Wohnungskatze/Raus gehen/Fehlt noch was?

Hallo zusammen,

wir werden demnächst ein kleines Katerchen bekommen, das leider nicht rausdarf (mir wäre es anders auch lieber, aber die Vermieter wollen ihn nicht in ihrem Garten und so). Eine zweite Katze geht leider auch nicht.

Ich arbeite von zu Hause aus und kann mich daher viel um ihn kümmern.

Kratzbaum, Spielzeug, Höhle, Schlafkörbchen, etc., auch auf erhöhten Plätzen, werden natürlich da sein, er wird auch ins Bett und aufs Sofa dürfen, etc.

Was könnte ich ihm noch Gutes tun/besorgen?

Ich habe überlegt, mit ihm raus auf die Felder und Wiesen zu fahren. Wäre das gut oder würde man ihn damit eher „zanken“ und er würde es noch mehr vermissen, raus zu gehen? Ich muss dazu sagen, dass der Kleine, wenn er zu uns kommt, Freigang vermutlich noch gar nicht bis kaum kennen wird. Also was meint Ihr, was wäre da besser?

Ich freue mich auf Eure Tipps!

Viele liebe Grüße

anna

hi

Ich habe überlegt, mit ihm raus auf die Felder und Wiesen zu
fahren. Wäre das gut oder würde man ihn damit eher „zanken“
und er würde es noch mehr vermissen, raus zu gehen?

das mit den Feldern und Wiesen ist insofern kritisch, als er, möglicherweise wenn er es NICHT kennt möglicherweise panisch wird und vor angst eben nicht zu DIR sondern in das nächstbeste Versteck rennt … und fort ist

WAS du aber machen kannst - auch wenn es blöde klingt, aber manche Katzen gewöhnen sich da recht gut dran (ist Typsache) ist es ihn an ein Brustgeschirr zu gewöhnen und mit flexileine mit ihm rauszugehen

ein nachba von mir macht das (wohnt im 8. Stock) der geht jeden abend mit Katerchen auf (erfolgreiche) Jagd in den Garten - der Kater nervt auch nur, wenns gassi-gehen-zeit ist

Bei denen klappt das prima - und weil es so gut klappt können sie ihn auch mit in urlaub nehmen und müssen nicht immer schauen, dass ihn jemand versorgt.

Gruß H.
P.S: meiner wollte das nicht *seufz* muss er halt oben bleiben

Hi,

Was könnte ich ihm noch Gutes tun/besorgen?

versteh das bitte nicht als Angriff, aber am besten für ihn wäre es, wenn ihr ihn nicht nehmt, wenn er weder Freigang noch einen Kumpel bekommen kann. Wobei ich mich immer frage, warum eine zweite Katze nicht möglich ist. Wenn es an den Kosten liegt, sollte man sich auch die erste Katze nicht anschaffen, wenn es daran nicht liegt: Wo Platz für eine Katze ist ist auch Platz für zwei.

Also, das Beste wäre, ihm einen Kumpel zu holen oder ihn woanders hin zu geben, wo er raus kann und/oder Artgenossen hat.

Gruß
Cess

Ich hoffe du hast ein große Wohnung:wink: Bei einer Freundin von mir mit Katze hat man deutlich gemerkt, dass die Katze zu viel Energie hat, um sich in der Wohnung richtig auszutoben.
Allgemein glaube ich, man kann sagen, es kommt auch auf den Charakter der Katze an. Ich habe z. B. eine, die wäre auch super als Wohnungskatze geeignet, die will nur rumgetragen und gehätschelt werden und liegt am liebsten rum. Andere haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Auch das mit der Leine - manche Katzen akzeptieren es, manche nicht.
Wünsch dir Glück, dass deine Katze eine mit Wohnungs-Charakter ist…:smile:

Hallo,

ich möchte mich Cess anschließen: eine junge Katze einzeln als Wohnungskatze zu halten ist nicht artgerecht. Ist die Katze dann auch noch tagsüber allein, grenzt es an Tierquälerei.

Wenn Du aus finanziellen Gründen keine 2 Katzem möchtest, dann ist auch eine Katze möglicherweise schon zu viel - da braucht ja nur mal eine etwas höhere Tierarztrechnung zu kommen. Wenn zu wenig Platz für 2 Katzen ist, reicht es auch für eine nicht. Wenn der Vermieter nur eine Katze erlaubt, dann hat er keine Ahnung, was ein gelangweiltes Jungtier in der Wohnung anrichten kann.

