Woher kommen die IP Adressen?

Hallo zusammen,
woher kommen eigentlich die IP Adressen?
Immer wieder werden die im Internet „abgefangen“ bzw. kommen irgendwelche Abzocker über die IP Adresse an private Daten.
Sendet die der PC oder der Provider, oder was auch immer?
Mein Sorge ist, dass ich bspw. bei Recherchearbeiten für meinen Arbeitgeber (alles ganz legal und angeordnet) über mein Geschäfts-Notebook eine IP Adresse versende und damit irgendwelche Daten von mir oder meiner Arbeit ins WWW schicke?
Ihr seht, ich sorge für das typische Klischee: Frau und Technik… :wink:)
Dennoch 1000 Dank und Grüße
Kessie

Moin,

Deine IP# wird bei sämtlichen Anfragen ins Internet (nicht nur WWW) benötigt, wenn Du eine Antwort willst. Irgendwie müssen sich die Rechner ja finden, die miteinander reden wollen. Das passiert über die IP#.

Da die meisten Transaktionen unverschlüsselt ablaufen, kann man die IP# natürlich auch problemlos auslesen.

Und das Internet funktioniert so, dass ein Datenpaket immer von einem Rechner zum nächsten weitergeleitet wird, Dein Rechner hat z.B. keine Ahnung wo www.google.de steht, der gibt as aber an einen weiter, der weiß, wer einen kennen könnte, der jemanden kennt, der weiß, wo der Rechner ist. So sucht sich jedes Datenpaket seinen Weg über etliche Zwischenrechner. Das können auch jedesmal andere Rechner sein.

Außerdem sind IP# in Teile aufgeteilt, Netze (Class A, B, C, …). Wenn man eine Adresse eines solchen Netzes kennt (z.B. eine IP# aus dem Kontingent Deines Internet-Providers), dann kann man zumindest alle anderen IP# errechnen, die dem Provider zur Verfügung stehen. Das wird eine endliche Anzahl sein, die man auch problemlos ausprobieren kann (so gesehen sind die IPv4-Adressen (x.x.x.x) ja auch nicht besonders viele :wink:).

Schützen kann man sich davor eigentlich nur, indem man sich nicht mit dem Internet verbindet. Möglichst viele Transaktionen verschlüsselt und natürlich Firewall, Virenscanner usw.

Grüße,
-Efchen

Hallo Efchen,
aha, verstehe, aber was mir noch nicht klar ist, kann man denn über die IP Adresse oder andere Dinge, die ins Web übertragen werden, meinen Rechner identifizieren? Sprich kann man herausfinden, dass ich mit meinem Firmenrechner recherchiere oder mit meinem privaten?
Manchmal ist mir das umstöpseln einfach zu nervig und da nutze ich mal den mal den. Ist das 'ne Gefahr ?

DU: Hey Provider, gibt mir mal den Inhalt der Seite wer-weiss-was.de
PROVIDER: Gerne, wohin soll ich das schicken?
DU: Das verrate ich Dir nicht!!!

Genauso, wie Deine Telefonnummer irgenedwo bekannt sein muß, willst Du jemals angerufen werden, oder es eine postalische Adresse geben muß, willst Du jemals einen Brief erhalten, muß Dein Rechner auch identifizierbar sein. Anders funktioniert das Internet nicht. Die Gegenseite kann sich natürlich merken, mit wem sie gesprochen hat, das hilft ihr nur nicht, weil sich in der Regel deine private IP Adresse bei jedem Einloggen oder nach 24 Stunden ändert. Dein Provider speichert allerdings diese Verbindungsdaten und muß die der Polizei gegenüber auch herausgeben, wenn es Ermittlungen in einer Straftat gibt.
Wenn Du möchtest, daß eine derartige Vorratsdatenspeicherung nicht ausgeweitet wird, solltest Du evtl. unsere im Moment unter argen Geistverlußt leidende Regierung im Herbst nicht wählen.

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Hallo Kathreen,
die IP-Adresse ist der Identifizierungscode eines Rechners für den Datenaustausch im Internet. Er besteht aus einer Zahlenreihe von vier Zahlen von jeweils 0 bis 255 (z.B. 88.231.2.16). Wenn ein Rechner eine Verbindung ins Internet aufbaut, identifiziert er sich über seine MAC-Adresse des Internetanschlusses, sendet eine entsprechende Anforderung ins Internet und bekommt daraufhin von seinem Provider, der die MAC-Adresse seines Kunden ja kennt, automatisch eine dynamische IP-Adresse zugewiesen bzw. per Datenstrom mitgeteilt. Alle Daten die du dann an einen anderen Internetanschluss sendest, werden in sogenannte Datenpakete aufgeteilt und jedes Teil hat dann deine IP-Adresse als Absenderangabe und natürlich die IP-Adresse des Empfängers. Der Empfänger extrahiert dann aus einem großen Datenstrom die Pakete mit seiner IP-Adresse und setzt daraus wieder die ursprüngliche Information in der richtigen Reihenfolge zusammen.
Daten, die sich auf deinem System befiden, können nur dann eingesehen werden, wenn sie, wie oben beschrieben, zerlegt und entsprechend gesendet werden. Versucht ein von dir nicht authorisiertes Programm Daten von deinem PC zu senden, so wirst du von deiner Firewall darauf hingewiesen. Nimmt ein nicht authorisiertes Programm Verbindung mit deinem Rechner auf, so wird ebenfalls von der Firewall Alarm geschlagen. Des Weiteren soll deine Virensoftware verhindern, dass ungewollt solche Programme bei dir installiert werden, die z.B. Daten ausspionieren wollen um Kennwörter und Kreditkartennummern an dubiose Gestalten zu versenden.

