Ja, schon richtig, wir sind auch sehr gespannt. Utah soll ja
der Staat mit den meisten und schönsten Canyonlandschaften
sein. Ich will mich auch nicht nur auf die großen Nat. Parks
werfen.
Das kann ich nur unterstützen. Die Nationalparks sind toll, aber es gibt überall kleine Juwelen zu entdecken, die nicht in jedem Reiseführer stehen. Mir hat’s z.B. die Gegend um Moab angetan, wo man neben dem Arches und dem Canyonlands N.P. noch jede Menge anderer hübscher Fleckchen findet.
Man ist eben sehr
unabhängig, kann halten wenn es einem gefällt, sich einen
Kaffee an einer schönen Ecke/Landschaft machen, mitten im Nat.
Park übernachten usw.
Stimmt schon, es hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Was das Übernachten in den Nationalparks angeht, ist das - soweit ich das beobachten konnte - gar nicht so einfach. Man darf ja nur auf den ausgewiesenen Campgrounds (wenn vorhanden!) campen, und die sind zumindest in der Hochsaison immer sehr schnell voll.
Wie ist es denn jetzt mit der „Vollheit“, dem touristischen
Rummel? Sind manche Dinge wie Brice Canyon, Lake Powell sehr
überlaufen?
Kommt auf die Jahreszeit an. Ich war im September drüben, da war in den Nationalparks etc. schon noch sehr viel los. Letztes Jahr im Oktober war’s etwas besser. Ich hab’ mir jedenfalls angewöhnt, morgens sehr früh loszulegen (mit Wandern etc.), denn dann sind wenigstens die Busladungen noch nicht unterwegs. Und wenn man sich die etwas längeren Trails vornimmt, ist man da oft auch ganz für sich allein, denn dafür haben viele Touristen nicht genug Zeit.
Im Bryce Canyon, wo ich Ende September war, war ziemlich viel los, allerdings hauptsächlich an den Aussichtspunkten. Wenn man dann einen der Trails in den Canyon 'runterläuft, ist es nicht mehr so schlimm. Auf dem Lake Powell ging’s auch zu wie auf dem Oktoberfest - leider sind ja diese Bootstouren die einzige Möglichkeit (von einer 15-Meilen-Wanderung abgesehen), zur Rainbow Bridge zu kommen, und bei der Tour, die ich gebucht habe, waren so viele Leute, daß die mit zwei Booten los mußten. Das Gute daran war, daß ca. 75% davon mindestens siebzig waren und nicht zur Rainbow Bridge liefen, sondern auf dem Boot blieben. Und da ich mich auf dem Trail zur Bridge beeilt hatte, war ich die erste dort und konnte sie wenigstens ein paar Minuten in Ruhe bestaunen…
Vor 30 Jahren war man als deutscher Tourist eher
noch eine Seltenheit.
Seufz… Das kann man jetzt leider nicht mehr sagen, im Gegenteil. Ich will jetzt keine Vorurteile schüren, aber mir sind auf den letzten beiden Reisen so einige nervige Deutsche begegnet… Aber abseits der typischen Touristenziele findet man durchaus noch Flecken, wo man ganz alleine ist.
Wie gesagt, ich gebe Dir gern noch weitere Tips, auch zu Hotels/Motels, falls Du Dich entschließt, diese Variante zu wählen.
Viele Grüße
„Raven“