Ich bin ein wenig verunsichert und versuche über das internet Ratschläge zu bekommen. Ich bin vor kurzem in das berufleben eingestiegen und möche mir eine Eigentumswohnung kaufen.
Es handelt sich um eine 1 Zimmer Wohnung 50m² mit Dachterasse. Die Wohnung befindet sich in einem 16 Parteienhaus (Betonbau). Wie üblich hat das Haus ein Flachdach.
Gibt es Nachteile von Betonbauten? Führt das Flachdach oft zu Nässe in der Wohnung? Schimmel?
Heizkosten hoch von Betonbauten oder Wohnungen im letzten OG?
Bin mir nicht sicher, welche Kriterien/Punkte ich beachten muss, bevor man sich eine Wohnung kauft. Bin noch jung und will nicht direkt eine Sanierung durchführen müssen (finanziell).
ich empfehle hier einen Sachverständigen mit zu einer Besichtigung des Objektes zu nehmen. Kostet nicht viel und bringt mehr als das schreiben über das Internet.
Hallo Karin,
bevor Sie sich zu einem Kauf entschließen, Kontaktieren Sie unbedingt die anderen Mieter und oder Eigentümer. Diese wissen meistens am Besten über den Zustand eines Gebäudes bescheid.
Alle anderen Ratschläge wären Spekulation.
LG
Ottmar Zimmeck
kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen.
Zum einen ist das Flachdach an und für sich wohl kein Problem. Mit höheren Heizkosten (im Vergleich zu den mittleren Stockwerken)muss man aber schon rechnen.
Im Weiteren sind Betonbauten generel kälter, also wird auf die Eigentümergemeinschaft in der nächsten Zukunft wohl einiges in Sachen Wärmedämmung zukommen. D.h. erneute Ausgaben, mit denen Du rechnen müsstest.
Eine Eigentumswohnung in einem Hoch-Betonbau ist bestimmt günstiger (es kommt darauf an, in welcher Region die Immobilie liegt), dafür aber musst Du mit Sicherheit mit höheren Nebenkosten rechnen (z.B. die Rücklagen) usw.
Erkundige Dich zunächst über die Höhe der Rücklagen (die Nebenkosten überhaupt) und über den Allgemeinzustand des Hauses. Denn Du wirst ja mit dem Kauf der EW Miteigentümerin und verantwortlich für das gesamte Haus.
Es würde mich freuen, Dir ein
bischen geholfen zu haben
Moin,
bei Betonbauten muss man (auch Frau) immer vorsichtig sein. Die Hellhörigkeit (Schallschutz) ist anders als bei gemauerten Objekten. Einfach einen Nagel in die Wand hauen geht auch nicht, es muss gebort und gedübelt werden. Wenn es noch keine Wärmedämmung gibt, ist ein höherer Wärmeverlust durch die Wände vorhanden. Beim Flachdach ist das Alter entscheident. Früher war ein sog. Weichmacher in der Folie, wer der Witterungsbedingt verflogen war gab es Probleme. Bei Pappdächern ist eine ständige Wartung empfehlenswert. Auch hier wurde früher anders gedämmt als heute. Ist die Dämmung nicht ausreichend geht die Wärme so durchs Dach. Aber eine Wohnung mit Dachterrasse hat schon was.
Viel Erfolg.
Gruß
ppunktb
Hallo Karin,
für die Frage wäre es besser, Du fragst einen Architekten, der sich das Dach anschaut (evtl. auch anhand eines Fotos oder Google). Grundsätzlich kann es damit Probleme geben, muss aber nicht.
Wichtig ist, dass Du nicht zu viel für die Wohnung bezahlst. Dafür könntest Du entweder einen Kollegen (Immobilienbewerter) vor Ort fragen (kostet aber in der Regel was) oder Du rufst mal beim örtlichen Gutachterausschuss an (googeln) und fragst nach Vergleichspreisen. Die kosten auch manchmal was, evtl. bekommst Du aber auch umsonst Auskünfte. Probier es einfach.
Ich hoffe ein bisschen geholfen zu haben.
Viele Grüße,
Marry
Moin,
allgemein gibt es keine Vor- oder Nachteile.
Wenn es sich um einen Plattenbau West oder Ost handelt gibt es zum Teil Verarbeitungsfehler in den Anschlussstellen. An den Außenecken können sich Wärmebrücken bilden, die zu Schimmel führen können, dies würde man aber sehen. I.d.R. können Mängel durch einen ordnungsgemäßen Dachanschluss vermieden werden.
Wichtig bei Eigentumswohnungen ist mindestens die letzten 3 Protokolle der Eigentümerversammlung einzusehen, da dort Mängel und Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum beschrieben werden. Dazu kommen die aktuellen Wirtschaftspläne mit der Aufstellung der Rücklagenentwicklung. Diese zeigt, wie gut auch größere Instandsetzungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum gedeckt werden können. Dann noch die Frage, wie hoch ist die Einzahlung in die Rücklage. Sind die Kosten zu hoch? Die Rücklage bleibt Eigentum der Gemeinschaft uznd wird nicht an den jeweiligen Eigentümer ausgezahlt.Im Umkehrschluss können für erforderliche Instandsetzungen aber auch außerordentliche Sonderumlagen gefordert werden. Schließlich noch die Frage: Wie stark fließt die Dachterrassenfläche in die Wohnfläche und damit in den Verteilerschlüssel der Abrechnungen ein.
Also viel Erfolg
Andreas
gegen den betonbau spricht eigentlich nichts, solange die außenbauteile ordentlich gedämmt sind, das gilt sowohl für die dachflächen als auch für die außenwände, schimmel entsteht da wo feuchte raumluft mit kalten außenbauteilen zusammentrifft. also bei aureichender dämmung kann da eigentlich auch nichts passieren. fragen sie den verkäufer der wohnung nach einem energieausweis, fragen sie nach den zu erwartenden heizkosten, oder einfach mal beim nachbarn fragen. mit 1 €/m² Heizkosten ist normalerweise immer zu rechnen.
Auch gegen ein flachdach ist bei regelmäßiger instandhaltung und fachgerechter ausführung nichts einzuwenden.
lassen sie sich die protokolle der eigentümerversammlung vorlegen, gab esprobleme, sind hier bauliche Maßnahmen geplant, ist die instandhaltungsrücklage dafür ausreichend???
insgesamt schwer zu beurteilen aus der ferne. eine wohnung kaufen ist wie ein auto kaufen, immer gut, wenn man zur besichtigung jemanden mitnimmt, der mit zwei augen mehr das objekt der begierde kritisch in augenschein nimmt.
gruss dieter hirschmann
ist das noch aktuell? Dann lasse es mich wissen, ich kann dann qualifiziert antworten. War krankheitshalber länger Zeit außer Gefecht und arbeite jetzt meine Rückstände ab.