Woher lernt Win98/2k die Route?

Hallo!

Ich habe hier eine Maschine, installiert mit Windows 98 und 2000 (192.168.0.16) und einen Router zum Internet (192.168.0.1).

Die IP - Configuration auf der Maschine (unter 98 und 2k) ist:
SM: 255.255.255.0
GW: 192.168.0.1

Es sind keine statischen Routen eingetragen.
„Route Print“ erkennt nur das eigene Netzwerk und das Default Gateway!

Nun zur Frage:
Ich habe auf der IP-Adresse 192.168.0.11 einen Windows 2k3 Server mit dem Routing Dienst, der mit in das Netzwerk
192.168.1.0/24 Routet.

Nun pinge ich von meiner Maschine (192.168.0.16) eine Station im Netzwerk 192.168.1.0 - und erhalte promt eine Antwort.

Warum besitzt Windows (98 und 2k) die Frechheit, eine Route für dieses Netzwerk zu suchen; warum wird die Anfrage nicht auf das Default Gateway gesendet?

Wie lernt Windows (98/2k) die Route zu 192.168.1.0?
Durch RIP?
Am Server läuft (vermutlich) RIP, wo kann ich am Client RIP ein bzw. abschalten? (98 und 2k)

Besonders Windows 98 hätte ich nie zugetraut, das es die Route zu 192.168.1.0 findet!

tks!
Herbert

Ich habe hier eine Maschine, installiert mit Windows 98 und
2000 (192.168.0.16) und einen Router zum Internet
(192.168.0.1)

Verrenn dich nicht, klär mal den Status von 192.168.0.1.

Gruss
Schorsch

Hallo Herbert,

192.168.x.x sind eindeutig private Adressen, welche gar NIE ins Internet geroutet werden dürfen, folglich auch nicht an das Gateway gesendet werden …

Den Rest erledigt dann

Ich habe auf der IP-Adresse 192.168.0.11 einen Windows 2k3
Server mit dem Routing Dienst, der mit in das Netzwerk
192.168.1.0/24 Routet.

MfG Peter(TOO)

Moin Peter,

192.168.x.x sind eindeutig private Adressen, welche gar NIE
ins Internet geroutet werden dürfen, folglich auch nicht an
das Gateway gesendet werden …

Nö, so einfach ist es denn nun auch nicht. Egal ob privat oder nicht privat: wenn ein Interface eine Adresse nicht kennt, sendet es das Paket Richtung Deault-Gateway. Der Router selber entscheidet, was er dann mit dem Paket macht.

Den Rest erledigt dann

Ich habe auf der IP-Adresse 192.168.0.11 einen Windows 2k3
Server mit dem Routing Dienst, der mit in das Netzwerk
192.168.1.0/24 Routet.

Wobei ich wirklich vermute, dass sich der MS-Server und der Router über RIP unterhalten und so der Router die Route nach 192.168.1.0 lernt.
Ließe sich mit einem Trace aber recht schnell rausfinden.

Gruß
Stefan

Hallo Stefan!

Dank Dir für Deine Antwort. Mir scheinen Deine Informationen plausiebel und glaubwürdig, so könnte ich mir das vorstellen!

Ich habs noch mal probiert, und alle Maschinen durchgestartet, und danach von
192.168.0.16 auf 192.168.1.23 „getracet“! Die Antwort kam sofort und der Rechner wußte, daß er die Packete nach 192.168.0.11 senden muss.
(Mir ist das völlig schleierhaft!)

Auch wenn die Firewall (192.168.0.1) „lernt“, daß das Netzwerk 192.168.1.0 über 192.168.0.11 erreichbar ist, ist mir nicht klar, wie eine Maschine mit Windows 98 das „mitkriegt“?
Windows 2000 könnte das lernen, es gibt ein Protokoll (glaube ich!), mit dem ein Router einem Client sagt, daß er eine bessere Route kennt und der Client diese dann verwendet.

