Wohin in Österreich für einen Tagesausflug?

Hallo an alle.
Ich feiere dieses Wochenende das zweijährige mit meiner Freundinn, und möchte gerne etwas unternehmen. Die große Frage ist nur was?
Es gibt ja wirklich sehr viel schönes in Österreich zum anschauen und erleben, aber leider weiß ich fast nichts davon.
Ich wohne in der Nähe von Eisenstadt.

Bitte schreibt mir von allem was euch sehenswert erscheint - Gletsch - Freizeitparks - Donaurundfahrten - Neusiedelersee Rundfahreten- uvm.
Bitte mit Adressen, bzw Ortangaben wo ich hinfahren muß. Es kann auch weiter weg sein.

Ich danke euch schon mal im vorraus…

Ein schöner Ausflug und nebenbei gesagt auch nicht so bekannt, ist ein Besuch bei den Marchfelder Schlössern :

Das Marchfeld nordöstlich von Wien, nördlich der Donau: Das etwa 45 km lange und 30 km breite Marchfeld besteht aus einem etwas höher gelegenen nördlichen Teil und der etwa 10 m tiefer liegenden Aulandschaft entlang der Donau. Die Trennung der beiden Teile erfolgt durch den so genannten Wagram, der etwa an der Linie von Deutsch-Wagram nach Marchegg verläuft. Das Marchfeld war schon in prähistorischer Zeit besiedelt.

Nach den Türkenkriegen entstanden im Marchfeld großartige barocke Schlösser, die nicht mehr, wie ehedem die Burgen, der Verteidigung Wiens dienten, sondern dem glanzvollen höfischen Leben dieser Zeit. Die Marchfeldschlösser hatten unter den Kriegswirren des zweiten Weltkrieges und während der zehnjährigen russischen Besatzungszeit schwer zu leiden. Sie wurden mit staatlicher Hilfe großzügig restauriert und als Außenstellen der großen Wiener Museen eingerichtet.

Bei der Einfahrt in das Marchfeld von Wien aus über Großenzersdorf am Donau-Oder-Kanal vorbei kommen Sie zunächst zu der wenig bekannten Wasserburg Sachsengang, die schon im Jahr 1021 urkundlich erwähnt wurde. Vom nahe gelegenen Leerberg erzählt die Sage, daß dort der Hunnenkönig Attila bestattet sein soll.

Sie erreichen Orth a. d. Donau. Schloss Orth mit seinen gotischen Wehrtürmen stammt in seiner heutigen Gestalt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Wasserburg von den Schweden unter General Torstensson eingenommen. Heute beherbergt Schloss Orth das Österreichische Fischereimuseum.

Einige Kilometer weiter östlich liegt in einem prächtigen Park Schloss Eckartsau , das in den Jahren 1722 bis 1732 erbaut wurde. Jedoch wurde es durch die Kriegs- und Nachkriegswirren seiner prunkvollen Möbel beraubt. Nach seiner Abdankung verbrachte der letzte Kaiser Karl I. im Jahr 1918 einige Zeit auf Eckartsau, bevor er seine Fahrt in das Schweizer Exil antrat.

Das Marchfeld ist nicht nur ein Paradies für die Tier- und Pflanzenwelt, sondern es ist auch ein alter geschichtsträchtiger Boden, dessen prächtige Schlösser und Alleen das Auge magisch anziehen. Acht breite Alleen verbanden das Schloss Schlosshof mit dem Jagdschloss Niederweiden. Schlosshof, das von Lukas von Hildebrandt im Jahre 1725 umgebaut worden ist, war die bevorzugte Residenz des „Edlen Ritters“ Prinz Eugen, der hier seinen Gästen glanzvolle Feste bot. Wasserkarusselle, Feuerwerke und große Treibjagden, aber auch Konzerte und Opernaufführungen. Carl Ditters von Dittersdorf war Hauskomponist Prinz Eugens in dieser Zeit.

Die Stadt Marchegg verdankt ihre Entstehung König Ottokar, der diese Stadt im Jahre 1268 als Brückenkopf gegen den Osten errichten ließ. Die Türken zerstörten die Stadt fast zur Gänze. Das Wasserschloss Marchegg wurde mehrfach umgebaut, zuletzt im Jahre 1733. In seinen Prunkräumen ist das so beliebte Jagd- und Wildmuseum untergebracht.

Für Freunde der Technik gibt es im Marchfeld ebenfalls etwas zu sehen:

Nordöstlich von Wien liegt Straßhof mit dem Eisenbahnmuseum Strasshof und dem Heizhaus (geöffnet April - September jeden Sonn und Feiertag 10 - 16 Uhr)

Das Angebot
Rund 25 Dampflokomotiven quer durch die 150jährige österreichische Eisenbahngeschichte und 30 Personen und Güterwaggons warten darauf, von Ihnen gefilmt oder auf Video festgehalten zu werden. Sehen und erleben Sie Dampfloks der Südbahn, der kkStB und der ÖBB im stilvollen Rahmen einer komplett erhaltenen Dampfzugforderung.

