Hallo,
ich weiß, Ihr seid keine Katzen und könnt auch demzufolge nicht so fühlen…
Trotzdem bewegt mich ein Problem, eine Frage.
Meine Katze war im Sommer immer (5 Jahre lang!) teilweise eine Grundstückskatze, d. h. sie hatte an den Wochenenden und Urlaubstagen und sonstigen freien Tagen Ausgang auf dem Grundstück durch ihre Katzenklappe. Hat Mäuse gefangen, konnte schnuppern und war eben viel draußen.
Nun ist das vorbei, das Grundstück gibt es für sie (uns) nicht mehr durch Trennung vom Partner, der der Besitzer ist.
Sie tut mir so leid, denn sie muß nun als Wohnungskatze leben.
Ob sie es merkt das da etwas fehlt, ob sie sich irgendwie instinktiv erinnern kann oder ob es ihr nichts ausmacht???
Blöde Frage, ich weiß, aber es beschäftigt mich und tut mir unendlich leid für sie…
Mit der Ernährung muß ich mir auch etwas einfallen lassen, denn es fehlt ja nun an Bewegung und sie soll ja nicht fett werden.
Sagt wenigstens Eure Meinung dazu - bitte…
Viele Grüße
eve
Hallo,
Tiere leben im Jetzt, sie haben keine Erinnerungen daran, wie es ihnen früher im Vergleich zu jetzt ging. Sie haben allerdings durchaus Gewohnheiten. Der Freiheitsdrang bei Katzen ist sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Falls Deine Katze sehr daran gewöhnt war, Freigang zu haben, wird sie Dir das unmissverständlich zeigen: Kratzen an Türen und Fenstern, Fluchtversuche, Mißbrauch von Möbeln/Teppichen/Tapete als Kratzbaum, Unsauberkeit.
Falls diese Symptome nicht auftreten, kannst Du beruhigt davon ausgehen, dass Deine Katze als Wohnungskatze zufrieden ist.
Um es einer Wohnungskatze in der Wohnung interessanter und artgerechter zu machen, kannst Du folgendes tun:
- deckenhohe Kratz/Kletterbäume
- Zugang zur „dritten Dimension“, also auf Schränke, Regale, usw.
- mindestens 2 Katzenklos an ruhigen Stellen
- Futter weg vom Wasser, beides weg vom Katzenklo
- wenn Deine Katze verträglich ist und Du bist berufstätig, vielleicht mal über eine nette Zweitkatze nachdenken
Gruß,
Myriam
Hallo,
warum hast du sie nicht in ihrer vertrauten Umgebung gelassen?
LG Manu
Es ist doch MEINE Katze, ich könnte mich nicht trennen von ihr.
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Danke für Deine ausführliche Mail.
Da habe ich sicher Glück, denn diese Verhaltensweisen legt sie nicht (noch nicht???) an den Tag. Ich werde mir aber Gedanken machen müssen, wie ich sie mehr beschäftigen kann, damit sie ihre Lebensfreude nicht verliert.
Ich schaff das schon - irgendwie.
Zweitkatze??? Neee, ist eine Zweizimmerwohnung im 6. Stock. Ich hätte NIE eine Katze, wenn sie uns nicht zugelaufen wäre. Sie hat UNS (mich) gefunden
)
Liebe Grüße aus BErlin eve
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Hi.
Hört sich egoistisch an-sorry.
Es geht doch hier um deine Katze und nicht um dich-oder?
Klar versteh ich dich,ich hatte damals auch riesen Probleme meinen Kater in Hamburg zulassen als ich wegzog. Aber er lebte dort sein halbes Leben und ich konnte ihn nicht einfach da rausreissen.
Jetzt kann ich nicht mehr mit ihm kuschel,aber ich weiss auch, das es ihm richtig gut geht!