Es gibt in Tierheimen reichlich Katzen, welche durch längere Einzelhaltung unverträglich geworden sind. Erspare dem Katzenjungen die Langeweile und Verhaltensstörungen und Dir die Renovierung der Wohnung nach Katzengeschmack, in dem Du Dich für einen echten Einzelgänger entscheidest, oder ganz auf die Katzenhaltung verzichtest.

Gruß,

Myriam

dem kann ich mich nur anschließen…
Grüße
Margit

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Hallo,

ich möchte mich Cess anschließen: eine junge Katze einzeln als
Wohnungskatze zu halten ist nicht artgerecht.

Das ist „Haus“-tierhaltung im Allgemeinen nicht.

Wenn es danach ginge müssten sämtliche Haus- und Hoftiere verboten werden, weil gar nix davon „artgerecht“ ist.

dann auch noch tagsüber allein, grenzt es an Tierquälerei.

ja klar

Wenn Du aus finanziellen Gründen keine 2 Katzem möchtest, dann
ist auch eine Katze möglicherweise schon zu viel

iss auch klar

Wenn zu wenig Platz für 2 Katzen ist, reicht es auch für eine
nicht.

sischa sischa …

Wenn der Vermieter nur eine Katze erlaubt, dann hat er
keine Ahnung, was ein gelangweiltes Jungtier in der Wohnung
anrichten kann.

achso … ja klar das hat er dann wohl nicht, wenn du das sagst …

Dich für einen echten Einzelgänger entscheidest, oder ganz auf
die Katzenhaltung verzichtest.

Ja, am besten zum Tierheim gehen und sich eine Katze mit dem Schild um den Hals „Einzelgänger“ aussuchen.
Weil die Tiere sich ja alle im Tierheim so natürlich verhalten, wie sie sich auch zu Hause benehmen …
Oder einfach gar keine Katze - auch klar.

Ich bin mir sicher, nach der ganzen Kritik zu urteilen, hast Du natürlich keine Haustiere.

Und wenn Du welche hättest, würden sich mit SICHERHEIT einige Punkte finden, welche Dir beweissen, dass Du dein Tier nicht artgerecht hälst … warum? Na weils so ist, weil Haustiere eben keine Wildtiere sind. Die wohnen nähmlich mit Menschen zusammen, meist sogar in einem Haus, möglichst noch mit Leine und Futter vom Menschen zubereitet … absolut nicht artgerecht.

Wenn jemand im Forum um Hilfe bittet, kann ich nicht verstehen warum die ganzen erhobenen Zeigefinger wichtiger erscheinen als Hilfe zu geben. Es ist ja nicht so, dass der Fragesteller einen Fall von Tierquälerei beschrieben hätte. Irgendwo sind auch Grenzen.

Grüße
Jasmin

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Hallo Hexerl,

danke schön, ja das mit dem Geschirr hatte ich auch schon überlegt. Ich hab halt nur Angst, dass ich den Kleinen dann quasi noch mehr „auf den Geschmack“ bringe und es ihm dann noch schwerer fällt, ansonsten drinnen zu bleiben.

lg

anna

Hallo Cess,

Du hast schon recht, dass es besser wäre, noch eine Katze zu halten und am liebsten beide mit Freigang. Leider geht das bei uns nicht, und es gibt Gründe, warum es nicht geht, jedenfalls im Moment noch nicht.

Was meinst Du denn zu der Sache mit dem „mit ihm rausgehen“ - für mich klingt das so nach Hund, aber vielleicht wäre es für den Kater besser als nichts?

lg

anna

1 „Gefällt mir“

Hallo late_bird,

vielen Dank für Deine Antwort.

Tja, das wäre wohl für beide (und die Wohnung) am besten, wenn er eher faul wäre. :smile:

lg

anna

Hallo Myriam,

auch Dir, wie schon bei Cess, muss ich Recht geben. Klar ist es nicht ideal, aber es geht im Moment nicht anders, daher versuche ich, aus der Situation das Beste für den Kater herauszuholen.

Ist die Katze
dann auch noch tagsüber allein, grenzt es an Tierquälerei.

