Wohin bei Depressionen?

Hallo,

wie ist es eigentlich, wenn man wegen Depressionen zum Arzt muss?
Zu welchem Arzt geht man denn da und was macht der dann?
Wie wird die Diagnose festgestellt und wer bezahlt das?
Hat jemand Erfahrung damit?

Danke im Voraus und viele Grüße
Romy

Hallo,

wenn Du einen Hausarzt hat, zu dem Du Vertrauen, ein gutes Verhältnis hast, würde ich zu dem gehen. Für verantwortungsbewusst würde ich den halten, wenn er mit Dir ein ausführliches Gespräch führt und bei der Erkenntnis, dass Du tatsächlich Depressionen hast, Dich an einen FAcharzt bzw. Psychotherapeuten weiter überweist.

Andererseits kannst Du, wenn Du meinst, Du möchtest dann doch eine längerfristige Therepie beginnen und hast sowieso keinen dauerhaften Hausarzt, auch direkt mit Deiner Chipkarte zu einem Psychotherapeuten gehen. Wenn Du keinen kennst bzw. keinen im Bekanntenkreis empfohlen bekommst, ruf einfach mal Deine Krankenkasse an.

Der Therapeut wird sich im ersten GEspräch mit Dir umfassend beschäftigen, um zum Einen herauszufinden, was mit Dir los ist und zum Anderen, welche Form der Therapie er Dir empfehlen würde. Dementsprechend wird er Dir vermutlich auch gleich sagen, ob er für die und die Therapieform der Richtige ist oder ob er Dir einen Kollegen empfehlen wird.

So kenn ich das.

Äußerst vorsichtig würde ich an Deiner Stelle werden, wenn Dein Hausarzt, der u.U. Allgemeinmediziner ist, Dir irgendwelche Psychopharmaka verschreibt.

Die würde ich wohl keinesfalls nehmen.

Mit Depressionen ist nicht zu spaßen und wenn da der falsche dran rumdoktort, kann das ziemlich nach Hinten los gehen.

Alles Gute!

Gruß
Demenzia

Ergänzung
Hallo Romy
(eine meiner Töchter heißt auch Romy)
Ergänzend zu Demenzia möchte ich die drei zuständigen Fachrichtungen nennen:

  1. Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  2. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  3. Psychologischer Psychotherapeut

Gruß,
Branden

Hallo Romy,

wie ist es eigentlich, wenn man wegen Depressionen zum Arzt
muss?
Zu welchem Arzt geht man denn da und was macht der dann?

Du kannst zum Hausarzt gehen oder auch zum entsprechenden Facharzt: Facharzt für Psychiatrie.

Wie wird die Diagnose festgestellt

Vor allem über Gespräche, in denen es z.B. um die Beschwerden geht (z.B. niedergedrückte Stimmung, Schlafschwierigkeiten), vergangene Krankheiten, Krankheiten in der Familie, die Lebenssituation.

und wer bezahlt das?

Die Krankenkasse.

Beste Grüße

Hi,

einem Psychotherapeuten gehen. Wenn Du keinen kennst bzw.
keinen im Bekanntenkreis empfohlen bekommst, ruf einfach mal
Deine Krankenkasse an.

Als ich meine KK nach einer Empfehlung für einen Arzt gebeten habe, bekam ich als Antwort nur einen Standardbrief in dem stand, daß Sie keine Empfehlungen aussprechen dürfen…
Weiss also nicht ob das was bringt.

Gruß
Nick

Mahlzeit,

Als ich meine KK nach einer Empfehlung für einen Arzt gebeten
habe, bekam ich als Antwort nur einen Standardbrief in dem
stand, daß Sie keine Empfehlungen aussprechen dürfen…
Weiss also nicht ob das was bringt.

Das ist sicherlich von KK zu KK unterschiedlich. Mich haben die Empfehlungen von denen nie interessiert… weil ich dann vermutlich eh gleich nach dem Branchenbuch gehen kann.

