Meine Mutter, die über 100km von mir entfernt wohnt, kommt mit ihrer Rente nicht klar. Sie hat eine sehr geringe Rente und hat trotz Hilfe vom Sozialamt gerade mal 150 € zum Leben. Dabei hat sie nur ihre Miete mit Nebenkosten bezahlt. Von den 150€ gehen noch Heizkosten, Telefon und Raten ab. Da muss ich glaube ich nicht schreiben, wie sehr sie knappsen muss.
Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass ihr noch mehr zusteht… Wohin kann sich meine Mutter denn wenden? Gibt es Behörden, Einrichtungen, etc. in der sie beraten werden kann, was ihr alles zusteht?
Hallo,
leider kann ich Dir nicht weiterhelfen. Mir scheint dies sehr wenig, denn es gibt doch einen Mindestsatz, der bei ca. 800,-- € liegt. Und wenn die rente nicht so hoch ist, könnte doch Deine Mutter Hartz 4 beantragen.
Grüße
Hallo,
in der Reichweite des Wohnortes deiner Mutter sollte es eine Sozial- und Lebensberatungsstelle der Diakonie oder der Caritas geben. Diese Stellen arbeiten konfessionsunabhängig und verfügen über ausgebildete Fachkräfte für das von Dir beschriebene Problem. Informiere dich auf den Internetseiten dieser beiden Wohlfahrtsverbände in deiner Kommune, bzw. dem dazugehörigen Landesverband.
Zuständig wäre auch eine kommunale Seniorenberatungsstelle.
Hallo,
in jeder Stadt oder Gemeinde gibt es die sogenannten ehrenamtlichen Versicherungsältesten, die für die Deutsche Rentenversichtung tätig sind. diese beraten Menschen in allen Fragen rund um die Rente und haben sicher auch Tips, wo noch was zu holen ist.
Außerdem gibt es noch die Rentenberater. Das sind in der Regel Kanzleien, die Beratungen rund um Rente und Versicherungen (Pflege etc. ) durchführen.Ob die und was die kosten, entzieht sich meiner Kenntnis. aber es lohnt sich, nach einer pro bono Beratung nachzufragen (im sinne einer kostenlosen Rechtsberatung).
Hallo,
dein Fall ist kniffelig und es fehlen ein paar Informationen. Bekommt deine Mutter Harz IV? Oder eine andere Sozialleistung? Möglicherweise ist die Miete über dem vom Amt zugesicherten Satz, das kann dazu führen, dass mit dem Argument sie könne ja umziehen nur der Grundsatz gezahlt wird, der Rest geht von den Sozialleistungen weg. Somit könnte der niedrige Betrag entstehen. Ob das fair ist wird dabei nicht wirklich beachtet.
Das Sozialamt hat eine Auskunfts- und Beratungspflicht. Somit wäre der erste Weg zur Überprüfung der Gang zum Sozialamt. Je nach Ergebnis würde ich dann nach unabhängiger Beratung suchen die den konkreten Fall anschauen, zum Beispiel durch einen spezialisierten Anwalt oder Vereine vor Ort.
Hallo Frau Gees,
Ihre Mutter kann sich an die Seniorenberatung ihres Wohnortes wenden und den Leistungsbescheid des Sozialamtes überprüfen lassen z.B. ob die Miete in voller Höhe berücksichtigt wird, ob die Ansprüche auf Wohngeld und Grundsicherung (einschl. Prüfung eines Mehrbedarfes) geprüft und richtig berechnet sind und ob eine Befreiung von der Rundfunkgebühr möglich ist. Darüber hinaus gibt es in vielen Orten die Möglichkeit gegen geringes Entgelt Nahrungsmittel und Mittagstisch zu erlangen.
Mit freundlichen Grüssen
Ingrid Nockenberg