Hallo Stefan,
Hi,
ich bin nicht Stefan.
Nein, ich brauche das Gateway ja gar nicht.
Ich schicke das Paket einfach mit der Zieladresse des
Empfängers los.
Ja, das mache ich in jedem Fall.
Der Trick an der ganzen Sache ist ja, dass ich gar nicht
wissen muss in welchen Netz der entsprechende Computer sitzt.
Wenn die Adresse zu einem anderen Teilnetz gehört, „fischt“
sie der Router raus und leitet sie weiter.
Der fischt nicht, das Paket ist direkt an ihn gerichtet. Der interface-Treiber sieht seine MAC und reicht das Ding hoeher an den IPstack. Erst dann kann die Buechse entscheiden, ob sie das Teil routet oder nicht.
Die ursprüngliche Idee hinter dem heutigen Internet (also noch
das ARPA-Net), also hinter TCP/IP, war ja, dass bei einer
Boah, jetzt werden wir aber sentimental…
Zerstörung von Teilen des Netzes die Daten trotzdem ankommen,
in diesem zusammenhang ist das verwenden von festen Gateways
oder Routern genau der falsche Lösungsansatz.
Ja. Deshalb wurde ja dynamisches routing erfunden.
Ein Router hat die Aufgabe Datenpackete auf den richtigen Weg
zu bringen, er verbindet unterschiedliche Subnetze
miteinander. Zudem hat ein Router keine eigene IP und ist
eigentlich gar nicht im Netzwerk sichtbar.
Huh? Naja, wenn Du die Zuordnung default route -> zu verwendende MAC auch ohne IP# hinkriegst.
Der einzige „sichbare“ Effekt eines Routers ist, dass er
den TTL-Zähler herunterzählt und gegebenenfalls (Wenn TTL
Null wird) das Datenpacket vernichtet, damit es nicht ewig
im Internet unherirrt, falls es nicht zustellbar ist.
Ja.
Ein Gateway ist eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen
Netzwerken oder Netzwerk-Technologien.
Und wenn rechts und links gleichermassen IP gefahren wird, ist das nun ein gateway oder ein router?
Ein Gateway besitz auf jeder Seite eine eigene Adresse und die
auf der einen Seite erhaltenen Datenpakete werden dann auf der
anderen Seite mit der entsprechenden Adresse als Absender
weitergeleitet.
Und das ist natuerlich voelliger Quark. Ein router routet, ein gateway macht nix anders, wenn es keinen Medientransfer gibt gilt router == gateway. Der Begriff gateway wird nur ganz gern fuer einen router verwendet, der auch eine default route hat, weil ueber die eben alles erreicht werden kann (aka. Ausgang). Ein router oder host allgemein muss sowas nicht zwangslaeufig haben.
Rein von der Logik her müsste einem schon auffallen, dass dazu
unterschiedliche Protokolle benötigt werden.
Bitte was?
Im IP-Header befindet sich EINE Ziel-IP, welche
normalerweise diejenige des Zielrechners ist.
IP hat immer nur eine dst-IP# (Sachen wir multicast lassen wir mal aussen vor).
Ein Router hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Paket
ankommt OHNE, dass du eine Ahnung haben musst, wie der
entsprechende Rechner im Netz zu finden ist. Also das
Datenpacket sieht genau gleich aus, ob du nun direkt mit dem
Zielcomputer verbunden bist oder ob da noch 20 Router
dazwischen sind.
Es wird zu 98% (im SOHO-Bereich zu 112%) auf beiden Seiten eines Routers oberhalb IP gefahren. In wie weit unterscheiden sich die Pakete oberhalb von Schicht 3 (einschliesslich) genau?
Nö, du baust eine Verbindung zu dem gateway auf,
Abhaengig fuer Deine Definition fuer Verbindung: nein. MAC wird im allgemeinen als verbindungslos betrachtet. Und genau das und nicht mehr macht ein host mit einem gateway. (Ebenso mit einem router uebrigens.)
notgedrungen mit deiner privaten IP. Das Gateway setzt dann das
ganze um und versendet dann das Datenpacket mit seiner EIGENEN
eindeutigen IP an z.B. ein anderes Gateway mit einer anderen
EINDEUTIGEN IP.
Das ist ganz einfach falsch. Du verwechselst hier router/gateway mit einem NAT-router. Das ist es, was Du beschreibst (AFAICS).
Dieses Gateway setzt dann Das Packet nochmals um und sendet es
mit seiner LOKALEN IP an den entsprechenden lokalen Rechner.
Datails dazu findest du unter dem Stichwort NAT.
NAT ist eine kranke Perversion, die den IPv4-Adressraum kuenstlich aufblaehen soll. Es hat (erstmal) genau gar nichts routern oder gateways zu tun. Natuerlich bietet es sich an, auf einem solchen fuer ein RFC1918-Netz NAT zu machen.
Dein gateway hat nun auf der lokalen Seite z.B. die IP
192.168.0.1 und auf der GAN-Seite die IP 214.123. 456.789.
Das andere Gateway hat nun GAN-Seitig die IP 987.654.321.1
Ahh! Hilfe, Peter! Wetten, dass nicht?!
und ist so konfiguriert, dass alle anfragen auf das HTTP-Port an
den lokalen Rechner mit der IP 192.168.0.3 weitergeleitet werden.
Das hat genau gar nichts mit routing zu tun. Das ist NAT und geschiet ausschliesslich auf layer3. Routing wird zusammen mit ARP fuer die Verbindung von layer3 und layer2 benoetigt.
http://www.lrz-muenchen.de/fragen/faq/netz35/
http://de.wikipedia.org/wiki/Private_IP-Adresse
Private IP# haben mit routing genau gar nichts zu tun.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gateway
http://de.wikipedia.org/wiki/Router
Jup, solltest Du dringend lesen. NAT ist keine Protokollumsetzung, sondern nur Trickserei mit IP, auf beiden Seiten wird das gleiche Protokoll verwendet. Ein gatway setzt auf irgendeiner ISO/OSI-Schicht Protokolle um, z.~B. ethernet auf IEEE802.11x oder Token Ring um. Sorry, Peter, hier bist Du gewaltig auf dem Holzweg.
Gruss vom Frank.