Woher kommt der liebe Gott?

Hallo,
ich habe in Philosophie und Physik eine Frage über den Anfang der Zeit gestellt. Manche meinten, dass vor dem Urknall nichts dagewesen ist und somit auch keine Zeit.
Meine Frage ist jetzt:
Woher ist der Urknall entstanden? Und wenn er von Gott kommt, woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Woher ist der Urknall entstanden? Und wenn er von Gott kommt,
woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Hallo Markus,

ich fand deine Frage im Philosophiebrett schon interessant und hab ja auch eine Antwort versucht [wobei niemand weiß, ob „vor dem Urknall“ etwas oder nichts „war“ bzw. was da war. Ziemlich sicher ist, dass wir das nie wissen werden, weil alles, was Objekt unserer Forschung sein kann (einschließlich Raum und Zeit), im Urknall „verschwindet“.]

Wenn du jetzt die Frage nach Gott aufwirfst, finde ich es wichtig, ob du das nur hypothetisch tust (um beim Auftauchen der ersten logischen Widersprüche zu sagen: Na eben, es gibt ja sowieso keinen Gott), oder ob du ein Reden von „Gott“ auch dann für sinnvoll halten würdest, wenn es die Widersprüche des Daseins nicht ausräumt, sondern sie in gewisser Weise sogar verschärft.

Gruß,
Peter

Hallo Markus,

nach dem Zeugnis der Bibel hat Gott keinen Anfang und kein Ende - er ist ewig. Die Bibel (als Gottes Wort) enthält weder eine Herleitung noch einen Beweis Gottes. Gott sagt über sich selbst: „Ich bin, der ich bin“.
Etwas ähnliches berichtet die Bibel von Gottes Sohn Jesus Christus: Von ihm wird gesagt, dass er schon vor seiner Menschwerdung immer bei Gott war. Das nennt man mit einem theologischen Fachbegriff „Präexistenz“.

Wie die Erde von Gott erschaffen wurde, das kannst Du in den ersten paar Kapiteln der Bibel nachlesen.

Übrigens: Wer hat Dir erzählt, dass Gott ein „lieber“ Gott ist…???

Herzliche Grüße

Alex

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Hallo Markus,

der „liebe Gott“ kommt aus dem neuen Testament. im alten war der „Kerl“ noch sehr streng, rachsüchtig und überhaupt viel menschlicher…

Gruß Ivo

Hallo Ivo,

diese Aussage ist - aus biblischer und theologischer Sicht - definitiv unzutreffend. Gott hat sich zwischen dem alten und dem neuen Testament überhaupt nicht verändert (und danach auch nicht). Vier Beispiele dazu:

„Er erlöste sie [das Volk Israel], weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte.“ (Jesaja 63,9 = AT)
„So will ich ihre [Israels] Abtrünnigkeit wieder heilen; gerne will ich sie lieben; denn mein Zorn soll sich von ihnen wenden.“ (Hosea 14,5 = AT)

„Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.“ (Hebräer 10,31 = NT)
„Und da ihr den als Vater anseht, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier weilt, in Gottesfurcht.“ (1. Petrus 1,17)

Ich bin mal gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis dieses Missverständnis ein für allemal beseitigt ist…

Herzliche Grüße

Alex

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Hallo Markus

ich habe in Philosophie und Physik eine Frage über den Anfang
der Zeit gestellt. Manche meinten, dass vor dem Urknall nichts
dagewesen ist und somit auch keine Zeit.
Meine Frage ist jetzt:
Woher ist der Urknall entstanden? Und wenn er von Gott kommt,
woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Die Antwort kann eigentlich nur dieselbe sein, die Dir auch im Physik-board gegeben wurde.

Die Frage „woher kommt der liebe Gott“ beinhaltet ja bereits etwas zeitliches, so wie „wie ist Gott entstanden?“ oder „durch welche Prozesse ist Gott geworden“ usw. Alle diese Fragen beinhalten die Zeit "zum Zeitpunkt t0 ist Gott entstanden, was geschah bei t

Meine Frage ist jetzt:
Woher ist der Urknall entstanden?

Frage die Physiker. Die Theologen sind da wohl die falschen (dummen) Ansprechpartner.

