In unserem Gartenareal wird hin und wieder über die richtige
„Entsorgung“ von Unkraut diskutiert. Die Meinungen sind geteilt. Es
gibt zwei etwa gleich grosse Lager. Meinung 1: Unkraut gehört in die
(öffentliche) Grünabfuhr. Damit mit dem Kompost nicht Samen oder
Wurzeln wieder ausgetragen werden. Meinung 2: Was im Garten wächst,
kann auch da kompostiert werden. Also gehört auch Unkraut auf den
Gartenkompost.
Eure Meinungen und Erfahrungen interessieren mich sehr.
Hallo, Flipper.
Mit Einschränkungen ist die zweite Aussage richtig. In der Tat kann alles, was im Garten wächst, auch auf den Kompost.
Samen sind eigentlich das geringere Problem, da in einem ordentlich gehaltenen Kompost genug Wärme entsteht, dass nichts mehr keimen kann. Nur an der Oberfläche mag das eine oder andere Kraut sich noch halten, aber da laufend neues Material aufgebracht wird, ist das auch schnell zu Wurmfutter verarbeitet.
Was wir allerdings nicht auf den Kompost geben, sondern im Hausmüll entsorgen, sind Efeu-Abschnitte. Dieses Zeug ist zu hartnäckig.
Auch zu viel von gleichartigem Material sollte man nicht aufbringen. So heben wir das im Herbst reichlich anfallende Laub in alten Mulch-säcken auf und mischen es unter den sommerlichen Grasschnitt. Das schmeckt den Regenwürmern!
Wir haben auch eine FAQ zu diesem Thema: [FAQ:1024]
Was wir allerdings nicht auf den Kompost geben, sondern im
Hausmüll entsorgen, sind Efeu-Abschnitte. Dieses Zeug ist zu
hartnäckig.
Ich kann nur dringend empfehlen, auch Giersch auszusortieren. http://www.wdr.de/studio/bielefeld/lokalzeit/service…
Das Kraut ist dermaßen hartnäckig, ich vermute, es würde gemeinsam mit den Ratten sogar einen Atomkrieg überleben. Ein winziges Wurzelstückchen reicht, um binnen Jahresfrist zur Plage zu werden. Ich habe einen Garten, der seit drei Generationen in Familienbesitz ist. Insofern kann ich sagen, dass wir seit Generationen versuchen, das Zeug auszurotten. Es hat alles überlebt. Ausgraben, ausreißen, chemische Keulen, Verwünschungen…Einem ungeliebten Nachbarn ein kleines Stück (2 cm reicht) Wurzel in den Garten geworfen und du hast jahre- ach was, jahrzehntelang Freude
Ich kann nur dringend empfehlen, auch Giersch auszusortieren. http://www.wdr.de/studio/bielefeld/lokalzeit/service…
Das Kraut ist dermaßen hartnäckig, ich vermute, es würde
gemeinsam mit den Ratten sogar einen Atomkrieg überleben.
Du hast insofern recht, als ein Komposthaufen im Hausgarten niemals die erforderlichen Temperaturen schafft, um Unkraut (auch Samen) zuverlässig abzutöten.
Ein
winziges Wurzelstückchen reicht, um binnen Jahresfrist zur
Plage zu werden. Ich habe einen Garten, der seit drei
Generationen in Familienbesitz ist. Insofern kann ich sagen,
dass wir seit Generationen versuchen, das Zeug auszurotten. Es
hat alles überlebt. Ausgraben, ausreißen, chemische Keulen,
Verwünschungen…
meine Mutter hat 35 jahre gekämpft.
Ich begrabe den Giersch unter reichlich Grasschnitt, werfe eventuell noch Rindenmulch nach und habe KEINE Probleme mehr.
in einem alten Zuber einweichen, ein paar Tage stehen lassen
und dann die Masse auf den Kompost geben,
hat bisher geholfen, die Unkräuter zu vernichten.
Löwenzahn vernichte ich mit Essiessenz. Einfach den Essig in die Mitte der Löwenzahnpflanze schütten und abwarten, damit habe ich viele Unkräuter aus dem Garten vernichten können. Die Pflanze zieht den Essig bis in die Wurzeln. Ein paar Tage Geduld gehört allerdings dazu.
Ein
winziges Wurzelstückchen reicht, um binnen Jahresfrist zur
Plage zu werden. Ich habe einen Garten, der seit drei
Generationen in Familienbesitz ist. Insofern kann ich sagen,
dass wir seit Generationen versuchen, das Zeug auszurotten. Es
hat alles überlebt. Ausgraben, ausreißen, chemische Keulen,
Verwünschungen…
…begraben, zertreten, abgeflammt, wüst beschimpft, aufgegessen, abgestochen und ausgezupft habe ich auch schon. Ich glaube, nur erschießen habe ich nocht nicht versucht
meine Mutter hat 35 jahre gekämpft.
Ich begrabe den Giersch unter reichlich Grasschnitt, werfe
eventuell noch Rindenmulch nach und habe KEINE Probleme mehr.
Gratuliere
(Warts ab, ich vermute, das Kraut formiert sich nur neu und brütet gerade an einem Angriffsplan )
… das Gärtnerleben kann so einfach sein.
Bei uns wohnt der Giersch auch gerne zwischen den Wurzeln von z.B. Thuja und wächst dicht an den Stämmen hoch (trotz reichlich Rindenmulch), da müßte ich die Wirtspflanze gleich mitbegraben. Giersch wohnt auch mit fiesen Wurzelnestern unter den gepflasterten Wegen und hält 5 m weiter einen zarten Trieb in die Höhe. Oder er wächst mitten aus dem Rasen.
Im Prinzip bin ich ein Fan von Rindenmulch und Grasabschnitt, bei meinem Giersch hilfts leider nicht.
Besten Dank für die vielen Tipps. Ich werde den einen oder andern
ausprobieren. Fürs Erste werde ich das hartnäckigste Unkraut, vor
allem solches, das sich über die Wurzeln vermehrt, aussortieren.
Vor dem Giersch, der meines Wissens in unserem Areal nicht vorkommt,
habt ihr mir schon einwenig Angst eingejagd.
Aus der Schweiz grüsst euch
Flipper
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
was für Erfahrungen habt Ihr mit wilden Brombeeren. Bin dabei einen seit Jahren verwilderten Garten zu „kultivieren“ und ziehe faustdicke Brombeerwurzeln aus der Erde, können die in den Thermokomposter?
Grüße aus der Pfalz
Achim
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich mach es so: Alles, bei dem ich Bedenken habe, kommt auf einen eigenen Haufen:
wenn Samen bereits reif sein könnten und wenn es Wurzelunkräuter sind. Den Haufen
behalte ich im Auge, und wenn sich da was rührt, kommt es raus und wird
verbrannt. Üble Dinge wie Springkraut, Herkulesstaude usw. kommen gleich ins
Feuer.
Nach langer Zeit (2 Jahre oder so) kann man den unteren Teil des Haufens, nun
schon zu Erde geworden, auf den Kompost geben.
Die schlimmste Giersch-Stelle habe ich mit einer wurzelresistenten Folie belegt
und mit Rindenschrot abgedeckt. Sieht ordentlich aus, ist wie ein Weg, und dass
daneben unter den Haselsträuchern der Giersch hoch kommt. juckt mich nicht. Da
kann ich ihn im Frühjahr, wenn er jung und zart ist, abernten und später, wenn er
zu blühen beginnt, abschneiden. Diese oberirdischen Teile können dann auch auf
den Kompost.