Woher die Motivation für Diplomarbeit?

Hallo alle zusammen!
Also ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit (oder auch nicht) und meine Motivation dafür weiterzuarbeiten geht gegen null. Ich hasse es einfach nur diese Arbeit schreiben zu müssen. Am Anfang war ja noch ein gesundes Interesse dabei, aber jetzt fehlt mir wirklich jegliche Motivation weiterzumachen.
Würd mich mal interessieren wie ihr solche Krisen überwunden habt? Vielleicht habt ihr auch ein paar Tipps um sich selber wieder zum weitermachen zu bewegen.
Wäre euch wirklich dankbar für jeden Tipp.

Danke und euch noch einen schönen Abend

Regina

hmm… vielleicht einfach auf den Kalender schauen, wo der Abgabetermin eingetragen ist :smiley:

ansonsten ist motivation oft stark themenabhängig - weshalb ich nach wie vor die Meinung vertete, das Thema einer DiplArb muss einem zusagen :expressionless:

wärst du vielleicht geneigt, das Thema zu nennen?
vllt fällt mir (und anderen?) ja dann mehr ein :smile:

mfg

Hallo Regina,

mir ist das auch nach einem Anfangs-Energie-Schub wahnsinnig schwer gefallen. Etwas geholfen haben zwei Strategien:

  1. Man hat i.d.R. ja relativ viel freie Zeit eingeplant, um die Arbeit zu schreiben. Ich habe mit mir selbst vereinbart, dass ich diese Zeit wenn schon nicht zum Schreiben, dann doch für nützliche Tätigkeiten rund um den Haushalt nutze. Nachdem die Badfugen mit der Zahnbürsten gereinigt, alle Blusen gebügelt, die Küchenschränke grundgereinigt und alle Bücher alphabetisch sortiert waren, blieb nur noch Keller entrümpeln oder Arbeit schreiben. Da sah dann die Diplomarbeit gar nicht mehr so schlimm aus.

  2. Bildlich vorstellen, wie man den Freunden/ Eltern/ Kommilitonen erklärt, dass man leider nicht in der Lage war, die Arbeit fertigzustellen.

Beide Strategien haben mich nicht davon abgehalten, den allergrößten Teil der Arbeit in den 5 Tagen und 5 Nächten vor Abgabe zu schreiben, sie morgens um 4:00 zu drucken und um 11:58 abzugeben -schweißgebadet und am Ende meiner Kräfte. Das ist bestimmt nicht die optimale Herangehensweise, aber wenn der Druck groß genug ist, entdeckt man ungeahnte Reserven…

Viel Erfolg

Ramona

Hallo Regina

Mir helfen da zwischendurch solche Überlegungen wie:
Ohne Diplom-Arbeit kein Diplom
Ohne Diplom keine adäquat bezahlte Arbeit
Ohne Arbeit und Geld fühlt man sich nicht so dolle

Und dann
guck ich mir nochmal die alten Freunde an, die KEINEN Abschluss in irgendwas haben und wie sie rumhängen und mit 57 Jahren ohne Wohnung, ohne Beziehung, ohne Beruf in der Kälte Tabletten schlucken

Und dann
würd ich einfach weitermachen mit der Diplom-Arbeit

Gruß,
Branden

Hi Regina!

Ich kann da jetzt gar nicht unbedingt mitreden, weil meine Diplomarbeit (zu 95% fertig) mir immer super Spßaß gemacht hat! Ich hatte aber auch das Glück, kein Abgabedatum zu haben und habe mir so nun ein gutes halbes Jahr dafür gegönnt. Zu deinem Motivationstief fällt mir nur ein: falsches Thema? Kannst du das selbst wählen? Wenn ja und du noch nicht so weit bist, such dir was spannendes aus (ich hoffe du studierst nicht Physik oder so ;o) ), etwas was du selber gern erforschen möchtest!
Ansonsten schließe ich mich Branden an, motivier dich, in dem du dir einen schönen, gut bezahlten Beruf vorstellst. Und was mir auch immer sehr hilft: Kontakt zu anderen Diplomant/innen. Sich stolz fühlen, weil man schon weiter ist und sich Hilfe holen, weil jemand anders schon weiter ist.
Köofchen hoch, das schaffst du schon! Tschakkkkaaaaa!
Schmusedecke

Moin Regina,

wie weit bist Du denn? Meine Ma sagt immer: Kommst Du über den Hund, kommst Du auch über den Schwanz. Soll heißen: Das Schlimmste ist schon geschafft! Du bist scheinfrei, Du hast Dir ein Thema gesucht, Du hast schon etwas darüber gelesen, Du hast schon eine erkenntnisleitende Fragestellung, Du hast schon Thesen aufgestellt, Du hast schon eine Gliederung…

Mach Dir einen Plan, was Du noch machen musst, um fertig zu werden. Mal Dir eine Zeitschiene und trag die einzelnen Arbeitpakete darauf ein. Prüfe regelmäßig, ob Du im Rahmen bist. Und vergiß die Belohnungen nicht! Wenn Du Dein Tages-/Wochen-/Monatspensum geschafft hast, belohne Dich. Mach etwas, was Dich fröhlich macht.

