Wofür lohnt es sich zu leben?

Das Leben sollte doch aus min. 50:50 schönen Zeiten : schlechten Zeiten bestehen. Was wenn 99% der Zeit bescheiden ist?

Ich sehe schon seit langem keinen Sinn in meinem Leben. Habe in den letzten Jahren schon vieles (u.a. Fachbücher gelesen, diverse ‚Hobbies‘ und Sportarten, Psychotherapie, etc.) ausprobiert, aber ich finde nichts das mir kontinuierlich FREUDE macht. Sterben stelle ich mir wunderbar vor, keine Panik mehr vor dem Aufstehen, keine ‚grundlosen‘ Weinatacken, nie mehr allein sein, keinen Leistungsdruck, kein Lächeln mehr wenn einem eigentlich zum Heulen zumute ist, etc.

Hallo liebe Unbekannte :smile:

liest sich sehr traurig, was Du schreibst… Lass mich noch etwas mehr wissen:

  • bei was für einem Psychologen bist Du gewesen? (Was steht auf dem Türschild bzw was für eine Methode hat die Person angegeben, womit sie arbeitet? z.B. „Verhaltsntherapie“ oder „Kognitive Therapie“ oder irgendetwas mit „…Analyse“ oder etwas wie „Tiefenpsychologisch fundierte …“. Es wäre wichtig die genaue Methode zu kennen. Da gibt es nämlich einen recht üblen Pferdefuss… gerade dort wo man echte Hilfe erwartet und nicht noch auch dort sich vergewissern und absichern möchte…

  • Bist Du rein körperlich in etwa gesund?

  • Hast Du Freunde?

  • Familie?

  • Arbeit?

  • Alter?

  • Fährst Du in den Urlaub, machst Du das alleine oder zusammen mit jmd?

  • Bist Du religiös?

Erzähl mir einfach ein bisschen, ich werd Dir auch was sagen können.

liebe Grüsse,
Gida

Merkst du nicht, dass du es selbst bist, der dir das Leben so trübe gestaltet? Es sind deine eigenen Entscheidungen, die dein Leben lenken. Wieso lächelst du, wenn du weinen willst? Wieso ergibst du dich dem Leistungsdruck, wenn es dir doch freisteht, dich auf die Faule haut zu legen, wenn dir danach ist. Es passiert übrigens nichts ohne Grund IN dieser Welt. Kausalität ist mein Beleg. Wieso Panik vor dem Aufstehen? Weil du wieder nur das Schlechte siehst, auf das du morgen wieder zugehen wirst, obwohl du ihm ausweichen, oder gar in eine ganz andere Richtung entschwinden könntest?

Du hast immer eine Wahl; du bist immer frei zu tun, was möglich ist; nur solltest du dafür das volle Spektrum deiner Möglichkeiten sehen.

Die Freude kommt, wenn man sie am wenigsten erwartet. Folge deinem Herzen; versuche, das Beste aus dem Moment zu machen und du wirst die Freude finden; früher oder später; aber mach dir darüber mal keine Gedanken.

Außerdem ist Freude nichts, was je von langer Weile ist, sonst wäre es ja auch nichts Besonderes. Du wirst allem eher früher als später mal überdrüssig. Deswegen brauchst du Abwechslung.

für dich ist das leben eine reine wahrscheinlichkeits sache, du kannst es nicht vorherbestimmen, aber du kannst wahrscheinlichkeiten erniedrigen und erhöhen.
von nichts kommt nichts und nur wer etwas versucht, kann überhaupt etwas erreichen.
und wenn man probiert, dann ist die frage, wie bedacht man dabei vorgeht, um die wahrscheinlichkeit auf erfolg möglichst hoch zu halten.

Doch vergiss nicht deine wahre Freiheit und deine Möglichkeiten.

wer sagt dir, dass 50% deines Lebens schön sein sollte?
bei 99% bescheidene zeit gibt es mehr als 3 Tage im Jahr, an denen du dich gut fühlst, oder? was passiert da?
Chris

Bitte schreibe mir doch einmal per Mail, magst Du, selber stecke ich gerade auch in einer großen Krise, weiß noch nicht, wie ich die bewältigen kann und soll.
Meine Mail-Adr. [email protected]
Herzlichst Evelin

ich habe deine anfrage bekommen. ich weiss leider nicht ob ich die richtige bin, weil es mir genauso geht wie dir. auch ich bin in behandlung und trage mit mir die gleichen gedanken rum. bis mich vor kurzem eine zeugin jehovas angesprochen hat. ich bin angefangen die bibel zu studieren und kann jetzt viele dinge besser verstehen. frueher habe ich ueber die gelacht aber es geht mit inzwischen von mal zu mal besser. ich empfehle dir einfach unverbindlich mal einen saal in deiner naehe aufzusuchen, hoer dir einfach mal an ueber was da so gesprochen wird. es lohnt sich. einen anderen rat kann ich dir nicht geben. ich wuensche dir alles alles gute, pass auf dich auf .

Wir leben um zu sterben. Das klingt zynisch - ist aber so. Wir haben eine unsterbliche Seele und bevor diese inkarniert, werden ihr all die Probleme und Leiden gezeigt und dann entscheidet sie sich freiwillig auf die Erde zu kommen um die Seele weiter zu entwickeln und reifer in die ewige Heimat zurück zu kehren. Unsere Bestimmung ist die Vereinigung mit Gott. Die Aufgabe ist Gott im Herzen (göttlicher Funken) zu finden, nach seinen Geboten zu leben und sich immer mehr zu vergeistigen. Mit der Spaßgesellschaft und allen möglichen Vergnügungen kommen wir spirituell nicht weiter. Es gibt gute Bücher, die einem weiter helfen. Für den Anfang reicht die Natur, wo wir auch Gott begegnen.
Habe letzten Winter eine Zeit lang täglich dem Papst einen Brief geschrieben, der eigentlich Suchenden helfen soll: www.briefeandenpapst.npage.de
Die Religionszugehörigkeit ist nicht so wichtig, wichtig ist vielmehr, dass man Gott findet und mit seiner Hilfe die Wahrheit und den inneren Frieden findet.
Ich wünsche ihnen viel Glück und Segen und verbleibe mit freundlichen Grüssen
Traudy Rinderer, Hohenems, Österreich

ich habe geantwortet

Hmmm das kenne ich aber ihrgendwie hält mich der gedanken daran was währe wenn ich nicht mehr da bin…