Wohin steuert die Rente

Hallo,

für die Renten soll ja jetzt eine Mindestgrenze festgesetzt werden, wie hoch diese sein soll und von welchen Faktoren sie abhängt, wird noch beraten.

Irgendwie komme ich mir so langsam veräppelt vor, wie soll ich von meinem Lohn zusätzlich zu den hohen steuerlichen Abgaben, eine angemessene private Rente finanzieren.

So wie es aussieht, bin ich darauf angewiesen, mit >75 Jahren noch Jobs annehmen zu müssen, weil meine Rente nicht reicht.
Hoffentlich macht dann meine Gesundheit noch mit.

Man könnte depressiv werden, wenn man die täglichen Wirtschaftsnachrichten verfolgt.

Gruß
karin

Hallo

Also meine informationen besagen, das die Rente von den jetzt üblichen 53% auf 43% herruntergefahren werden sollen.
Ich denke, das sich dieser Trend fortsetzen wird (Riester-Rente und Private Altersversicherungen sind wohl die besten Anzeichen dafür).
Da sich das Altersgefälle in unserer Gesellschaft immer mehr nach oben verschiebt, wird es in ein paar Jahren wohl oder übel auf eine Einheitsrente hinnaus laufen.

Dennis

Hallo Karin,

für die Renten soll ja jetzt eine Mindestgrenze festgesetzt
werden, wie hoch diese sein soll und von welchen Faktoren sie
abhängt, wird noch beraten.

klar ist, dass dann Leute, die vielleicht irgendwann mal 5 Jahre den Mindestbeitrag in die Rentenversicherung einbezahlt haben, von meinen knapp 600 € monatlichen Rentenbeiträgen überproportional gut leben. Es sind also Mehrkosten, die aus dem eh schon schlecht gefüllten Topf der RV genommen werden müssen.

Irgendwie komme ich mir so langsam veräppelt vor, wie soll ich
von meinem Lohn zusätzlich zu den hohen steuerlichen Abgaben,
eine angemessene private Rente finanzieren.

Mir scheint es so, dass es am besten ist wenn man gar nichts hat. Die sogenannten Leistungsträger werden immer mehr gemolken.
Meine Firmenrentenbeiträge sind Steuer- und Sozialversicherungspflichtig und die Rente (sollte ich sie erleben) wird dann nochmal besteuert. Da kann man sich wirklich verarscht vorkommen.

So wie es aussieht, bin ich darauf angewiesen, mit >75
Jahren noch Jobs annehmen zu müssen, weil meine Rente nicht
reicht.
Hoffentlich macht dann meine Gesundheit noch mit.

Wer will Dich (oder mich) denn mit 75 Jahren haben?
Bei uns liegt der Altersdurchschnitt bei ca. 35. Wenn ich 75 bin kann ich vielleicht im Supermarkt Regale auffüllen, aber in meinem Job kann ich bestimmt nicht mehr die Leistung erbringen, die ich jetzt erbringe. Bei uns gibt es keine „Alten“ in unserer 60 Mann Abteilung.

Man könnte depressiv werden, wenn man die täglichen
Wirtschaftsnachrichten verfolgt.

Ich könnte kotzen, wenn ich mir die Rendite meiner Rentenversicherungsbeiträge ausrechne.

Gruß, Joe
seit1982beitragszahler

Hi Karin,
nun erst mal ruhig Luft holen! Die Rente, wie übrigens alle gesellschaftlichen Vorgänge, sollten durchschaubar sein. Transparenz, bzw. Glasnotch ist dringend geboten. Rentenvorschläge von Prof. Biedenkopf etc. stießen auf enorme ideologische Widerstände in den eigenen Reihen, obwohl die Formel sehr einfach wäre: Altersversorgung ist, vergleichbar der Bildung, Teil der Gesamtwertschöpfung. Sozusagen Teilhabe!(Bei der Bildung ist es Investition in die künftige Wertschöpfung.) Nachdem man an derselben teilgenommen hat. Aus und Punkt und Schluß!
Also, Wertschöpfungsteilnahme bringt Wertschöpfungsteilhabe! Da genau diese Wertschöpfung heute größer denn je, ist es nicht mehr als recht und billig, die Teilhabe unserer Alten danach auszurichten. Es soll,
muß und darf ihnen besser gehen, als je zuvor!
Nun macht falsche Politik, und Politik ist immer an 1. Stelle Bevölkerungspolitik, die nach den Menschenrechten zu allerst in unseren Händen liegt, uns wird nur anheimgestellt politische Vertreter zu wählen, für den Fall an der Lenkung und Leitung öffentlícher Angelegenheiten nicht selber teilnehmen zu können oder zu wollen, dem einen mächtigen Strich durch.
Altersversorgungen bekommen Leute, die in keiner Weise an der Wertschöpfung teilgenommen haben! Ich meine hier nicht die Versicherungsfälle bei Krankheit, Unfall etc, sondern Massen, denen sozusagen per Dekreten eine Teilhabe angedient und ausbezahlt wird.
Ein Tabuthema 1. Grades, das natürlich auch seine Verzahnung mit dem Gesundheitswesen hat. Und weil es Tabuthema ist, kommt es dadurch nicht oder nur unzureichend zur Sprache oder gar Reformen in die Richtung einer Lösung: „Problemsymbiose“ ist hierzu das Stichwort.
Das Problem dient vielen, d.h. stellvertretenden Politikern, als Existenznachweis, indem sie sich mit großem Talent als Schauspieler
profilieren, ohne dem Problem, ihrem Arbeitgeber sozusagen, zu nahe treten zu wollen. Man dreht sich im Kreise und wagt nicht mal in o.a. Sinne eine Kostenanalyse zu treffen.
Dennoch: Gefahr erkannt, heißt Gefahr gebannt. In Art einer Atacke, sollten wir, gestützt auf Menschenrecht, den Stellvertretern wegen ihres Versagens eine rote Karte zeigen und allenfalls beratend tätig werden lassen, mit der Maßgabe einer Erfolgsbeteiligung. Eine TausendInEinsReform, die der mykoseartigen Problemsymbiose nachhaltig Einhalt gebieten, und Renten- sowie Gesundheitswesen etc. sanieren könnte.
Gruß Chris

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