Wochenendarrest für Jugendlichen

Hallo Wolfgang,

Hallo!

Aus meiner Sicht ist der Wochenenddarrest das Beste, was dem
Filius passieren konnte. Er muß unbedingt lernen,
wohlbegründete Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren.

Er wird dort eher auf Jugendliche stoßen, die mit richtig viel krimineller Energie gesegnet sind, Überfälle, Diebstahl, Körperverletzungen, Waffenbesitz, die Latte läßt sich beliebig fortsetzen.
Ich würde meine Tochter davor eher schützen, ich betrachte diese Umgangsform als eher schädlich, und setzte alles daran, dass die Strafe umgewandelt würde in sozialen Dienst oder ähnliches.

Andernfalls setzt sich das Verhalten fort und wird sich
vermutlich steigern.

Ich bin kein Schwerverbrecher geworden, obwohl ich mich in meiner Jugend renitenterweise grundsätzlich gegen alles gestellt habe, was mir vorgeschrieben wurde!

„wird sich vermutlich steigern“ ist ziemlich weit dahergeholt! Warum unterstellst du dem Jungen, dass er sozusagen, anders umschrieben, kriminell wird, wenn er nicht für 2x Mofa frisieren in den Knast muss? Wie bestraft man denn, wenn er im Laden eine Tafel Schokolade klaut? Mit Einzelhaft für 3 Jahre oder was???

Oder sprichst du aus Erfahrung und bist jetzt Schwerkriminell, weil du nicht in Ju Knast musstest für dein Frisieren?

Wir haben auch unsere Fahrräder, Mofas etc so verändert, dass sie uns Spaß machten, wurden nur nicht erwischt.
Unsere Motorräder entsprechen, sagen wir mal vorsichtig, nicht dem gängigen Gesetzesstandard.
Aber wir sind ordentliche Menschen mit gesunder Einstellung und viel Herz.

Mir fehlte diese Grenze und baute deshalb mit einem Moped mit
zulässigen 40 km/h, das aber auf fast doppelte Geschwindigkeit
frisiert war, einen Unfall - Crash mit einem Auto. Der
Autofahrer hatte zwar ein Stopschild mißachtet, aber für mich
war Bremsen bei meiner hoffnungslos überhöhten Geschwindigkeit
unmöglich. Ich erinnere mich an die Stimme eines
Schaulustigen „Vorbei, der wird nicht mehr…“ und sehe die
Situation samt aller Umstehenden. Eigentlich konnte ich gar
nichts gehört und gesehen haben, denn ich lag nach Überflug
über ein Auto mit übel lädierten Knochen, großflächigen
Abschürfungen und Kopfverletzungen besinnungslos auf dem
Pflaster. Es dauerte Monate, bis ich wieder hergestellt war
und noch heute - 40 Jahre später - spüre ich die Folgen in
einem Knie- und einem Hüftgelenk.

Und der Unfall wäre nicht passiert, wenn du mit einem normalen Mofa unterweg gewesen wärst? Quatsch mit Sauce! Der wäre genauso passiert! Und die Art und Menge der Verletzung ist nicht abhängig davon wie schnell du da reingefahren bist, sondern wie du drüberfliegst, wie und ob du abrollst, ob ein Hindernis im Weg steht und dich fängt, welche und ob überhaupt Schutzkleidung getragen, etcpp.
Ein Freund verunglückte auf diese Weise tödlich, wie du den Unfall oben beschrieben hast. Umgebracht hat ihn aber nicht der Aufprall oder das Auto, sondern der Ampelmast dahinter, um den er sich gewickelt hat! Innere Verletzungen, innere Blutungen … tot. Punkt. Mit 50 in geschl. Ortschaft.

Ausserdem hast du selbst viele Fehler gemacht, die dich fast getötet hätten. Als Motorradfahrer sucht man die Lücke, nicht das Hindernis, auf das man zufährt. Und die finde ich auch mit 160 oder etwas mehr. Lernt man heute in jeder guten Fahrschule.

Kopfverletzung??? Bist du ohne Helm gefahren?
Abschürfungen? Keine ordentliche Motorradbekleidung angehabt?

