Wohin in Utah/USA usw.?

Guten Abend,

ich bin bei der Planung einer Rundreise in der o.g. Gegend, im Sommer, Ausgangspunkt etwa Salt Lake City. Sehenswürdigkeiten gibt es ja genug dort: Arches NP, Bryce Canyon, Zion Canyon, Salt Lake usw. Einiges kenne ich schon von einer größeren Rundreise: Grand Canyon, Monument Valley, Death Valley, fast die ganze Westküste, Yosemite, Yellowstone. Aber Utah und drum rum ist noch ein Gebiet, das ich damals nur gestreift hatte.

Frage: Was empfehlen die USA-Westen-Experten für eine, sagen wir, 3 - 4-wöchige Rundreise? Camper oder Auto + Motel? Kanada mit dem Glacier NP u.ä. ist eigentlich ein bisschen weit weg.

Danke
Laika

Hallo Laika,

Frage: Was empfehlen die USA-Westen-Experten für eine, sagen
wir, 3 - 4-wöchige Rundreise? Camper oder Auto + Motel?

bist du denn so ein „Monster“ schon mal gefahren und hast du es schon mal geparkt? Also ich bräuchte das im Urlaub nicht :wink: Außerdem gibt’s im Hotel eine richtige Dusche, Klimaanlage, TV mit englischem TV-Programm, etc. Aber das ist nur meine Meinung.

Kanada
mit dem Glacier NP u.ä. ist eigentlich ein bisschen weit weg.

Mit dem Flieger nicht. Man ist ja nicht an so einen Mietwagen gekettet. Dann mietest du halt einen in den USA und einen in Kanada. Wenn du jetzt schon buchst, bekommst du sicher einen sehr günstigen Flug.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Laika,

Aber Utah und drum
rum ist noch ein Gebiet, das ich damals nur gestreift hatte.

Dabei gibt’s in dieser Gegend sooooo viel zu sehen und zu entdecken. Gugel’ doch einfach mal unter „Four Corners Region“ oder „Grand Circle“ - da findest Du massenhaft Anregungen, nicht nur für Utah, sondern auch für die angrenzenden Staaten Colorado, New Mexico und Arizona. Eines der Utah-Highlights für mich persönlich war neulich (war gerade gut 4 Wochen dort) das Kodachrome Basin und die von Süden dorthin führende Cottonwood Road. In New Mexico ist mein Favorit für alle Zeiten der Chaco Canyon, aber natürlich gibt’s in dieser Gegend noch viel mehr zu sehen.

Frage: Was empfehlen die USA-Westen-Experten für eine, sagen
wir, 3 - 4-wöchige Rundreise? Camper oder Auto + Motel?

Für mich persönlich gibt’s da nur eins: Auto und Motel. Mit dem Camper kann man nämlich einige schöne Strecken entweder gar nicht oder nur eingeschränkt fahren, und außerdem finde ich Motels einfach viel bequemer. Da das „Wildcampen“ drüben ja auch nicht überall erlaubt ist, ist man außerdem mit einem Campmobil wieder darauf festgelegt, wo sich gerade ein Campground befindet. Motels gibt’s dagegen (fast) an jeder Straßenecke.

Kanada
mit dem Glacier NP u.ä. ist eigentlich ein bisschen weit weg.

Finde ich auch - daraus würde ich dann eine extra Reise machen, denn den Glacier kann man ja auch noch mit anderen Dingen kombinieren.

Wenn Du noch ein paar Tips für die vier oben erwähnten Staaten brauchst, sag’ Bescheid - ich war, wie gesagt, eben erst drüben und teile gerne meine Erfahrungen!

Viele Grüße
„Raven“

Hallo Petra,

bist du denn so ein „Monster“ schon mal gefahren und hast du
es schon mal geparkt?

