Hallo Wendy,
da Du ja sozusagen „vom Fach“ bist, hab ich mich über Deine Argumentation etwas gewundert.
… in USA sind die WOMOs verflixt teuer - denn es sind ja
keinerlei Meilen inklusive …
stimmt schon, doch billiger als in Deutschland sind die Dinger auch nicht, ob nun pauschale Kilometer Abrechnung oder Kilometer Pakete Abrechnung.
… und da kommt ganz schön was
zusammen und inzwischen lassen sich die Vermieter ja auch
jedes bißchen Ausrüstung (Geschirr etc.) noch extra bezahlen
(Miete!).
Also, daß war schon vor 10 Jahren so, daß Geschirr, Bettzeug etc. extra kostet. Und wie Du richtig schreibsts war es damals schon kein Preis/Leistungsverhältnis. Wer kann sollte einiges an Campinggeschirr mitnehmen. Da spart man gleich mal 50 - 70 Dollar. Für das Bett gibt es vom Vermieter Decken. Wenn Du benügend Bettücher mitnimmst reichen die vollkommen. Sonst gibt es auch billige Schlafsäcke so ca. 30 Dollar. Die sind allemal besser als das Bettzeug, daß die einem verkaufen wollen.
… Nachdem die WOMOS dann auch noch bis zu 30 Liter auf
100 km schlucken …
Also die Wohnmobile die ich in den Staaten gefahren brauchten:
18 feet: 16 Liter (2 Personen)
25 feet: 19 Liter (3 Personen)
35 feet: 28 Liter (5 Personen)
Wenn man im ungünstigen Fall die Spritkosten durch 5 Leute teilt, dann relativiert sich die Sache schon wieder.
…und selbst in den USA inzwischen der Liter
Benzin ca. 1 DM kostet (1 Gallon = ca. 3,50 l = 1,70 $), kommt
was zusammen. …
Zum besseren Verständnis:
1 Gallon(e) Sprit = 3,785 l
Zu dem von Dir angesetzten 1,70 Dollar wären das 45 amerikanische Cent der Liter oder 51 europäische Cent. Heute Abend Super Benzin bei Esso getankt um 88,9 Cent. Ich bekomme also für gleiches Geld in Deutschland 1 Liter und in Amerika 1,74 Liter.
…Ich hab bei unserer Reise mal ausgerechnet, ob
Auto + gutes Hotel oder WOMO günstiger wäre und der Preis war
ganz klar bei Auto + Hotel deutlich besser!
Zu den Kosten hast Du sicherlich auch mehr Geld für Verpflegung (Essen gehen bei Auto - Urlaub), weitere Anfahrten auf die Naturparks (für den Grand Canyon Südrand übernachtest Du dann am Besten in Williams = 57 miles Anfahrt) oder die höheren Übernachtungskosten in den Lodges in den Parks berechnet.
Unbedingt auf den Versicherungsschutz achten - bei 5000 EURO
Selbstbeteiligung krieg ich im Auto regelmäßig die Krise und
wenn der Haftungsausschluß dann nochmal 20 Euro am Tag kostet,
kommt auch was zusammen!
Kurz noch was zur Versicherung. Grundsätzlich NICHT versichern kann man Schäden vom Boden bis in etwa 1 Meter Höhe und vom Dach ca. 1 Meter abwärts. Wenn Du also das Dach knautscht, weil die Überdachung mal wiede zu niedrig gewesen ist, dann ist das Deine Kohle, die Versicherung schließt diese Schäden normalerweise aus. Hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Zusatzversicherungen, die dir jeder Vermieter verkaufen will sind wirklich nichts wert. Sie verringern im Schadensfall das Risiko minimal und zahlen oft gar nicht, wenn du den Schaden selbst verursacht hast (Kleingedrucktes in Englisch ist schon klasse!!)
Wer sein Fahrzeug mit Kreditkarte bezahlt und das tun ALLE Kunden, sollten sich bei seiner Kreditkartenfirma VORHER erkunddigen, welche Versicherungen die Karte abdeckt. Oftmals ist nämlich durch die Bezahlung mit Karte ein besserer Versicherungsschutz schon gegeben - nur die Mehrheit weiß das oft nicht, schließt beim Vermieter eine recht teure Zusatzversicherung ab und ist dann oft doppelt versichert. Das gleiche gilt natürlich entsprechend auch für Deutschlands Autovermieter.
Natürlich muß man fairer Weise noch sagen, daß wir bisher noch jeden Cent, den wir nicht für Benzin fürs Fahrzeug ausgegeben haben wieder bekommen haben. Ob Scheibenwischer oder undichter Rohrbogen im Auto, vom Öl ganz zu schweigen. Der Vermieter hat uns das Geld anstandslos ersetzt.
Sorry mich hats einfach in den Fingern gejuckt. Ich laß mich auch gerne eine besseren belehren.
Gruß Klaus