Tja, dann mach nicht andere für diese Sache verantwortlich! Wie heißt`s so schön? Erst denken, dann lenken!

Meine inzwischen fast 10-jährige Tochter fährt mit mir Motorrad, sie bekommt demnächst (zu ihrem 10. Geb.) eine eigene kleine Maschine, die auch bearbeitet wird. Zunächst wird sie abgespeckt in der Leistung, dann, wenn sie fahren kann, wieder aufgebaut. Und dann darf sie, wenn sie mag, auf Rennstrecken fahren. Wenn sie einfach nur rumstrullern will, auch ok,dann geht`s auch auf eine spezielle Strecke dafür.
Lotti ist noch klein, aber sie steigt nie (!!! Ohne Ansage!!!) ohne ihre Schutzbekleidung auf ein Motorrad, auch wenn es nur einmal die Siedlung hoch und runter geht. Und die ist komplett mit sehr gutem Helm, mit Keflar verstärkter Schutzkleidung, Motorradhandschuhen und -stiefeln.

Schützt sie nicht davor mit mir umzufallen, wenn ich Fahrfehler mache, aber schützt sie vor diesen üblen Verletzungen, die du oben beschrieben hast.

Die rote Karte zu einem früheren Zeitpunkt hätte mir vieles
erspart.

Rote Karte, will sagen Wochenende JuKnast, für solche Kleinigkeit? Finde ich, subjektiv betrachtet kleingeistig. (ist meine Meinung, keine Beleidigung, bitte nicht falsch verstehen!)

Gruß
Wolfgang

Schönes Wochende, bis Montag!

Viele Grüße
Sabine

1 „Gefällt mir“

Hallo Sabine!

Aus meiner Sicht ist der Wochenenddarrest das Beste, was dem
Filius passieren konnte.

Er wird dort eher auf Jugendliche stoßen, die mit richtig viel
krimineller Energie gesegnet sind…

Sicherlich auch das. Aber dem jugendlichen Wiederholungstäter muß klar werden, wohin die Reise führen kann. Wenn das erste Erwischtwerden nichts fruchtete und bei Fortsetzung der Ignoranz immer noch nichts deutlich Unangenehmes geschieht, verkommen Regeln zu unverbindlichen Empfehlungen, was zu fatalen Fehleinschätzungen seitens des Jugendlichen führen kann. Es passiert ja eh nichts, man macht ein betroffenes Gesicht und lacht sich hinterher kaputt.

Die Sorge des negativ prägenden Einflusses von anderen in der gleichen Einrichtung ihren Arrest verbüßenden Jugendlichen teile ich nicht. Bei langem Aufenthalt wäre „Abfärben“ sicher möglich, aber den doch nur kurzen Einblick halte ich für eher heilend. Allemal dürfte dem Jugendlichen danach klar geworden sein, daß sein Verhalten für ihn Konsequenzen zeitigt, die er nicht mehr witzig finden kann.

Den Rest Deines Postings (Ausweichen bei hohen Geschwindigkeiten, Schutzkleidung und Helm für Mopedfahrer vor 40 (!) Jahren, was man so alles in der Fahrschule lernt (praktischen Unterricht gabs damals für Klasse 5 gar nicht)), lasse ich mal unkommentiert.

Gruß
Wolfgang

4 „Gefällt mir“

Hallo,

Er wird dort eher auf Jugendliche stoßen, die mit richtig viel
krimineller Energie gesegnet sind, Überfälle, Diebstahl,
Körperverletzungen, Waffenbesitz, die Latte läßt sich beliebig
fortsetzen.

Du siehst zu oft die falschen Sender im Fernsehen!

Was sich im Wochenendarrest wiederfindet, sind glücklicherweise (noch) keine Schwerverbrecher. Das sind alles mehr oder weniger lässliche kleine Sünden, die die Leute da hin gebracht haben, und zwar im Wiederholungsfall. D.h. die erste staatliche Ansage hat offenbar noch nicht gefruchtet, also legt man mal ein Brikettchen drauf. Der Großteil der Betroffenen empfängt die Message und wird nie wieder in entsprechenden Einrichtungen gesehen, wer es nicht kapiert kommt für den nächsten Mist ganz sicher nicht mit Wochenendarrest davon.