Auch wundert mich, daß die Antwort von Tracert sofort gekommen ist. Da war keine halbe Sekunde dazwischen, und die Route ging nicht über
192.168.0.1 ==>> 192.168.0.11 ==>> 192.168.1.23
sondern
192.168.0.11 ==>> 192.168.1.23

Eigentlich muss das ein Fehler sein, und laut Murphy sollte es dann so sein, daß es NICHT funktioniert. Tut es aber!
Ich vermute dahinter eine List/Gemeinheit, die darauf wartet, Böses anzustellen.

Gruß und Dank!
Herbert

Hallo Peter!

192.168.x.x sind eindeutig private Adressen, welche gar NIE
ins Internet geroutet werden dürfen, folglich auch nicht an
das Gateway gesendet werden …

Nö, das stimmt sicher so nicht!!!

Auch wen private Adressen im Internet nicht geroutet werden, so sind das doch gültige Nummern, die ich für meine Standorte oder Abteilungen selbst verwenden kann.

Ich habe z.B: zwei Standorte mit den Nummern
Standort 1: 192.168.0.0/24
Standort 2: 192.168.1.0/24

gehen wir davon aus, daß Standort 1 an das Internet angebunden ist, und die Verbindung von Standort 1 zu Standort 2 über eine Wählleitung oder eine Standleitung besteht.

Dann ist das Default Geteway auf Standort 2 immer der Router zum Standort 1, und dieser muss zweischen beiden Netzwerknummer routen - gleich ob das nun private Adressen sind oder nicht!

Und Standort 1 muss wissen, daß Standort 2 (192.168.1.0) nicht über das Default Gateway erreichbar ist, sondern über einen Router in diesem Netzwerk.

Das kann ich entweder über statische Routen machen, oder über ein Routingprotokoll wie RIP oder dregleichen.

Die Frage war nun, wie kann eine Maschine auf Standort 1 wissen, daß Standort 2 über die Nummer 192.168.0.11 erreichbar ist?
Genau das ist meine Situation.

RIP schließe ich aus, ich denke nicht, daß Windows 98 das kann. Und ich habe keine statische Route definiert!

Gruß!
Herbert

Hallo Schorsch! (Georg?)

Verrenn dich nicht, klär mal den Status von 192.168.0.1.

Ich habe mir die Firewall noch mal angesehen, die „kennt“ die Route (192.168.0.11) zu 192.168.1.0.

Ich bin nicht sicher, ob ich die selbst eingetragen habe, oder ob diese die Route selbst gelernt hat.
Das tut auch nichs zur Sache.

Wie wieß nun der Client das die Route über 192.168.0.11 erfolgt.

Windows 2000 kann das vermutlich selbst lernen (bin nicht sicher, wie das Protokol heißt) ich denke aber, daß Windows 98 zu dämlich sein sollte??

Gruß!
Herbert

Eigentlich muss das ein Fehler sein, und laut Murphy sollte es
dann so sein, daß es NICHT funktioniert. Tut es aber!
Ich vermute dahinter eine List/Gemeinheit, die darauf wartet,
Böses anzustellen.

Ich vermute eher (ohne das Thema tiefer durchdacht zu haben), dass du neben TCP-IP noch weitere Protokolle wie z. B. NetBEUI fährst, die dafür sorgen, dass deine Win98-Kiste Rechner im gleichen physischen Segment findet, ohne hierfür auf ein Routing angewiesen zu sein.

Gruss
Schorsch

Wie lernt Windows (98/2k) die Route zu 192.168.1.0?
Durch RIP?