Jeden ersten Sonntag im Monat Dampflokvorführbetrieb mit Führerstandsmitfahrt. Geländefahrten in historischen Waggons. Ständige Führungen durch die Anlage, wechselnde Ausstellung von Kleinexponaten, betriebsbereite Nebenanlagen, wie Wasserkräne, Drehscheiben, Bahnschranken usw. Auch die Modellbahn ist mit einer großen HD Modelbahnanlage und 5 Zoll Dampfgartenbahn ständig vertreten.

Das Museum
Die alte Zugforderungsanlage ist heute ein Eisenbahnmuseum, das die staatliche Lokomotiv und Wagensammlung beherbergt. Von einem nicht auf Gewinn ausgerichteten Verein, dem 1. ö. S.E.K. wird diese heute unter Denkmalschutz stehende Anlage durch seine ausschließlich ideell tätigen Mitglieder und Mitarbeiter in deren Freizeit erhalten und betrieben.

Das Heizhaus mit all seinen Nebenanlagen repräsentiert eine Zugbeförderung der Nachkriegszeit, ausschließlich für den Dampfbetrieb. Strasshof war die einmalige Chance, in Österreich ein Betriebsmuseum für Vollspur zu errichten. Dieser Idee folgend, richtete der 1. ö. S.E.K. nach und nach die Gleisanlage für den Betrieb her. Sie hat anläßlich der Paraden im Jubiläumsjahr 1987 bestens bewährt. Nicht nur das, auch auf kleinen Spuren herrscht heute reger Betrieb.

Mitte 1983 konnte die Anlage eröffnet werden. Vorerst im bescheidenen Umfang begann der Verein seine 1974 in Strasshof aufgenommene Tätigkeit zu intensivieren und zusammen mit dem Eigner der Fahrzeuge, dem Technischen Museum, auszubauen. Stück für Stück wird nun jedes Fahrzeug in einen ausstellungswürdigen Zustand gebracht. Dampflokomotiven werden, soweit finanziell vertretbar oder Sponsoren gefunden werden, betriebsbereit aufgearbeitet. Die Stadtbahnlok 30 33 war die erste ausschließlich von Amateueren in der Freizeit hauptausgebesserte Normalspurdampflok in Österreich.

Die Geschichte
Die Heizhausanlage Strasshof Silberwald gehört(e) zur Nordbahn. Der Bahnhof Strasshof, dem das Heizhaus zuzuordnen ist, war zeitlich gesehen der letzte im Bereich der ehemaligen k.k. priv. KaiserFerdinands Nordbahn errichtete Rangierbahnhof. Die 1908 erbaute Anlage wurde in späteren Jahren erweitert. Nach 1938, als der Rangierbahnhof Strasshof große Bedeutung für den Nord Süd Verkehr derDeutschen Reichsbahn erlangte, wurde ein Neubau dringend notwendig.

Die nach Reichbahnnormen erstellten Baupläne wurden mehrmals abgeändert, der tatsächliche Baubeginn durch die Reichsbahndion Wien hinausgezögert, so daß mit dem Bau erst im Jahre 1944 begonnen und erwartungsgemäß vor Kriegsende nicht mehr fertiggestellt wurde.

Die Wiener Brückenbau und Eisenkonstruktions AG stellte 1947 für die ÖBB das Dach her, und die Bundesbahnen nahmen die Anlage für ihren Bedarf in Betrieb. Der sinkende Verkehr auf der Rumpfstrecke der Nordbahn, die Elektrifizierung und schließlich das Ende der Dampftraktion machten diese Dienstelle mit 31.12.1978 überflüssig, der Umwandlung in ein Eisenbahnmuseum stand nichts mehr im Wege.

Natürlich gibt es noch viel mehr im östlichen Österreich zu sehen!
Schönen Urlaub wünscht Euch Peter aus Anif bei Salzburg

Hallo, Anton, die Kulturhauptstatdt kennst du ja wohl. Ist ja nur um die Ecke. Ist aber dauernd was Neues los. Toll. Antal

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na ja nicht gerade ‚um die Ecke‘ ist Graz …
Eisenstadt - Graz sind einfach 141 km = mehr als eine Stunde Autofahrt pro Richtung - net wirklich um die Ecke;

im selben Radius lägen nämlich dann mindestens auch die Wachau, der Wiener Wald sowieso, diverse Klöster, Weinviertel, Wien - klar auch.

280 km für einen Tagesausflug, na ja…
Grüße Peter

Oh, entschuldige Peter, da hab ich mich vertan. Bin das letzte Mal nach Graz geflogen, da lag eben noch links unten Eisenstadt und schon war da die Bahn von Graz.

Antal

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