Außerdem hat mir geholfen zu meinem Betreuer zu gehen. Nach solchen Gesprächen war ich immer inspiriert und motiviert.

Und such Dir Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind. Verabrede mit ihnen, was ihr z.B. in einer Woche fertig haben wollt. Das motiviert gegenseitig.

Und stell Dir vor, wie schön es ist, wenn Du die Diplomarbeit fertig hast (wie ist es bei Dir hast Du die Examens-Prüfungen schon hinter Dir, oder kommen die noch?). Ist die Vorstellung, dass Du endlich die Abende und Wochenenden frei hast, nicht wundervoll?

Drücke Dir ganz doll die Daumen!!
Viele Grüße Stefanie

Hallo Regina,

eine Menge Motivationstipps hast Du ja schon erhalten.

Ich möchte noch einen anderen Aspekt einbringen:

Also ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit (oder auch
nicht) und meine Motivation dafür weiterzuarbeiten geht gegen
null. Ich hasse es einfach nur diese Arbeit schreiben zu
müssen. Am Anfang war ja noch ein gesundes Interesse dabei,
aber jetzt fehlt mir wirklich jegliche Motivation
weiterzumachen.

Kann es sein, dass Dir - allen „toller Beruf winkt“-Prognosen zum Trotz vor dem doch deutlichen Wechsel in Deinem Leben Angst wird? Ich kenne diesen Durchhänger nämlich auch aus meiner Diplomarbeit vor 18 Jahren. Erst als mir bewusst wurde, dass die Angst vor einer unbekannten Zukunft als Elektro-Ingenieurin mir den Blick auf menein Abschluss verstellt hat, konnte ich mich überwinden weiterzumachen.

Würd mich mal interessieren wie ihr solche Krisen überwunden
habt? Vielleicht habt ihr auch ein paar Tipps um sich selber
wieder zum weitermachen zu bewegen.

Mein Tipp wäre daher, dass Du versuchst, den wirklichen Grund für Deinen Motivationsstau heruaszufinden. Danach sind die meisten Strategien, die die anderen schon genannt haben, gut für die Überwindung.

Gruß, Karin

Hallo alle zusammen!

Hi Regina,
wie wäre es, wenn du dieses Problem deinem
Hausarzt schilderst! Problem wie:

  • Antriebslosigkeit
  • Angst (nicht fertig zu werden)
  • Mutlosigkeit und Niedergeschlagenheit
    treten doch bei vielen Menschen in unterschiedlichen
    Lebenslagen auf. Dagegen gibt es Mittel!!
    Probiers halt.
    Grüße Christian

Also das halte ich nun doch für gefährlich, jemandem mit Motivationstief Tabletten zu empfehlen! Mit untenstehenden Tipps ist Regina wohl schon ganz gut geholfen, denke ich.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi (Gruß),
wo steht bitte was von Tabletten? „Mittel“ kann auch eine
Überweisung sein, oder etwas aus dem Fundus der Natur!
Grüße (nochmals)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

wo steht bitte was von Tabletten? „Mittel“ kann auch eine
Überweisung sein, oder etwas aus dem Fundus der Natur!

Das bleibt immer noch Unsinn.
Zum einen gewöhnt man sich sehr schnell daran, dass man bei einem Problem nur einfach das richtige Mittel nehmen muss und schon…
Zum zweiten gibt es keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Tabletten und Fundus der Natur: wenn’s wirkt, hat es Nebenwirkungen.
Zum dritten ist eine Überweisung natürlich überhaupt keine Hilfe - ich kenne niemanden, der dadurch geheilt worden wäre.
Gruß
loderunner (der nicht versteht, warum man sich für eine Diplomarbeitm die man selber gewählt hat, überhautp extra motivieren muss)

Hallo an alle,
ein großes Dankeschön an euch! Ich werd versuchen eure Tipps umzusetzen! Weil ohne Diplomarbeit auch kein Abschluss, ist halt so.
Und danke für die motivierenden Worte

Liebe Grüße an euch alle

Regina