Glaube ich nicht. Was gibt denn tracert aus? Ich kann es mir nur so erklären,
dass das Gateway 192.168.0.1 eine statische Route zu 192.168.1.0 hat, also

192.168.1.0/24 --> 192.168.0.11

Stefan

192.168.x.x sind eindeutig private Adressen, welche gar NIE
ins Internet geroutet werden dürfen, folglich auch nicht an
das Gateway gesendet werden …

Sie müssen immer an das Gateway gesendet werden. Was willst denn sonst machen,
wenn du zu Hause zufälligerweise 17 Subnetze mit 57 Rechnern hast. Da müssen
die Router auch die privaten IPs routen.

Tatsächlich sollte ein Client mit einer privaten IP sogar jeden (Web)server der
Welt erreichen können, und der sollte sogar auf die private IP antworten. Das
Paket wird dann aber am Defaultgateway des Webservers verworfen, weil das
Gateway nicht weiß, wohin damit.

Na hoffentlich ist das wirklich richtig (Malte hilf).

Stefan

dass du neben TCP-IP noch weitere Protokolle wie z. B. NetBEUI
fährst, die dafür sorgen, dass deine Win98-Kiste Rechner im
gleichen physischen Segment findet, ohne hierfür auf ein

Gleiches physisches Segement?
Im habe im Win2k3 Server zwei Netzwerkkarten eingebaut, daher die Nummern:
Segment1: 192.168.0.0/24
Segment2: 192.168.1.0/24
NETBui habe ich nicht, das würde da auch nie und nimmer durch kommen!

Gruß!

Eigentlich muss das ein Fehler sein, und laut Murphy sollte es
dann so sein, daß es NICHT funktioniert. Tut es aber!
Ich vermute dahinter eine List/Gemeinheit, die darauf wartet,
Böses anzustellen.

Ich vermute eher (ohne das Thema tiefer durchdacht zu haben),
Routing angewiesen zu sein.

Gruss
Schorsch

Glaube ich nicht. Was gibt denn tracert aus? Ich kann es mir
nur so erklären,
dass das Gateway 192.168.0.1 eine statische Route zu
192.168.1.0 hat, also

192.168.1.0/24 --> 192.168.0.11

Ja sicher, das Gateway kennt die Route zu 192.168.1.x
Wie kriegt der Cient (Win98 und Win2k) nun diese Route mit?

Gibs sowas wie ein Routing Redirection Protocol?
Wenns das gibt, dann könnte ich mir das vorstellen.
Nö, eingentlich auch nicht. Wenns das gibt, dann kann Win98 das sicher nicht!

Gruß!

Hallo Stefan,

192.168.x.x sind eindeutig private Adressen, welche gar NIE
ins Internet geroutet werden dürfen, folglich auch nicht an
das Gateway gesendet werden …

Sie müssen immer an das Gateway gesendet werden. Was willst
denn sonst machen,
wenn du zu Hause zufälligerweise 17 Subnetze mit 57 Rechnern
hast. Da müssen
die Router auch die privaten IPs routen.

Nein, ich brauche das Gateway ja gar nicht.
Ich schicke das Paket einfach mit der Zieladresse des Empfängers los.
Der Trick an der ganzen Sache ist ja, dass ich gar nicht wissen muss in welchen Netz der entsprechende Computer sitzt. Wenn die Adresse zu einem anderen Teilnetz gehört, „fischt“ sie der Router raus und leitet sie weiter.

Die ursprüngliche Idee hinter dem heutigen Internet (also noch das ARPA-Net), also hinter TCP/IP, war ja, dass bei einer Zerstörung von Teilen des Netzes die Daten trotzdem ankommen, in diesem zusammenhang ist das verwenden von festen Gateways oder Routern genau der falsche Lösungsansatz.

Ich glaube hier besteht auch noch ein kleines Verständnisproblem:

Ein Router hat die Aufgabe Datenpackete auf den richtigen Weg zu bringen, er verbindet unterschiedliche Subnetze miteinander. Zudem hat ein Router keine eigene IP und ist eigentlich gar nicht im Netzwerk sichtbar. Der einzige „sichbare“ Effekt eines Routers ist, dass er den TTL-Zähler (Die dabei "verbrauchten Einheiten werden Hops genannt) herunterzählt und gegebenenfalls (Wenn TTL Null wird) das Datenpacket vernichtet, damit es nicht ewig im Internet unherirrt, falls es nicht zustellbar ist.

