Wohin mit wertigen Möbeln, Teppichen, Lampen etc.?

Heyho!

Leider ist vor nicht allzu langer Zeit unsere liebe Großmutter verstorben. Da es nicht viele ortsansässige Hinterbliebene gibt und diejenigen, die hier wohnen wenig hilfreich sind wird die Haushaltsauflösung dabei wohl bei mir landen. Das wäre nicht sooo schlimm, wären da nicht einige Gegenstände, die mir noch Sorge bereiten:

An wen wendet man sich, wenn man sperriges, wie z.B. ein ganzes Schlafzimmer oder eine nagelneue Couch los werden will? Meistens gehen sie auf den Sperrmüll, nur in diesem Fall haben die beiden Posten 5000 und 2500 Euro gekostet und sind praktisch neu…

Oder Perserteppiche… Soll ich damit einfach zum nächsten Teppichhändler? Der würde mich doch gnadenlos über den Tisch ziehen, oder?!

Gibt es für solchen „wertigen“ Nachlass so etwas wie second-hand Kaufhäuser, die auch noch fair zahlen? Gibt es Berater, die für Provision kommen und einem die Käufersuche abnehmen? Soll man sich an den Verkäufer der Neuware wenden und um Rückkauf bitten (in diesem Fall Möbel Kraft - eher unwahrscheinlich…). Verkauft man so etwas lieber im Kleinanzeigenblatt oder gar bei Ebay…?! Dort bringt das schöne Sofa (eben nach dem Geschmack eines älteren Menschen aber wertig und neu) womöglich nur 50 Euro… :frowning:

Bei einer alten Standuhr habe ich übrigens Glück, einen Uhrmachermeister zu kennen. Er sagte mir sofort einen Preis und warnte, daß Antiquitätenhändler meist nur 20-30% zahlen - wenn überhaupt. Das Glück dabei ist, daß er auch über potentielle Käufer verfügt.

Bitte nicht falsch verstehen - es geht hierbei nicht, um ein möglichst hohes Erbe, sondern eine möglichst lange Grabpflege für Oma und Opa. Alle Erben sind sich einig, daß alle Erlöse auf einem Sparkonto landen und dieser zugehen, da der eine körperlich nicht selbst kann, der zweite beruflich eingespannt ist und letztlich ich auch in zwei Jahren das beruflich Feld räumen werde…

Liebe Grüße,
Dennis

Hallo Dennis!

Verkauf die Sachen auf jeden Fall bei Ebay! Setz den Startpreis hoch genug, dann kriegst du auf keinen Fall zu wenig. Stöbere ein wenig bei Ebay, um zu sehen, zu welchem Durchschittspreis solche Sachen verkauft werden, und setz den Startpreis noch etwas drüber. Wenn es nicht beim ersten Mal verkauft wird, setz es einfach nochmal rein, bis es klappt. Natürlich brauchst du gute Fotos und einen guten Text mit allen für den Käufer wichtigen Angaben. Gib auch ein Rücktrittsrecht bei Nichtgefallen, das bringt höhere Gebote. Falls du das nicht selber kannst, such dir jemand, der es kann. Gute Ideen für die Texte findest du auch bei ähnlichen Auktionen.

Grüße

Andreas

Hey Andreas,

meinst du wirklich, daß man bei Ebay z.B. ein komplettes Schlafzimmer los wird und das noch zu einem akzeptablen Preis? Meine große Sorge dabei ist, daß der Interessentenkreis in örtlicher Nähe, dann noch mit Transportmöglichkeit und nicht zuletzt genügend Geld bei Ebay viel zu klein wäre und ich so ganz umsonst Provi für das hohe Startgebot zahlen müßte. Auch ist die Zielgruppe von fast allen Artikeln eher 50+, also im Zweifel weniger der typische Ebayer und wenn doch wahrscheinlich zu wenig spontan, um etwas so schwer transportierbares zu ersteigern…

…an der technischen Umsetzung des Plans würde es btw. nicht scheitern. Eine gute Kamera ist vorhanden und wird mit reichlich PC- und Ebay-Kenntnissen ergänzt.

