Ich habe mich schon immer gefragt, warum manchmal in Filmen rechts oben ein ovaler schwarzer Fleck zu sehen ist, was hat er für einen Sinn?
Gruß, Flo
Ich habe mich schon immer gefragt, warum manchmal in Filmen
rechts oben ein ovaler schwarzer Fleck zu sehen ist, was hat
er für einen Sinn?
damit wird vermutlich das Senderlogo eines anderen TV-Senders überdeckt
Hallo,
früher waren die Filme auf mehreren Rollen (ob das heute noch so ist, weiß ich nicht…), der Fleck war das Zeichen das der Filmvorführer jetzt die nächste Rolle einlegen muss.
Gruss Bats
Das dürfte es schon seit einiger nicht mehr geben oder zumindest nicht mehr ganz so auffällig…
Es gibt eine „Columbo“-Episode, in der die ganze Sache sehr schön gezeigt wird! „Mord in eigener Regie“ (Make Me a Perfect Murder) von 1978 aus der 7. Staffel.
In „Fight Club“ wird das auch sehr schön erklärt. Brad Pitt zeigt sogar direkt darauf.
Gruß
Leila
Aber der Fleck ist immer nur ganz kurz zu sehen, eigentlich nur so aufblitzend. So schnell kann man ja keine neue Rolle einlegen.
Außerdem ist er im Fernsehen auch manchmal zu sehen.
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass es vom Kleben kommt, allerdings hab ich dazu noch nicht mehr rausgefunden…
nee, der Fleck blitzt immer nur kurz auf, außerdem ist er im Kino auch zu sehen.
Klar, der Vorführer sah ja, wenn eine Rolle fast zu Ende war. Der Fleck gab nur das Signal an, wann genau auf die neue Rolle / den anderen Projektor umzuschalten war damit der Film ohne Unterbrechung weiterlief. Wie schon erklärt ist dieses Verfahren aber mittlerweile „Steinzeit“ und gibts schon lange nicht mehr.
Es sind 2 Aktwechselmarken. Eine als Ankündigung für den Projektionisten 8 Sekunden vor Ende des Filmes, die zweite Marke nur eine Sekunde vor Ende. Im Idealfall sieht man bei Überblendbetrieb keine Lücke, aber allzuoft sind die ersten Wicklungen von knistern und Staub begleitet… Die Zeichen sollten mindestens 4 Einzelbilder lang sein, damit man nicht wärend eines Lidschlags die Marke verpasst. Aber es gibt auch viele Kopien, wo die Marke nur auf einem Bild ist.
Überblendbetrieb gibt es zwar noch, aber nur da, wo der Betreiber damit kein Problem hat und sich keinen Spulenturm zulegen will. Die Filmakte werden aber noch in Rollen angeliefert, die dann von den Vorführern zusammenmontiert werden und dann in aller Regel auf einem Endlosteller landen. Dort wird der Film von der Innenseite abgespult, läuft durch den Projektor (oder bei Interlocking eben durch mehrere Projektoren), um dann auf dem Endlosteller wieder von aussen aufgewickelt zu werden.
In manchen Fernsehfilmen sieht man eine abgetastete Version, die schon diese Marken fürs Kino enthält. Eine Zeitlang wurden auch einige Filme nach der Kopie entsorgt, und so blieben für Fernsehauswertungen nur noch verschrammelte Vorführkopien.
Aha, und eigentlich sind es Kreise (früher Dreiecke). Nur wenn ein Film anamorphotisch vorgeführt wird, dann wird mit dem gesamten gestauchten Bild auf dem Film auch der Kreis zu einem Oval langgezogen.