Wodurch wird Auflösung eines MRT begrenzt?

Hallo,
bei einem Magnetresonanztomographen wird ja die Änderung der Magnetfeldstärke gemessen.
Was begrenzt nun die Auflösung?
Es werden schließlich keine elektromagnetischen Wellen zum Messen gebraucht(höchstens zum Anregen) und die Änderungen im Magnetfeld hängen doch nur von der Messtechnik ab, wie genau man hinsehen kann, oder?

Bei elektromagnetischen Wellen begrenzt ja ein physikalischer Effekt die Auflösung und nicht die Messtechnik.

Wie ist das beim MRT?

Vielen Dank
Gruß
Tim

Hallo Tim,

bei einem Magnetresonanztomographen wird ja die Änderung der
Magnetfeldstärke gemessen.

das kann man grob so sagen

Was begrenzt nun die Auflösung?

das Messinstrument/Messmittel definiert die „Auflösung“. Bedenke aber auch die Software und Hardware die diese Informationen verarbeiten muss, um diese dann anzuzeigen. Dafür gibt es z.B. geeichte Spezialmonitore (Befundungsmonitore). Diese stehen an speziell für diesen Zweck geschaffenen Befundungsplätzen, wo z.B. Licht und die sonstige Umgebung entsprechend passen muss. Dafür gibt es Vorschriften/Richtlinien und DINs.

Es werden schließlich keine elektromagnetischen Wellen zum
Messen gebraucht(höchstens zum Anregen)

nun ja, gebraucht werden sie schon. Was willst du sonst messen?

und die Änderungen im Magnetfeld hängen doch nur von der Messtechnik ab,

nö, die Änderungen hängen vom „durchleuchteten“ Körper und dessen physikalischen Beschaffenheit ab.

wie genau man hinsehen kann, oder?

oder -> versuche mal Blei, Kupfer, Eisen, Holz, Plastik, einen menschlichen Körper etc. zu „durchleuchten“…

Bei elektromagnetischen Wellen begrenzt ja ein physikalischer
Effekt die Auflösung und nicht die Messtechnik.

was meinst du?

Wie ist das beim MRT?

es ist vergleichbar mit einer Digitalkamera, je mehr Pixel vom Sensorchip verarbeitet werden können, desto höher die Auflösung.

Ob und wie man dann diese Information auch weiterverarbeiten kann, hängt von der nachgeschalteten Hard- und Software ab.
Die heutigen Sensoren ermöglichen ein vielfaches der hinterher angezeigten Ergebnisse. D.h. wir haben (noch) nicht die Hardware, um alle Informationen überhaupt verarbeiten zu können.

Was ist denn deine eigentliche Frage?

Grüße aus Schönberg (Lübeck)
Wolfgang
(Netwolf)

Es gibt folgendes Problem.
Die Quantenmechanik sagt, dass man nicht unendlich genau etwas auflösen kann.
Bei elektromagnetischen Wellen ist es ja so, dass die Wellenlänge die Auflösung beschränkt, siehe das Lichtmikroskop.
Ab einer gewissen Auflösung bleibt das Bild unscharf, obwohl die Linse theoretisch genauer Abbilden könnte.

Jetzt hab ich mir so gedacht, weil man beim MRT nicht die elektromagnetische Strahlung für direkte Messung verwendet, sondern die Änderung im Magnetfeld, eigentlich beliebig genau hinschauen kann, je nachdem, wie die Messtechnik es zulässt.
Das wäre doch aber ein Widerspruch zur Quantenmechanik, die besagt, dass man unabhängig von der güte der Messtechnik, nicht beliebig genau etwas auflösen kann.

Deshalb, wo macht sich die Unschärfe beim MRT bemerkbar?

Moin,

Änderungen eines Magnetfeldes sind genau das: elektromagnetische Strahlung

Gruß,
Ingo

Es gibt folgendes Problem.
Die Quantenmechanik sagt, dass man nicht unendlich genau etwas
auflösen kann.

du hast den üblichen Nachsatz vergessen:
… nach heutigem Stand der Wissenschaft und Technik!
Man glaubte auch mal, dass die Erde eine Scheibe sei.

Daher sehe ich in der Aussage kein Problem.

Bei elektromagnetischen Wellen ist es ja so, dass die
Wellenlänge die Auflösung beschränkt, siehe das
Lichtmikroskop.

die Wissenschaft kann nur etwas messen, wenn Sie ein Messgerät hat, das das Gemessene auch darstellen kann = das gewünschte Ergebnis liefert. Der Messbereich und das Messverfahren, sowie die spätere Darstellung begrenzen die Messung, mal abgesehen von der Sehschärfe des Betrachters.

Habe ich ein Thermometer, das nur bis 40° C messen kann, bedeutet es nicht, dass es nicht auch höhere Temperaturen gibt.
Ich kann sie nur nicht mit diesem Thermometer messen. Ich benötige ein anderes mit einem anderen Messbereich.

Ab einer gewissen Auflösung bleibt das Bild unscharf, obwohl
die Linse theoretisch genauer Abbilden könnte.

wer sagt denn, dass ich immer alles sehen muss?
habe ich meine Brille vergessen, sehe ich auch alles unscharf.

Jetzt hab ich mir so gedacht, weil man beim MRT nicht die
elektromagnetische Strahlung für direkte Messung verwendet,
sondern die Änderung im Magnetfeld, eigentlich beliebig genau
hinschauen kann, je nachdem, wie die Messtechnik es zulässt.

wie schon gesagt wurde: ein elektro-magnetisches Feld.

Das wäre doch aber ein Widerspruch zur Quantenmechanik, die
besagt, dass man unabhängig von der güte der Messtechnik,
nicht beliebig genau etwas auflösen kann.

man hat früher auch nicht auf die „Regeln“ gehört und festgestellt dass die Erde rund ist.

Deshalb, wo macht sich die Unschärfe beim MRT bemerkbar?

im Auge des Betrachters (mit oder ohne Brille) beim Betrachten der JPG-Bilder auf einem Monitor der längst (noch) nicht die Auflösung hat, die nötig wäre.

Die Auflösung eines MRT werden wir mit bloßem Auge nie erreichen. D.h. aber auch: wir werden das künstlich Sichtbare nie verifizieren können. Größere Unschärfen ergeben sich durch die Weiterverarbeitung der Informationen. Diese ergeben sich ab einer Auflösung von 1x1 Pixel.

Wenn also eine physikalische Unschärfe bei 1 Terra x 1 Terra Pixel auftreten sollte, ist das zu vernachlässigen und nicht relevant.

btw wie misst man Quanten, die z.Z. kleinsten Teile die es geben soll?
Ich kann mich noch erinnern, als es hieß, Atome sind die kleinsten (messbaren) Teile die es gibt…

Wissenschaft ist: das Erreichte immer in Frage zu stellen und weiter zu forschen.

Deine Frage sollte lauten: wie ungenau/unscharf sind die Darstellungsmittel (Monitor/Foto-Film/Drucker etc. pp.)?
Sehen wir wirklich dass, was da gemessen wurde? Was wird bei der Umwandlung in für uns Menschen sichtbare Daten alles verändert/manipuliert damit wir sehen, was wir sehen wollen?

Grüße aus Schönberg (Lübeck)
Wolfgang
(Netwolf)