Woher kommen plötzliche Wortfindungsprobleme?

Guten Tag,

ich hätte mal eine medizinische Frage:

Es geht um eine Angehörige(70). Bei ihr wurde vor ca. einem halben Jahr ein Fleck auf der Lunge festgestellt. Nach einigen Untersuchungen wurde dann Krebs diagnostiziert. Dieser konnte allerdings operatiev entfernt werden, da es sehr früh erkannt wurde. Sie war nach der anstrengenden Behandlung zwar noch schwer angeschlagen doch war sie auf dem Weg der Besserung. Vor Kurzen ging es aber stark bergab. Sie klagte über Übelkeit, Erbrechen,… Ich dachte erst, dass das vl. an dem Wetter z.Z liegen könnte, da dieses ja vielen Menschen in diesem Alter Probleme macht. Allerdings hat sie seit kurzen sehr starke Wortfindungsprobleme. Eine Unterhaltung ist fast nicht mehr möglich. Sie fängt mit einem Satz an und findet nach ein oder zwei Worten nicht mehr die richtigen Worte um den Satz zu beenden. Sie selbst meint, dass sie die Worte weiss aber sie nicht aussprechen kann. Woran könnte das liegen? Ich schließe Altersgründe aus, da sie vor der Behandlung topfit(man denkt wirklich nicht dass sie 70 ist) und geistig voll auf der Höhe war. Sie hatte bereits einige Arzttermine(mit Kernspinntomographen usw…); doch konnte ihr kein Arzt weiterhelfen.
Da ich leider ein Medizin-Leihe bin wende ich mich nun an euch! Kennt jemand ähnliche Fälle oder kann mir sonst irgendwelche Hinweise zu diesen Sympthomen geben?

Vielen Dank für die Mühen im Voraus!

Hallo ice-o-lator,

… und ein Schlaganfall ist ausgeschlossen worden?
Die Wortfindungsstörungen waren nicht direkt nach der Übelkeit u. Erbrechen vorhanden?

Gruß Motorradmieze

Ja ich gehe stark davon aus. Die verschiedenen Ärzte bei denen sie war hätten sowas doch festgestellt denke ich, oder?

Die Wortfindungsprobleme sind während der genannten Sympthome das erste mal aufgetreten. Sie waren erst schwächer und sind nun immer schlimmer geworden.

Ich (wie gesagt ohne medizinisches Faschwissen) würde schon sagen, dass es einen Zusammenhang gibt.

Gruß ice-o-lator

HAllo Schwindel und Übelkeit können auch vom Hirn kommen (oder vom Ohr, wegen Gleichgewichtszentrum)
Es muss also nichts mit der Krebstherapie zu tun haben, aber mit einem Schlaganfall oder einem blutgerinnsel oder ähnlichem.

Ohne Übelkeit kann es Demenz sein, oder Creutzfeld-JAcob oder Alzheimer oder…

Ab zum NEurologen mit ihr.

Gruß Susanne

Ein kurzer Erfahrungsbericht:

eine mir nahestehende Verwandte litt fast zwei Jahre an, so wurde es diagnostiziert, chronischer Nasennebenhöhlenentzündung. Man riet ihr irgendwann mal zu einer OP, nämlich, als sie Seh- und schwindelgefühle dazu bekam.
Im Rahmen der Unteruchungen vor der OP, wurde sie auch zu einem HNO überwiesen (endlich! Hätte viel frühe rbestätigt werdne müssen!), der Aufnahmen der NNH machen sollte. Auf den Bildern war aber nichts zu entdecken, was die Diagnose bestätigte. Der sorgfältige HNO überwies also, rein vorsichtshalber, zur Tomographie.

Ein Tumor im Gehirn wurde entdeckt, der gottseidank operabel war.

Der Witz an der Geschichte?

Nachdem der Tumor entfernt wurde und untersucht worden war, stellte man Lungenkrebs fest. Nur, dass der im Gehirn entdeckt wurde. Daraufhin untersuchte man auch die Lungen genauer und fand die Übeltäter. Also, erneute OP, Entfernung des erkrankten Lungengewebes.

Meine Verwandte lebt heute immer noch, der Vorfall ist beinahe 4 JAhre her. Mittlerwiele hat man Metastasen auf beiden nebenieren entdeckt, die aber nur medikamentös behandelt werden. Seit einem Jahr wachsen die etwa 3 mmm großen Tumor nicht mehr.

Hm, ich würde mal nachforschen, da ja bereits Lungenkrebs festgestellt wurde, ob es nicht doch etwas damit zu tun hat.

Viel Glück!

Sil