Und wenn er von Gott kommt,

woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Da empfehle ich Ludwig Feuerbach (z. B. Das Wesen des Christentums)

Gruß

Hallo Markus,

>ich habe in Philosophie und Physik eine Frage über den Anfang der Zeit gestellt. Manche meinten, dass vor dem Urknall nichts dagewesen ist und somit auch keine Zeit. Meine Frage ist jetzt: Woher ist der Urknall entstanden? Und wenn er von Gott kommt, woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Deine Fragen sind sehr interessant, denn sie liegen im Grunde in jedem Menschen verborgen. Ich will sie beantworten. Ob Du die Antworten allerdings annehmen kannst, ist Deiner Willensfreiheit überlassen.

>Woher ist der Urknall entstanden?

Zu Entstehung des materiellen Universums möchte ich das Bild: „Aus der unsichtbaren Luft entsteht Eis“ vorausschicken und es dann anschließend erklären:

Luft enthält, uns unsichtbar, Wasserdampf. Wird Luft abgekühlt, dann kondensiert der Wasserdampf und wird als Wasser sichtbar. Wird weiter gekühlt, wird das Wasser zu Eis. Somit ist aus dem unsichtbaren Wasserdampf durch den Energieentzug ein fester Körper in Erscheinung getreten. Was hat das nun mit der Entstehung des materiellen Universums zu tun?

Vor Entstehung der Materie bzw. des materiellen Universums gab es bereits endlos viele geistige Welten, auf welchen zahllose Geister ihr freies Leben lebten. Ein Teil dieser Geister, unter Führung des Großgeistes Luzifer, mißbrauchte die ihm von Gott gegebene völlige Willensfreiheit und wendete sich von Gott ab, ja wollte sogar Gott besiegen und an seine Stelle treten.

Wenn wir nun „Liebe“ mit Temperaturerhöhung und „Haß“ mit Abkühlung gleichsetzen, dann haben wir die Erklärung zum angeführten Beispiel.
Durch den Haß der abgefallenen Geister, bzw. durch ihre Abwendung von Gott senkte sich ihr Energieniveau und sie erstarrten. Aus dem unsichtbaren Geistigen entstand die sichtbare Materie. Daß dieses Abwenden zum Erstarren führt, können wir anhand eines Solarpanels nachvollziehen. Wenden wir das Solarpanel zu Sonne, steigt die Solarspannng, drehen wir das Panel weg von der Sonne, so sinkt die Spannung.

Die Materie ist also gefallenes Geistiges und entstand aus der Abkehr von Gott.

>Und wenn er von Gott kommt, woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Die Begriffe Gott, Raum und Ewigkeit sind identisch!

Gott ist ewig und hat nie einen Anfang genommen.
Der Schöpfungsraum ist ewig nach allen Richtungen hin unendlich und hat nie einen Anfang genommen.
Die Ewigkeit, die ewige Zeit, hat nie einen Anfang genommen

Vielleicht kannst Du Dir die Ewigkeit mit Hilfe von Zahlen verständlicher machen. Es kann beliebig lange vorwärts oder rückwärts gezählt werden. Die Zahlen hören nie auf!

Falls Du Dich mit diesen Gedanken näher befassen willst, ich habe sie gefunden in der Offenbarung Jesu durch Jakob Lorber, 1800-1864, Graz. Die Begriffe Gott, Raum und Ewigkeit sind u.a. im Band 8, Kapitel 28 des Gro-ßen Evangeliums Johannes behandelt. ( ISBN 3-87495-220-7 Buch anschauen)

Gruß Helmut

Und wenn er von Gott kommt,
woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden?

Ich denk mal das Gott in den Köpfen der Menschen entstanden ist, die einen schuldigen für irgendwas gesucht haben, das sie sich nicht erklären konnten, wie z.B. Hochwasser oder Plagen (ich red von früher nicht von heute). Da hat man gleich an eine übermenschliche Kraft gedacht und schwupps Gott war entstanden.

GRuß PÜLA

Hallo Alexander,

das sehe ich schon ein bischen anders:

Im AT wettet er mit dem Teufel, vernichtet mal schnell ein römisches Herr bis auf den letzten Mann, fordert den Tod des Sohns Davids usw. usw.

Ich finde dass er im NT wesentlich freundlicher und gerechter rüber kommt.

Gruß Ivo

vernichtet mal schnell ein
römisches Herr bis auf den letzten Mann,

das waren die ägypter.

Ich finde dass er im NT wesentlich freundlicher und gerechter
rüber kommt.

immerhin opfert da „der liebe gott“ seinen eigenen sohn. ups, das hätte ich besser nicht sagen sollen :stuck_out_tongue:

gruß lehitraot.