Ein Gateway ist eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Netzwerken oder Netzwerk-Technologien. Ein Gateway besitz auf jeder Seite eine eigene Adresse und die auf der einen Seite erhaltenen Datenpakete werden dann auf der anderen Seite mit der entsprechenden Adresse als Absender weitergeleitet.

Rein von der Logik her müsste einem schon auffallen, dass dazu unterschiedliche Protokolle benötigt werden. Im IP-Header befindet sich EINE Ziel-IP, welche normalerweise diejenige des Zielrechners ist. Ein Router hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Paket ankommt OHNE, dass du eine Ahnung haben musst, wie der entsprechende Rechner im Netz zu finden ist. Also das Datenpacket sieht genau gleich aus, ob du nun direkt mit dem Zielcomputer verbunden bist oder ob da noch 20 Router dazwischen sind.

Tatsächlich sollte ein Client mit einer privaten IP sogar
jeden (Web)server der
Welt erreichen können, und der sollte sogar auf die private IP
antworten. Das
Paket wird dann aber am Defaultgateway des Webservers
verworfen, weil das
Gateway nicht weiß, wohin damit.

Nö, du baust eine Verbindung zu dem gateway auf, notgedrungen mit deiner privaten IP. Das Gateway setzt dann das ganze um und versendet dann das Datenpacket mit seiner EIGENEN eindeutigen IP an z.B. ein anderes Gateway mit einer anderen EINDEUTIGEN IP. Dieses Gateway setzt dann Das Packet nochmals um und sendet es mit seiner LOKALEN IP an den entsprechenden lokalen Rechner. Datails dazu findest du unter dem Stichwort NAT.

Stell dir mal vor dein PC hat die IP 192.168.0.2 ein weiterer PC in deinem Netzwerk die IP 192.168.0.3 und du baust nun eine Verbindung zu einem Server irgendwo auf der Welt auf, welcher, wie tausende andere, auch die lokale IP 192.168.0.3 hat. Wie soll jetzt unterschieden werden an welchen Computer das Packet gesendet werden soll ??

Dein gateway hat nun auf der lokalen Seite z.B. die IP 192.168.0.1 und auf der GAN-Seite die IP 214.123.456.789. Das andere Gateway hat nun GAN-Seitig die IP 987.654.321.1 und ist so konfiguriert, dass alle anfragen auf das HTTP-Port an den lokalen Rechner mit der IP 192.168.0.3 weitergeleitet werden. Dein Rechner baut nun, über dein gateway eine verbindung zur Adresse 987.654.321.1 auf, dass der Zielrechner eigentlich auf die Adresse 192.168.0.3 „hört“ erfährst du aber gar nie.

was schreibe ich eigentlich so viel:
http://www.lrz-muenchen.de/fragen/faq/netz35/
http://de.wikipedia.org/wiki/Private_IP-Adresse
http://de.wikipedia.org/wiki/Gateway
http://de.wikipedia.org/wiki/Router

MfG Peter(TOO)

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Hallo Stefan,

Hi,

ich bin nicht Stefan.

Nein, ich brauche das Gateway ja gar nicht.
Ich schicke das Paket einfach mit der Zieladresse des
Empfängers los.

Ja, das mache ich in jedem Fall.

Der Trick an der ganzen Sache ist ja, dass ich gar nicht
wissen muss in welchen Netz der entsprechende Computer sitzt.
Wenn die Adresse zu einem anderen Teilnetz gehört, „fischt“
sie der Router raus und leitet sie weiter.

