Es wird ja immer gesagt, man sollte z.B. im Wohnzimmer max. 21
Grad haben, damit man nicht zuviel Energie benötigt.
Allgemein gültige Vorschriften über die Höhe der nötigen Temperaturen in Wohnräumen gibt es nicht.
Nur in Hinsicht auf die Heizpflicht (Anforderung an die Pflicht des Vemieters) gilt demnach (vom 1. Oktober bis 30. April), dass in Wohnräumen zwischen 6 und 23 Uhr 20 Grad möglich sein müssen, in Bad und Toilette 21 Grad.
… an welcher Stelle sollte das Thermometer zur Messung der Temperatur stehen?
Ich habe meins mal vom derzeitigen Platz entfernt und erschrak, denn die Temperatur stieg um 1 Grad an!
Hierzu folgendes: bei dieser Feststellung handelte es sich um eine Temperaturdifferenz (von 1K).
Handelsübliche Thermometer haben jedoch meistens einen meist zu akzeptierenden Gerätefehler, es sind also keine Präzisionsgerätschaften! Für eine einfache Temperaturfeststellung im „üblichen Messfehlerrahmen“ sollte es jedoch ausreichen.
Heißt: ob es nun 21°C oder „echte“ 20°C waren, kann man womöglich nicht sagen, ist jedoch auch eher unbedeutend.
Wo nun genau ein Thermometer seinen Dienst tun soll, um nicht einer „Fehlmessung aufgrund örtlicher Lage“ auf den Leim zu gehen, das ist tatsächlich eine gute Frage!
Wollt man „Erbsen zählen“, müsste man mehrere Messungen an verschiedenen Stellen eines Raumes machen. Demzufolge fast eine „wissenschaftliche Aufgabe“.
Eine recht objektive Messung erhält man wohl abseits einer Heizquelle, zudem nicht im direkten Einflussbereich eines Fensters oder stets geöffneten Türen zu Nachbarräumen und in einer Höhe, in welcher man sich üblicherweise bewegt, also in ca. 1,50m Höhe.
Nun bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher, wie ich an eine exakte Temperatur komme, damit ich nicht zuviel heize.
Nun, die Sache ist eigentlich noch viel komplizierter, wollte man wirklich alle (oder doch zumindest die meisten) Fehlerquellen beim richtigen Heizen oder beim Energiesparen ausschließen.
So gehört beispielsweise auch das richtige Lüften des Raumes dazu, man höre und staune!
Der Grund hierfür liegt einfach darin, dass feuchte Luft eine größere Wärmekapazität hat als trockne (oder trocknere) Luft.
Vereinfacht ausgedrückt: die in der Raumluft befindliche Feuchtigkeit muss ebenfalls aufgeheizt werden und beansprucht daher Energie. Ein Aspekt, welcher insbesondere bei Neubauten KEINESFALLS unterschätzt werden darf (aber leider wird)!
So kann sich -um diesen Randaspekt abschließend zu würdigen- bei Neubauten der Einsatz eines energieintensiven Bautrockners durchaus lohnen, da man nach Abschluss dieser Maßnahme in trocknerem Wohn-Umfeld tatsächlich auch weniger Heizkosten investieren muss.
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mfg - Klaus -