Das hast Du nicht ganz richtig verstanden, ich bin den ganzen Tag zu Hause…

Wenn Du aus finanziellen Gründen keine 2 Katzem möchtest, dann
ist auch eine Katze möglicherweise schon zu viel - da braucht
ja nur mal eine etwas höhere Tierarztrechnung zu kommen.

Es sind keine finanziellen Gründe, wobei die auch eine Überlegung wären, selbst wenn der Rest passen würde. Zwei kosten nunmal mehr als eine, ist ja klar.

Wenn

zu wenig Platz für 2 Katzen ist, reicht es auch für eine
nicht. Wenn der Vermieter nur eine Katze erlaubt, dann hat er
keine Ahnung, was ein gelangweiltes Jungtier in der Wohnung
anrichten kann.

Am Platz liegt es auch nicht, und die Meinung des Vermieters kann ich halt leider nicht ändern. Ich bin froh, dass wir überhaupt dürfen.

Es gibt in Tierheimen reichlich Katzen, welche durch längere
Einzelhaltung unverträglich geworden sind. Erspare dem
Katzenjungen die Langeweile und Verhaltensstörungen…

Naja, so schlimm muss es ja nicht werden. Der Kater, den ich früher hatte, war auch „alleine“ und offensichtlich sehr zufrieden damit. Und wenn ich merke, dass mein „neuer“ Kleiner sich auffällig verhält, dann werde ich da schon handeln.

Zunächst aber mal frage ich mich, was ich in meiner Situation, mit meinen Möglichkeiten, noch tun kann. Ist das mit dem „Mit ihm rausgehen“ eine gute Idee oder mache ich es ihm damit eventuell noch schwerer, was meinst Du?

lg

anna

Hallo Jasmin,

vielen Dank für die „Verteidigung“. :smile:

Ich hab mit solchen Antworten schon gerechnet, und würde wohl auch selber so reagieren, weil es nunmal echt nicht die ideale Situation ist. Wenn ich wie früher auf dem Land wohnen würde, sähe das auch ganz anders aus, aber im Moment sind meine Möglichkeiten halt begrenzt.

Zumindest von Myriam weiß ich, dass sie Erfahrungen mit Tieren hat, und ich fühle mich auch nicht angegriffen von der Kritik.

Vielleicht bekomme ich ja noch den ein oder anderen Tipp.

Hast Du Katzen?

lg

anna

Hallo Anna,

Was meinst Du denn zu der Sache mit dem „mit ihm rausgehen“ -
für mich klingt das so nach Hund, aber vielleicht wäre es für
den Kater besser als nichts?

Katzen machen sowas eher nicht mit, aber es gibt immer Ausnahmen. Ich habe es mal mit einem Kater versucht - egal, wie eng das Geschirr saß (ich dachte, ich erwürge ihn damit), er kam immer irgendwie raus. Davon abgesehen, dass er es wirklich gehasst hat, war mir das einfach zu gefährlich.

Ich glaube, ich würde es nicht machen - wie Fingersmith schon sagte: Lieber eine Katze holen, die an ein solches Leben (Wohnungskatze, Leine) schon gewöhnt ist. Aber ein kleines Katerchen, dass noch keinen Knacks hat und theoretisch ein normales Katzenleben führen könnte, würde ich nicht bewusst darauf trimmen.

Grüße
Cess

Du hast dich ja schon für eine bestimmte Katze entschieden, gelle? Ansonsten hab ich gehört, dass Ragdoll-Katzen gut für die Wohnungshaltung geeignet sind, weil sie vom Charakter her so wie vorher beschrieben sind, sehr sanftmütig…
Jedenfalls kann ich es gut verstehen, dass man es nicht ohne Katze aushält!:wink: Hab selber 3, allerdings aufm Hof, also sie dürfen nicht rein:frowning:(( und wenn nur unter Aufsicht… ansonsten haben sie genug Keller und Hallen usw. Aber die 3 haben auch ganz verschiedene Charaktere, die eine ist die totale Freigängerin, die anderen beiden total anhänglich. Die eine haben wir mit der Flasche aufgezogen, logisch, die ist wie ein Baby, liegt am liebsten auf der Schulter und lässt sich kraulen…
LG:smile:*schönerlebenmitkatzen

Komisch,

Wenn jemand im Forum um Hilfe bittet, kann ich nicht verstehen
warum die ganzen erhobenen Zeigefinger wichtiger erscheinen
als Hilfe zu geben.

die Fragestellerin fühlte sich nicht angegriffen, warum fühlst du dich bemühsigt, ihr zu Hilfe zu kommen?