Also cool bleiben was die Angst angeht, dass jemand durch den schlechten Einfluss der übrigen Delinquenten nach einem Wochenende als potentieller Mörder wieder raus kommt. Die anderen sind momentan alle nicht besser oder schlechter.

Und was den übrigen Blödsinn angeht, den Du hier so verzapfstkann ich nur sagen, dass einige Leute offenbar selbst erst traurige Erfahrungen sammeln müssen, um zu erkennen, dass Leistungsbeschränkungen von Motorfahrzeugen keine staatliche Willkür sind, sondern sich an klar definierten physikalischen Grenzen orientieren. Und da hört der Spaß dann ziemlich schnell auf, wenn das Moped zwar schneller als eine Rakete von 0 auf 100 beschleunigt, aber die Rollbahn eines Jumbos braucht, um wieder zum Stehen zu kommen. Die Sache endet auf dem Friedhof oder mindestens im Krankenhaus, wenn auf der Strecke dann ein anderes Fahrzeug dazwischen kommt. Und nein, es stimmt einfach nicht, dass Unfälle unabhängig von Geschwindigkeiten, Bremssystemen, Federung, … passieren. Ein TÜV-Gutachter im Freundeskreis und die zig Gutachter von TÜV, DEKRA, … die ich schon in Gerichtssälen gehört habe, erzählen täglich das Gegenteil und demonstrieren es inzwischen oft genug mit 3D-Animationen im Saal, wie ein Unfall ausgegangen wäre, wenn das Fahrzeug technisch den Bestimmungen entsprochen hätte. Eine vollkommene Vermeidbarkeit kommt dabei gar nicht so selten heraus, und wenn nicht diese, dann zumindest eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, Verletzungsfolgen vermieden zu haben.

Kopfschüttelnder Gruß vom Wiz, der nur hoffen kann, dass Töchterchen mehr Verstand hat

6 „Gefällt mir“

Hallo zusammen!

Nachbarssohn, 17 Jahre, Mofa aufgerüstet, war sauschnell, mit 80 Sachen gegen Bahnschranke, tot.

Angelika, die übrigens seit mehr als 30 Jahren Motorrad fährt.
Unfrisiert (Motorrad) und dennoch nicht langsam, und die solche Basteleien absolut ablehnt. Weil unübersehbar und lebensgefährlich nicht nur für den Fahrer, sondern auch für Andere.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Nachbarssohn, 17 Jahre, Mofa aufgerüstet, war sauschnell, mit
80 Sachen gegen Bahnschranke, tot.

Naja, wenn die Schranke zu ist, ist sie nunmal zu…
Ich wollte das Thema nur ein wenig von der spaßigen Seite erleutern, aber leider haben hier ja alle Kornflakes ohne Milch zum Frühstück gehabt.
Im übrigen ist beim Schach auch schonmal jemand gestorben.

manchmal tut es mir leid ,dass ich hier nicht mal schnell ins
Ikognito abtauchen kann und böse Wörter schreiben.

Du kannst mir ja eine E-Mail schreiben.

…hast du dem Fragendenden mit Deinem Posting irgendwie
geholfen oder geantwortet ???

Ich habe aufzeigen wollen, daß man die Sache auch von einer heiteren Seite sehen kann. Leider geht so etwas in diesem Forum nicht.

Gruß
Stinkprimel

P.S.: Dein wink mit dem Zaunpfahl: bekommst Du es nicht gebacken, meinen Namen richtig einzutippen, oder sollte es einfach nur eine kleine hilflose Beleidigung sein, weil Du mein Post nicht verstanden hast?

Hallo Lotti-lu,

Wir haben auch unsere Fahrräder, Mofas etc so verändert, dass
sie uns Spaß machten, wurden nur nicht erwischt.

Für Fahrräder kenne ich nur das Weglassen der - ach so uncoolen - Beleuchtung. Hätte euch auch noch die zweite unabhängige Bremse gestört, oder welche unesetzlichen Wege, Fahrräder zu verändern, stellst Du so an?