Der fischt nicht, das Paket ist direkt an ihn gerichtet. Der interface-Treiber sieht seine MAC und reicht das Ding hoeher an den IPstack. Erst dann kann die Buechse entscheiden, ob sie das Teil routet oder nicht.

Die ursprüngliche Idee hinter dem heutigen Internet (also noch
das ARPA-Net), also hinter TCP/IP, war ja, dass bei einer

Boah, jetzt werden wir aber sentimental…

Zerstörung von Teilen des Netzes die Daten trotzdem ankommen,
in diesem zusammenhang ist das verwenden von festen Gateways
oder Routern genau der falsche Lösungsansatz.

Ja. Deshalb wurde ja dynamisches routing erfunden.

Ein Router hat die Aufgabe Datenpackete auf den richtigen Weg
zu bringen, er verbindet unterschiedliche Subnetze
miteinander. Zudem hat ein Router keine eigene IP und ist
eigentlich gar nicht im Netzwerk sichtbar.

Huh? Naja, wenn Du die Zuordnung default route -> zu verwendende MAC auch ohne IP# hinkriegst.

Der einzige „sichbare“ Effekt eines Routers ist, dass er
den TTL-Zähler herunterzählt und gegebenenfalls (Wenn TTL
Null wird) das Datenpacket vernichtet, damit es nicht ewig
im Internet unherirrt, falls es nicht zustellbar ist.

Ja.

Ein Gateway ist eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen
Netzwerken oder Netzwerk-Technologien.

Und wenn rechts und links gleichermassen IP gefahren wird, ist das nun ein gateway oder ein router?

Ein Gateway besitz auf jeder Seite eine eigene Adresse und die
auf der einen Seite erhaltenen Datenpakete werden dann auf der
anderen Seite mit der entsprechenden Adresse als Absender
weitergeleitet.

Und das ist natuerlich voelliger Quark. Ein router routet, ein gateway macht nix anders, wenn es keinen Medientransfer gibt gilt router == gateway. Der Begriff gateway wird nur ganz gern fuer einen router verwendet, der auch eine default route hat, weil ueber die eben alles erreicht werden kann (aka. Ausgang). Ein router oder host allgemein muss sowas nicht zwangslaeufig haben.

Rein von der Logik her müsste einem schon auffallen, dass dazu
unterschiedliche Protokolle benötigt werden.

Bitte was?

Im IP-Header befindet sich EINE Ziel-IP, welche
normalerweise diejenige des Zielrechners ist.

IP hat immer nur eine dst-IP# (Sachen wir multicast lassen wir mal aussen vor).

Ein Router hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Paket
ankommt OHNE, dass du eine Ahnung haben musst, wie der
entsprechende Rechner im Netz zu finden ist. Also das
Datenpacket sieht genau gleich aus, ob du nun direkt mit dem
Zielcomputer verbunden bist oder ob da noch 20 Router
dazwischen sind.

Es wird zu 98% (im SOHO-Bereich zu 112%) auf beiden Seiten eines Routers oberhalb IP gefahren. In wie weit unterscheiden sich die Pakete oberhalb von Schicht 3 (einschliesslich) genau?

Nö, du baust eine Verbindung zu dem gateway auf,

Abhaengig fuer Deine Definition fuer Verbindung: nein. MAC wird im allgemeinen als verbindungslos betrachtet. Und genau das und nicht mehr macht ein host mit einem gateway. (Ebenso mit einem router uebrigens.)

notgedrungen mit deiner privaten IP. Das Gateway setzt dann das
ganze um und versendet dann das Datenpacket mit seiner EIGENEN
eindeutigen IP an z.B. ein anderes Gateway mit einer anderen
EINDEUTIGEN IP.

Das ist ganz einfach falsch. Du verwechselst hier router/gateway mit einem NAT-router. Das ist es, was Du beschreibst (AFAICS).

Dieses Gateway setzt dann Das Packet nochmals um und sendet es
mit seiner LOKALEN IP an den entsprechenden lokalen Rechner.
Datails dazu findest du unter dem Stichwort NAT.