Davon abgesehen ist Hilfe nicht immer das, was man sich vorher darunter vorstellt. Hilfe kann eben auch sein, darauf hinzuweisen, dass es besser wäre, kein Tier zu halten, und zwar völlig wertfrei. Keiner hat Anna verurteilt, das war nur ein Tipp.

Ich würde davon absehen, unter den genannten Bedingungen ein Tier zu mir zu holen - außer, es gibt für das Tier keine andere Chance, weil es nirgendwo anders unterkommt, getötet werden soll o.Ä. Aber manchmal muss man sich eben klarmachen, dass der eigene Egoismus (und den hat jeder, auch das ist nicht als Anklage gemeint) nicht immer parallel mit dem Wohl des Tieres einhergeht.

Die Frage ist doch: Warum möchte Anna das Tier haben? Weil sie so gerne eins hätte? Dann würde ich dafür plädieren, die Haltung davon abhängig zu machen, ob ich es dem Tier optimal schön machen kann und wenn nicht, drauf verzichten. Wenn sie das Tier nehmen möchte, weil es sonst keine Chance hätte sähe das eben anders aus.

Gruß
Cess

Hallo Jasmin,

Du lehnst Dich da ganz schön weit aus dem Fenster weißt Du
das? Schau Dir zunächst mal die Vika von Myriam an, dann
schaust Du mal ins Archiv und dann sage ich Dir, dass es hier
nur wenige wirkliche Experten wie Myriam gibt.

Was wären denn Deine Tipps?

Wenn es danach ginge müssten sämtliche Haus- und Hoftiere
verboten werden, weil gar nix davon „artgerecht“ ist.

Die Annäherung machts.

Ich bin mir sicher, nach der ganzen Kritik zu urteilen, hast
Du natürlich keine Haustiere.

Doch hat sie und oft sogar solche, die aufgrund körperlicher
Gebrechen oder seelischer Macken keiner haben will, also auch
schwierige Tiere.

Wenn jemand im Forum um Hilfe bittet, kann ich nicht verstehen
warum die ganzen erhobenen Zeigefinger wichtiger erscheinen
als Hilfe zu geben. Es ist ja nicht so, dass der Fragesteller
einen Fall von Tierquälerei beschrieben hätte. Irgendwo sind
auch Grenzen.

Der Usprungsposter hat aber genau deshalb gefragt. Weil
Unsicherheiten vorhanden sind und weil man so wenig Fehler wie
möglich machen möchte.
Dass wir hier auch plastisch darstellen, was manche ihren
Tieren aus reiner Unwissenheit antun
(Meerschweinchen+Kaninchen, davon jeweils nur eins in
handelsüblichem Minikäfig, Miniaquarien zum Bersten
vollgestopft mit lebendfisch…etc) kommt vor und ist auch wichtig, weil eben oft die ganze Tragweite fehlerhaften verhaltens nicht überblickt werden kann.

Wenn Du lange genug aktiv dabei bist, wirst Du vieles besser
verstehen.

Im Übrigen schließe ich mich Myriam an.

Sollte der UP sich für eine katze entscheiden die bereits Einzelgänger ist:

Sparbuch mit Dauerauftrag für den Tierarzt anlegen
Urlaubs-Krankheitsvrtretung absichern
Fenster nie auf Kipp stellen oder Fenstersicherung besorgen
Balkon ebenfalls sichern

Im Archiv finden sich ebenfalls viele Tipps wenn eine neue Katze ins Haus kommt.

Gruß
Maja

Hallo Cess,

mit diesen beiden Punkten

außer, es gibt für das Tier keine
andere Chance, weil es nirgendwo anders unterkommt, getötet
werden soll o.Ä. Aber manchmal muss man sich eben klarmachen,
dass der eigene Egoismus (und den hat jeder, auch das ist
nicht als Anklage gemeint) nicht immer parallel mit dem Wohl
des Tieres einhergeht.