Viele Grüße, Karin

Hallo Lotti-lu,

Hallo Karin,

wir waren Kinder, und was man als Kinder am Fahrrad verändern konnte, haben wir auch gemacht, wie es unseren Wünschen entsprach. Z.Bsp. Licht, Schutzbleche, etc abmontieren, irgendwelches Zeug in die Speichen geklemmt, die viel Lärm gemacht haben (je mehr Lärm, desto besser … die Erwachsenen sind bald bekloppt geworden, wenn wir als Horde um die Ecke kamen). Keine Ahnung über alle Details, aber sicherlich waren die Räder nicht so verkehrstauglich wie vorgeschrieben.

Und … ich lebe auch noch.

Meine Tochter verändert gar nichts an ihrem Fahrrad, sie nutzt es einfach nur, irgendwie hat sich die Wertstellung des Teils sehr verändert, bei mir war es ein Schatz, für sie ist es ein Gebrauchsgegenstand.
Unsere Motorräder werden mitgeputzt, ihr Rad bleibt davon unberührt… schon merkwürdig.

Wir haben auch unsere Fahrräder, Mofas etc so verändert, dass
sie uns Spaß machten, wurden nur nicht erwischt.

Für Fahrräder kenne ich nur das Weglassen der - ach so
uncoolen - Beleuchtung. Hätte euch auch noch die zweite
unabhängige Bremse gestört, oder welche unesetzlichen Wege,
Fahrräder zu verändern, stellst Du so an?

Ich stelle heute überhaupt nichts mehr mit Fahrrädern an, weil ich sie nicht mehr fahre, ich hab nämlich ein Motorrad, das ich viel lieber fahre als Fahrrad :o)

Viele Grüße, Karin

Viele Grüße zurück!
Sabine

Hallo,

Hallo Wiz,

Du siehst zu oft die falschen Sender im Fernsehen!

  1. Kannst du das nicht beurteilen,
  2. und im Übrigen sehe ich selten fern und wenn, Dokus und gute Krimis.

Was sich im Wochenendarrest wiederfindet, sind
glücklicherweise (noch) keine Schwerverbrecher. Das sind alles
mehr oder weniger lässliche kleine Sünden, die die Leute da
hin gebracht haben, und zwar im Wiederholungsfall. D.h. die
erste staatliche Ansage hat offenbar noch nicht gefruchtet,
also legt man mal ein Brikettchen drauf. Der Großteil der
Betroffenen empfängt die Message und wird nie wieder in
entsprechenden Einrichtungen gesehen, wer es nicht kapiert
kommt für den nächsten Mist ganz sicher nicht mit
Wochenendarrest davon.

Dann frage ich mich, woher die ganzen kriminellen Jugendlichen kommen, über die soviel gestöhnt wird. Ich denke nicht, dass das Jugendliche sind, die von zuhause aus sofort in den Knast gingen ohne diese ganzen, ach so harmlosen Wege durch Jugendarrest etc. Und ohne, dass sie dort „obercoole“ Jug. getroffen haben, die aufzeigten, dass es noch ne Spur mehr zu erleben gibt.

Ausserdem halte ich Jugendknast nicht für „ein Brikettchen“ mehr, wie du es ausführst, sondern schon eine Kohlenschaufel voll, die nicht dem Vergehen angepasst ist, sondern völlig überzogen ist.

Also cool bleiben was die Angst angeht, dass jemand durch den
schlechten Einfluss der übrigen Delinquenten nach einem
Wochenende als potentieller Mörder wieder raus kommt. Die
anderen sind momentan alle nicht besser oder schlechter.

Als „Mörder“ vielleicht nicht, danke übrigens für die nette Unterstellung, aber sicher knüpft man dort Kontakte in Richtungen, die ich nicht haben möchte. Ladendiebstahl (als softestes Bsp.), Raub, Überfälle, Drogenkonsum, -handel, Einstieg in Szenen, die vorher völlig tabu waren, weil man entsprechende Leute nicht kannte und hier in Kontakt kam und dadurch Einstieg findet, Bandenkriminalität etcpp.
Schade, das ich dir aufzählen muss, scheinbar verstehst du von dieser Materie nicht soviel wie du selbst glaubst.