NAT ist eine kranke Perversion, die den IPv4-Adressraum kuenstlich aufblaehen soll. Es hat (erstmal) genau gar nichts routern oder gateways zu tun. Natuerlich bietet es sich an, auf einem solchen fuer ein RFC1918-Netz NAT zu machen.

Dein gateway hat nun auf der lokalen Seite z.B. die IP
192.168.0.1 und auf der GAN-Seite die IP 214.123. 456.789.
Das andere Gateway hat nun GAN-Seitig die IP 987.654.321.1

Ahh! Hilfe, Peter! Wetten, dass nicht?!

und ist so konfiguriert, dass alle anfragen auf das HTTP-Port an
den lokalen Rechner mit der IP 192.168.0.3 weitergeleitet werden.

Das hat genau gar nichts mit routing zu tun. Das ist NAT und geschiet ausschliesslich auf layer3. Routing wird zusammen mit ARP fuer die Verbindung von layer3 und layer2 benoetigt.

http://www.lrz-muenchen.de/fragen/faq/netz35/
http://de.wikipedia.org/wiki/Private_IP-Adresse

Private IP# haben mit routing genau gar nichts zu tun.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gateway
http://de.wikipedia.org/wiki/Router

Jup, solltest Du dringend lesen. NAT ist keine Protokollumsetzung, sondern nur Trickserei mit IP, auf beiden Seiten wird das gleiche Protokoll verwendet. Ein gatway setzt auf irgendeiner ISO/OSI-Schicht Protokolle um, z.~B. ethernet auf IEEE802.11x oder Token Ring um. Sorry, Peter, hier bist Du gewaltig auf dem Holzweg.

Gruss vom Frank.

Glaube ich nicht. Was gibt denn tracert aus? Ich kann es mir
nur so erklären,
dass das Gateway 192.168.0.1 eine statische Route zu
192.168.1.0 hat, also

192.168.1.0/24 --> 192.168.0.11

Vermute ich auch.

Ja sicher, das Gateway kennt die Route zu 192.168.1.x
Wie kriegt der Cient (Win98 und Win2k) nun diese Route mit?

Gar nicht: er schickt seinen Krempel direkt zum default gateway, das routet weiter zum .0.11, weil es weiss, dass da dahinter das .1.0/24-Netzwerk zu erreichen ist. Die Antworten schickt .0.11 direkt an die clients, ohne ueber .0.1 zu routen, da es im gleichen subnet haengt. Hin- und Rueckweg sind unterschiedlich, dass ist nicht ungewoehnlich.

Ich wuerde hier erstmal unterstellen, dass das Windows-tracert mit den unterschiedlichen Wegen nicht klar kommt. Warum das so ist, kann ich im Augenblick auch nicht erklaeren, schickt ja auch nur pings mit inkrementierenden TTLs. Hops zusammenzaehlen sollten auch die Redmonder koennen. Wenn die nicht so Bloedsinn machen und jeden router nochmal anpingen und dabei feststellen, dass es zum ersten und zweiten router beidesmal nur einen hop braucht.

Gibs sowas wie ein Routing Redirection Protocol?

Ja, aber es wuerde mich wundern, wenn Windowsbetriebssysteme (irgendeines) sowas (ohne zusaetzliche teure software) koenne.

Wenns das gibt, dann kann Win98 das sicher nicht!

Eben,
Gruss vom Frank.

Falsche Angabe - Antwort schwierig

Gleiches physisches Segement?
Im habe im Win2k3 Server zwei Netzwerkkarten eingebaut, daher
die Nummern:

Also Herbert, du solltest dringend deine Angaben prüfen. Entweder unterschlägst du hier Daten oder du machst gezielt falsche Angaben - oder du hast keinerlei Überblick über das Netzwerk, zu dem du hier Fragen stellst.