Aber man sollte wohl ohnehin nicht davon ausgehen, dass der erste Therapeut auch gleich der Richtige ist…

Grüße
Demenzia

Hallo,

ich würde (als Kassenpatient) sowieso nicht nach KK-Listen (die es immer noch gibt) oder Branchenbuch gehen, sondern nur über die Arztsuche der Ärztekammern gehen, die sind normalerweise vollständig.
http://www.kbv.de/

&Tschüß

Wolfgang

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Was ist ‚‚Depression‘‘?
http://de.wikipedia.org/wiki/Depression
(versuch auch 'mal Dich in der Tabelle rechts ‚‚Klassifikation‘‘ selber einzuordnen)

brainstorm ohne Gewähr:

Es gibt verschiedene ‚Arten‘ von ‚‚Depressionen‘‘ …
soviel ich weiß ist es - ähnlich wie ‚‚Schizophrenie‘‘ - ein Wort für etwas, das medizinisch nicht exakt definiert ist - [wiki:] ‚‚Dabei bleibt offen, ob die Krankheit reaktiv, neurotisch oder endogen entstanden ist. Die Diagnose wird allein nach Symptomen und Verlauf gestellt.‘‘
Dementsprechend hat der Mediziner ziemlich ‚freie Hand‘ bei der Behandlung /Therapie. Er kann Psychopharmaka mit der Gefahr entsprechender Nebenwirkungen, eine Kur (?) /Wellness, verordnen, sogar allein die Ernährung untersuchen und umstellen, Akupunktur, sonstwas empfehlen …
Es ist wohl alles nicht ganz klar und - so meine ich es: - anders als bei ‚‚akutem Blinddarm‘‘ …
Wenn Du einen guten Hausarzt hast, dem Du vertraust, kann der Dir das umfassender erläutern (wenn Du entsprechend fragst).

So können ‚‚Depressionen‘‘ - wieder soviel ich weiß - absolut diagnostizierbare pathologische (‚körperliche‘) Ursachen haben zB Fehlfunktionen oder Beeinträchtigung der neuronalen Interaktivität (Hirnzellen-Verschaltung und ~Verquickung), …
… aber auch einfach eine ‚‚Gemütsstimmung /Gemütsverfassung‘‘ sein …
… man kann generell ein lethargischer Typ Mensch sein, bei dem es mehr oder weniger normal ist, sich öfter 'mal depressiv zu fühlen …
… oder zB auch unverarbeitete Trauer, schwere Rückschläge können zu (chronischer) Niedergeschlagenheit /Antriebslosigkeit führen oder einfach ein unerfüllter Lebensstil …
siehe dazu im selben wiki Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Depressi

Dies richtig zu ‚sortieren‘ ist natürlich auch für einen Arzt schwierig …
Ein Wort wie ‚‚Depression‘‘ ist immer schnell bei der Hand …

soweit mein Halbwissen
mfg RoNeunzig

Gelbe Seiten :wink:
Ich moechte mich denjenigen anschliessen, die dir geraten haben zu einem „ganz normalen“ Psychologen in deiner Naehe zu gehen. Der wird dann vermutlich wissen ob er dir helfen kann oder dich zu einem anderen Arzt ueberweisen.
Einfach mal unter http://www.gelbeseiten.de/ „Psychologe“ und deine Stadt oder Gegend eingeben und anrufen.

Das erste Beratungsgespraech zahlt die Krankenkasse. Wenn der Arzt es fuer angemessen haelt bekommst du auch weitere Sitzungen bezahlt. Eine begrenzte Anzahl pro Woche. (war bei einer Freundin so)

Fuer die verschiedensten Arten von Problemen gibt es auch Sorgentelefone. Google mal danach, falls du zu grosse Hemmungen hast sofort zum Arzt zu gehen. Achte darauf nicht auf teure „Abzockangebote“ hereinzufallen.

Hallo,

dieser Irrglaube ist anscheinend unausrottbar:
Ein reiner „Psychologe“ ist in D weder Arzt noch Therapeut und kann bei psychischen Krankheiten nicht behandeln.
Bei psychischen Krankheiten wie z. B. Depressionen geht man zu folgenden Fachärzten:
…für Psychiatrie
…für psychotherapeutische Medizin
…für psychosomatische Medizin
… (evtl.) für Neurologie

Eine Therapie wird dann von einem psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt.