Und was den übrigen Blödsinn angeht, den Du hier so
verzapfstkann ich nur sagen, dass einige Leute offenbar selbst
erst traurige Erfahrungen sammeln müssen, um zu erkennen, dass
Leistungsbeschränkungen von Motorfahrzeugen keine staatliche
Willkür sind, sondern sich an klar definierten physikalischen
Grenzen orientieren.

Ich muss dich korrigieren. Mein Motorrad entspricht nicht mehr, nur so als Beispiel, seinem technischen, vom Werk vorgegebenen Standard, auch nicht mehr den vorgeschriebenen gesetzlichen. Es ist besser! Denn es wurden nicht nur die Leistungen meinen Wünschen angepasst sondern auch das dazugehörige Equipment. Und das entspricht dem gängigen Muster. Du scheinst kein Motorradfahrer zu sein, sonst wüßtest du, dass du von seriösen Händlern, welche dir z. Bsp. Tuningteile verkaufen oder umbauen, auch entsprechende Bremsen, Fahrwerkskomponenten wie Stoßdämpfer, Lenkungsdämpfer, Vorderradgabel und Hinterradschwinge etc empfohlen bekommst. Die Einstellungen werden über die Testfahrten genauestens präzisiert, was mit herkömmlichen, werksmäßigen Anbauteilen nicht passiert. Die Komponenten sind qualitativ nicht vergleichbar zu Serienbau, sondern so hochwertig, das du sie für sehr teures Geld kaufen musst. Die Umbauteile an meinem Motorrad haben einen Gegenwert eines Motorrades kleinerer Klasse.
Und glaubst du wirklich ernsthaft, ich wäre meinem Geld so böse, dass ich es durch minderwertige Bremsen oder anderer minderwertiger Sicherheitskomponenten wegwerfe? Das wäre dumm.
Und auch Jugendliche , welche Mopeds etc umbauen, haben ihr Geld nicht so dicke, dass sie solche Sachen grundsätzlich ausser acht lassen. Und wenn ich weiß, das Filius umbaut, dann kann ich darauf hin arbeiten, dass an solche Sachen auch gedacht wird, diese durch Eigenkauf fördere, unabhängig davon, wie das Teil umgebaut wird.
Ja, auch wenn ich damit sein Tun „fördere“. Denn er wird das Teil sowieso umstricken. Und auch wenn er das nicht tut, würde ich solch ein Gefährt auf Sicherheit tunen, also entspechende Teile kaufen oder umbauen lassen. Denn diese Teile sind vom Werk her eher niedrigster Standard, erst recht bei Billiggefährten.

Und da hört der Spaß dann ziemlich

schnell auf, wenn das Moped zwar schneller als eine Rakete von
0 auf 100 beschleunigt, aber die Rollbahn eines Jumbos
braucht, um wieder zum Stehen zu kommen.

Schon klar! *kopfschüttel*

Die Sache endet auf

dem Friedhof oder mindestens im Krankenhaus, wenn auf der
Strecke dann ein anderes Fahrzeug dazwischen kommt. Und nein,
es stimmt einfach nicht, dass Unfälle unabhängig von
Geschwindigkeiten, Bremssystemen, Federung, … passieren.

Das habe ich auch nie behauptet. Lies mein Posting richtig, bevor du beleidigend wirst und falsche Aussagen voraussetzt.

Bezogen auf den beschriebenen Unfall von Wolfgang sind die Auswirkungen durchaus aus Fahrfehlern und falschen Reaktionen abzuleiten, das sind klassische Verletzungen und auch ein klassischer Unfall, aus Fahrfehlern heraus entstanden, und dass mein lieber Wiz, ist auch nachweisbar!
Und wie du aus Wolfgangs nachfolgendem Posting lesen kannst, habe ich richtig gelegen, was nicht daher rührt, dass ich Gutachterin bin (was nicht so ist) sondern erfahrene Motorradfahrerin.
Diese Unfallfolgen kannst du jedem Fahrlehrer, Gutachter oder wem auch immer mit dem Thema Vertrauten vorlegen, er wird dir das bestätigen können.