Wenn das Routing zwingend über beide Interfaces des Servers liefe, würde ein traceroute diese beiden Hops genauso zwingend auch anzeigen. Zeigt hingegen schon der erste Hop wie du schreibst direkt aufs Ziel, sind beide Rechner im selben Segment.

Gruss
Schorsch

Ps.

Wenn das Routing zwingend über beide Interfaces des Servers
liefe, würde ein traceroute diese beiden Hops genauso zwingend
auch anzeigen. Zeigt hingegen schon der erste Hop wie du
schreibst direkt aufs Ziel, sind beide Rechner im
selben Segment.

Das ist natürlich nur dann richtig, wenn der w2k3 auch tatsächlich routet und nicht bridget. In letzterem Fall mag er tatsächlich fürs traceroute transparent sein - allerdings sollten derartige ‚Kleinigkeiten‘ auch in der Fragestellung angegeben werden.

Wenn die Adresse zu einem anderen Teilnetz gehört, „fischt“
sie der Router raus und leitet sie weiter.

Der Router fischt gar nichts heraus. Wär jas auch blödsinnig bei mehr als einem
Router in einem Netz.

Die ursprüngliche Idee hinter dem heutigen Internet (also noch
das ARPA-Net), also hinter TCP/IP, war ja, dass bei einer
Zerstörung von Teilen des Netzes die Daten trotzdem ankommen,
in diesem zusammenhang ist das verwenden von festen Gateways
oder Routern genau der falsche Lösungsansatz.

Es gibt aber nur statische Routen. Eine dynamische Route ist nämlich nicht mehr
als eine temporäre statische Route, wo ein Router mindestens ein Paket nun mal
auf diese Route schickt. Über die Routerprotokolle RIP und OSPF können sich die
Routen ändern, aber von allein geht das nicht.

Zudem hat ein Router keine eigene IP

Ich weiß nicht, aus welchem Teil der Galaxis du postest. Hier auf der Erde hat
jeder IP-Router mindestens zwei IPs und nicht weniger.

und ist eigentlich gar nicht im Netzwerk sichtbar.

Geh und pinge deinen Router an. Mach ein traceroute. Was siehst du?

Ein Gateway ist eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen
Netzwerken oder Netzwerk-Technologien.

Würde ich ebeenfalls so definieren.

Ein Gateway besitz auf
jeder Seite eine eigene Adresse und die auf der einen Seite
erhaltenen Datenpakete werden dann auf der anderen Seite mit
der entsprechenden Adresse als Absender weitergeleitet.

Richtig, wenn du bespielsweise ein Gateway zwischen einem TCP/ip-basierten und
einem IPX/SPX-basierten Netzwerk hast.

Ein Router hat die Aufgabe dafür zu sorgen,
dass das Paket ankommt OHNE, dass du eine Ahnung haben musst,
wie der entsprechende Rechner im Netz zu finden ist.

Ein Router hat die Aufgabe, Datenpakete von einem Netzwerk in das nächste zu
bringen, weil er sich in beiden Netzwerken befindet. Darüber hinaus kann er
weitere Router für andere Netzwerke kennen. Sogar ein Router hat eine default
route.

Nö, du baust eine Verbindung zu dem gateway auf, notgedrungen
mit deiner privaten IP. Das Gateway setzt dann das ganze um
und versendet dann das Datenpacket mit seiner EIGENEN
eindeutigen IP an z.B. ein anderes Gateway mit einer anderen
EINDEUTIGEN IP.

Das tut der Router nur dann, wenn ich, Stefan Schustereit, das so will. Will
ich kein NAT, dann sendet er das Paket hat mit der privaten Source-IP in die
weite Welt. Ob das sinnvoll ist oder nicht, ist eine andere Sache.