&Tschüß

Wolfgang

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Jetzt erklaer mir mal warum ein Psychologe nicht erkennen kann, ob die betreffende Person nur ein psychologisches Problem hat oder diese zu einem Psychiater oder in eine andere Praxis gehen sollte??

Ausserdem werden, wenn man „Psychologe“ in den Gelben Seiten eingibt auch die therapeutischen Kliniken erwaehnt […]

Team: Artikel entsprechend der Netiquette bearbeitet

Jetzt erklaer mir mal warum ein Psychologe nicht erkennen
kann, ob die betreffende Person nur ein psychologisches
Problem hat oder diese zu einem Psychiater oder in eine andere
Praxis gehen sollte??

Ausserdem werden, wenn man „Psychologe“ in den Gelben Seiten
eingibt auch die therapeutischen Kliniken erwaehnt.

Hallo,

hast Du das Ausgansposting gelesen ?

Da wird nach einem (Fach-)Arzt gefragt. Ein Psychologe ist das nicht.

Und die gelben seiten fassen halt mehrere „Branchen“ zusammen. Aber nicht alle Fachärzte bzw. psychologischen Psychotherapeuten sind in den „gelben Seiten“ vertreten. […]

&Tschüß

Wolfgang

Team: Zitat bearbeitet, persönlicher Kommentar entfernt

Hallo,

danke für eure Antworten, aber ich möchte eigentlich nicht mit jemandem darüber reden, das kann ich gar nicht.
ich kanns ja nichtmal selber für mich ausdrücken…

Zudem lebe ich in einer Kleinstadt und hab grade erst den Hausarzt gewechselt. Ich weiß, dass es hier in der Gegend einen Psychater gibt, aber das kann heutzutage doch jeder machen - ich vertraue nicht darauf, dass der da wirklich helfen kann… wo ja auch wieder kommt, dass ich nicht reden kann.
Wenn ich versuche mit einem guten Freund zu sprechen, kommen 3 Worte und dann die Tränen und unter Tränen kann ich nicht sprechen.

Viele Grüße

Romy

Vorwärts denken
Hallo Romy,

ohne Fachfrau zu sein: wenn Du wirklich Despressionen hast, gehen die nicht einfach so irgendwann mal wieder von alleine weg.

U.U. zieht Dich der Strudel immer tiefer. Was glaubst Du, wie viele Menschen sprachlos beim Therapeuten sitzen. Da musst Du Dir keine Sorgen machen, das ist ein Fach"mann", der weiß schon, wie er an Dich heran kommt und ist es gewöhnt, dass Menschen nicht reden können/wollen.

Aber den ersten Schritt MUSST Du machen. ist der getan, hast Du viel geschafft.

Am besten redest Du aber wirklich vielleicht erst mal mit Deinem Hausarzt, erzählst ihm Deine Befürchtung depressiv zu sein, schilderst ihm Deine Symptome - irgendwo den Mund aufmachen musst Du schon, ansonsten ändert sich NICHTS. Und ich denke mal, Du möchtest etwas ändern - oder warum hast Du sonst hier Deine Frage gestellt?

Gruß
Demenzia

Du kannst das mal mit deinem Hausarzt abklären. entweder kann er dir schon helfen oder er überweist dich an einen entsprechenden facharzt weiter. Wegen der Bezahlung keine Sorge, das übernimmt die Kasse!

Gruß
Axel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

wie ist es eigentlich, wenn man wegen Depressionen zum Arzt
muss?

Ähnlich, als ob Du wegen Grippe zum Arzt gehst, nur wirst Du eben nicht körperlich untersucht. Dir werden Fragen gestellt, Du wirst vielleicht auch ein wenig „gemustert“…

Zu welchem Arzt geht man denn da und was macht der dann?

Meiner Erfahrung nach geht man da zum Psychiater oder manchmal aber auch zum Hausarzt (der kann Dich dann überweisen)

Wie wird die Diagnose festgestellt und wer bezahlt das?