Ja, 7 Wochen Rundreise im USA-Westen vor 30 Jahren, Platz für 4 Erwachsene, 2 kleine Kinder. Ein bisschen her, aber das ist schon zu machen.
Ansonsten mit kleineren Campern (Toyota Hiace, etwa VW-Bus-Größe) 5 Wochen durch Australien. Da haben wir gemerkt, dass das noch Spass macht. Man ist eben sehr unabhängig, kann halten wenn es einem gefällt, sich einen Kaffee an einer schönen Ecke/Landschaft machen, mitten im Nat. Park übernachten usw.
Ich will nur mal ein paar Ideen haben, denke noch über die Gestaltung nach.

Gruss
Laika

Hallo Laika,

Dabei gibt’s in dieser Gegend sooooo viel zu sehen und zu
entdecken.

Ja, schon richtig, wir sind auch sehr gespannt. Utah soll ja der Staat mit den meisten und schönsten Canyonlandschaften sein. Ich will mich auch nicht nur auf die großen Nat. Parks werfen. Schon vor 30 Jahren haben wir (meine Frau und ich) eine 7-Wochen-Rundreise im USA-Westen gemacht und dabei auch zwischendrin großartige Landschaften und Dinge gesehen

Für mich persönlich gibt’s da nur eins: Auto und Motel.

Ja, gut, ich überlege ja auch nur noch. Vor 2 Jahren sind wir 5 Wochen durch Australien mit einem Camper gefahren. Da haben wir gemerkt, dass das noch Spass macht. Man ist eben sehr unabhängig, kann halten wenn es einem gefällt, sich einen Kaffee an einer schönen Ecke/Landschaft machen, mitten im Nat. Park übernachten usw.

Wenn Du noch ein paar Tips für die vier oben erwähnten Staaten
brauchst, sag’ Bescheid - ich war, wie gesagt, eben erst
drüben und teile gerne meine Erfahrungen!

Wie ist es denn jetzt mit der „Vollheit“, dem touristischen Rummel? Sind manche Dinge wie Brice Canyon, Lake Powell sehr überlaufen? Vor 30 Jahren war man als deutscher Tourist eher noch eine Seltenheit.

Gruss
Laika

Ja, schon richtig, wir sind auch sehr gespannt. Utah soll ja
der Staat mit den meisten und schönsten Canyonlandschaften
sein. Ich will mich auch nicht nur auf die großen Nat. Parks
werfen.

Das kann ich nur unterstützen. Die Nationalparks sind toll, aber es gibt überall kleine Juwelen zu entdecken, die nicht in jedem Reiseführer stehen. Mir hat’s z.B. die Gegend um Moab angetan, wo man neben dem Arches und dem Canyonlands N.P. noch jede Menge anderer hübscher Fleckchen findet.

Man ist eben sehr
unabhängig, kann halten wenn es einem gefällt, sich einen
Kaffee an einer schönen Ecke/Landschaft machen, mitten im Nat.
Park übernachten usw.

Stimmt schon, es hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Was das Übernachten in den Nationalparks angeht, ist das - soweit ich das beobachten konnte - gar nicht so einfach. Man darf ja nur auf den ausgewiesenen Campgrounds (wenn vorhanden!) campen, und die sind zumindest in der Hochsaison immer sehr schnell voll.

Wie ist es denn jetzt mit der „Vollheit“, dem touristischen
Rummel? Sind manche Dinge wie Brice Canyon, Lake Powell sehr
überlaufen?

Kommt auf die Jahreszeit an. Ich war im September drüben, da war in den Nationalparks etc. schon noch sehr viel los. Letztes Jahr im Oktober war’s etwas besser. Ich hab’ mir jedenfalls angewöhnt, morgens sehr früh loszulegen (mit Wandern etc.), denn dann sind wenigstens die Busladungen noch nicht unterwegs. Und wenn man sich die etwas längeren Trails vornimmt, ist man da oft auch ganz für sich allein, denn dafür haben viele Touristen nicht genug Zeit.
Im Bryce Canyon, wo ich Ende September war, war ziemlich viel los, allerdings hauptsächlich an den Aussichtspunkten. Wenn man dann einen der Trails in den Canyon 'runterläuft, ist es nicht mehr so schlimm. Auf dem Lake Powell ging’s auch zu wie auf dem Oktoberfest - leider sind ja diese Bootstouren die einzige Möglichkeit (von einer 15-Meilen-Wanderung abgesehen), zur Rainbow Bridge zu kommen, und bei der Tour, die ich gebucht habe, waren so viele Leute, daß die mit zwei Booten los mußten. Das Gute daran war, daß ca. 75% davon mindestens siebzig waren und nicht zur Rainbow Bridge liefen, sondern auf dem Boot blieben. Und da ich mich auf dem Trail zur Bridge beeilt hatte, war ich die erste dort und konnte sie wenigstens ein paar Minuten in Ruhe bestaunen…