Die Idee mit dem Rücktrittsangebot finde ich übrigens super. Allerdings müßte man da schauen, daß mit der Provi alles seinen korrekten Weg ginge. Die „paar Prozent“ sind ja bei mal angenommenen 1000€ ja nicht gerade wenig. Wenn, dann müßte Ebay also mitspielen und bei korrekt übermitteltem Rücktrittsformular das Geld auch erstatten. Sollte das nicht vorgesehen sein oder nicht klappen müßte IMHO natürlich der Käufer die Provision selbst tragen.

Liebe Grüße,
Dennis

Hey Dennis!

meinst du wirklich, daß man bei Ebay z.B. ein komplettes
Schlafzimmer los wird und das noch zu einem akzeptablen Preis?

Ja! Wenn du es nicht glaubst, schau einfach selbst ein paar Tage bei Ebay rein, für welchen Preis so was verkauft wird.

Meine große Sorge dabei ist, daß der Interessentenkreis in
örtlicher Nähe, dann noch mit Transportmöglichkeit und nicht
zuletzt genügend Geld bei Ebay viel zu klein wäre und ich so
ganz umsonst Provi für das hohe Startgebot zahlen müßte.

Provi fällt nur bei einem Verkauf an. Wird das Ding nicht verkauft, sind es nur die Angebotsgebühren in Höhe von weniger als 6 Euro für 10 Tage. Ich habe mal eine Maschine ungefähr 30 mal immer wieder eingestellt, bis sie nach einem Jahr jemand gekauft hat und konnte ca. 180 Euro Gebühren zahlen. Bei 6.500,- Euro Startpreis lächerlich, oder? Aber ein Schlafzimmer geht viel schneller weg.

Die Idee mit dem Rücktrittsangebot finde ich übrigens super.
Allerdings müßte man da schauen, daß mit der Provi alles
seinen korrekten Weg ginge. Die „paar Prozent“ sind ja bei mal
angenommenen 1000€ ja nicht gerade wenig. Wenn, dann müßte
Ebay also mitspielen und bei korrekt übermitteltem
Rücktrittsformular das Geld auch erstatten.

Ja, das geht problemlos. Aber wer ein Schlafzimmer kauft, tut das ja nicht zum Spaß. Es gibt ja viele Betrüger, und der Käufer will einfach nur sichergehen, daß du natürlich keiner bist, dann ist Rücktritt sowieso kein Thema mehr. Ich habe schon viele hundert Sachen bei Ebay verkauft, und Rücktritt gab es bei einwandfreiem Zustand der verkauften Sache nie, so lange Selbstabholung vereinbart war.

Liebe Grüße

Andreas

Hi Dennis,
bevor Du Dich mit AH auf eine Diskussion einlässt, schau Dir mal seine Postings in den diversen Brettern an ( Literatur, Storys, Handel, Kriminalistik…).

Dann sollte Dir auffallen, dass seine Tipps soooviel nicht Wert sind.

Wenn er so handelt wie er seinen Roman schreibt, dann ist es besser wir suchen uns eine andere Verkaufsplattform.

Du bist der Verkäufer, Du legst fest, zu welchen Konditionen der Deal laufen soll.
Lass Dich nicht beinflussen.

Ich suche in solchen Fällen erstmal nach den Artikeln die ich verkaufen will um zu sehen, welcher Markt vorhanden ist und was die Sachen so bringen/kosten.
Da hast Du den besten Marktüberblick.
Allerdings ist ebay wohl ziemlich in Verruf gekommen.
versuch doch mal bei anderen Plattformen.

http://www.lifeauktion.com/community/modules/news/ar…
oder such Dir hier mal was passendes für Dich raus.

http://www.supportnet.de/fresh/2006/2/id1281278.asp
google mal.
Gruß Rumburak

Ich bilde mir auch im reellen Leben oft schnell ein evtl. falsches Bild von den Leuten, deher höre ich schon gern selbst zu. Was er schreibt und die Tipps sind prinzipiell nett gemeint und IMHO für viele Leute sinnvoll. Dennoch stimme ich zu, daß ich bei den Artikeln hier ein mulmiges Gefühl mit Ebay habe. Ansonsten immer gern - man glaubt kaum, was manch einer für „Schrott“ noch so hinlegt. Anders herum kann ein gewitzter Käufer prima Schnäppchen machen. Ich denke nur an einen Gaschromatrographen samt Autosampler, den wir für ~3000€ geschossen haben. NP liegt Faktor 10 höher und der ist wirklich noch top…