S.O. Durch Beobachten, Tests, Gespräche… Bezahlt wird das ganze üblicherweise von der Krankenkasse. (Eine Depression ist eine Erkrankung.)

Hat jemand Erfahrung damit?

Danke im Voraus und viele Grüße
Romy

Liebe Grüße,
Isaaa.

danke für eure Antworten, aber ich möchte eigentlich nicht mit
jemandem darüber reden, das kann ich gar nicht.
ich kanns ja nichtmal selber für mich ausdrücken…

Darüber zu reden ist etwas, was bei der Therapie einer depressiven Erkrankung sehr hilfreich ist. Wenn du eine Therapie machst, wird sie vermutlich auch therapeutische Gespräche beinhalten. Wenn du ein Medikament verschrieben bekommst, wird es dir helfen, das zu schaffen. Wichtig ist auch, dass du erkennst, dass eine Depression eine Krankheit ist, die weder deine Schuld noch etwas ist, wofür du dich schämen musst.

Zudem lebe ich in einer Kleinstadt und hab grade erst den
Hausarzt gewechselt. Ich weiß, dass es hier in der Gegend
einen Psychater gibt, aber das kann heutzutage doch jeder
machen - ich vertraue nicht darauf, dass der da wirklich
helfen kann… wo ja auch wieder kommt, dass ich nicht reden
kann.

Psychiater darf sich nur nennen, wer Medizin studiert hat und den passenden Facharzt erworben hat. Er ist also sehr gut ausgebildet.

Mach einen Termin beim Psychiater und schau, was passiert. Er wird deine Schwierigkeiten, darüber zu sprechen, verstehen. Du bist schließlich nicht sein erster Patient. Du musst ihm auch nicht groß das wie und warum erklären. Es gibt ja oft in dem Sinne keinen vernünftigen „Grund“ für die Depression (Auslöser wie Tod, Krankheit, Beziehung gibt es zwar oft, aber es gibt auch Depression ohne konkreten Auslöser). Im Endeffekt ist etwas im Stoffwechsel des Gehirns nicht mehr ok, die für Glücksempfindungen zuständigen Neuronen haben zuwenig Serotonin, und um das wieder hinzubekommen, gibt es Fachleute.

Viele Grüße,
Sebastian

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Vielleicht solltest du mal versuchen die Artikel nicht Wort fuer Wort so zu uebernehmen wie sie dort stehen. Gerade nicht unter Psychologie. Die Person ist offenbar selbst kein Arzt oder hat eine Selbstdiagnose gestellt und weiss dass sie zu einem Psychiater gehen muss. Sie hat einfach nur gefragt wie es ihr in den Sinn gekommen ist, was hier auch ganz in Ordnung ist.

[…]

Team: Artikel entsprechend der Netiquette bearbeitet

Hallo!
Wieso MUSST du denn wegen Depressionen zum Arzt? Irgendwer muss die ja festgestellt haben.
Bei mir hat mal ein Psychiater Depressionen diagnostiziert. Erst hat er mir 12 Wochen lang ein Antidepressiva verschrieben. Als das keine Wirkung zeigte, war er sich wegen der Diagnose unsicher und ist es heute noch. Deswegen wollte er mich in die Klapse schicken.
Eine andere Ärztin hat das auch mal so nebenbei diagnostiziert und mir zu einem anderen Antidepressiva geraten.
Bezahlen tut die Krankenhasse.
Und meine Erfahrungen: Lass die Finger davon!
Grüsse Ali

Wohin bei Depressionen?
Hallo Romy,

ich kann Ihnen zu dieser Volkskrankheit Nr.1 das Buch:
„Schatten im Leben“ aus dem Roderer Verlag in Regensburg empfehlen
ISBN 978-3-89783-627-3 Buch anschauen / Preis: 16,80 EUR
Ein Buch, dass die Vielzahl von Depressionen und Suizidgedanken beschreibt und Betroffenen und dem Umfeld helfen soll, mit dieser Krankheit besser umzugehen.
Weitere und wichtige Informationen erhalten Sie selbstverständlich auch auf der Homepage: www.mikelmarz.de