Hallo,
ich habe kürzlich schonmal eine Frage zu Depressionen gestellt (http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…).
Als ich mit meiner Mutter zu ihrer Psychiaterin unterwegs war, die an dem Tag leider früher Schluss gemacht hatte, stellte sich mir dann die Frage nach einer Anlaufstelle für „psychiatrische Notfälle“ (mir fällt grade kein anderer Begriff dafür ein). Ich habe an der Info einer nicht weit entfernten Klinik gefragt, da wurde mir die Telefonnummer der Telefonseelsorge oder des Bereitschaftsdienstes genannt.
Beides fand ich in dem Fall leider nicht so passend, habe zwar beim Ber.-Dienst angerufen, aber da kein akuter lebensbedrohlicher Zustand vorlag konnten sie mir auch nicht helfen und auch keinen anderen möglichen Ansprechpartner nennen.
Habt ihr vielleicht eine Idee? Konkret geht es darum Panikattacken/ Angstzustände zu behandeln, die sich durch Symptome wie körperliche Schwäche, hoher Blutdruck, Mattheit, Appetitlosigkeit, nervlich-down-sein darstellen.
Sorry, falls ich mich bisschen blöd ausgedrückt habe, das ganze ist nicht so einfach zu beschreiben.
Danke schonmal für eure Tipps und Hilfe.
Gruß
Miriam
Kommt auf den Notfall an
Zur Krisenintervention:
Klinik
ärztlicher Notdienst
sozial-psychiatrischer Dienst
in minder schweren Fällen Telefon-Beratungen (zb. Kompetenznetze)
Du hast Deine Antwort (wenn ich die Frage richtig verstehe) bereits:
da kein akuter lebensbedrohlicher Zustand vorlag konnten sie mir auch :nicht helfen und auch keinen anderen möglichen Ansprechpartner :nennen.
Weil es keinen gibt. (zumindest wüsste ich keinen)
Wenn ich das richtig verstehe suchst Du nach einem „System“ zwischen ambulanter Therapie und Krisenintervention… für Situationen in denen das eine zu wenig, das andere zu viel ist…?
(Solche Einrichtungen gibt es schon, aber es geht hier ja um kurzfristige Versorgung) Du meinst sowas wie eine „Notfall-Therapiestunde“?
Analog:
Du verstauchst Dir am Abend den Fuß (Selbstdiagnose).
Entweder hälst Du durch bis zum nächsten Tag, oder Du suchst das nächste Krankenhaus bzw. die Notfallpraxis auf (Wo Du entsprechend warten musst, weil diejenigen mit schwerwiegenderen Verletzungen vorrangig behandelt werden) bzw. rufst einen Krankenwagen.
Es stellt sich also die Frage „wie viel Notfall ist der Notfall“?
Für „wirkliche Notfälle“ bestehen die oben erwähnten Angebote.
Für kleinere Notfälle ist der Therapeut der Ansprechpartner!
Risikofaktoren erfassen
Frühwarnsymptome erfassen
Vermeidungs-/Kompensationsstrategien entwickeln
Erstellung eines Notfallplans
u.U. Bedarfsmedikation
etc.
Du hast im letzten Beitrag schon erwähnt, dass der therapeutische Schwerpunkt auf der medikamentösen Therapie zu liegen scheint.
Und in gewisser Weise Deinen Unmut darüber kund getan.
Evtl. bedarf es da einen Therapeutenwechsel, wenn aus einem Gespräch mit deutlich formuliertem Wunsch nach mehr Psychotherapie, nichts herauskommt (welches als allererstes nun zu führen wäre).
Habt ihr vielleicht eine Idee? Konkret geht es darum
Panikattacken/ Angstzustände zu behandeln, die sich durch
Symptome wie körperliche Schwäche, hoher Blutdruck, Mattheit,
Appetitlosigkeit, nervlich-down-sein darstellen.
Also mit einer Panikattacke (Herzrasen, hoher Blutdruck- Angst zu ersticken) bin ich für eine Erstversorgung in der Notfall- Ambulanz eines jeden Krankenhauses richtig.
Eine weiterführende Behandlung (Angsttherapie) sollte dann vom Fachmann kommen.
In BW sind mir allerdings viele Einrichtungen der Psychiatrie bekannt, die Notienste haben. Die Krankenkasse muss doch hier konkret eine Anlaufstelle benennen können?
Grüße
Frank
Du hast im letzten Beitrag schon erwähnt, dass der
therapeutische Schwerpunkt auf der medikamentösen Therapie zu
liegen scheint.
Und in gewisser Weise Deinen Unmut darüber kund getan.
Evtl. bedarf es da einen Therapeutenwechsel, wenn aus einem
Gespräch mit deutlich formuliertem Wunsch nach mehr
Psychotherapie, nichts herauskommt (welches als allererstes
nun zu führen wäre).
Ja das ist richtig, den Vorschlag habe ich auch schon gemacht, aber sie ist in der Hinsicht beratungsresistent. Ich hoffe die demnächst anstehende Kur/Reha bringt sie zum Umdenken, denn sie muss die Änderung ja wollen, ansonsten kann man ihr schlecht helfen. Die Psychiaterin ist derzeit leider im Urlaub.
Momentan ist sie fest davon überzeugt dass sie organisch krank ist, dass es psychische Auswirkungen sein könnten lässt sie nicht an sich ran.
Nicht einfach momentan…
Also mit einer Panikattacke (Herzrasen, hoher Blutdruck- Angst
zu ersticken) bin ich für eine Erstversorgung in der Notfall-
Ambulanz eines jeden Krankenhauses richtig.
Ich hätte damals auch den Krankenwagen kommen lassen, aber sie wollte nicht, nach kurzer Zeit gings dann auch wieder.
Eine weiterführende Behandlung (Angsttherapie) sollte dann vom
Fachmann kommen.
Adressen habe ich schon rausgesucht, kann aber nur ein Denkanstoss sein, da man sie ja nicht zwingen kann.
In BW sind mir allerdings viele Einrichtungen der Psychiatrie
bekannt, die Notienste haben. Die Krankenkasse muss doch hier
konkret eine Anlaufstelle benennen können?
Werd ich mich mal erkundigen, danke für den Tipp.
Gruß
Miriam
Falls Du es nicht schon hast, könntest Du ihr eine Selbsthilfegruppe (Betroffenen-Gruppe ist das schickere Wort in solchen Fällen) für krebserkrankte Frauen vorschlagen.
Das könnte in diesem Fall ein guter Weg sein, um (a) besser mit der eigenen Erkrankung umgehen zu lernen und (b) zu sehen, dass psychische Folgen „ganz normal“ sind. Sie sieht in erster Linie als organisch krank, und das kann man bekanntlich nicht mit Psychotherapie heilen.
Aber in einer solchen Gruppe wird oft sehr schnell deutlich, wie wichtig „psychische Nebenwirkungen“ sind bezüglich des Umgangs mit der ursprünglichen Erkrankung und hinsichtlich subjektiver Lebensqualität.
Wahrscheinlich musst Du da ein bißchen durch die Brust ins Auge,aber ein Versuch wäre es sicher wert…?
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