Die Frage ist doch: Warum möchte Anna das Tier haben? Weil sie
so gerne eins hätte? Dann würde ich dafür plädieren, die
Haltung davon abhängig zu machen, ob ich es dem Tier optimal
schön machen kann und wenn nicht, drauf verzichten. Wenn sie
das Tier nehmen möchte, weil es sonst keine Chance hätte sähe
das eben anders aus.

hast Du es schon ganz gut getroffen. Mein Wunsch, (wieder) eine Katze zu haben, war zwar als Erstes da, ich hab allerdings dann wirklich von den Leuten, wo der Kleine herkommt, auch schon so Begriffe wie „kaputtmachen“ gehört, weil die Katze wohl fünf Junge hat und sie nicht alle ernähren kann. Das hat mich schockiert und am liebsten würd ich alle fünf nehmen, aber das geht halt nicht.

Tja, aber der ursprüngliche Grund… nenn es Egoismus, nenn es Traum, keine Ahnung, die Wahrheit liegt wohl dazwischen. Fakt ist, im Moment geht es mir nicht sehr gut (psychisch) und wann immer ich mit Katzen zu tun habe, merke ich, wie gut mir das tut.

Dazu kommt, dass ich wie gesagt von zu Hause aus arbeite (bin freiberufliche Übersetzerin) und dadurch den ganzen Tag alleine. Ich habe viel Zeit, manchmal zuviel… Ok, das gehört dann vielleicht eher ins Psychologie-Brett…

Man kann das nun egoistisch finden, klar, aber es wird an meiner Entscheidung nichts ändern. Nun ist es mir halt nicht egal, wie es dem Tier dabei geht, ich hoffe, das kommt so nicht rüber.

Es ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass sich an der Situation, wie sie jetzt ist, nochmal etwas ändert, sprich dass wir irgendwann woanders wohnen, wo es besser geht und ich den Kater dann rauslassen kann.

Vielen Dank jedenfalls für Deine Antworten!

lg

anna

Hallo Anna,

dann würde ich sagen: Nimm das Tierchen zu dir und sieh zu, dass du die Situation änderst, sobald es möglich ist. Ich mag mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, vielleicht fragst du mal im Mietrecht-Brett nach, aber ich bin nicht sicher, ob ein Vermieter dir überhaupt vorgeben darf, ob du nur eine oder zwei Katzen halten darfst. Also entweder gar nicht oder im Rahmen des Verträglichen. Wie gesagt, ich meine mich zu erinnern, dass das so war, aber frag lieber wen, der sich damit auskennt.

Falls ich Recht habe, könntest du vielleicht zwei Katerchen das Leben retten.

Gruß
Cess

Vielleicht kennst du ja noch wen, der auch ein Kätzchen nehmen würde…? Daran mag ich gar nicht denken, was sonst mit den Miezis passiert, wie du geschrieben hast… Ich weiß, es ist so schwer, wenn ich am Tierheim vorbeikomme, und seh wie die eine Katze (die aussieht wie meine) sich ans Fenster drückt, würd ich auch jedes Mal am liebsten sämtliche Tierheimkatzen adoptieren… Ich weiß ja nicht wie das läuft im Tierheim, aber ich hoffe, die sind nicht den ganzen Tag in kleinen Käfigen eingespärrt, sondern können auch ein bisschen rumlaufen (in Gehegen oder so)… Die armen armen… Darf nicht drüber nachdenken…
Lg silviquiek

Hallo,

Vielen Dank erst mal für Deine sachliche Reaktion. Es macht viel mehr Spaß zu diskutieren, wenn der Diskussionspartner sich nicht benimmt wie ein 5-jähriges Kind.

Das hast Du nicht ganz richtig verstanden, ich bin den ganzen
Tag zu Hause…

Das war nicht spezifisch auf Dich bezogen.

Zur eigentlichen Frage: es gibt Katzen, die ausgeglichen und vertrauensvoll sind und sich daher an Geschirr und Ausgang gewöhnen. Einige rasten aus, wenn sie ein lautes Geräusch hören, andere sind da eher unempfindlich.

Mir persönlich wäre die Gefahr zu groß, die Biester können sich innerhalb von Sekunden aus jedem Geschirr winden und dann wars das mit der Katze. Für mich ist der Vorteil nicht groß genug, verglichen mit dem Risiko.

Meine gebetsmühlenartige Wiederholung von „keine jungen Katzen in Einzelhaltung in der Wohnung“ mache ich nicht, weil es mir Spaß macht, unerfahrene Katzenhalter anzugreifen. Vielmehr möchte ich verhindern, dass noch mehr Leute diesen Fehler machen, den ich auch selbst gemacht habe.