Ein

TÜV-Gutachter im Freundeskreis und die zig Gutachter von TÜV,
DEKRA, … die ich schon in Gerichtssälen gehört habe,
erzählen täglich das Gegenteil und demonstrieren es inzwischen
oft genug mit 3D-Animationen im Saal, wie ein Unfall
ausgegangen wäre, wenn das Fahrzeug technisch den Bestimmungen
entsprochen hätte. Eine vollkommene Vermeidbarkeit kommt dabei
gar nicht so selten heraus, und wenn nicht diese, dann
zumindest eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit,
Verletzungsfolgen vermieden zu haben.

Ein Gutachter, nur so nebenbei erwähnt, erzählt dem Gericht genau das, wovon er im Sinne des Auftraggebers überzeugt ist.
Ich kann 5 Gutachter beuaftragen, im Kern sagen sie das Gleiche aus, aber werden es meinen Vorstellungen nach interpretieren, auch nach eigenen Erfahrungen.
Ein Gutachter, der mit Motorrädern, Rennstrecken etc. vertraut ist und diesen Sport mag, wird anders begutachten als einer, der Motorradfahrer nicht mag und/oder selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wir haben über das Thema über das Wochenende viel diskutiert, mit Freunden (Motorradfahrern, Eltern, einer Anwältin und auch mit einem Gutachter).

Fazit war, dass es natürlich falsch ist, ein Fahrgerät technisch so zu verändern, dass die Leistung nicht mehr der Fahrtauglichkeit entspricht. Mit entsprechender technischer Veränderung im Sicherheitsbereich aber nicht das Problem.

Klar ist auch zu sagen, dass wir nach den Diskussionen etwas nachdenklicher an die Sache gehen, was das Leistungstuning betrifft. Denn nur mit entsprechender Erfahrung ist ein solches Gefährt sicher zu führen. Und die hat ein Jugendlicher nicht.
Auch wir können persönlich betroffen werden durch einen Unfall mit einem Jugendlichen der mit einem Teil unterwegs ist, dass er nicht beherrscht. Auch wir können vom Blitz getroffen werden oder unser großer, dicker, alter Baum kann umfallen und uns im Schlaf erschlagen. (Soll ich den jetzt besser fällen???)

Ich halte die gesetzlichen Vorgaben in vielen Bereichen des Straßenverkehrs durchaus für überholt und anpassungswert.
Aber das ist eine allgemeine Disskussion, die hier nicht hingehört und auch den Rahmen sprengen würde.

Aus meinem früheren Posting geht hervor, dass ich den Jugendlichen durchaus verstehen kann, weil es auch in meiner Jugend gängige Methode war (und wer das abstreitet lügt! :o)).
Nichtsdestotrotz bin ich auch der Meinung, dass er eine angemessene Strafe verdient hat, wie wärs mit Sozialstunden (z.Bsp. in einem Krankenhaus/Rehaeinrichtung helfen, wo Unfallopfer behandelt werden?)? Das halte ich für viel zuträglicher und lehrreicher als Knast!
Nacharbeit ist wichtig, damit die Erlebnisse auch was nützen und nicht als lästiges Beiwerk empfunden werden.

Wer meint er muss was ungesetzliches tun und wird erwischt, muss auch dafür einstehen. Keine Frage, aber die Art und Weise sollte schon angemessen sein!
Und das ist sie meiner Meinung nach in diesem Fall nicht.

Kopfschüttelnder Gruß vom Wiz, der nur hoffen kann, dass
Töchterchen mehr Verstand hat

Mehr Verstand als wer? Mehr als du? Kann ich nicht beurteilen, aber ist wünschenswert. Mehr als ich? Ja, auch das gern, wenn es ihr im Leben hilft!

Mit freundlichem Gruß
Sabine

Hallo Sabine!