Hallo Lehitraot,

Ich finde dass er im NT wesentlich freundlicher und gerechter
rüber kommt.

immerhin opfert da „der liebe gott“ seinen eigenen sohn. ups,
das hätte ich besser nicht sagen sollen :stuck_out_tongue:

Naja, selbiger wollte auch mit Feuer und Schwert seine Mission durchfuehren und kein jota sonstwie aendern hmpf :smile:

viele gruesse, peter

hallo Markus,
Du machst den gleichen Fehler, den alle machen: Du versetzt einen möglichen Gott in die Zwangsjacke der Dimensionen.
Gibt es einen Gott, so ist er unabhängig von Zeit und Raum.
Fürihn wäre Vergangenheit und Zukunft eine einziger Augenblick.
Er wäre auch an allen Orten gleich"zeitig".
Er kann x-dimensional Denken. Wir menschen haben schon Probleme nit der 2. Dimension. Wir schaffen nur die 3.
die erste begreifen nur mathematiker, die Zweite meist ebenso, bei der 4. wird es echt problematisch und erst bei allen anderen folgenden…
Mach mal einen Test an Dir selbst: versuche mal nur eine Fläche zu denken. Es ist fast unmöglich, du wirst sie immer dreidimensional sehen. Eindimensonal ist uns nicht gegeben.
Grüße
Raimund

Hallo Helmut,

Vor Entstehung der Materie bzw. des materiellen Universums gab
es bereits endlos viele geistige Welten, auf welchen zahllose
Geister ihr freies Leben lebten.

Hey, und woher kommen wiederum diese ? Von überabzählbar unendlichen Übergeisterwelten ? Das ist nur eine VERSCHIEBUNG des Problems (der Schöpfung) aber keine LÖSUNG.

Zu akzeptieren, dass wir NICHT wissen, was die Welt „erschaffen“ hat, ist genausogut (oder besser!) wie eine mehr oder weniger über-natürliche Erklärung anzuführen, die man wiederum weder verstehen noch untersuchen kann.

Gruß Jochen

Hallo Raimund,

Gibt es einen Gott, so ist er unabhängig von Zeit und Raum.

So, warum ? Weil Gott allmächtig ist ? (Wenn ja: Warum muss es denn soetwas wie Allmacht geben? Diese Eigenschaft ist mit grundsätzlichen Widersprüchen behaftet, dass man damit seeehr vorsichtig sein sollte).

Kann Gott - wenn es es gibt - nicht ein TEIL unserer Welt sein ? So wie zB. Primzahlen auch Teil unsere Welt sind, mit allen Konsequenzen für Symetrien usw.

Fürihn wäre Vergangenheit und Zukunft eine einziger
Augenblick.

Und mithin die Welt in ihrer unendlich beschränkten Existenz vollkommen bedeutungslos.

Mach mal einen Test an Dir selbst: versuche mal nur eine
Fläche zu denken. Es ist fast unmöglich, du wirst sie immer
dreidimensional sehen. Eindimensonal ist uns nicht gegeben.

Flächen habe zwei Dimensionen.

Viele Menschen fragen sich, wie die Welt entstanden ist. Es ist schwer zu akzeptieren, dass man das nicht weiss, schließlich definiert die Welt uns ja - also ist das ein Teil der Frage nach dem „wer und was“ wir sind und was das alles für einen Sinn hat.

Als Antwort hört man von manchen Leuten, dass Gott die Welt erschaffen habe. Wer oder was aber ist Gott, wo kommt es her, was will es ? Tja, das sind ja nun Fragen zu gänzlich übernatürlichen Sachen, die man natürlich nicht beantworten kann. Oder letzlich meist derart beantwortet: Gott IST.

Was ist damit gewonnen ? Warum können wir nicht schon akzeptieren, dass die Welt IST.

Grüße
Jochen

Hallo Raimund,

Gibt es einen Gott, so ist er unabhängig von Zeit und Raum.

So, warum ? Weil Gott allmächtig ist ? (Wenn ja: Warum muss es
denn soetwas wie Allmacht geben? Diese Eigenschaft ist mit
grundsätzlichen Widersprüchen behaftet, dass man damit seeehr
vorsichtig sein sollte).

Steht so in der Bibel. deswegen meine Schlussfolgerung

Kann Gott - wenn es es gibt - nicht ein TEIL unserer Welt sein
? So wie zB. Primzahlen auch Teil unsere Welt sind, mit allen
Konsequenzen für Symetrien usw.

Es kann die Welt selber sein. Somit wären wir, die Fauna und Flora, die Materie und die Energie (was lt. Physik sowieso das gleiche ist) ein Teil Gottes.

