Wohnung ist nicht ganz 'dicht'

Hi @, angenommen, man hat eine Wohnung bezogen (Altbau), hat vollkommen absurde Heizkosten (Gas) und stellt fest, daß die Wohnungstür „nicht dicht“ ist.
Das heißt, diese Tür hat die Stärke einer Zimmertür, unten ist ein Spalt in Höhe von 1,5 cm, oberhalb der Tür ist Einfachverglasung wie in der Türmitte auch.
Angenommen, man spricht mit dem Vermieter darüber, dieser sichert - mündlich - den Austausch bzw. Einbau einer neuen Tür zu, und weiter angenommen, man spricht mit dem Haushandwerker und dieser sagt, da soll nur eine Schiene (!!!) unten hin, was tun?
Danke

Hallo Antares,

ich gehe davon aus, dass durch die Tuerspalten der Wohnungstuer kalte Luft aus dem Flur in die Wohnung dringt.

Erste Massnahme:
Spalten abdichten - das geht durchaus nur mit Leisten. Oder schweren Vorhang von innen (oder aussen; wenn VM sich aufregt (wegen Optik), vorschlagen, dass der Vorhang wegkommt, sobald neue Tuer eingebaut ist :wink: vor die Tuer haengen.

Zweite (bessere Massnahme) - Tuer & Zarge komplett austauschen und durch moderne Profile ersetzen. Passt, wackelt und hat (keine) Luft. :wink:

Mein Vorschlag:
VM fragen (am besten Zeugen dabei), wann er gedenkt, die Tuer auszutauschen (Vorwand z.B. dass der M gerade plant, in den naechsten vier Wochen fuer ein paar Tage in Urlaub zu fahren)?
Dann schauen, wie der VM reagiert.
Danach z.B. ein kleines Gespraechsprotokoll dem VM zukommen lassen. Dies ist keine rechtliche Absicherung, sondern nur eine Erhoehung des Handlungsdrucks auf den VM.
Der M kann auch anbieten, wenn der VM z.B. keine Zeit hat, sich selbst nach Tueren umzuschauen, 2-3 Angebote einzuholen & die mit dem VM durchzusprechen - wobei dann vorher vereinbart werden sollte, dass auf alle Faelle eines der Angebote ausgewaehlt & die Tuer eingebaut wird.

Letztendlich tut es der Wohnungssubstanz auch nicht gut, wenn staendig die Kaltluft ungewollt durchpfeifft.
Vorteil ist allerdings, dass die Schimmelgefahr sinkt, da staendig zwangsgelueftet wird.

Gruss & Viel Erfolg
G

Die Wohnungstüre sollte soweit dicht sein, daß keine Zugluft gibt.
Man sollte wissen wie groß sind denn die Heizkosten / m2

Anhalt 170Kw/h pA sollte nicht überschritten werden bei einem Altbau. Die waren früher normal sind heute aber nicht mehr zeitgemäß.

Man hat das so gemietet . Altbau ist eben nicht suiper Wärmegedämmt.

Wolfgang

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Hallo Gandalf,

danke für die Antwort. Problem ist nur: Vermieter ist etwa 500 km weit weg, ähm, stinkreich (ist kein Sozialneid von mir) und demzufolge ist es dem wurscht.
Hinzu kommt - was ich bei Abschluß des Mietvertrages einfach nicht wußte und nie auf die Idee gekommen wäre: Das Dach ist nur einfach die Ziegel mit einer druntergetackerten Folie. Ergo, zieht es die Wärme wie bei einem Kamin raus.

Gruß

"Man hat das so gemietet . Altbau ist eben nicht suiper

Wärmegedämmt."

Hallo Wolfgang, das sehe ich anders (bitte lies meine Antwort an Gandalf).

Ich hab 76 qm und innerhalb eines Jahres 3.000 € Heizkosten. Und durchgehend - also im Sommer - heizt man ja nicht, ich zumindest nicht.

Gruß

Hallo!

Hinzu kommt - was ich bei Abschluß des Mietvertrages einfach
nicht wußte und nie auf die Idee gekommen wäre: Das Dach ist
nur einfach die Ziegel mit einer druntergetackerten Folie.
Ergo, zieht es die Wärme wie bei einem Kamin raus.

Der überwiegende Teil unseres gesamten Gebäudebestands befindet sich in solchem Zustand. Sachgerecht thermisch isolierte Gebäude des Altbaubestands haben Seltenheitswert. Wenn etwas geschieht, kommen Maßnahmen oft über Bastelei und Halbheiten nicht hinaus. Solange solche Buden vermietbar sind, besteht seitens vieler Vermieter kein Interesse, viel Geld für wirksame Dämmung auszugeben. Wozu auch, schließlich zahlen die Mieter die Heizzeche.

Irgendetwas von Energiepaß bei Neuvermietungen ist im Gespräch. Genaues weiß ich leider nicht. Wenn der Energiebedarf pro qm bei der Vermietung nachgewiesen werden muß, könnte das ein Schritt zur Veränderung des ignoranten Verhaltens sein.

Gruß
Wolfgang