Wie du siehst, gibt es verschiedene Sicherungssysteme und in der Regel brauchst du bei aktueller Sicherhehitssoftware und Beachtung entsprechener Warnhinheise keine Angst um deine Daten zu haben.

Grüße Culles

Hallo,
nach geltendem Recht werden deine Verbindungsdsaten, also IP-Adresse und Zeitpunkt, nicht aber die Adressen der aufgerufen Seiten für 6 Monate gespeichert. Bei E-Mails werden Sender und Empfänger aber nicht deren Inhalt gespeichert.
Damit kann ich leben, und wenn die Übermittlung dieser Daten der Verhinderung schwerer Straftaten dient, umso besser.

Grüße Culles

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aha, verstehe, aber was mir noch nicht klar ist, kann man denn
über die IP Adresse oder andere Dinge, die ins Web übertragen
werden, meinen Rechner identifizieren?

Dein Rechner hat üblicherweise keine im Internet sichtbare IP-Adresse. Normalerweise hast du zuhause (oder in der Firma) einen Router, und nur der hat eine nach aussen sichtbare IP-Adresse. Aber das ist eigentlich irrelevant, anhand der IP-Adresse lässt sich ein Rechner grundsätzlich nicht identifizieren. Identifizieren läßt sich darüber ausschließlich der gerade genutzte Anschluss.

Daher ist es u. U. anhand der IP-Adresse möglich zu erkennen, ob du von zuhause oder von der Firma aus auf das Internet zugreifst, nicht aber, mit welchem Rechner das geschieht.

Bestimmte Rechner lassen sich aber z. B. anhand von Cookies http://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Cookie identifizieren. Wenn dem Cookie eine eindeutige ID (nicht IP) zugewiesen ist, kann ein Server u. U. erkennen, dass du heute den gleichen PC benutzt, wie beim letzten Besuch dieses Servers vor drei Tagen.

Sprich kann man
herausfinden, dass ich mit meinem Firmenrechner recherchiere
oder mit meinem privaten?
Manchmal ist mir das umstöpseln einfach zu nervig und da nutze
ich mal den mal den. Ist das 'ne Gefahr ?

Unter Umständen könnte das möglicherweise vielleicht der Fall sein. Ob das eine ‚Gefahr‘ sein kann hängt davon ab, was du hier als mögliche Gefahr siehst.

Die in deinem ersten Posting genannten Befürchtungen sind durchaus realistisch, aber nicht in diesem Zusammenhamg. Da solltest du dir mehr Gedanken machen über die Aktualität und Sicherheit deines Betriebssystems, deines Browsers sowie über dein Surfverhalten.

Gruß

Dein Rechner hat üblicherweise keine im Internet
sichtbare IP-Adresse. Normalerweise hast du zuhause (oder in
der Firma) einen Router, und nur der hat eine nach aussen
sichtbare IP-Adresse. Aber das ist eigentlich irrelevant,
anhand der IP-Adresse lässt sich ein Rechner grundsätzlich
nicht identifizieren. Identifizieren läßt sich darüber
ausschließlich der gerade genutzte Anschluss.

Das kommt aber darauf an, wie ein Rechner im Internet hängt. Deine Erklärung passt zum typischen, privat genutzten PC mit Einwahlverbindung (ob Modem, ISDN oder DSL ist egal).
Hängt der Rechner aber über eine Standleitung am Internet, so ist natürlich tatsächlich der Rechner selbst über die IP# identifizierbar. Oder aber man kann sich auch bei einer Einwahlverbindung eine feste IP# geben lassen, es gibt Provider, die bieten sowas an. Natürlich kann man wiederum auch bei einer solchen festen IP# verschiedene Rechner anstöpseln (nur nicht gleichzeitig), die auf die selbe IP# konfiguriert sind.

Aber die Aussage, dass sich ein Rechner grundsätzlich nicht über die IP# identifizieren lässt, ist generell erstmal nicht richtig.

Daher ist es u. U. anhand der IP-Adresse möglich zu erkennen,
ob du von zuhause oder von der Firma aus auf das Internet
zugreifst, nicht aber, mit welchem Rechner das geschieht.

Das kann man vielleicht dann sehen, wenn die verschiedenen Rechner sich mit verschiedenen Namen melden. Z.B. beim Verschicken von Mails steht auch der eigene Rechnername im Mail-Header (Feld „Received“). Wiederum kann man natürlich den privaten und den geschäftlichen Rechner mit dem selben Namen konfigurieren, dann sieht man keinen Unterschied mehr. Das halte ich aber für eher unwahrscheinlich.

Man kann ihre Rechner vermutlich sehr wohl unterscheiden, aber die meisten werden mit den Daten nichts anfangen können.

Bestimmte Rechner lassen sich aber z. B. anhand von Cookies
http://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Cookie identifizieren. Wenn
dem Cookie eine eindeutige ID (nicht IP) zugewiesen ist, kann
ein Server u. U. erkennen, dass du heute den gleichen PC
benutzt, wie beim letzten Besuch dieses Servers vor drei
Tagen.

Entschuldige, aber das ist auch nicht richtig. Cookies identifizieren nur sich selbst, aber nicht einen Rechner. Nimm den Cookie von einem Rechner und kopiere ihn in das Cookie-File eines anderen Rechners und schon stimmt Deine Aussage nicht mehr.

Sprich kann man
herausfinden, dass ich mit meinem Firmenrechner recherchiere
oder mit meinem privaten?

Das ist wahrscheinlich der Fall. Aber die wenigsten können mit den Daten etwas anfangen, wissen, dass das eine ein privater, das andere ein geschäftlicher PC ist.

Grüße,
-Efchen