Woher kommt....?

Hi,
fragte mich gestern woher der Spruch:
„Klopf auf Holz“, kommt wenn man Glück haben will.

Kennt jemand den Ursprung?

Gruß Steffen

Hallo !

Die Wendung Unberufen, toi-toi-toi! ist um 1930 durch einen Schlager verbreitet worden; sie steht jedoch mit einem alten Volksglauben in Zusammenhang; Lobende Äußerungen wurden allgemein gefürchtet, weil diese die bösen Geister aufmerksam und neidisch machen konnten. Um kommendes Unheil abzuwehren, mußte man deshalb dem Lob sofort ein ’ unberufen’ hinzufügen. Diese Schutzhandlung wurde noch durch dreimaliges Klopfen auf Holz und den Ausruf ‚toi-toi-toi!‘ verstärkt, der lautmalerisch für dreimaliges Ausspucken steht.
Der Speichel galt als unheilbannend. Das Ausspucken vor einem Menschen war also ursprünglich ein Abwehrzauber, kein Zeichen der Verachtung wie heute. Auch das zuerst eingenommene Geldstück, das noch mehr Reichtum bringen, der Spielwürfel, der Gewinn garantieren sollte, wurden bespuckt.
Auch in Frankreich, wo die Wendung unbekannt ist, wird dreimal auf Holz geklopft, um kommendes Unheil abzuwehren.
Es kommt als möglicher Ursprung des Ausrufs auch eine dreimalige, verkürzte Nennung des Teufels in Betracht. Das Schwäbische Wörterbuch II, S. 170 führt eine Redensart auf: 'No kommt mer in ‚s Teu- Teu-Teufelskuchen bey ihm‘.
Die Formel toi-toi-toi wird heute unabhängig von ‚unberufen‘ gebraucht, wenn man jemandem zu einer schwierigen Aufgabe, z.B. zu einer Prüfung, gutes Gelingen wünschen möchte.

[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: toi-toi-toi, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 6570 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 5, S. 1629 ff.) © Verlag Herder]

Gruß Max

Wenn sie kommen
Lieber Max, weisscho…
weissu auch wie das Holz „vor die Hütte“ kommt?
Und warum man nun grade „toitoitoi“ sagt?
Unfranzösisch…

moin, manni

gibt es auf französisch auch, das habe ich dazu gefunden:

„je touche du bois“ est souvent la plus citée. Eh bien dans l’antiquité, on considérait que le bois possédait un grand pouvoir magnétique. Les Ayriens mazdéens touchaient du bois pour se mettre plus sûrement sous la protection d’Atar, génie du feu. La puissance protectrice d’Atar, croyait-on, était déjà tout entière renfermée dans les veines du bois.

man wollte sich unter den schutz von „atar“ begeben, dem gott des feuers…
na ja, wer’s glaubt, fred

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