Liebe/-r Experte/-in,
Wir wollen im nächsten Jahr ein Haus bauen und überlegen nun, ob wir dafür Wohnriester beantragen.
Der Baukredit soll über die Bausparkasse erfolgen. Was würde uns da Riester bringen? Hätte man dann wirklich niedrigere Zinsen?
Viele Grüße
Anja
Hallo Anja,
nein, die Zinsen sind nicht niedriger sondern eher etwas höher. Dafür bekommt man die Riesterförderung, die direkt in die Tilgung einfließt. Solltet Ihr das Haus allerdings wieder verkaufen, aus welchem Grund auch immer, so müsst Ihr die Förderung zurückzahlen. Das sagen die meisten Bausparkassenvertreter nicht so gerne.
Aus meiner Sicht: es ist nicht unbedingt die Frage, ob Riester oder nicht Riester. Meine Erfahrung ist die: mit einem durchdachten Gesamtkonzept kann man die bestmögliche Förderung insgesamt erhalten. Für so ein Konzept braucht man zunächst einen Fachmann, der die Gesamtsituation analysiert. Ganz wichtig ist zu erfahren, welche Dinge Euch sonst noch wichtig sind, außer dem Haus. Unter Berücksichtigung bestehender Verträge entsteht ein langfristiges Konzept, welches Ihr mit dem Berater Eures Vertrauens umsetzt.
Die Frage - Baufinanzierung, mit Riester oder ohne, weitere Fördermittel - ist zu komplex, als dass man dies hier zielführend beantworten könnte. Das ist zumindest meine Meinung zum Thema.
Ich wünsche Euch eine schöne Woche und gute Tipps hier im Forum.
Viele Grüße, humoer.
Die Verwaltuung ist etwas anspruchsvoll. Wann immer der Staat ein Geld gibt, will er dafür auch ausgefüllte Formblätter zurückhaben. Der Kredit kann sowohl über einen „Bauspar-Riester“ wie auch auch über einen „Versicherungsriester“ laufen. Empfehle, sowohl von Bausparkassen wie Versicherungen entsprechende Angebote einzuholen.
Gruß aus Ingolstadt
Lutz Rietzscher