Ich habe mir schon immer eine Katze gewünscht, durfte aber erst eine haben, als meine Mutter sich von meinem Vater trennte und wir auszogen. Meine Mutter mag keine Tiere, daher war klar, dass es nur eine Katze sein würde. Freigang ging nicht, aber es war genug Platz da. So wurde eine 4-monatige Kätzin aus dem Tierheim geholt. Anfangs war sie etwas problematisch, weil sie die Wohnung komplett nach ihren Anforderungen umgestaltete.

Zimmerpflanzen? Keine Chance. Dekofiguren? Du sollst die Katze anbeten, nicht Diddl! Poster an der Wand? Nach den Heftzwecken kann man super jagen, huch! Das Poster ist abgerissen. Müssen Lautsprecher wirklich an der Wand montiert sein? Und was macht dieser Blumentopf hier auf meinem spontan bevorzugten Liegeplatz … schubs! Es war die Hölle, obwohl ich in dieser Beziehung sehr schmerzfrei bin, keine Nippes-Sammlungen habe und die Katze auch nicht besonders temperamentvoll war. Sie hat z.B. nie an Möbeln oder Tapeten gekratzt und war niemals unsauber.

Ich bin der Ansicht, die Katze hatte es so gut, wie das bei Wohnungshaltung als Einzeltier nur möglich ist. Was ihr ziemlich sicher fehlte, habe ich erst gesehen, als ich nach ihrem Tod ein Katerpärchen aufgenommen habe. Man kann gar nicht beschreiben, wie wunderbar die Beiden miteinander interagieren. Sie machen alles zusammen, putzen sich, schlafen nebeneinander, küssen und schlagen sich, spielen und jagen sich und genießen alle Facetten der Kommunikation unter Artgenossen - alles das, was ich ihnen nicht bieten kann, weil ich ein Mensch bin. Ich schäme mich, dass ich das meiner ersten Katze aus Unwissenheit vorenthalten habe.

Im Kontrast dazu habe ich eine dritte Katze, welche seit dem Welpenalter keinen Kontakt zu Artgenossen hatte. Zu vertrauten Menschen ist sie sehr nett, wenn auch kätzisch zickig. Aufgrund der Einzelhaltung ist sie sehr unflexibel bei Veränderungen. Beim Anblick anderer Katzen rastet sie förmlich aus, macht unter sich, rennt schreiend weg. Diese Katze wird niemals mit einem Artgenossen zusammengerollt in einem Körbchen schlafen. Keiner wird sie putzen und mit ihr durch die Wohnung toben. Ich bemühe mich, sie so gut wie möglich zu versorgen und sie scheint auch zufrieden, aber ich weiß ja, wie es sein könnte. Da sie Hunde mag, habe ich bei der Anschaffung meines neuen Hundes auf Katzenfreundlichkeit geachtet, so dass sie wenigstens ein bißchen tierischen Kontakt und Abwechslung hat.

Ich war selbst mal in einer ähnlichen Situation wie Du, wo es mir psychisch sehr schlecht ging. Ich hatte Messie-Tendenzen, Depressionen und verletzte mich selbst. Hätte ich damals meine Katze nicht gehabt, wäre ein Selbstmordversuch nicht ausgeschlossen gewesen. Aber: Katzen sind lebende Wesen, keine Psychopharmaka. Sie haben das Recht auf optimale Haltung.

Ich wiederhole daher meinen Apell: wenn der Vermieter nur eine Katze erlaubt, schaue Dich bitte in den Tierheimen nach einem erwachsenen Einzelgänger um. So eine Katze wie meine Greta wäre ideal für Dich. Wenn Deine Wohnung einen Balkon hat, kann man den katzensicher machen und ein bißchen Flair von „draußen“ für die Katze bieten, einem ruhigen Tier reicht das aus. Ich bin Dir gerne bei der Suche behilflich und kann auch direkte Kontakte vermitteln, falls das Ruhrgebiet oder Rheinland für Dich nicht zu weit weg ist (ich kenne einige Katzenschützer im Raum Dortmund und Düsseldorf).

Das ist leider ein längerer Text geworden, aber ich hoffe, es hilft ein bißchen beim Verständnis meines Standpunktes.

Gruß,

Myriam

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