Nein, nein, hier gehen Artikel und Numeralia durcheinander.
Numeralia… das war es!
Der unbestimmte Artikel ist zu unterscheiden vom Zahlwort.
Im Deutschen gibt es keinen sichtbaren Unterschied. Aber ich seh schon, das war ein völlig danebenes Beispiel für den Unterschied zwischen Bestimmtheit und Unbestimmtheit. 
Es wird lediglich gesagt, dass es sich um
„mein“ Kind handelt. Wieviele Kinder ich insgesamt habe,
bleibt unberücksichtigt.
Das bleibt deswegen nicht berücksichtigt, weil es im Deutschen unmöglich ist, das Possessivpronomen mit dem unbestimmten Artikel zu kombinieren. Das wäre nämlich „Das ist ein mein Kind“ im Gegensatz zu „Das ist das mein Kind“.
In anderen SPrachen gibt es diesen Utnerschied. Ob der Artikel steht oder nicht hängt davon ab, ob es eines oder mehrere dieser Dinge gibt. „das ist mein Kopf“ hätte einen Artikel, weil man nur einen Kopf hat, „das ist mein Zahn“ nicht, weil man nornalerweise mehr als einen Zahn hat. 
Konkret wichtig wird der Unterschied beim Wort Freund/Freundin. Im Deutschen ist „Das ist mein Freund“ (von einer Frau gesagt) zweideutig. Entweder ist es einer ihrer ihr nahestenden Bekannten oder ihr boyfriend. Gibt es einen Artikel, ist es sofort klar: „Das ist der meinige Freund“ = my boyfriend. „Das ist ein meiniger Freund“ = ein guter Bekannter.
Muss aber nicht, es wird nicht ausgedrückt.
Eben, weil man es nicht ausdrücken KANN.
Ebenso kann man im Lateinischen auch nicht ausdrücken „Das Kind“ im Gegensatz zu „ein Kind“. Man kann nur „dieses eine Kind“ sagen. („ille“ wenn ich mich nicht irre - woraus dann die romanischen Artikeln wurden.)
Gruß
dataf0x