Wohnung von innen dämmen

Hallo liebe Experten!

Ich wohne in einem Mietshaus, das sehr schlecht gedämmt ist. Daher haben wir immer sehr hohe Heizkosten.

Da ich nicht damit rechnen kann, dass der Vermieter das Haus mal von außen dämmen wird, habe ich mich gefragt, ob es möglich ist, eine Dämmung von innen zu machen (jetzt mal ganz unabhängig davon, was es kostet und ob ich als Mieter das zahlen sollte).

Welche Möglichkeiten gibt es und wie effektiv sind die letztlich?

Vielen Dank schonmal für Antworten!

LiebeGrüßeChrisTine

Hallo ChrisTine,
vorsicht bei derartiger Vorgehensweise, sonst fabrizierst Du einen kapitalen Bauschaden, der dann auf Deine Kosten gehen wird!
Ohne Scherz.
Die Wärme-Innendämmung ist grundsätzlich schon möglich, zum Beispiel bei historischen gebäuden, bei denen man nicht die (meist denkmalgeschützte) Fassade dämmen kann. Doch man muss genau wissen, was man da tut. Wärmedämmschichten gehören immer an die KALTE Seite. Nicht auf die warme!
Und es wäre bei einer Innendämmung ohne eine gleichzeitig angebrachte rückseitige Abdichtung bzw. Feuchtesperrschicht (unter den Wärmedämmplatten) fast als Vorsatz zu bewerten, den Bauschaden billigend in Kauf zu nehmen.
Also: Vorsicht, egal welche zustimmende Meinung Dich erreichen sollte.
-.-.-.-
Gruß: Klaus

Hi Klaus!
Danke für deine Antwort.

vorsicht bei derartiger Vorgehensweise, sonst fabrizierst Du
einen kapitalen Bauschaden, der dann auf Deine Kosten gehen
wird!

Welche Vorgehensweise denn? ich hab doch erstmal nur nach den Möglichkeiten der Innendämmung gefragt, planen tue ich da überhaupt nichts.

Die Wärme-Innendämmung ist grundsätzlich schon möglich, zum
Beispiel bei historischen gebäuden, bei denen man nicht die
(meist denkmalgeschützte) Fassade dämmen kann. Doch man muss
genau wissen, was man da tut.

Ah ja. Und was kann man da tun? Das wollte ich ja grad wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

Wärmedämmschichten gehören immer
an die KALTE Seite. Nicht auf die warme!

Das war meine Vermutung!

Und es wäre bei einer Innendämmung ohne eine gleichzeitig
angebrachte rückseitige

rüdkseitig im Sinne von " von außen"?

Abdichtung bzw. Feuchtesperrschicht
(unter den Wärmedämmplatten) fast als Vorsatz zu bewerten, den
Bauschaden billigend in Kauf zu nehmen.
Also: Vorsicht, egal welche zustimmende Meinung Dich erreichen
sollte.

Ich wollte ja gar keine Zustimmung, sondern Informationen.
Trotzdem danke!!!

LG C

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Hallo,

ein wenig verwirrend ausgedrückt:

Und es wäre bei einer Innendämmung ohne eine gleichzeitig
angebrachte rückseitige Abdichtung bzw. Feuchtesperrschicht
(unter den Wärmedämmplatten) fast als Vorsatz zu bewerten, den
Bauschaden billigend in Kauf zu nehmen.

Von innen nach außen:
Innenbekleidung, Dampfbremse, Dämmung, Wand, „Außen“.

Grüße
Tommy

und nicht zu vergessen, dass man so Taupunkte verschiebt und ggf die Bausubstanz gefährdet.

Hallo,

Schlag Dir diesen Gedanken einfach aus dem Kopf - Du benötigst ein Ingenieurbüro oder andere qualifizierte Leute, welches Dir die Taupunkte berechnet, die Hinterlüftung, prüft, ob nicht der Fußboden entkoppelt werden muss etc.

Dann muss die Dämmung noch mit den Fenstern harmonieren - ansonsten hast Du feuchet Stellen.

In vielen Fällen ist übrigens nicht die Wand das Problem, sondern die Fenster. Prüf doch mal ob die noch dicht sind und schau mal nach wie alt sie sind.

Sollte Dein Vermieter sanieren wollen, kann er die Kosten auf die Miete umschlagen - bist Du bereit das Mehr zu zahlen?

Gruß,
Alexandra

und nicht zu vergessen, dass man so Taupunkte verschiebt und
ggf die Bausubstanz gefährdet.

wobei nachträgliche Innendämmungen mit Lehm oder Kalziumsilikatplatten auch ohne Dampfbremsen durchaus machbar sind. Die Voraussetzungen für risikofreie Durchführbarkeit sind natürlich, wie du schon angemerkt hast, genau zu prüfen.

Grüße
Tommy