Fürihn wäre Vergangenheit und Zukunft eine einziger
Augenblick.

Und mithin die Welt in ihrer unendlich beschränkten Existenz
vollkommen bedeutungslos.

selbiges!

Mach mal einen Test an Dir selbst: versuche mal nur eine
Fläche zu denken. Es ist fast unmöglich, du wirst sie immer
dreidimensional sehen. Eindimensonal ist uns nicht gegeben.

Flächen habe zwei Dimensionen.

War auch so gemeint. Habe ich leider nicht so exakt geschrieben, wie es sein sollte.
Eindimensional ist für uns undenkbar, zweidimensional schon eher… doch beim genausen nachforschen ist auch das nicht möglich (mit einer Ausnahme: den Möbiusstreifen. Der einzige 3-dimensionale Gegenstand, der 2-Dimensional ist).
Dreidimesional ist unser Denke. Und jetz hört´s schon wieder auf. Unser Hirn funktionieret nur in einer Dimension.

Viele Menschen fragen sich, wie die Welt entstanden ist. Es
ist schwer zu akzeptieren, dass man das nicht weiss,
schließlich definiert die Welt uns ja - also ist das ein Teil
der Frage nach dem „wer und was“ wir sind und was das alles
für einen Sinn hat.

Das Problem ist unser Zeitdenken. Wenn wir nicht davon wegkommen, werden wir die Enstehung nie begreifen. Denn im All ist der Anfang gleich dem Ende. Es gibt keine Zeit. Für uns primitive Wesen ist das eine Krücke um uns daran festzuhalten. Versuche mal einem Wurm das Newton´sche Gravitationsgesetz zu erklären!

Als Antwort hört man von manchen Leuten, dass Gott die Welt
erschaffen habe. Wer oder was aber ist Gott, wo kommt es her,
was will es ? Tja, das sind ja nun Fragen zu gänzlich
übernatürlichen Sachen, die man natürlich nicht beantworten
kann. Oder letzlich meist derart beantwortet: Gott IST.

Was ist damit gewonnen ? Warum können wir nicht schon
akzeptieren, dass die Welt IST.

Nur deswegen, weil wir das herausfinden wollen, weil wir wissen wollen wer wir sind und welchen Sinn unsere Existenz hat, nur deswegen sind wir so weit gekommen.
Grüße
Raimund

Hallo Jochen!

Die Frage von Markus war ja, "Woher ist der Urknall entstanden? Und wenn er von Gott kommt, woher kommt Gott und wie ist Gott entstanden? Dazu seine Bemerkung: Manche meinten, dass vor dem Urknall nichts da gewesen ist und somit auch keine Zeit.

Deshalb habe ich meine Überzeugung beschrieben, dass es vor dem materiellen Universum bereits geistige Welten gab auf den Geistwesen lebten. Und zu Gott schrieb ich, dass er schon immer da war, dass er keinen Anfang und kein Ende hat, genauso, wie die Zahlen keinen Anfang und kein Ende haben.

>Zu akzeptieren, dass wir NICHT wissen, was die Welt „erschaffen“ hat, ist genau so gut (oder besser!) wie eine mehr oder weniger übernatürliche Erklärung anzuführen, die man wiederum weder verstehen noch untersuchen kann.

Es mag für Dich gut sein, so zu denken. Bitte, das ist Deine Willensfreiheit! Für mich, und ich glaube auch für zahlreiche andere Menschen, ist es unendlich mal besser zu glauben, dass Gott, unser Vater im Himmel, der vor 2000 Jahren in Jesus selbst die Erde betrat, alles aus sich erschaffen hat. Natürlich ist diese Auffassung auch eine Frage der Information!

Gruß Helmut

Hallo Raimund,

Was ist damit gewonnen ? Warum können wir nicht schon
akzeptieren, dass die Welt IST.

Nur deswegen, weil wir das herausfinden wollen, weil wir
wissen wollen wer wir sind und welchen Sinn unsere Existenz
hat, nur deswegen sind wir so weit gekommen.

Hmm, ich denke eben gerade nicht! In vieler Hinsicht streben wir nach unserer Vorstellung, ohne uns an den Fakten zu orientieren. Wir verirren uns. Eine Pause, ein kurzes Innehalten, würde uns - so denke ich - langfristig besser helfen, als möglichst schnell ins Dunkel zu rennen, das wir und bunt ausmalen, um zu GLAUBEN, wir wüssten, wo wir lang „sollen“.

Gruß
Jochen