Hallo Wolfgang,

Er wird dort eher auf Jugendliche stoßen, die mit richtig viel
krimineller Energie gesegnet sind…

Sicherlich auch das. Aber dem jugendlichen Wiederholungstäter
muß klar werden, wohin die Reise führen kann. Wenn das erste
Erwischtwerden nichts fruchtete und bei Fortsetzung der
Ignoranz immer noch nichts deutlich Unangenehmes geschieht,
verkommen Regeln zu unverbindlichen Empfehlungen, was zu
fatalen Fehleinschätzungen seitens des Jugendlichen führen
kann. Es passiert ja eh nichts, man macht ein betroffenes
Gesicht und lacht sich hinterher kaputt.

Ich stimme dir zu. Aber die Strafe sollte dem Vergehen angemessen sein, und in diesem speziellen Fall halte ich sie nicht für angemessen sondern für völlig überzogen. Sozialstunden, z.Bsp. in einer Rehaklinik für Unfallopfer fände ich für angemessener und der Sache dienlicher.

Die Sorge des negativ prägenden Einflusses von anderen in der
gleichen Einrichtung ihren Arrest verbüßenden Jugendlichen
teile ich nicht. Bei langem Aufenthalt wäre „Abfärben“ sicher
möglich, aber den doch nur kurzen Einblick halte ich für eher
heilend.

Ich denke da anders. Manchmal reicht schon aus, dass die Kids sich sehen, cool oder was auch immer finden und daraus entsteht ein Kontakt, der durchaus länger als mir lieb ist, halten kann.

Meine Kleine betrachtet jedes Mädchen als Freundin, mit dem sie eine Woche Reiterferien verbracht hat…
Bei Jugendlichen ist das nach meiner Erfahrung mit meiner inzwischen 19 - Jährigen auch nicht viel anders, hat nur eine andere Qualität.

Den Rest Deines Postings (Ausweichen bei hohen
Geschwindigkeiten, Schutzkleidung und Helm für Mopedfahrer vor
40 (!) Jahren, was man so alles in der Fahrschule lernt
(praktischen Unterricht gabs damals für Klasse 5 gar nicht)),
lasse ich mal unkommentiert.

Ok, ich ziehe den Kopf ein und schäme mich ein bißchen … :o)

Gruß
Wolfgang

Grüße zurück!
Sabine

Hallo Lotti-lu,

Z.Bsp. Licht,

das ist tatsächlich nicht nur ungesetzlich sondern auch gefährlich. Keiner kann sagen: Ich fahre halt nicht im Dunkeln.

Schutzbleche,

das kann nur die für das Waschen der Klamotten zuständigen ärgern.

etc

etc. kenne ich nicht, wie gesagt, wenn Bremsen abmontiert werden, wird es wieder ungesetzlich. Bei anderen Teilen wird das Fahrrad ggf. unbrauchbar, aber ich weiß ja auch nicht, was ihr für Räder hattet.

abmontieren,

irgendwelches Zeug in die Speichen geklemmt, die viel Lärm
gemacht haben (je mehr Lärm, desto besser … die Erwachsenen
sind bald bekloppt geworden, wenn wir als Horde um die Ecke
kamen).

Mönsch müsst ihr langsam gefahren sein, dass euch sowas nicht spürbar ausgebremst hat.

Keine Ahnung über alle Details, aber sicherlich waren
die Räder nicht so verkehrstauglich wie vorgeschrieben.

Wie gesagt, ohne Licht schon mal nicht, ansonsten sind die Vorschriften für Fahrräder nicht so besonders.

Und … ich lebe auch noch.

Welch ein Glück für Dich.

Ich stelle heute überhaupt nichts mehr mit Fahrrädern an, weil
ich sie nicht mehr fahre, ich hab nämlich ein Motorrad, das
ich viel lieber fahre als Fahrrad :o)

Hm, ich finde, dass es in der Großstadt kein praktischeres Alltagsgefährt gibt als ein Fahrrad. Da scheint Deine Tochter auch einen ganz gute (und in meinen Augen die coolere) Einstellung zu haben.

Und warum die Nutzung von Fremdenergie mehr Spaß macht als sich wirklich selber bewegen, das hat mir auch noch keiner so richtig schlüssig erklären können.

Aber jetzt Schluss mit dem Thema, bevor uns die MODs rausschmeißen.

Gruß, Karin