Also Andreas, bitte nicht böse sein. Du konntest nicht wissen, daß ich bei Ebay inzwischen selbst 750 Punkte habe. Dennoch hört der Spaß bei z.B. Autositzen oder nem kompletten Cabrioverdeck samt Gestänge auf. Die konnte ich noch bringen bzw. auf Palette verschicken (btw: Doppelpalette mit 90 kg hat 2005 gerade mal 115€ gekostet. Einfach in die gelben Seiten unter Speditionen gucken). Hier wirds aber komplizierter. Außerdem soll das Haus bald weg, d.h. die Sachen müssen „schnell“ raus. Zumindest in den nächsten 2 Monaten…

Was die anderen Bretter angeht mische ich mich wie gesagt nicht ein. Das ist eure Sache. Es stimmt, daß ich in diesem Fall der Verkäufer bin und für mich war Ebay von vorn herein letzter. Zu speziell ist die Zielgruppe und zu hoch der Wert fürs verramschen.

…Bei Google finde ich nur sowas:

http://berlin.kijiji.de/f-Kaufen-Verkaufen-Moebel-Ei… --> Wohl eher für Berliner Umfeld.

http://www.quoka.de/spezial/moebel/moebel-gebraucht… --> Ist (u.A.) der örtliche Kleinanzeiger. Vermutlich falsche Zielgruppe (zu teuer!)

http://www.zum-flohmarkt.de/staende/haus-moebel/haus… --> Könnte man versuchen aber die PLattform scheint mir unbekannt zu sein.

…und dann verließen sie ihn schon… :frowning:

im Umkreis Hamburg finde ich den:

http://www.schatzkiste-hh.de/

…scheint aber auch eher ein Verkäufer für normale Haushaltsauflösungen zu sein. Meint ihr, der gibt mir für nen ollen Teppich >1500 wenn ich ihm zeige, daß er neu 20K DM gekostet hat?

Ich hätte gehofft, es gibt so etwas wie Vermittler für reiche Herrschaften, die sich ihre Einrichtung edel aber nicht neu kaufen. Für Kleidung gibt es sogar solche Läden…

Liebe Grüße,
Dennis

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Hallo,

ich betreibe Nachlassabwicklungen im großen Stil in meiner Kanzlei. Dabei erlebe ich immer wieder die von dir geschilderte Situation. Und leider muss ich immer wieder die selbe - schlechte - Nachricht überbringen. Hausrat bringt, wenn es sich nicht gerade um echte Antiquitäten oder Designerstücke handelt, kaum etwas. Insbesondere dann nicht, wenn man auf zeitnahe Verwertung angewiesen ist, weil z.B. der Mietvertrag für die Wohnung gekündigt wurde, oder eine Immobilie verkauft wird.

Selbst Gebrauchtwarenkaufhäuser für Sozialschwache nehmen längst nicht alles an, was angeboten wird, und so kann man oft schon froh sein, wenn die Dinge nicht auf dem Sperrmüll landen, sondern jemand wenigstens noch Abholung und weitere Nutzung zusichert.

Und auch Antiquitätenhändler sind nicht zu verurteilen, wenn sie nur Minimalbeträge zahlen. Die wenigsten Antiquitäten haben „offizielle“ Handelswerte und sind problemlos für vorher absehbare Beträge kurzfristig wieder zu veräußern. Die handeln eben nicht mit Milchtüten, die jeden Tag in identischer Form 1000-fach über den Ladentisch gehen. Vielfach stehen die Dinge jahrelang wertvollen Laden- und Lagerplatz voll, bis sich endlich der eine Interessent findet, der den wirklich angemessenen Preis bezahlt.

Insoweit versuche es bei ebay, oder verteile die Dinge in natura unter den Erben.

Gruß vom Wiz