Vor 30 Jahren war man als deutscher Tourist eher
noch eine Seltenheit.

Seufz… Das kann man jetzt leider nicht mehr sagen, im Gegenteil. Ich will jetzt keine Vorurteile schüren, aber mir sind auf den letzten beiden Reisen so einige nervige Deutsche begegnet… Aber abseits der typischen Touristenziele findet man durchaus noch Flecken, wo man ganz alleine ist.

Wie gesagt, ich gebe Dir gern noch weitere Tips, auch zu Hotels/Motels, falls Du Dich entschließt, diese Variante zu wählen.

Viele Grüße
„Raven“

Danke erstmal …
… ich melde mich ggf. mal wieder, wenn die Detailplanung vorangeschritten ist - wird eigentlich Zeit, denn in ca. 1/2 Jahr soll’s losgehen (termingebunden wg. einer Familienfeier in Provo/Utah). Ich denke an eine 3 - 4-wöchige Rundfahrt in Utah, als Hauptpunkte (geografisch) Arches NP, Canyonlands, Lake Powell (mehrere Tage, mit dem Boot in die ganz schmalen Schluchten), Grand Canyon North Rim, Brice Canyon (mehrere Hikes), Salt Lake, vielleicht einen Bogen durch South Idaho. Das nur mal so als Rahmen, muss ich noch ausfüllen.

Stimmt schon, es hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Was
das Übernachten in den Nationalparks angeht, ist das - soweit
ich das beobachten konnte - gar nicht so einfach. Man darf ja
nur auf den ausgewiesenen Campgrounds (wenn vorhanden!)
campen, und die sind zumindest in der Hochsaison immer sehr
schnell voll.

Vor 30 Jahren hatten wir keinerlei Probleme, Platz zu finden. Nur die Kinder (damals 2 und 6 Jahre alt), wollten immer auf einen KOA, weil da Spielplätze sind. Ihr Gezetere, wenn wir nicht auf einen KOA wollten, hätte den besten Werbefilm abgegeben!
Na ja, die Erinnerungen kommen hoch.

Ich hab’ mir
jedenfalls angewöhnt, morgens sehr früh loszulegen (mit
Wandern etc.), denn dann sind wenigstens die Busladungen noch
nicht unterwegs. Und wenn man sich die etwas längeren Trails
vornimmt, ist man da oft auch ganz für sich allein, denn dafür
haben viele Touristen nicht genug Zeit.

Das ist ja in D und in den Alpen nicht anders. Nur 100 m vom Parkplatz entfernt ist Ruhe.

Auf dem Lake Powell ging’s auch zu wie
auf dem Oktoberfest - …

Hoffentlich ist das im Frühjahr besser. Ich habe von einem Freund, der vor gut 10 Jahren dort war, gehört, dass es u.U. schwierig ist, ein Boot zu mieten, wenn man nicht reserviert.

… leider sind ja diese Bootstouren die
einzige Möglichkeit (von einer 15-Meilen-Wanderung abgesehen),
zur Rainbow Bridge zu kommen,

Wir sind damals mit einem dicken Motorboot selber dahin gefahren. War ja ganz imposant, aber da muss ich nicht nochmal hin. Wie gesagt: viele kleine Dinge sind auch sehr schön!

Gruss
Laika, „who is forward looking very much“

Korrektur …

Laika, „who is forward looking very much“

… grr: „who is looking forward very much“.