaisierung waren glaube ich die kasaren. die kriege des staates israels sind ein territorialer konflikt, in dem eine minderheit religiös argumentiert.

gruß
datafox

Hallo datafox,

aber der grund dafür ist nicht die jüdische religion.
Ich akzeptiere das. Aber warum läßt Du das für andere
Religionen nicht auch gelten: Christen/Muslime sind an
gewaltsamen KOnflikten beteiligt, der Grund dafür ist nicht
die christliche/islamische Religion.

das sehe ich anders. es gibt kriege, die tatsächlich
ausschließlich religiös begründen waren (auch wenn es um
andere dinge ging), zb. die kreuzzüge. die letzte jüdische
eroberung zum zwecke der einjudaisierung waren glaube ich die
kasaren. Ob der Grund in einer Religion liegt oder aber ob etwas religiös begründet wird, darin sehe ich erst einmal zwei paar Schuhe:

Wenn Du Gewalt in einer Religion/Ideologie o.ä. selbst begründet siehst, dann würde das eine gewisse Zwangsläufigkeit bedeuten. Und auch wenn Deine Beispiel für einen jüdisch legitimierten Krieg länger her ist als die Kreuzzüge: Was würde es dann wirklich aussagen?
Zum Führen eines Offensivkrieges (wie die Kreuzzüge, die aber z.B. auch durch Berichte motiviert waren, daß friedliche Mönche angegriffen wurden) gehört ja immer auch mehr als eine Religion: MIttel, Macht, Menschenanzahl, Interessen (keine führt einen Krieg ohne sich einen Nutzen zu versprechen).
Ein anderes Beispiel: Auch im Namen der Demokratie und Freiheit werden, wie wir alle wissen, Kriege geführt (und auch so begründet), ist aber die Ursache des Krieges selbst die Demokratie und der neuzeitliche Freiheitsgedanke?

die kriege des staates israels sind ein territorialer
konflikt, in dem eine minderheit religiös argumentiert.

Sie tut es und andere halten dies für plausibel.
Darin liegt immer eine Gefahr, nach innen wie nach außen.
Für welche Idee oder Religion wir auch immer uns engagieren, wir sollten immer darauf achten, daß sie nicht instrumentalisiert wird (eine Lebensaufgabe, aber d.h. vielleicht auch aus der Geschichte lernen), weder von innen noch von außen.
Grüße,
Taju