Stell dir mal vor dein PC hat die IP 192.168.0.2 ein weiterer
PC in deinem Netzwerk die IP 192.168.0.3 und du baust nun eine
Verbindung zu einem Server irgendwo auf der Welt auf, welcher,
wie tausende andere, auch die lokale IP 192.168.0.3 hat. Wie
soll jetzt unterschieden werden an welchen Computer das Packet
gesendet werden soll ??

Kann er nicht. Mein Paket mit der Absender-IP 192.168.0.2 kommt aber zumindest
an dem Router vor dem Server an (der es dann dank seiner Spoofing-Regeln
verwirft. Verwirft er es nicht, kommt es sogar an besagtem Server an).

Dein gateway hat nun auf der lokalen Seite z.B. die IP
192.168.0.1 und auf der GAN-Seite die IP 214.123.456.789.

Nicht zwingend. Nur dann, wenn ich eine NAT mache. Mache ich keine, wird die
Server-Antwort (ACK) zwar nie bei mir ankommen, aber trotzdem hat mein Router
das geroutet, was ich von ihm wollte: meine Paket mit der Absenderadresse
192.168.0.2.

was schreibe ich eigentlich so viel:

Ich weiß es auch nicht. Und ich finde, dass du nur Recht hast unter deinen
Annahmen, dass

  1. ein Router völlig selbstständig ohne default route arbeitet
  2. ein Router automatisch ein private IP nattet

was beides IMHO falsch ist.

Stefan

Ja sicher, das Gateway kennt die Route zu 192.168.1.x
Wie kriegt der Cient (Win98 und Win2k) nun diese Route mit?

Gibs sowas wie ein Routing Redirection Protocol?

Das müsste es sein. Der Client schickt sein Paket erst einmal an sein Default-
Gateway, und dieses routet offenbar nicht an das nächste Gateway, sondern
sendet einen Redirect an den Client zurück. Eine entsprechende Meldung bekomme
ich in meinem Netzwerk beinem ping auf bestimmte, von mir statisch geroutete
Netzwerkadressen (so was wie ICMP redirect, ich habs gerade nicht vor mir).

Möglicherweise sieht ICMP so etwas vor, und deshalb taucht das Default-Gateway
nicht auf. Aber um ehrlich zu sein: hier schwimme ich gewaltig und weiß es
nicht wirklich.

Stefan

Hallo

Gibs sowas wie ein Routing Redirection Protocol?

Das müsste es sein. Der Client schickt sein Paket erst einmal
an sein Default-
Gateway, und dieses routet offenbar nicht an das nächste
Gateway, sondern
sendet einen Redirect an den Client zurück. Eine entsprechende
Meldung bekomme
ich in meinem Netzwerk beinem ping auf bestimmte, von mir
statisch geroutete
Netzwerkadressen (so was wie ICMP redirect, ich habs gerade
nicht vor mir).

_[...]_

 Description

 The gateway sends a redirect message to a host in the following
 situation. A gateway, G1, receives an internet datagram from a
 host on a network to which the gateway is attached. The gateway,
 G1, checks its routing table and obtains the address of the next
 gateway, G2, on the route to the datagram's internet destination
 network, X. If G2 and the host identified by the internet source
 address of the datagram are on the same network, a redirect
 message is sent to the host. The redirect message advises the
 host to send its traffic for network X directly to gateway G2 as
 this is a shorter path to the destination. The gateway forwards
 the original datagram's data to its internet destination.

 For datagrams with the IP source route options and the gateway
 address in the destination address field, a redirect message is
 not sent even if there is a better route to the ultimate
 destination than the next address in the source route.

 Codes 0, 1, 2, and 3 may be received from a gateway

_[...]_

[Quelle: http://www.ietf.org/rfc/rfc792.txt RFC 792]

Passt schon.

http://support.microsoft.com/kb/q195686 Hier steht noch, wie lange das anhält und welches von den nicht-netzwertauglichen Betriebssystemen das unterstützt.

Gruß,

Sebastian