Hi Martin
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Das, was du da beschreibst, ist der sog. Meissner-Ochsenfeld-Effekt. Um zu verstehen, was da genau passiert, muss ich ein bisschen ausholen.
In einem Magnetfeld (B) spüren Elektronen (Ladung -e) eine Lorentz-Kraft (F):
F = -e*v*B ,
die immer senkrecht zum Magnetfeld und zur Bewegungsrichtung der Elektronen (Geschwindigkeit v) gerichtet ist. Du kannst dir die Richtung der Kraft mir der Rechte-Hand-Regel klarmachen. Tu mal so, als würdest du mit den Fingern der rechten Hand bis 3 zählen, erst Daumen, dann Zeigefinger, dann Mittelfinger. Diese 3 Finger formen jetzt ein 3-dimensionales Achsenkreuz (den Mittelfinger kriegst du ja nicht ganz runter). Der Daumen zeigt in die Bewegungsrichtung des Elektrons, der Zeigefinger in die Richtung des Magnetfeldes und der Mittelfinger in Richtung der Lorentz-Kraft. Jetzt wird dir sicherlich klar, dass die Lorentz-Kraft das Elektron auf eine Kreisbahn um das Magnetfeld zwingt. Die Energie dazu kommt aus dem Magnetfeld selber!
Das Interessante ist, dass die kreisenden Elektronen ihrerseits nun einen Kreisstrom darstellen. Und dieser erzeugt seinerseits ein Magnetfeld b, aber eines, das entgegengesetzt zum ursächlichen Magnetfeld B gerichtet ist. Mit anderen Worten, die Lorentz-Kraft (als Ursache für den Kreisstrom) erzeugt ein Magnetfeld b, das dem ursächlichen Magnetfeld B entgegenwirkt!
Im normalleitenden Zustand fließen an der Obefläche der Kugel also bereits winzige Kreisströme. Wegen des elektrischen Widerstandes werden diese Elektronen auf ihren Kreisbahnen jedoch immer wieder abgebremst, sie stoßen sozusagen mit den Ionenrümpfen des Metallgitters zusammen. Daher ist das Gegen-Magnetfeld b sehr viel kleiner als das ursächliche Magnetfeld B. Wenn jetzt aber durch Abkühlung die Supraleitung einsetzt, können sich die Elektronen auf einmal völlig frei bewegen, sie stoßen nicht mehr mit den Ionenrümpfen des Metallgitters zusammen. Und plötzlich kann sich das Gegen-Magnetfeld b voll ausbilden, es erreicht seine maximale Stärke und kompensiert das ursächliche Magnetfeld B nun vollständig! Innerhalb der supra-leitenden Kugel findest du kein Magnetfeld mehr 
Die Energie dafür kommt aus dem äußeren Magnetfeld B selbst. Im normalleitenden Zustand wird diese Energie in Wärme umgewandelt, weil die Elektronen mit den Ionenrümpfen zusammenstoßen. Im supra-leitenden Zustand jedoch wird diese Energie zur vollständigen Verdrängung des Magnetfeldes aus dem Inneren des Supraleiters benutzt!
Das Schweben ist auch eine Folge dieses Effektes. Die Kugel wird quasi gegen-magnetisch (diamagnetisch). Spiel mal mit 2 entgegengesetzt gepolten Magneten, du wirst sehen, dass die Kraft, die sie aufeinander ausüben, extrem stark ist 
Es gibt noch eine andere Klasse von Supraleitern, die das Magnetfeld teilweise in sich eindringen lassen, aber das würde hier jetzt vermutlich zu weit führen …
cu Stefan.