Manu
Es ist doch MEINE Katze, ich könnte mich nicht trennen von
ihr.
es ist nicht deine katze… du bist ihr mensch 
ich kann das so gut nachvollziehen. ich könnte mich auch nicht von katerchen trennen.
auch wenn für katzen die umgebung wichtig ist, man merkt doch immer (z. b. nach einem urlaub, wenn jemand anderes aufgepasst hat), wie er sich freut, mich wieder zu sehen…
besser kann man es glaube ich nicht umschreiben!
kann alle punkte so bestätigen!
ich würde sie einfach beobachten, du wirst ja merken, ob sie sich wohlfühlt oder unruhig ist oder ob sie vielleicht gar letargisch wird.
aber wenn bisher nichts aufgefallen ist, ist sie wohl einfach gerne bei DIR, egal wo DU bist!
ich hatte damals auch bedenken bei meinem katerchen. er lebte auf einem bauernhof = draußen. ich war dort zu besuch und er hat mich auserkoren. ging mir nicht mehr von der seite. da noch ein dosenöffner für ihn gesucht wurde, wurde mir vorgeschlagen ihn mitzunehmen.
ich wohne ebenfalls in einer kleinen 2-zimmer-wohnung ohne möglichkeit ihn nach draußen zu lassen…
wobei hier noch das argument spielte „nimmst du ihn nicht, muss er anders weg“ wobei wohl jeder weiß, was ich damit andeuten will. da fiel es nicht schwer, ihn einfach mit zunehmen.
na, lange rede, kurzer sinn:
er hatte 4 monate drinnen und draußen gelebt, bei mir nur noch drinnen und es klappt ganz hervorragend.
Wenn ich Dich richtig verstehe, durfte sie im Normalfall nur 2 Tage die Woche raus, und dann auch nur in den Garten, nicht außerhalb der Grundstücksgrenzen (warum eigentlich nicht?). Ich denke, dann wird das keine richtige Gewohnheit gewesen sein, sondern etwas Besonderes wie z. B. das gelegentliche Leckerlie. Ich denke nicht, daß sie das wirklich vermissen wird.
Hast Du eine Möglichkeit, den Balkon (so vorhanden) katzensicher zu gestalten? Dann hätte sie sozusagen einen Ersatz.
Über das Gewicht brauchst Du Dir meiner Meinung nach keine Sorgen zu machen. Wie beim Menschen machen 2x die Woche ein bißchen Bewegung nicht wirklich etwas aus, das sollte dann schon eher täglich sein. Außerdem fressen Katzen in der Regel nicht mehr als sie brauchen (unsere Katze hält sich auch an diese Regel, unser Kater frisst, was ihm vor die Nase kommt ;o) ). Füttere sie also, wie gewohnt und beobachte sie einfach. Sollte sie dennoch ein wenig zulegen, kann man immer noch eingreifen.
Im übrigen kann man an unseren Katzen wirklich gut die Prioritäten ablesen. Die Katze möchte eigentlich immer raus, wenn jemand in den Flur tritt, flitzt sie zur Eingangstür und hypnotisiert die Klinke, der Kater setzt sich vor seinen Futternapf. Sind sie der Meinung, es wäre Fütterungszeit, sitzen beide vor ihrem Futterplatz und der Kater startet ein Konzert. Du wirst Deine Katze kennen, Du wirst erkennen, ob sie raus will oder nicht.
Ich kann verstehen, daß Du die Katze mitgenommen hast. Wenn Du Dich um sie gekümmert, Du die Tierarztbesuche absolviert und Futter/Spielzeug besorgt sowie auch die tägliche Fütterung und das tägliche Spiel übernommen hast, hat die Katze es vermutlich in der kleineren Wohnung aber bei ihrer Bezugsperson viel besser als wäre sie geblieben, wo sie war.
Hallo,
Es ist doch MEINE Katze, ich könnte mich nicht trennen von
ihr.
ich würde mich auch nicht von meiner Katze trennen wollen. Wer garantiert denn, dass sie gut versorgt wird, wenn du sie zurücklässt? Ich persönlich sehe die Beziehung zwischen Katze und Mensch als eine Art Partnerschaft. Idealerweise bringt der Mensch gewisse Opfer für die Katze (finanziell, Freizeit etc.) und im Gegenzug verlange ich aber auch von der Katze gewisse Opfer indem sie sich eben auch an die Lebensumstände des Menschen anpasst. Am Ende haben beide einen Gewinn davon. Wenn das egoistisch ist, dann bekenne ich mich zu meinem Egoismus. Verglichen mit den Zwängen, der eine Katze in freier Wildbahn ausgesetzt ist, ist der Verzicht auf den gelegentlichen Gartenspaziergang vernachlässigbar.
Das mit dem Garten sollte bei dir ohnehin kaum ein Problem darstellen, da sie ja sowieso nur an speziellen Tagen draußen war.
gruß, Niels